Planten un Blomen

Ein kurzer herbstlicher Fotoausflug in Planten und Blomen. Und ein paar Sonnenstrahlen haben wir auch einfangen können. :)

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Burnout im Psychologiestudium

Für mich beginnt nun also das letzte Semester des Studiums. Beziehungsweise: Es hat schon begonnen. Und eigentlich hat es letztes Semester schon begonnen, als ich angefangen habe ein Thema für meine Abschlussarbeit zu suchen und dann einen Erstgutachter zu suchen und zu finden um auch anständig betreut zu werden. Die Hypothesen und Fragestellungen mit ihm zusammen auszuknobeln und das Thema schonmal gut abzustecken, damit ich zum Wintersemester gut vorbereitet mit dem Exposé starten konnte.

Und da steck ich nun mitten drin. Eigentlich ist das Exposé nun schon seit letzter Woche fertig, ich warte nur noch auf ein finales GO! um eben jenes dann mit einem Haufen Unterlagen, Zettel und Verträgen beim Prüfungsamt einzureichen.

Und ich muss schon sagen: Ich hab mir da schon ein Megacooles Thema zusammen geklöppelt. Nachdem ich nämlich nach dem zweiten Semester selbst (wie die überwiegende Mehrheit des Studiengangs) völlig ausgebrannt und am Ende war kam mir die Idee durch einen Online-Artikel der mir Ende Februar in WhatsApp zugeschickt wurde. Anfang des Jahres wurde nämlich der Barmer Ärztereport veröffentlicht in dem alarmierende Zahlen zum Vorschein kamen: So nahmen die Anzahl der diagnostizierten depressiven Erkrankungen bei Studierenden mit steigendem Alter zu, während sie bei den Nichtstudierenden im Alter abnehmen. Irgendwas scheint da im Rahmen des Studiums ungünstig zu verlaufen. Und nach dem was ich erlebt hatte, kamen mir da schon so einige Ideen was da problematisch sein könnte. Für mich was das Schlimmste die Überfrachtung mit Inhalten, hohen Anforderungen und vor allem die vielen Prüfungsleistungen in einem sehr kurzen Zeitraum. Und hätte ich nicht an der MSH studiert, dann hätte ich fröhlich mal mindestens zwei Module aufgeschoben und einfach ein halbes Jahr länger studiert. But money matters.

Wenn also beklagt wird, dass das Studium mit der Bologna-Reform stark verschult wurde, dann steht die Medical School ganz sicher mit an der Spitze eben jener Verschulung. Für manche mag diese starke Vorstrukturierung von Vorteil sein, für viele führt der geringe Handlungs- und Gestaltungsspielraum jedoch ganz sicher zu Überforderung. Zumindest hab ich das so bei mir und auch in meinem Umfeld so erlebt.

Das ganze gilt es jetzt in wissenschaftliche Hypothesen umzuwandeln und auch wissenschaftlich zu untermauern. Ich will herausfinden was Risiko- und was Schutzfaktoren hinsichtlich einer Burnout-Entwicklung sein können und daraus auch ableiten wie der Hochschulbetrieb optimiert werden kann, sodass beide Seiten den größten Nutzen daraus ziehen können. Denn schließlich profitieren Hochschulen ebenso wie die Studierenden davon, wenn letztere das Studium in kürzestmöglicher Zeit aber bei maximaler Gesundheit abschließen können.

Mein Exposé ist also schon in der Pipeline und mittlerweile bin ich schon dabei meine Fragebögen in den Computer zu hacken. Ich freu mich!

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Hallo, mein Name ist Hashimoto.

Heute will ich einen Text teilen, den ich nicht selbst geschrieben habe, aber ich bin gerade drüber gestolpert und bin der Meinung, dass man die Hashimoto Thyreoditis - eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung - nicht besser beschrieben werden kann. Er macht deutlich, dass man mit dieser Erkrankungen selbst bei Ärzten eigentlich nicht richtig ernst genommen und nur allzu oft als Sensibelchen abgetan wird, dass sich mal nicht so anstellen soll. Dabei will man als Erkrankte/r eigentlich nur eins: Ein ganz normales Leben ohne Einschränkungen.

"Ich bin eine unsichtbare Autoimmunerkrankung, die Deine Schilddrüse angreift und eine Unterfunktion hervorruft.

Ich bin nun Teil Deines Lebens. Wenn Du eine Unterfunktion hast, bin ich vielleicht die Ursache. Ich bin auf Platz 1 der Gründe dafür !

Ich bin so heimtückisch – ich zeige mich nicht immer in Deinen Blutwerten. Die Menschen um Dich herum können mich nicht sehen oder hören, aber DEIN Körper kann mich fühlen. Ich kann DICH überall angreifen und zwar so wie es mir gerade gefällt. Ich kann Schmerzen hervorrufen und wenn ich gerade gut gelaunt bin – sorge ich dafür, dass Dir alles weh tut.

Erinnerst Du Dich noch daran als Du voller Energie durch’s Leben gegangen bist und Spaß hattest???
Tja, diese Energie habe ich Dir genommen und Dir dafür Erschöpfung gegeben. So, jetzt versuch mal Spaß zu haben!!!

Ich raube Dir den Schlaf und gebe Dir dafür ein vernebeltes Gehirn und Konzentrationsmangel.
Ich kann dafür sorgen, dass Du 7 Tage die Woche 24 Stunden lang schlafen möchtest, oder ich verursache Schlaflosigkeit.

Ich lass Dich innerlich zittern, sorge dafür dass es Dir zu kalt oder zu heiß ist, wenn alle anderen das nicht fühlen. Ich lasse Deine Hände und Füße anschwellen, Dein Gesicht, Deine Augenlieder, einfach alles. Ich löse Angstzustände und Depressionen aus oder andere mentale Probleme. Ich lasse Dein Haar ausfallen, lasse es trocken und brüchig werden, verursache Akne, trockene Haut…für mich gibt es gibt kein Limit.

Wegen mir nimmst Du zu, egal was Du isst oder wie oft Du trainierst. Dank mir wird das Gewicht bleiben. Aber ich kann auch dafür sorgen, dass Du zuviel Gewicht verlierst. Da bin ich nicht wählerisch.
Manchmal begleiten mich meine Freunde, die anderen Autoimmunerkrankungen, zu Dir, so dass Du Dich noch mehr plagen musst.

Wenn Du etwas geplant hast oder Dich auf einen tollen Tag freust, kann ich Dir einen Strich durch die Rechnung machen. Du hast mich nicht darum gebeten zu dir zu kommen. Ich habe Dich aus verschiedenen Gründen ausgewählt: Den Virus oder die Viruserkrankungen, die Du hattest und von denen Du Dich nie richtig erholt hast, oder Schicksaslschläge (Stress mag ich besonders gern). Vielleicht bin ich schon länger in Deiner Familie zu finden. Was auch immer der Grund ist, ICH bin hier und ICH werde bleiben.

Du gehst zum Arzt, um mich los zu werden??????? Dass ich nicht lache. Versuch es. Du wirst zu vielen vielen Ärzten gehen müssen, bis Du überhaupt einen findest, der MICH findet ........und der sich mit MIR auskennt.
Man wird Dir die falschen Medikamente verschreiben, Schmerzmittel, Schlafmittel, Aufputschmittel. Wenn Du ihnen sagst, dass Du Ängste und Depressionen hast, bekommst Du Antidepressiva.

Es gibt so viele Wege für mich, damit Du Dich krank und elend fühlst. Die Liste der Symptome ist unendlich – dieser hohe Cholesterinspiegel, das Gallenblasenproblem, der Bluthochdruck,die Muskel und Gelenkschmerzen, die Augenprobleme, der Blutzuckerspiegel,Herzprobleme, Herzstolpern. Das bin wahrscheinlich ich. Du kannst nicht schwanger werden oder hattest eine Fehlgeburt? Das war ich wahrscheinlich auch! Atemnot oder Atemhunger? Ja, wahrscheinlich auch ich. Leberenzyme zu hoch? Ja, wahrscheinlich auch ich. Zahn- und Zahnfleischprobleme? Ich sagte Dir, die Liste ist endlos. Du bekommst Massagen und man sagt Dir, wenn Du nur ausreichend schläfst und Sport machst, wird es schon weggehen.

Man wird Dir sagen, Du sollst positiv denken, Du wirst beim Blutabnehmen gepiekst und gestochen aber VOR ALLEM, wirst Du NICHT ernst genommen, wenn Du versuchst einer Unzahl von Ärzten zu erzählen, wie schwächend ICH bin und wie ausgebrannt Du Dich fühlst. Wahrscheinlich wirst Du von diesen (ahnungslosen) Ärzten wieder und wieder hören, Du solltest eine Psychiater konsultieren.

Deine Familie, Freunde und Arbeitskollegen werden Dir zuhören, bis sie nicht mehr hören können, was ich bei Dir anrichte und wie sehr ich Dich schwäche. Einige werden sagen „Ach, Du hast nur einen schlechten Tag” Sie sagen Dinge wie, “wenn Du nur aufstehst, Dich bewegst, raus gehst und etwas unternimmst, wird es Dir besser gehen”. Sie werden nicht verstehen, dass ICH Dir den Motor nehme, der Deinen Körper antreibt und dafür sorge, dass Du genau das NICHT kannst.

Manche werden anfangen hinter Deinem Rücken zu reden, sie nennen Dich Hypochonder, während Du langsam Deine Würde verlierst :-( und versuchst es ihnen begreiflich zu machen. Vor allem wenn Du mitten in einem Gespräch mit einem “normalen” Menschen bist und auf einmal nicht mehr weißt, was Du sagen wolltest.
Dann wirst Du Dinge hören wie „Oh, meine Großmutter hatte das auch und ihr geht es gut mit ihren Medikamenten” und Du versuchst verzweifelt zu erklären, dass ich mich bei jeder betroffenen Person anders zeige. Und nur weil das Medikament bei dieser Großmutter hilft, heißt es noch lange nicht, dass es Dir auch helfen wird. Sie werden nicht verstehen, dass diese Krankheit Deinen Körper vom Scheitel bis zur Sohle beeinträchtigt und dass jede Deiner Zellen und Dein Körper und jedes Deiner Organe die richtige Dosis,viel ZEIT und das richtige Medikament brauchen.

Aber auch dann werde ich bleiben!!!

Nur andere Menschen, die mich in sich tragen, werden mit dir mitfühlen und dich unterstützen. Sie sind die einzigen, die Dich wirklich verstehen können.

Mein Name ist Hashimoto Thyreoidits."


(Verfasser unbekannt, der Text wurde wohl aus dem englischen übersetzt. Ich habe ihn von hier: https://www.hashimoto-info.de/interessantes/mein-name-ist-hashimoto.html)
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Zum letzten Mal.

Ich hab es bei all dem anderen Trubel in meinem Leben noch gar nicht so realisiert, aber am Dienstag schrieb ich die vorerst letzte Klausur in meiner akademischen Laufbahn. Man kann jetzt nicht gerade behaupten das sie thematisch ein Feuerwerk für die Psychologenseele gewesen wäre. Vielmehr war es das staubtrockene für alle, die sich irgendwann vielleicht mal selbstständig machen wollen. Der Kurs nannte sich erwartungsvoll "Management für Psychologen", war im Kern ein Abriss der Betriebswirtschaftslehre.

Und da ich schon die Vorzüge eines Angestellten-Verhältnis kennengelernt habe und auch vorerst in diesem Bereich bleiben möchte, waren die Bestandteile eines Managementplans oder wann man wie und unter welchen Voraussetzungen welche Unternehmensform gründen kann, doch eher von nachrangigem Interesse. Aber manchmal muss man sich eben auch durch Veranstaltungen durchbeißen, die das eigenen Interesse dann doch eher nur seicht tangieren.

Alles in allem lässt es sich auf Folgendes (ganz phantastisches) reduzieren: Kein Bulimielernen mehr!! Im kommenden Semester stehen für mich, neben dem eigentlichen Herzstück - der Masterarbeit -, noch eine Hausarbeit und ein kurzer Bericht an. Solch schriftliche Arbeiten mag ich ganz gern und die Schreiberei ist für mich ein Schöpferischer Akt, den ich irgendwie mit Entspannung verknüpfe (ausser ich verzweifle grad wieder an irgendwelchen Formatierungskonflikten zwischen mir und dem Textverarbeitungsprogramm). Und dann bin ich auch schon wieder fertig. Nach achteinhalb Jahren akademischer Safari. Nicht alles war schön, aber das Meiste eigentlich schon.

Das letzte Semester das jetzt beginnt, bedeutet aber vor allem auch eines: Ich muss mir jetzt ja wirklich mal überlegen in welcher beruflichen Ecke ich eigentlich ankern möchte. Das wird aufregend und ich freu mich schon drauf!

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Kos. Wenns dunkel wird.

Und dann wird es unvermittelt Nacht und die Dunkelheit bricht über dich hinein. Aber nachdem ein wenig Zeit vergangen ist, kannst du erste Umrisse und Lichter erkennen. Lichter die dir Hoffnung geben. Das gibt dir die Gewissheit, dass die Nacht bald vorüber und der Tag bald anbrechen wird. Und dann wirst du bereit sein die Welt zu erkunden. Und du wirst weniger Angst vor der Nacht haben.



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Kos. Haus und Hafen.

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Kos. Beach Please.

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Leistungsvergleich

"Ich muss die Leistung ja auch immer mit der Leistung der anderen vergleichen."

Mir ist absolut klar, dass Leistungsbewertung immer immer immer eine subjektive Note hat. Ausser man macht harte Multiple Choice Fragen bei denen nur die richtige Antwort zählt. Aber selbst da liegt es manchmal im Auge des Betrachters ob eine der Antworten als korrekt gewertet werden sollte, weil man die Antwortmöglichkeit anders auffasst, als vom Verfasser intendiert. Es gilt sicherlich auch: Je freier die Prüfungsmethode, desto subjektiver. Der absolute Höhepunkt subjektiver Bewertung sind mündliche Prüfungen.

Damit die Bewertung einer Prüfung möglichst objektiv von Statten geht, gibt es Lösungsschemata oder Bewertungsbögen oder ähnliches. Also auch für mündliche Prüfungen gibt es Schemata nach denen eingeteilt werden kann, ob der Prüfling den Stoff nicht gewusst, in erwartbarer Weise gewusst oder gar die Erwartungen übertroffen hat, weil er Dinge über der Lehrinhalte hinaus auch gewusst hat. Es gibt also durchaus die Möglichkeit eine einzelne Person einigermaßen unabhängig von anderen Personen zu bewerten. Das die Leistung des Vorgängers einen Einfluss auf die Bewertung des Nachfolgenden hat, lässt sich sicherlich weder leugnen, noch ganz abstellen. Aber man kann sich ja wenigstens bemühen.

Meiner Auffassung von Leistungsbewertung nach geht es jedoch darum ob ein Prüfling bestimmte Kriterien erreicht, welche die Vergabe einer vorgegebenen Punktzahl bestimmen. Nicht jedoch der Vergleich mit anderen Prüflingen. Denn das wäre ein Wettkampf mit dem Ziel: Möge der oder die Bessere gewinnen.

Und diese ständige (ungefragte) Konkurrenz mit anderen Menschen macht mich wütend. Wütend, weil sie ungerecht gegenüber allen ist. Ich will - wenn überhaupt - nur mit mir selbst in Konkurrenz stehen. Denn schließlich ist das schon anstrengend genug. Aber solange ich mich nicht freiwillig für einen Wettkampf anmelde, möchte ich auch an keinem teilnehmen. In der Universität werde ich aber in den Wettkampf gezwungen, wenn ich nicht gerade eine klassischen schriftliche Prüfung schreibe. Es ist brutal gemein wenn die Ersten einer Vortragsreihe entweder einen Vorteil haben, weil sie ja die Ersten sind, oder aber einen Nachteil haben, weil die Nachfolgenden um Welten bessere Vorträge abliefern, obwohl der erste Vortrag auch gut war.

Also nein: Es ist nicht okay die Leistung einer mündlichen Prüfung mit der Leistung von anderen zu vergleichen. Die Leistung soll daran gemessen werden was der Prüfer unterrichtet hat und was der Prüfling wissen sollte. Nicht daran was die anderen gewusst haben.

Sollte ich jemals in die Position der Prüferin kommen, hoffe ich inständig das ich es besser mache.

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