SugarSugarHoney.

Einige erinnern sich womöglich: Anfang August wollte ich für wenigstens 4 Wochen zu großen Teilen auf Zucker verzichten. Nach anfänglichen Kopfschmerzen überwogen schnell die Vorteile: Besserer Schlaf, ausgeglichener, weniger Heißhunger, bessere Konzentration.

Aber wirklich konsequent durchgehalten hab ich die Sache nicht. Ein bis zweimal pro Woche habe ich "gesündigt". Es war Sommer und ich musste gezwungenermaßen Eis essen gehen, oder es gab mal wirklich leckeren Kuchen. Da kam ich nicht drumherum. Im Großen und Ganzen hab ich mich aber ganz gut im Zaum gehalten. Handgerechte Süßigkeiten wie Schokoriegel gabs gar nicht mehr (ausser hier und da ein Proteinriegel, der auch ganz gut gegen den Schokojieper geholfen hat).

Auch wenn ich nicht so konsequent mit mir selbst war, wie ich mir das zu Anfang gewünscht hatte: Ich bin zufrieden mit mir. Ich fühle mich wohler in meinem Körper und bin zum Schluss gekommen, dass ich gar nicht komplett auf die leckeren Zuckerprodukte verzichten möchte. Ich liebe Eis und guten Kuchen. Aber wenn ich das nicht jeden Tag, sondern nur ein oder zweimal die Woche esse, dann kommt mein Körper damit schon klar.

Ich würde jedoch lügen, wenn ich sagen würde, dass es einfach ist. Natürlich schreit mein Dopamin-Belohungssystem ganz laut, wenn da Schokolade, Kuchen und andere Leckereien vor mir stehen. Allerdings habe ich den zweifelhaften Vorteil der Erfahrung mehrerer Nikotinentzüge und weiß wie Craving funktioniert und sich anfühlt. Craving ist das bittere dringende Verlangen nach einem Suchtstoff den man unbedingt genau jetzt haben will. Den man braucht. Zumindest denkt man, dass man den Suchtstoff braucht um mit welchem Stress auch immer umgehen zu können. Man will sich belohnen für irgendwas. Wenn man jedoch weiß dass Craving in Wellen anflutet und auch wieder abebbt, wenn man nur lange genug aushält, dann lassen sich die zahlreichen Versuchungen besser aushalten. Und es ist definitiv von Vorteil, wenn man sich nicht im selben Raum wie die die Schokolade aufhält. Craving lässt sich aushalten, und wenn man es mal nicht aushält ist es auch nicht so schlimm.

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Nike Trinkflaschengurt

Nike Performance Lean Trinkflasche

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Heute mal ein Produktbericht. Je wärmer es wurde und je länger meine Distanzen wurden, wurde mir klar, dass ich Wasser auf meine Langstreckenläufe mit nehmen musste. Die Vorstellung mit einer Wasserflasche in der Hand zu joggen ist für mich persönlich absurd und nervig. Also wollte ich einen Gurt kaufen. Ich bestellte mir zwei verschiedene. Einen mit drei kleinen Fläschchen verteilt am Gurt und obigen mit nur einer Flasche.

Letztendliche Kaufentscheidung war zum einen der Preis, weil der Nike-Gurt gerade runtergesetzt war und die Optik, weil der mit mehreren Fläschchen einfach noch dämlicher aussah. Es sollte sich als Fehler herausstellen. Zu den positiven Sachen:

+ Mein Handy und Schlüssel passen in die kleine Tasche mit Reisverschluss
+ Die Flasche sitzt gut und sicher in ihrer Halterung.

Das wars dann schon.

Zu den negativen:

- Den Gurtumfang einzustellen ist etwas frickelig und für mich unkomfortabel, wobei man hier auch sagen kann: Ist es einmal eingestellt, dann gehts auch.
- Die erste - mir logisch erscheinende - Position der Flasche wählte ich auf dem Rücken. Das ist bequem, solang man sich nicht bewegt. Sobald man los joggt schlägt einem die Flasche immer schön rhythmisch ans Becken. Also die Flasche auf die Seite. Das geht einigermaßen, wobei sich die Flasche während des Laufens nach hinten arbeitet und ich sie immer wieder vorschieben muss.
- Der Gurt an sich ist einfach nur ein Gurt. Nicht gepolstert. Dementsprechend ist mein Rücken nun an den Stellen aufgeschürft, an denen das T-Shirt hochgerutscht ist. Absolutes No-Go.

Zum Laufen ist dieser Gurt nicht geeignet, wenn ich auf dem Fahrrad unterwegs bin und keinen Rucksack mitnehmen möchte, aber eine zweite Trinkflasche, dann funktioniert er sehr gut. Aber ob man dafür dann den (unreduzierten) Preis von 39,95€ bezahlen möchte ist eine andere Frage. Da kann man dann sicherlich getrost zu günstigeren Alternativen greifen

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Verlassen: Schlosshotel Waldlust

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Verzeihung bitte.

Immer wieder habe ich Leute aus dem professionellen psychologisch - psychiatrischen Sektor (aber auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis) den guten Rat sagen hören, dass sie lernen müssten einander zu vergeben und zu verzeihen. Dass man seinem Schulkamerad verzeihen solle, wenn dieser mal wieder das Pausenbrot geklaut hat, weil er vielleicht zu Hause nicht genug bekommt. Dass man seiner Kollegin verzeihen sollte, wenn man von ihr im Frust angefahren wurde, da es ihr vielleicht gerade nicht gut ging. Dass Kinder es ihren Eltern vergeben sollten, wenn sie misshandelt wurden, da diese ja auch nur versucht hätten ihr Bestes zu geben.

Nun arbeite ich schon einige Jahre in der Psychiatrie und habe Psychologie studiert. Ich kann von mir behaupten, dass ich in dieser Zeit so einige therapeutische Konzepte kennen gelernt habe. Aber das Konzept jemand anderem seine Fehltritte zu verzeihen leuchtet mir nicht ein. Wenn ein Kind seinen Eltern vergibt, dass es von eben jenen misshandelt wurde, legitimiert das Kind dann nicht das Verhalten der Eltern und invalidiert seine eigenen Gefühle und Bedürfnisse? Wenn ich einen Freund vor mir sitzen habe, der vom Expartner nicht gut behandelt wurde, der von diesem gekränkt und verletzt wurde… Wenn dieser Freund dem Ex die Verletzung und Kränkung verzeiht wird dann nicht ebenfalls das Verhalten des Akteurs legitimiert. Das Verhalten desjenigen, dass einer anderen Partei Leid verursacht hat? Wird dann nicht das eigene Verhalten (oder häufig auch die Unfähigkeit zum Verhalten… die erlebte Handlungsunfähigkeit) mit dem Verzeihen des Anderen illegitimiert und Unrechtens? Weil man sich ja doch gerne anders verhalten hätte? Wer kennt das nicht, dass er für in Vergangenheit liegende Erfahrungen viele verschiedene Szenarien zurecht legt, wie man sich hätte verhalten können und ärgert sich dann, dass man das nicht getan hat?.

Natürlich ist es keine Lösung den Rest des Lebens daran zu nagen, immer wieder darauf zurück geworfen zu werden und immer wieder den Schmerz zu aktualisieren, weil man nicht damit abschließen konnte. Und ich glaube tatsächlich auch das Verzeihung ein zentrales Thema an dieser Stelle ist. Aber nicht die Vergebung gegenüber dem "Täter", gegenüber demjenigen der uns verletzt hat, sondern gegenüber uns selbst. In dem wir uns selbst verzeihen, legitimieren wir unser eigenes Verhalten in der entsprechenden Situation. Wir sagen uns: Es war okay wie ich damals reagiert und mich verhalten habe. Ich hatte damals keine anderen Möglichkeiten. Es ist Vergangenheit. Und es ist okay.

Ich glaube, dass die Vergebung gegenüber uns selbst ein zentraler Punkt ist um Sachen aus der Vergangenheit ruhen zu lassen. Und das die Vergebung unseren eigenen Handelns dazu führt sich selbst Selbstwirksamkeit zurück zu geben (falls man sie verloren hatte). Sich selbst wieder als Handlungsfähig zu erleben.

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White Pass Express.

Der White Pass und der Chilkoot Pass sind zwei Berggipfel die sich direkt hinter Skagway, quasi aus dem Pazifik heraus, erhebt. Für die Goldsucher damals, waren diese beiden Pässe das letzte Große Hindernis in den Yukon und damit zu den reichhaltigen Goldvorkommen. Es gab Vorgaben dass ein Reisender ca 500kg Nahrungsmittel und 500kg sonstige Güter mit sich führen musste um in das Gebiet hinter der Berge eingelassen zu werden. Die Vorräte sollten für ein Jahr reichen. Die Goldsucher mussten also mehrmals den Berg hoch und runter klettern. Ein Weg für den man mit normalem Wandergepäck 3-5 Tage benötigt.

Ich habe den bequemeren Weg gewählt und setzte mich in den White Pass Express. Der Zug brachte mich in vier Stunden von der Küste über den White Pass mit einem Zwischenstopp in Bennett (am Lake Bennett bauten die Goldsucher damals ihre Flösse um auf dem Fluss Richtung Dawson City weiter zu reisen) schließlich nach Carcross. Carcross hieß irgendwann mal Caribou Crossing bis es irgendwer verkürzt hat. Hier gibt es auch einen meiner Lieblingsplätze, das Carcross Desert, von dem man einen wunderbaren Blick über Sand und See auf die Berge hat. Diesmal war ich nicht dort, weil es ziemlich verregnet war.

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In Bennett ist nicht mehr viel zu sehen von dem einstigen Trubel. Es gibt eine kleine Stelle zum Camping für die Wanderer, eine Kirche ist noch stehen geblieben und ein Haus in dem eine Familie der First Nations lebt. Ansonsten ist es hier ziemlich einsam, bis auf die eine Stunde am Tag in der der Zug dort die Touristen und Wanderer auskippt.

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Hier beginnt der Chilkoot Trail, er war aber wegen eines Bärenzwischenfalls auf der kanadischen Seite gesperrt.

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Ketchikan, Wrangell & Juneau

Was sich anhört wie Outdoorbekleidung sind kleine Ortschaften in Alaska entlang der Inside Passage, die nur per See- oder Luftweg erreichbar sind. Naja. In Alaska-Standard sind das eigentlich mittelgroße Städte. Während Wrangell nicht mal 3000 Einwohner zählt, schafft es Ketchikan schon auf etwas über 8000 inklusive 4 Cruiseship-Anlegestellen. Juneau dagegen hat schon über 30.000 Einwohner.

Ketchikan bietet für die überschaubare Anzahl an Bewohnern eine ausserordentliche Touristenorientierung. Es war der erste Stop nach zwei Nächten auf See. Demzufolge sind dort alle von Bord gegangen um sich etwas zu bewegen. Die eigentliche Attraktion war das ehemalige Rotlichtviertel unweit vom Hafen (wobei hier eigentlich alles unweit vom Hafen ist.)

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Wrangell erreichten wir später am gleichen Tag. Wir hatte dort nur eine halbe Stunde, die Bürgersteige waren schon hochgeklappt. Aber der Liquorstore hatte noch offen, so dass ich Bier kaufen konnte, die anderen ergatterten Eis und Pizza. Auf der Fähre gab man uns per Durchsage den eindrücklichen Rat nicht zu versuchen an den Strand zu gehen um dort Fotos zu machen, da man es nicht pünktlich zurück schaffen würde. Es gab dort irgendwelche Steine zu sehen die besonders drappiert waren. Nachdem unser Grüppchen zurück auf dem Boot war kam ein kleines Grüppchen von 5 Leuten ziemlich verschwitzt zurück aufs Deck. Sie waren dort an den Strand hin und wieder zurück gerannt und hatten es gerade so wieder zurück geschafft.

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Juneau: Um ehrlich zu sein, hab ich Juneau nicht gesehen. Die Anlegestelle der State Ferry liegt ausserhalb der Stadt und wir hatten nur zwei Stunden Zeit. Wir hatten andere Pläne. Wir suchten uns zu zehnt ein Taxi und liessen uns bis kurz vor den Nationalpark fahren, nach einem kurzen Fußweg erreichten wir unser Ziel. Ich sah meinen ersten Gletscher. Atemberaubend. Wir hatten eine Viertel Stunde Zeit dieses Wunder auf uns wirken zu lassen, dann stand unser bestelltes Taxi auch schon wieder bereit um uns zurück zu fahren. Wir waren mal wieder fast die letzten auf der Fähre.

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Inside Passage: Sonne, Wald & Wasser.

Immer noch im Pazifik irgendwo zwischen Washington, British Columbia und Alaska. Traumhafte schöne Sonnenuntergänge irgendwann zwischen 11 und 12. Den traumhaft schönen Sonnenaufgang gegen kurz nach drei habe ich zwar gesehen und bestaunt, aber zum fotografieren war ich dann doch einfach zu müde. Ausserdem war es viel zu kalt um aus dem Schlafsack zu krabbeln und unter dem Heizstrahler weg zu kriechen.

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Es war einfach atemberaubend. Vor allem die Passage die man auf dem letzten Foto sieht. Es ist die engste Passage der ganzen Tour und man sieht auch die Bojen um den Fahrweg zu markieren, als wäre es ein Fluss.
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Inside Passage: Von Bellingham nach Skagway zu Wasser.

Vorbei an Vancouver…

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…pendelnd zwischen British Columbia und Alaska….

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…durch atemberaubende Sonnenuntergänge…

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… ins eher raue und verregnete Skagway.

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