Freundschaft oder schon Familie?

Im Zuge meines letzten Beitrags über Bindung bin ich gedanklich weiter gewandert zum Thema Freundschaft. Und eventuell wird das wieder einer dieser persönlichen Beiträge.

Im Laufe meines bisherigen Lebens habe ich viele verschiedene Kontakte geknüpft und hatte viele verschiedene Freundschaften. Die nächsten Interaktionspartner sucht man sich in der Regel ja nicht gezielt aus, sondern es wird einem gewissermaßen ein Pool von Menschen zur Verfügung gestellt, aus dem man dann schöpfen kann. Das fängt mit der Kindergartengruppe an, zieht sich über mehrere Jahre mit der Klassenzusammensetzung zusammen und endet auch nicht, wenn man zum studieren an die Uni geht oder ins Berufsleben einsteigt. Jedesmal sitzt man wieder in so einem Menschenpool, beschnuppert sich gegenseitig und versucht abzuwägen, wen man eher meiden möchte und zu wem man eine Verbindung aufbauen möchte.

An manchen Tagen hilft der Zufall ein wenig dabei, weil man sich zum Beispiel immer wieder am selben Ort trifft (weil man immer zur gleichen Zeit auf die Toilette muss, oder immer zur gleichen Zeit am Kaffeeautomaten steht oder vielleicht immer gemeinsam eine Bahn zu spät kommt). An anderen hat man verstärktes Interesse, obwohl von der anderen Seite gar nicht so viele Resonanz kommt und umgekehrt wird man manchmal wiederholt von Leuten kontaktiert mit denen man selbst aber gar nicht so richtig warm wird. Wenn es gut läuft findet man in der jeweiligen Umgebung (sei es nun Schule, Studium oder Beruf) Anschluss und fühlt sich demzufolge in dieser Umgebung vielleicht wohler als ohne diese Menschen.

Freunde 'von früher' sind bei mir nur wenige übrige geblieben. Oft haben sich die Lebenskonzepte in unterschiedliche Richtungen entwickelt, manchmal hab ich das erst gar nicht so richtig bemerkt oder wahrhaben wollen und noch mehr oder weniger lang an diesen Verbindungen festgehalten. Zu anderen habe ich die Verbindung zwischenzeitlich verloren und sie kam erst nach ein paar Jahren wieder zu Stande, dann aber intensiver als zuvor. Ich finde das ganz erstaunlich. Jetzt habe ich Freunde aus ganz verschiedenen Phasen meines Lebens und keinen von denen möchte ich vermissen. Und keinen würde ich leichtfertig aufgeben. Manche sagen mir sogar nach, dass ich manchmal zu lange festhalte.

Und dann gibt es da das Erlebnis, dass der Freundeskreis den man gerade hat wie eine Familie ist. Man glaubt nichts könnte so schwerwiegend sein, dass diese Bande zerbrechen. Man hat das Gefühl, auch wenn man sich mal verkracht, dann rauft man sich halt doch 'wie eine Familie' wieder zusammen. In der Vergangenheit hatte ich schon einmal so ein Familiengefühl im Freundeskreis, leider konnte diese Familie dann doch nicht überdauern und zerbrach an mehreren Ecken gleichzeitig. Auch weil sich die jeweiligen Lebenskonzepte in verschiedene Richtungen entwickelten, aber auch weil es in einem kurzen Zeitraum an mehreren Ecken zu brennen schien.

Was ich sagen will: Wenn sich der Freundeskreis mal wie eine Familie anfühlt, bzw. angefühlt hat, dann ist das was ganz besonderes. Denn das spricht eigentlich für ziemlich enge Bindungen unter den Beteiligten. Und sowas mag ich auch nicht einfach so kampflos hergeben. *Herzchen*

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Bindung

Bindung ist ne komische Sache. Was bestimmt an wen wir uns binden und warum können wir unsere Bindungsobjekte nicht einfach selbst bestimmen?

Uns allen dürfte bekannt sein, das die Bindung zu unseren primären Bezugspersonen (sprich: derjenigen die uns aufgezogen haben) eine der längsten, überdauerndsten und stärksten ist. Und diese Bindung kann durch kaum etwas erschüttert werden. Da können die Umstände und Entwicklungsbedingungen noch so fatal verlaufen. Selbst bei Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung bleibt die Bindung noch lange bestehen. Bei den meisten ein Leben lang. Was bleibt uns auch anderes übrig, solange wir von eben jenen Bindungspartnern abhängig sind? So lange wir darauf angewiesen sind, dass sie uns ernähren und versorgen, uns ein Dach über dem Kopf und damit einen gewissen Schutz bieten. Die Bindung an diese Bezugspersonen ist also in den ersten Lebensjahren für uns überlebensnotwendig.

Viele hinterfragen die Beziehung und Bindung zu primären Bezugspersonen (also den Eltern), erst nachdem sie ausgezogen sind und begonnen haben auf eigenen Beinen zu stehen. Das kann früher oder später geschehen. Ich wage aber mal zu behaupten, dass dieser Prozess mit zur Entwicklung gehört und daher von jedem irgendwann durchlaufen wird (Wer sich an dieser Stelle mehr für Entwicklungsaufgaben interessiert, kann z.B. mal bei Havighurst anfangen). Mit der Bindung und Beziehung zu brechen, das gelingt kaum. Unsere Eltern haben uns derartig geprägt, dass wir das zeitlebens mit uns herumtragen. Es ist also besser mit den Aspekten Frieden zu schließen, mit denen man selbst nicht so sehr einverstanden war und sich an dem zu erfreuen was gut war oder ist.

Aber wie kommt es dazu, dass wir uns stets neue Beziehungspartner aussuchen zu denen wir eine mehr oder minder starke Bindung aufbauen (können)? Und warum wird die Bindung zu einzelnen sehr stark sein, sodass sie selbst viele Jahre später nachdem vielleicht schon kein Kontakt mehr besteht immer noch bestehen bleibt und warum ist die Bindung zu anderen so schwach, dass es gar nicht so schwer ist, diese Menschen gehen zu lassen?

Was ist Bindung überhaupt? In bindungstheoretischen Theorien wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch das Bedürfnis dazu hat enge Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen die mit intensiven Gefühlen verbunden sind. Eine Idee zum Sinn dieses Strebens hält die evolutionstheoretische Perspektive bereit: Die Bindung an andere Personen bedeutet die Verfügbarkeit von Hilfe und Schutz, falls man mal von einem Raubtier (oder vom Chef…) angegriffen werden sollte. Also Hilfe in Zeiten, in denen man sich selbst aus welchem Grund auch immer bedroht fühlt. Vielleicht ist es also so, dass je vertrauter man miteinander war und je eher man davon überzeugt war, dass der Bindungspartner uns Sicherheit und Schutz bei bedrohlichen Ereignissen erhalten können, desto enger ist die Bindung zu eben dieser Person. Das würde zumindest auch erklären, dass es schwieriger ist einen Beziehungspartner gehen zu lassen, bzw. die Bindung zu lockern, als einen Freund gehen zu lassen, den man zwar auch sehr mochte, aber zu dem die Bindung eben nicht so intensiv gewesen ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht auch, das wir schon im frühesten Kindesalter sogenannte inner working models in uns ausbilden. Diese sind Repräsentationen von Bindungserfahrungen, die wir mit unseren primären Bezugspersonen gemacht haben. Also wie ein Bild oder eine Blaupause davon, wie wir nun glauben, dass Beziehungen ablaufen. Im weiteren Verlauf unseres Lebens werden wir viele neue Beziehungen eingehen. Immer dabei ist dann unser inner working model. Unbewusst und automatisch vergleichen wir die Beziehungserfahrungen mit unserer Blaupause aus Kindertagen und versuchen dann vorherzusagen wie sich unser Beziehungspartner verhalten wird. Das kann manchmal ganz schön nach hinten losgehen. Denn unsere Vorlage ist eben nur eine Vorlage. Die Vorlage der Beziehung zu unseren Eltern. Sie passt nicht immer zu den Bindungserfahrungen und dem Verhalten unseres Gegenübers. Manchmal finden wir uns so immer und immer wieder in ähnlichen Konflikten von denen wir nicht verstehen wie sie eigentlich entstehen konnten. Da genau hinzusehen erfordert zum einen viel Mut und zum andern auch viel Arbeit. Denn man muss sich seinen eigenen Bindungserfahrungen stellen, Erfahrungen die vielleicht nicht immer so schön waren und man muss daran arbeiten diese zu korrigieren, falls einem bestimmte Bindungserfahrungen immer und immer wieder Probleme bereiten. Aber zu der Erkenntnis muss man ja auch erstmal kommen und das ist ein völlig anderes Thema.

Bindung also. Ein faszinierender Aspekt der menschlichen Psyche wie ich meine. Wikipedia hält hierzu wieder einiges mehr an Informationen bereit: https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie

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Planten un Blomen

Ein kurzer herbstlicher Fotoausflug in Planten und Blomen. Und ein paar Sonnenstrahlen haben wir auch einfangen können. :)

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Burnout im Psychologiestudium

Für mich beginnt nun also das letzte Semester des Studiums. Beziehungsweise: Es hat schon begonnen. Und eigentlich hat es letztes Semester schon begonnen, als ich angefangen habe ein Thema für meine Abschlussarbeit zu suchen und dann einen Erstgutachter zu suchen und zu finden um auch anständig betreut zu werden. Die Hypothesen und Fragestellungen mit ihm zusammen auszuknobeln und das Thema schonmal gut abzustecken, damit ich zum Wintersemester gut vorbereitet mit dem Exposé starten konnte.

Und da steck ich nun mitten drin. Eigentlich ist das Exposé nun schon seit letzter Woche fertig, ich warte nur noch auf ein finales GO! um eben jenes dann mit einem Haufen Unterlagen, Zettel und Verträgen beim Prüfungsamt einzureichen.

Und ich muss schon sagen: Ich hab mir da schon ein Megacooles Thema zusammen geklöppelt. Nachdem ich nämlich nach dem zweiten Semester selbst (wie die überwiegende Mehrheit des Studiengangs) völlig ausgebrannt und am Ende war kam mir die Idee durch einen Online-Artikel der mir Ende Februar in WhatsApp zugeschickt wurde. Anfang des Jahres wurde nämlich der Barmer Ärztereport veröffentlicht in dem alarmierende Zahlen zum Vorschein kamen: So nahmen die Anzahl der diagnostizierten depressiven Erkrankungen bei Studierenden mit steigendem Alter zu, während sie bei den Nichtstudierenden im Alter abnehmen. Irgendwas scheint da im Rahmen des Studiums ungünstig zu verlaufen. Und nach dem was ich erlebt hatte, kamen mir da schon so einige Ideen was da problematisch sein könnte. Für mich was das Schlimmste die Überfrachtung mit Inhalten, hohen Anforderungen und vor allem die vielen Prüfungsleistungen in einem sehr kurzen Zeitraum. Und hätte ich nicht an der MSH studiert, dann hätte ich fröhlich mal mindestens zwei Module aufgeschoben und einfach ein halbes Jahr länger studiert. But money matters.

Wenn also beklagt wird, dass das Studium mit der Bologna-Reform stark verschult wurde, dann steht die Medical School ganz sicher mit an der Spitze eben jener Verschulung. Für manche mag diese starke Vorstrukturierung von Vorteil sein, für viele führt der geringe Handlungs- und Gestaltungsspielraum jedoch ganz sicher zu Überforderung. Zumindest hab ich das so bei mir und auch in meinem Umfeld so erlebt.

Das ganze gilt es jetzt in wissenschaftliche Hypothesen umzuwandeln und auch wissenschaftlich zu untermauern. Ich will herausfinden was Risiko- und was Schutzfaktoren hinsichtlich einer Burnout-Entwicklung sein können und daraus auch ableiten wie der Hochschulbetrieb optimiert werden kann, sodass beide Seiten den größten Nutzen daraus ziehen können. Denn schließlich profitieren Hochschulen ebenso wie die Studierenden davon, wenn letztere das Studium in kürzestmöglicher Zeit aber bei maximaler Gesundheit abschließen können.

Mein Exposé ist also schon in der Pipeline und mittlerweile bin ich schon dabei meine Fragebögen in den Computer zu hacken. Ich freu mich!

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Hallo, mein Name ist Hashimoto.

Heute will ich einen Text teilen, den ich nicht selbst geschrieben habe, aber ich bin gerade drüber gestolpert und bin der Meinung, dass man die Hashimoto Thyreoditis - eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung - nicht besser beschrieben werden kann. Er macht deutlich, dass man mit dieser Erkrankungen selbst bei Ärzten eigentlich nicht richtig ernst genommen und nur allzu oft als Sensibelchen abgetan wird, dass sich mal nicht so anstellen soll. Dabei will man als Erkrankte/r eigentlich nur eins: Ein ganz normales Leben ohne Einschränkungen.

"Ich bin eine unsichtbare Autoimmunerkrankung, die Deine Schilddrüse angreift und eine Unterfunktion hervorruft.

Ich bin nun Teil Deines Lebens. Wenn Du eine Unterfunktion hast, bin ich vielleicht die Ursache. Ich bin auf Platz 1 der Gründe dafür !

Ich bin so heimtückisch – ich zeige mich nicht immer in Deinen Blutwerten. Die Menschen um Dich herum können mich nicht sehen oder hören, aber DEIN Körper kann mich fühlen. Ich kann DICH überall angreifen und zwar so wie es mir gerade gefällt. Ich kann Schmerzen hervorrufen und wenn ich gerade gut gelaunt bin – sorge ich dafür, dass Dir alles weh tut.

Erinnerst Du Dich noch daran als Du voller Energie durch’s Leben gegangen bist und Spaß hattest???
Tja, diese Energie habe ich Dir genommen und Dir dafür Erschöpfung gegeben. So, jetzt versuch mal Spaß zu haben!!!

Ich raube Dir den Schlaf und gebe Dir dafür ein vernebeltes Gehirn und Konzentrationsmangel.
Ich kann dafür sorgen, dass Du 7 Tage die Woche 24 Stunden lang schlafen möchtest, oder ich verursache Schlaflosigkeit.

Ich lass Dich innerlich zittern, sorge dafür dass es Dir zu kalt oder zu heiß ist, wenn alle anderen das nicht fühlen. Ich lasse Deine Hände und Füße anschwellen, Dein Gesicht, Deine Augenlieder, einfach alles. Ich löse Angstzustände und Depressionen aus oder andere mentale Probleme. Ich lasse Dein Haar ausfallen, lasse es trocken und brüchig werden, verursache Akne, trockene Haut…für mich gibt es gibt kein Limit.

Wegen mir nimmst Du zu, egal was Du isst oder wie oft Du trainierst. Dank mir wird das Gewicht bleiben. Aber ich kann auch dafür sorgen, dass Du zuviel Gewicht verlierst. Da bin ich nicht wählerisch.
Manchmal begleiten mich meine Freunde, die anderen Autoimmunerkrankungen, zu Dir, so dass Du Dich noch mehr plagen musst.

Wenn Du etwas geplant hast oder Dich auf einen tollen Tag freust, kann ich Dir einen Strich durch die Rechnung machen. Du hast mich nicht darum gebeten zu dir zu kommen. Ich habe Dich aus verschiedenen Gründen ausgewählt: Den Virus oder die Viruserkrankungen, die Du hattest und von denen Du Dich nie richtig erholt hast, oder Schicksaslschläge (Stress mag ich besonders gern). Vielleicht bin ich schon länger in Deiner Familie zu finden. Was auch immer der Grund ist, ICH bin hier und ICH werde bleiben.

Du gehst zum Arzt, um mich los zu werden??????? Dass ich nicht lache. Versuch es. Du wirst zu vielen vielen Ärzten gehen müssen, bis Du überhaupt einen findest, der MICH findet ........und der sich mit MIR auskennt.
Man wird Dir die falschen Medikamente verschreiben, Schmerzmittel, Schlafmittel, Aufputschmittel. Wenn Du ihnen sagst, dass Du Ängste und Depressionen hast, bekommst Du Antidepressiva.

Es gibt so viele Wege für mich, damit Du Dich krank und elend fühlst. Die Liste der Symptome ist unendlich – dieser hohe Cholesterinspiegel, das Gallenblasenproblem, der Bluthochdruck,die Muskel und Gelenkschmerzen, die Augenprobleme, der Blutzuckerspiegel,Herzprobleme, Herzstolpern. Das bin wahrscheinlich ich. Du kannst nicht schwanger werden oder hattest eine Fehlgeburt? Das war ich wahrscheinlich auch! Atemnot oder Atemhunger? Ja, wahrscheinlich auch ich. Leberenzyme zu hoch? Ja, wahrscheinlich auch ich. Zahn- und Zahnfleischprobleme? Ich sagte Dir, die Liste ist endlos. Du bekommst Massagen und man sagt Dir, wenn Du nur ausreichend schläfst und Sport machst, wird es schon weggehen.

Man wird Dir sagen, Du sollst positiv denken, Du wirst beim Blutabnehmen gepiekst und gestochen aber VOR ALLEM, wirst Du NICHT ernst genommen, wenn Du versuchst einer Unzahl von Ärzten zu erzählen, wie schwächend ICH bin und wie ausgebrannt Du Dich fühlst. Wahrscheinlich wirst Du von diesen (ahnungslosen) Ärzten wieder und wieder hören, Du solltest eine Psychiater konsultieren.

Deine Familie, Freunde und Arbeitskollegen werden Dir zuhören, bis sie nicht mehr hören können, was ich bei Dir anrichte und wie sehr ich Dich schwäche. Einige werden sagen „Ach, Du hast nur einen schlechten Tag” Sie sagen Dinge wie, “wenn Du nur aufstehst, Dich bewegst, raus gehst und etwas unternimmst, wird es Dir besser gehen”. Sie werden nicht verstehen, dass ICH Dir den Motor nehme, der Deinen Körper antreibt und dafür sorge, dass Du genau das NICHT kannst.

Manche werden anfangen hinter Deinem Rücken zu reden, sie nennen Dich Hypochonder, während Du langsam Deine Würde verlierst :-( und versuchst es ihnen begreiflich zu machen. Vor allem wenn Du mitten in einem Gespräch mit einem “normalen” Menschen bist und auf einmal nicht mehr weißt, was Du sagen wolltest.
Dann wirst Du Dinge hören wie „Oh, meine Großmutter hatte das auch und ihr geht es gut mit ihren Medikamenten” und Du versuchst verzweifelt zu erklären, dass ich mich bei jeder betroffenen Person anders zeige. Und nur weil das Medikament bei dieser Großmutter hilft, heißt es noch lange nicht, dass es Dir auch helfen wird. Sie werden nicht verstehen, dass diese Krankheit Deinen Körper vom Scheitel bis zur Sohle beeinträchtigt und dass jede Deiner Zellen und Dein Körper und jedes Deiner Organe die richtige Dosis,viel ZEIT und das richtige Medikament brauchen.

Aber auch dann werde ich bleiben!!!

Nur andere Menschen, die mich in sich tragen, werden mit dir mitfühlen und dich unterstützen. Sie sind die einzigen, die Dich wirklich verstehen können.

Mein Name ist Hashimoto Thyreoidits."


(Verfasser unbekannt, der Text wurde wohl aus dem englischen übersetzt. Ich habe ihn von hier: https://www.hashimoto-info.de/interessantes/mein-name-ist-hashimoto.html)
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Zum letzten Mal.

Ich hab es bei all dem anderen Trubel in meinem Leben noch gar nicht so realisiert, aber am Dienstag schrieb ich die vorerst letzte Klausur in meiner akademischen Laufbahn. Man kann jetzt nicht gerade behaupten das sie thematisch ein Feuerwerk für die Psychologenseele gewesen wäre. Vielmehr war es das staubtrockene für alle, die sich irgendwann vielleicht mal selbstständig machen wollen. Der Kurs nannte sich erwartungsvoll "Management für Psychologen", war im Kern ein Abriss der Betriebswirtschaftslehre.

Und da ich schon die Vorzüge eines Angestellten-Verhältnis kennengelernt habe und auch vorerst in diesem Bereich bleiben möchte, waren die Bestandteile eines Managementplans oder wann man wie und unter welchen Voraussetzungen welche Unternehmensform gründen kann, doch eher von nachrangigem Interesse. Aber manchmal muss man sich eben auch durch Veranstaltungen durchbeißen, die das eigenen Interesse dann doch eher nur seicht tangieren.

Alles in allem lässt es sich auf Folgendes (ganz phantastisches) reduzieren: Kein Bulimielernen mehr!! Im kommenden Semester stehen für mich, neben dem eigentlichen Herzstück - der Masterarbeit -, noch eine Hausarbeit und ein kurzer Bericht an. Solch schriftliche Arbeiten mag ich ganz gern und die Schreiberei ist für mich ein Schöpferischer Akt, den ich irgendwie mit Entspannung verknüpfe (ausser ich verzweifle grad wieder an irgendwelchen Formatierungskonflikten zwischen mir und dem Textverarbeitungsprogramm). Und dann bin ich auch schon wieder fertig. Nach achteinhalb Jahren akademischer Safari. Nicht alles war schön, aber das Meiste eigentlich schon.

Das letzte Semester das jetzt beginnt, bedeutet aber vor allem auch eines: Ich muss mir jetzt ja wirklich mal überlegen in welcher beruflichen Ecke ich eigentlich ankern möchte. Das wird aufregend und ich freu mich schon drauf!

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Kos. Wenns dunkel wird.

Und dann wird es unvermittelt Nacht und die Dunkelheit bricht über dich hinein. Aber nachdem ein wenig Zeit vergangen ist, kannst du erste Umrisse und Lichter erkennen. Lichter die dir Hoffnung geben. Das gibt dir die Gewissheit, dass die Nacht bald vorüber und der Tag bald anbrechen wird. Und dann wirst du bereit sein die Welt zu erkunden. Und du wirst weniger Angst vor der Nacht haben.



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Kos. Haus und Hafen.

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