Venedig

Kleine Impressionen aus einer kleinen historisch bedeutsamen Stadt in der wir mit 16€ pro Glas den wohl mit Abstand teuersten Eiskaffee getrunken haben. Hier begann mein Strandurlaub. Eigentlich begann er schon am Abend vorher, als ich in München mein Schlafabteil im Nachtzug bezogen hatte. Durch glückliche Umstände hatte ich das Abteil für mich allein und konnte die Abfahrt mit Sekt geniessen und bei der Ankunft über den Schienenweg über das Mittelmeer nach Venedig hinein staunen. Nach einem Tag in der autofreien Stadt war ich dann aber auch gesättigt von den Impressionen und den historischen Prachtbauten. Eine faszinierende Stadt mit schier unzähligen Brücken.

Venedig092017_1 Kopie

Venedig092017_2 Kopie

Venedig092017_3 Kopie

Venedig092017_4 Kopie

Venedig092017_5 Kopie

Venedig092017_6 Kopie
Comments

Warum lieben wir eigentlich?

Bevor ich mich auf meine mündliche Prüfung in Tiefenpsychologische Intervention (also den krassen Shit mit Sigmund Freud, Melanie Klein, den Übergangsobjekten und ähnlichem) vorbereitet habe, war ich der Tiefenpsychologie und der Psychoanalyse gegenüber immer eher skeptisch eingestellt. Das hat sich jetzt ein bisschen geändert und ich denke, dass einige Konzepte gar nicht so verkehrt sind, wenn man sie erstmal in normale Sprache übersetzt hat (was die eigentlich Kunst an dem Ganzen ist).

Thematisch ging es in der Lernphase viel um das Unbewusste, die Entwicklungsphasen der Psyche und wie sich eigentlich die Theory of Mind entwickelt (also wie ich lerne die Perspektive anderer Menschen zu übernehmen und überhaupt zu erkennen, dass andere Menschen eventuell andere Gefühle haben). Was passiert wenn dem Säugling und Kleinkind die empfundenen Affekte nicht adäquat gespiegelt werden und es gar nicht lernt seine eigenen Affekte zu benennen. Und warum wir alle eigentlich Übergangsobjekte - also unsern Lieblingsteddy - in der Kindheit so dringend brauchten und warum es ein Drama war, wenn der Teddy nicht auffindbar war, oder irgendwo verloren gegangen ist.

Am Rande dieser prüfungsrelevanten Themen habe ich viele andere interessante Dinge gestreift die ich leider nicht vertiefen konnte, aber im Hinterkopf behalten wollte. Wie zum Beispiel die Frage warum wir jemanden lieben. Oder ob wir unseren gewählten Partner überhaupt lieben. Eine mögliche Idee kann doch auch sein, dass Tina ihren Heiko nur glaubt zu lieben, da dieser ihr durch seine Zuwendung und Bestätigung die Möglichkeit gibt sich selbst zu lieben. Demzufolge wäre Liebe etwas sehr egoistisches und man könnte nur schwerlich den romantischen Anteil daran finden, dass man jemand anderem seine Liebe schenken möchte. Zu behaupten, dass man also seinen Partner nicht wirklich liebt, sondern sich selbst durch den Partner schlichtweg nur mehr liebt halte ich für ein wenig gewagt und zu kurz gedacht.

Wovon ich jedoch überzeugt bin: Wer sich selbst nicht liebt, der ist nicht bereit jemand anderem wirklich Liebe zu geben. Denn er benötigt selbst viel zu viel. Wer nicht hat, der kann nicht geben. Insofern ist also schon was dran, dass Mathias seinen Andreas gewissermaßen braucht, da Andreas ihm Bewunderung, Zuwendung und Liebe für ihn als Person gibt. Mathias' Selbst wird durch Andreas bestätigt. Damit wird Mathias' Selbst stabiler und stärker. Und am Ende des Tages suchen wir alle unbewusst nach Bestätigung für unser Selbst und Dingen die unseren Selbstwert erhöhen. Durch die Liebe unseres Partners oder der Partnerin ist es uns also möglich uns selbst mehr zu lieben, uns mehr so zu akzeptieren wie wir sind.

Auf der anderen Seite gehe ich davon aus, dass wir uns unsere Partner nach gewissen Kriterien aussuchen. Dabei meine ich nicht unbedingt das Schema bezüglich irgendwelcher äußerlichen Merkmale. Sondern vielmehr ein Schema bezüglich unserer eigenen inneren Bedürfnisse. Wenn wir glauben einen Gegenüber gefunden zu haben, der irgendwelche Bedürfnisse in uns erfüllen kann, dann wollen wir diesen Menschen an unserer Seite. Und wenn wir dann noch das Gefühl haben, dass wir bewundert werden, das wir gemocht werden als die Person die wir sind, dann ist das der Nährboden für Liebe. Liebe die wir empfangen können und Liebe die wir geben können. Wenn wir bereit dafür sind…. also wenn wir selbst mit uns und der Person die wir sind klar kommen.

Comments

Bahnbetriebswerk vor den Toren des Odenwaldes.

Um mal mit der Tür ins Haus zu fallen….

BBSchwetzingen1

BBSchwetzingen2

BBSchwetzingen3

BBSchwetzingen6

BBSchwetzingen7

BBSchwetzingen8

BBSchwetzingen9
Comments

Summerschool für die Klinische Psychologie

Mit der Umstellung von den Diplomstudiengängen auf das Bachelor-Master-System werden wir nicht nur unzählige Absolventen haben die nach dem Bachelor auf den Arbeitsmarkt schwemmen und nur ein Bruchteil wird den Weg über den Master gehen. Ausserdem wird das alles vergleichbarer und man hat mit dem Bachelor viel mehr Wahlmöglichkeiten bezüglich der möglichen Masterabschlüsse. Und weil das alles so supergeil ist musste ich an der Medical School für den Master ECTS in klinischer Psychologie nachholen, die ich an der FernUni im Bachelor nicht erreichen konnte, da sie nicht Teil des Curriculums waren.

Zu meinem Glück musste ich nicht alle 15 Punkte nachholen, sondern nur 10. Weil mir 5 Creditpoints von Kursen angerechnet wurden die ich an der vhb abgeschlossen habe. Welche Kurse mir da im einzelnen angerechnet wurden, das hat sich mir nie erschlossen. Fakt ist aber: der geringe Aufwand hat sich gelohnt.

An der MSH hatte ich nun zwei Möglichkeiten: 1) Die fehlenden Punkte während des Semesters zusätzlich zu den Mastermodulen erwerben. Durch Besuch der Vorlesung und Seminare und abschließender Prüfung. Oder aber Option 2) 4 Vollzeittage pro 5 ECTS in den Semesterferien mit abschliessender mündlicher Prüfung an Tag 5 die unbenotet bleibt und nur bestanden werden muss.

Anfang des Semester überschlug ich also den Zeitaufwand und nach einer Bedenkzeit von unter 5 Sekunden hab ich mich für die Summerschool entschieden. Damit würden zwar zehn Tage meiner wohlverdienten Semesterferien dahin schwinden, aber ich erhoffte mir insgesamt weniger Zeit an der Uni zu verbringen und zum zweiten viel viel viiiiiil weniger Zeit mit der Lernerei für eine benotete Klausur zu Hause verbringen, weil ja in der Summerschool gar keine Zeit zum zu Hause lernen mehr übrig sein würde.

Jetzt ist die Summerschool rum und ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können. Jedes Modul wurde von einem Dozenten (maximal 2) gehalten. Die Gruppengröße war mit 8-13 Personen doch sehr klein und übersichtlich. Fast schon familiär. Es gab viele gute Diskussionen, viel Input und Denkanstöße. Es war glücklicherweise nicht ausschließlich das Nachholen von Themen die wir nach dem ersten Mastersemester schon alle kannten. Natürlich war es das zum Teil auch, aber es gab auch neuen Input und praxisnahe Fallarbeit.

Was ich eigentlich sagen will: Wer immer die Qual der Wahl hat, dem kann ich nur zur Summerschool raten und die verlorenen Tage der Semesterferien eben die verlorenen Tage sein lassen. Danach kommen noch 1,5 Monate freie Zeit…

Comments

MSH KPP SS17.

Ich dachte man könnte mal ein bisschen Buchstabensalat in den Titel eines Eintrages einstreuen. Was das nun heißen soll? Medical School Hamburg. Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie. Gestartet im Sommersemester 2017. Also gewissermaßen meine Laufbahn.

Ich hab während des Semesters schon ein bisschen was zu meinen Eindrücken des Studiengangs und der Uni geschrieben. Im großen und Ganzen ist alles ziemlich super. Und dabei will ich es heute auch belassen.

Und weil das meine Art zu lernen ist habe ich natürlich wieder meine Zusammenfassungen geschrieben. Und weil die ja sonst eh nur auf meinem Rechner verschimmeln, weil ich die nach den Klausuren nur noch äußerst selten brauche, lad ich sie wieder hier hoch. So können sich jeder Neugierige ein Bild von den Inhalten des Studiums machen. Also erstmal natürlich nur vom ersten Semester.

Ahoi!

>>Hier gehts lang.<<

Comments

Berlin Streetart.

Berlin ist dreckig und wenig charmant. Aber für die Streetart, die an jeder Ecke zu finden ist definitiv eine Reise wert.

DSC09115_HDR Kopie

DSC09121_HDR Kopie

DSC09171 Kopie

DSC09174 Kopie

DSC09179_HDR Kopie

DSC09182 Kopie

DSC09185_HDR Kopie

DSC09231_HDR Kopie
Comments

High Definition Ludwigshafen

Bei wechselhaftem aber stets klebrigem Wetter heute mit der Kamera in Ludwigshafen um ein wenig mit HDR zu spielen.

DSC08634_HDR

DSC08637_HDR_edit

DSC08643_HDR_edit

DSC08649_HDR

DSC08667_HDR

DSC08676_HDR_edit

DSC08700_HDR
Comments

Fahrradtour als Klausurvorbereitung

Gestern war der letzte Vorlesungstag des ersten Semesters an der MSH. Soweit ist alles super und ich bin hellauf begeistert von den Inhalten und der Strukturierung. Das Geld ist gut investiert würd ich meinen. Aber irgendwas ist ja immer… Und in diesem Fall sind es die beiden Klausuren nächste Woche. Geprägt von der FernUni (und weil ich Druck vor den Klausuren nicht abkann und dann schlichtweg nichts mehr mache) hab ich wie immer während des Semesters gelernt. Sicherlich ist es der Stoff nicht gerade wenig Umfangreich, aber von der Fernuni kenn ich da noch ganz andere Hausnummern. Andererseits waren die Studienbriefe dort wirklich sehr gut strukturiert und es war ziemlich klar was auswendig zu lernen ist und was nicht. Jetzt ist das etwas freier und das macht es auch schwieriger. Weil - zumindest was das Modul psychische Erkrankungen angeht - nicht ganz klar ist, was sie am Ende von einem Wissen wollen. Nach kommendem Montag wissen wir es. Dann wissen wir ob wir das richtige gelernt haben oder nicht.

Während nun also alle einen Endspurt einlegen zum lernen, hab ich erstmal ne Fahrradtour gemacht. Im Süden Hamburgs. Von Tiefstack bis Bergedorf über den Marschdamm und jede Menge Deich. Nach 60km sind meine Beine nun reichlich Matsch, dafür ist mein Kopf aber wieder etwas freier. Und natürlich mache ich auch meinen Lernendspurt. Aber wenn mein Körper mich um 5:45 aus dem Bett wirft, dann hab ich bis 9:00 halt auch schon drei Stunden gelernt und finde das für einen Tag schon gar nicht so übel.

Aber weil Fahrradfahren viel schöner ist als lernen und das Wetter dafür heute perfekt war: Nicht zu warm und nicht zu kalt und für Hamburger Verhältnisse windstill, musste das natürlich genutzt werden. Und immer nur drinnen und sitzen macht einen ja auch blöd im Kopf.

Herrlich prokrastiniert mit Fahrrad fahren und unter einem Vorwand einen Blogartikel zu schreiben ;)



4

2

3

1
Comments