Letztens beim Fernsehen

nashorn

Nachdem ich mich knapp ein Jahr für Tickets beworben hatte, hat es dann unerwartet geklappt. Ich durfte zwei Tickets fürs Neo Magazin Royale erwerben.

Und so fuhr ich Anfang Juni mit einer Freundin nach Köln und hatte interessante Einblicke wie so eine Fernsehshow abläuft. Und wir hatten Glück an diesem Drehtag. Die Zeit des Einlasses kam und verging und wir standen immer noch draussen im Regen. Es täte ihnen sehr leid, aber heute würden die Proben etwas länger dauern. Und dann durfte sich jeder aus dem Einkaufswagen mit dem sie die wartende Reihe abliefen ein Bier (oder auch was alkoholfreies) nehmen. Und dann das übliche: Taschencheck, Kartencheck, Armbändchen drum. Ab zur Fotobox… dumme Gesichter machen. Warten bis zum Einlass. Und dann ab auf den zugewiesenen Sitzplatz.

boehmi

Zweiter Glücksfall an diesem Tag: Mit uns wurden zwei Aufzeichnungen gedreht. Zuerst die Aufzeichnung für die folgende Woche und im Anschluss die Folge für den folgenden Tag. Aus einem völligen logischen Grund. Die zweite Aufzeichnung die dann die erste werden sollte, war eine komplette Folge meines Lieblingsteils "Prise is a dancer" wobei das Publikum im Internet gestalkt wird und den Zuschauern dann irgendwelche mehr oder minder peinlichen Dinge präsentiert werden. Beim Einspieler verschwanden so einige vor Scham und Angst beinahe unter ihrem Sitz. Mir blieb die TV-Präsenz erspart. Und überhaupt konnte ich mich neben dem Mischpult ganz gut verstecken. Selbst als der Kerl direkt vor mir im Scheinwerferlicht war.

Und hätten wir mehr Zeit und weniger Arbeit am nächsten Tag gehabt, wären wir noch in den Genuss eines spontanen Gratiskonzerts von Kraftklub gekommen. War aber leider nicht. Aber geil wars trotzdem und hingehen würd ich auch nochmal. Auch wenn ich ich kein Freibier bekommen würde.

Wer nun das Spiel: Wo ist kampfkeks? spielen möchte, dem seien diese beiden Folgen des Neo Magazin Royale verwiesen:
1)
NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann vom 8. Juni 2017
2)
NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann vom 15. Juni 2017


neoplakat
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Boulderglück.

bouldern

Wer mich kennt, oder seit geraumer Zeit fleißig hier im Blog liest, der hat auch mitbekommen, dass ich vor 2 Jahren beim Bouldern in der Halle von der Wand gefallen bin. Nachdem ich allen erzählt habe wie sicher und ungefährlich Bouldern sei, weil ja unten überall Weichbodenmatten lägen. Ja nun. Da lag ich dann. Auf dieser Matte. Auf der ich beim aufkommen umgeknickt bin. Es war ziemlich was kaputt und ich habe erst nach 6 Monaten wieder langsam mit dem Laufsport angefangen. Richtig gut ging es dem Fuß aber immer noch nicht. Dieses Jahr im Februar gab es daher noch einen arthoroskopischen Eingriff um einen damals entstandenen Knorpelschaden zu beheben. Ich durfte also wieder ein paar Monate keinen Sport machen. Sobald ich die Krücken los war und beim spazieren sicher war, ging es erstmal wieder ab aufs Rad. Das hat gut geklappt. Als nächsten Schritt meldete ich mich im Fitnessstudio an. Das klappt auch ganz gut. Bevor ich aber mit dem Lauftraining anfange muss der Fuß noch stabiler werden.

Und so wagte ich mich diese Woche seit langer Zeit wieder an die Wand. Ich war ziemlich ängstlich. Meine Boulderpartnerin stellte auch fest, dass ich viel mehr mit den Armen klettere. Ich traue mich nicht richtig auf meine Füße zu stellen. Ich könnte ja wieder abrutschen. Und so hab ich einige Routen nicht hinbekommen, weil mein Kopf nicht mitgemacht hat. Geschafft hätte ich die sicherlich. Aber wenn der Kopf nicht will, wird es echt schwierig. Das Motto für diesen ersten Testlauf war aber auch, ein positives Erlebnis zu schaffen. Also setzte ich mich nicht unter Druck. Was ich schaffte, sollte ich schaffen. Und der Rest soll halt jetzt noch nicht sein.

Ich hatte jede Menge Spaß an diesem Mittag und bin mit einem sehr guten Gefühl dort weg gefahren. Einem Gefühl, dass ich wieder einen Schritt zur vollständigen Genesung voran gekommen bin. Einem Gefühl, dass ich immer noch bouldern kann und immer noch etwas schaffe. Ich bin schlichtweg sehr glücklich, dass ich wieder klettern kann. Denn zwischenzeitlich hatte ich auch große Angst, dass ich das an den Nagel hängen muss. Ebenso wie ich immer noch Angst habe, dass ich den Laufsport vielleicht an den Nagel hängen muss und auch mit Parkour nicht mehr anfangen kann. Aber selbst wenn das so sein sollte: Es bliebe mir dann immerhin das Bouldern. Und das ist doch schwer erleichternd. Da ist es auch nur ein sehr kleiner Wermutstropfen, dass ich 2015 so gut im Training war, dass ich sogar mal eine blaue Route geschafft habe und die grünen eigentlich meist machbar waren und jetzt hab ich wieder mit den grünen zu kämpfen. (Für Unwissende: gelb und weiß sind leichte Routen, grün dann schon anspruchsvoller, blau schwerer und dahinter kommt noch rot und schwarz und vielleicht auch andere Farben, die ich vergessen habe).

Bouldern macht nicht nur mich glücklich, sonder wirkt auch antidepressiv. Das haben Forscher in Erlangen untersucht und festgestellt. Die wichtigsten Eckpunkte und Ergebnisse der Untersuchung sind hier schön zusammengefasst: http://ze.tt/wie-bouldern-gegen-depressionen-helfen-kann/. Quintessenz der Untersuchung ist, dass Bouldern soziale Interaktion stärkt, dass sich auf das Problem fokussiert wird und damit der eigene Grübelkreislauf unterbrochen ist und dass man schnell Erfolge erzielen kann und eine positive Rückmeldung für die Selbstwirksamkeit erhält. All dies sind Aspekte die man quasi sofort selbst erleben kann, wenn man sich einem Boulder stellt.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich bin verdammt glücklich, dass ich wieder bouldern kann! Und ich kann jedem nur empfehlen, das mal auszuprobieren.

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Eine Schifffahrt die ist lustig.

Zuerst ein Foto von oben.

Panorama

Dann ein paar Fotos von unten.

Elphi

Dock10

CapeMaria

Cosco
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Motivation, Volition was weiß ich schon?

Motivation, Volition, Intention, Appetenz und Bedürfnisse sind psychologische Konstrukte die - je nach dem wie schlau man im Gespräch wirken will - auch in der allgemeinen Bevölkerung gegenwärtig sind. In Selbstoptimierungsblogs, Lebensratgebern, Fitnessblogs und sonst welchen Beiträgen die sich mit Zielerreichung beschäftigen finden sich diese Konstrukte. Das psychologische Konstrukt ist jeweils das, was der Begriff versucht auszudrücken.

Manche Leute sind erstaunt wie ich meinen Job, das Studium, den Sport und mein Privatleben unter einen Hut bringe und dabei noch Zeit habe mich zu langweilen. So richtig genau kann ich das aus dem Stegreif selten beantworten. Ich mache das jetzt schon seit einigen Jahren und es funktioniert. In der Schulzeit war das allerdings nicht absehbar. Da war ich eher so ein Underachiever. Aus Desinteresse und Langeweile. Weil ich nicht wusste was ich mit Kurvendiskussion anfangen sollte. Weil ich andere (private) Dinge wichtiger fand. Weil mir niemand den Sinn und Zweck erklären konnte. Ich wusste nur, dass es sinnvoll ist sein Abitur zu machen, weil einem dann viele Möglichkeiten offen stehen. Auch in der Ausbildung habe ich noch bei weitem nicht das Engagement gezeigt, dass ich angefangen hatte an den Tag zu legen, sobald ich mit dem Fernstudium angefangen hatte. Und zu dem Zeitpunkt habe ich eben schon in meinem Ausbildungsberuf gearbeitet. Es hat sich so ergeben neben dem Job zu studieren. Es war bequem für mich. Ich war finanziell unabhängig und das Studium und das lernen war wie eine Art Hobby.

Grund dafür sind diverse Bedürfnisse (wie Selbstverwirklichung oder Wissbegierde) aus denen sich eine Motivation entwickelt. Die Motivation wirkt aktivierend im Hinblick auf eine Zielerreichung (Psychologin sein). Durch Intentionen richte ich mein Handeln auf dieses Ziel aus und die Polition unterstützt als Prozess der Willensbildung eben diese Zielerreichung. Zu wissen welches Ziel man erreichen will.

Also im Grunde ist es ganz einfach wie ich das mache: Ich habe verschiedene Ziele die mir nicht aufoktroyiert wurden, sondern die ich selbst - intrinsisch - aufgestellt habe. Die Motivation kommt von mir selbst und ich weiß wofür ich es tue. Es war meine Entscheidung. Es ist meine Entscheidung, dass ich bestimmte sportliche Ziele erreichen will. Also nehme ich mir die Zeit für den Sport. Es ist meine Entscheidung, dass ich Psychologin werden möchte. Also lerne ich. Es ist nicht ganz meine Entscheidung, dass ich für ein finanzielles Einkommen arbeiten muss, aber ich tue es, weil ich soweit wie möglich unabhängig sein möchte. Also arbeite ich gerade so viel wie ich mit den anderen Lebensbereichen vereinbaren kann.

Man sagt auch, dass dort wo ein Wille, auch ein Weg sei. Und dabei geht es nicht darum mit dem Kopf durch die Wand zu wollen und seinen Willen wie ein kleines trotziges Kind durchzusetzen. Dabei geht es darum, dass man sich im Leben Ziele setzt und diese auch erreichen kann wenn man den entsprechenden Einsatz dafür zeigt und bereit ist zu arbeiten. Natürlich funktioniert das nur bei realistischen und erreichbaren Zielen. Aber man darf sich schon auch selbst ein wenig fordern. Und dann sind wir am Ende doch wieder bei der Selbstoptimierung, bei der Idee eine bessere Version von sich selbst zu werden. Sich zu fragen: Was kann ich gut, was will ich besser können und wie kann ich das erreichen. Und warum überhaupt? Wenn dir für das warum keine gute Antwort einfällt, dann ist es vielleicht nicht das richtige Ziel.

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Holzhafen.

Eigentlich war ich auf der Suche nach einem vor sich hin modernden Hafen. Aber entweder hab ich an der falschen Stelle gesucht, oder die Überreste haben final das zeitliche gesegnet. Die Ecke an der ich war, war nur so pseudo-Lost. Da waren vereinzelt Menschen unterwegs die sich mit den Booten beschäftigt haben und die Werften sahen auch noch aus, als würden sie benutzt werden. Die Boote am Anleger waren zwar nicht mehr super in Schuss, aber eben auch nicht im Sinne eines Lost Place. Es sollte der erste Testlauf in HDR-Aufnahmen werden… also mit Stativ und Belichtungsreihen. Viel gefunden habe ich wie gesagt nicht, aber ein paar Testfotos habe ich mit nach Hause gebracht. Nach rumprobieren mit verschiedenen HDR-Bearbeitungsprogrammen fiel die Wahl recht schnell auf Aurora HDR 2017. Die Bedienung ist recht schnell nachvollziehbar und wer die Einstellungen nicht selbst vornehmen will hat gute Voreinstellungen zur Auswahl. Das Ergebnis der Bildbearbeitung hat mich überzeugt. Und für meinen ersten Testlauf bin ich durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Taking my photoskills to the next level… oder so.


Holzhafen_Anleger

Holzhafen_Boot_edit

Holzhafen_Schwimminsel
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Bad News für Karteikarten Liebhaber der FernUni

Wer an der FernUni studiert hat oder diese immer noch tut um meinen Blog hier schon eine Weile mitverfolgt hat, der weiß, dass ich immer einen Großteil meiner Lernunterlagen hier hochgeladen habe. Ich habe die Unterlagen für mich erstellt und es macht mir nichts aus sie zu teilen. Im Gegenteil: Ich finde die Vorstellung, dass andere mit meinem Kram auch ganz gut lernen können und wollen ja schon auch irgendwie ganz cool.

Nun gibt es aber ein paar kleine Bad News. Aber die guten vorweg: Alle Zusammenfassungen die ich erstellt habe, die bleiben hier erhalten. Das Schlechte: Viele der Karteikarten habe ich gelöscht. Beziehungsweise löschen müssen. Nun habe ich kürzlich von Card2Brain zwar ein Premium-Paket für 6 Monate geschenkt bekommen (weil ich so viele Karteien erstellt habe), leider jedoch haben sie im gleichen Atemzug die Möglichkeiten schmerzlich eingeschränkt. Mir sind nur noch 10 öffentliche Karteien erlaubt. Und so kann ich für den Master keine neuen Karteien erstellen. Wenn ich mehr wollte, dann müsste ich dafür Geld bezahlen. Da ich mit meiner Arbeit an den Karten allerdings rein gar nichts verdiene, ausser ab und an mal ein liebes Danke ist mir jegliche Investition zu teuer. Ich kann den Schritt auch nicht so wirklich nachvollziehen, denn warum sollte ich Geld bezahlen, damit andere mehr von mir lernen können? Andersherum ergäbe es aus meiner Sicht mehr Sinn. Dabei hatte Card2Brain so schön unkompliziert gestartet. Ohne Werbung und mit unbegrenzten Karteien im kostenlosen Account. Eine Art wahrgewordene Utopie. Ich befürchtete schon, dass es nicht lange so bleiben würde. Aber dass man selbst mit einem Premium-Account so beschnitten wird, das entzieht sich meinem Verständnis.

Also was ist die logische Konsequenz? Ich habe die allermeisten Karteien gelöscht. Ein paar gut genutzte habe ich jedoch stehen lassen (Biologische Psychologie, MC-Fragen M5, MC-Fragen M3, Grundlagen der Testkonstruktion M6, und eine Einführung in M7).

Ich finde es ziemlich schade, dass ich mein 'Angebot' nun so kürzen musste wünsche euch aber noch viel Spaß n´mit den verbliebenen Karteien. Wenn Card2Brain das Limit aber nicht wieder hochsetzt wird es leider gut möglich sein, dass noch mehr gekürzt wird. Je nachdem was im Master passiert.

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Hafengeburtstag

Ich war die Tage unterwegs um jemandem zu suchen, der mein Objektiv wieder in Schuss bringt. Das Ergebnis der Suche war, dass ich günstiger weg komme wenn ich ein neues kaufe anstelle einer Reparatur des alten. In den offline Märkten ließ sich jedoch nicht das finden was ich suchte. Telezoom mit Makro scheint nicht in Mode zu sein. Zugegebenermaßen würd ich mir auch lieber zwei geile Objektive kaufen, also ein Teleobjektiv und eines für Makroaufnahmen, aber das ist auch ganz schön teuer. Und für meine Fotoskills reicht ein gutes Kombiobjektiv erstmal noch aus. Also hab ich nun ein neues Spielzeug aus dem Hause Tamron. Das musste gestern getestet werden und wurde mit einem Besuch am Hafengeburtstag verbunden.

Ich würde sagen: Für die 94€ kann ich durchaus zufrieden sein. Zumindest mit den Aufnahmen im Zoom-Bereich. Makroaufnahmen hab ich gestern nicht wirklich machen können. Hat sich nicht so ergeben.

hafen1

Container

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elphi

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Tote Mädchen lügen nicht.



Tote Mädchen lügen nicht ist eine Serie die es seit Ende März bei Netflix (auch in deutscher Sprache…) gibt. Im Original ist die Serie betitelt mit 13 Reasons why und das halte ich definitiv für den besseren Titel. Denn der deutsche Titel löst in mir eher das Gefühl aus, dass es dort um kleine Teenie-Dramen geht, die nicht ganz ernstzunehmen sind. In der Tat geht es aber um viele kleine und auch große Dinge die einem Mädchen während ihrer Highschoolzeit passiert sind und am Ende zu ihrer Entscheidung zum Suizid enden.

Die Serie ist in 13 Folgen von 50-60 Minuten aufgeteilt. In der ersten Folge lernt man Clay kennen, der zu Hause ein Päckchen mit 7 Kassetten vorfindet. Besprochen wurden sie von Hannah vor ihrem Tod. Pro Folge wird jeweils eine Kassettenseite erzählt. Pro Kassettenseite berichtet Hannah von jeweils einem Grund der zu ihrer finalen Entscheidung geführt hat. Es geht dabei um Themen wie Mobbing, Stalking und Vergewaltigung. Es geht darum, dass sich die Jugendliche am Ende sehr einsam, hilflos und wertlos fühlt. Sie kommt zum Schluss, dass sie ihre Situation nicht mehr aushalten kann und es für alle einfacher oder besser wäre, wenn sie nicht mehr da wäre.

Die Tage habe ich zwei Artikel im Internet gelesen in denen vor dieser Serie gewarnt wurde. Sie sei verharmlosend, stelle Suizid als mögliche Lösung dar oder würde durch den bekannten Werther-Effekt erst zum Suizid anregen.

Zu Punkt 1: Meinem Empfinden nach ist genau das Gegenteil der Fall. Der Suizid wird nicht romantisiert dargestellt. Er tut mit jeder Folge weh. Es tut weh sich anzuhören was Hannah als Gründe berichtet, es tut weh die Hinterbliebenen zu sehen wie sie um ihr eigenes Leben kämpfen und um das verlorene Leben trauern. Die Serie zeigt sehr gut, dass mit einem Suizid einzig und allein das Leben der betreffenden Person endet, die anderen Leben jedoch gehen weiter und keines davon wird leichter.

Zu Punkt 2: Ich finde keineswegs, dass in der Serie Suizid als mögliche Lösung angeboten wird, sondern im Gegenteil. Die Serie schreit in meinen Augen förmlich danach sich Hilfsangeboten zuzuwenden. Hilfe von anderen anzunehmen. Anderen Hilfe anzubieten. Und mal von sich selbst zurückzutreten und sich für einen kurzen Moment zu überlegen, was die eigenen Handlungen bei jemand anderem auslösen können. Das man nie wissen kann, was beim Gegenüber eigentlich gerade los ist und man sich einander also stets respektvoll begegnen sollte.

Zu Punkt 3: Ja, es gibt Berichte über Suizide die nach einem Vorbild-Suizid. Es gibt Annahmen über Zusammenhänge zwischen medial aufbereiteten Berichten über Selbstmord und einer darauffolgend ansteigender Suizidrate. Die Berichterstattung über Suizide von Prominenten ist nicht umsonst meist eher zurückhaltend. Was ich aus mehreren Gründen begrüssenswert finde, da das Andenken des Toten und seiner Hinterbliebenen geschützt werden sollte. Jedoch bin ich auch der Meinung, dass Suizid (und psychische Erkrankungen allgemein) immer noch zu häufig tabuisiert werden. Ja, Suizid macht Angst. Keiner von uns will eine nahestehende Person, Arbeitskollegen oder anders bekannte Person durch einen Selbstmord verlieren. Nahezu jeder fragt sich hinterher, ob man nicht irgendwas übersehen hat oder hätte tun können. Man hat Angst, da könnte Schuld bei einem selbst liegen. Die Entscheidung hat jedoch eine einzelne Person ganz für sich allein getroffen. Dadurch, dass hier die Hinterbliebenen mit ihrem Schmerz und ihrer Verzweiflung immer wieder im Vordergrund sind, liegt für mich der Fokus ganz klar auf dem Schmerz den ein Suizid verursacht und keineswegs darauf Suizid als Option anzubieten.

Ich fand die Serie gut und lohnenswert. Man konnte die Verzweiflung und Ohnmacht der Beteiligten sehr gut nachspüren. Es gibt wohl keine FSK-Einstufung, jedoch find ich einige Szenen schon recht heftig und würde die unter 16 Jahren eher weniger empfehlen.


Wer hier gelandet ist und Hilfe braucht, oder einfach mal mit jemandem reden möchte, oder jemanden kennt der Hilfe braucht, dem sei Frnd ans Herz zu legen. Dort finden sich Kontaktadressen und Hilfsmöglichkeiten.

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