Zusammenfassung zur Rechtspsychologie

Am Freitag steht noch eine Klausur an, von 4 Fallarbeiten muss ich noch 1,5 schreiben, wobei wir eine noch nicht mal erhalten haben, was zum Abschluss meiner SRH-Zeit einfach nur ein Sinnbild für die Organisation ist. Mein Wunschdenken war, am Freitag mit der Klausur auf die Fallarbeiten abzugeben und mich dann den Umzugsvorbereitungen und meinen Freunden zu widmen. Mal sehen, ob das noch klappt. Das Themenspektrum für die Klausur wirkt auf den ersten Blick divers und breit gefächert, auf den zweiten Blick haben sie die Inhalte der Vorlesungen stark überschnitten, sodass der inhaltliche Umfang den es zu lernen gibt, erstaunlich gering ist. Zumal man das relevante ja ungefähr 509-mal gehört hat und es vermutlich nie wieder vergisst. Da kann man auch schonmal die §§ 20, 21 StGB grüssen.

Wenn ihr auf den Link klickt kommt ihr in den Bereich für Rechtspsychologie und findet dort kleine Zusammenfassungen zu den Themen Aussagepsychologie, Viktimologie, Forensische Sozialarbeit, die Erstellung von Schuldfähigkeits- und Prognosengutachten und zur Beurteilung psychopathologischer Symptome nach dem AMDP-System mit Bewertungsbogen.
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Was Psychotherapeuten nicht können.

"Laufen, Sport und Tageslicht machen ganz viel mit deinem Körper. Kein Psychologe kann das."
sagt @realhollowloop drüben bei Twitter

Und damit gebe ich ihr im Ansatz völlig recht. Kein Psychologe kann dir geben was die Sonne mit dir macht. Kein Psychologe kann die Hormone in deinem Körper so ankurbeln wie Bewegung es macht. Und wenn sie Psychologe sagt, meint sie Therapeuten und nicht all die anderen Psychologen die was ganz anderes machen. Aber das nur nebenbei.

Spaziergänge senken den Blutdruck und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden abgebaut. Hormone die zwar sicherlich ihre Berechtigung und spezifische Funktion im Körper haben, wenn wir uns aber ärgern und danach auf dem Sofa sitzen bleiben, dann können die Hormone ihre Flucht- oder Angriffsfunktion nicht erfüllen und richten Schaden im Körper an.

Die Sonne auf der Haut wärmt uns, ich kenne kaum jemanden dem es nicht ein Lächeln ins Gesicht treibt, wenn er oder sie aus der Tür tritt und die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht spürt. Ohne Sonnenlicht können benötigte Vitamine wie Vitamin D gar nicht gebildet werden. Das indirekte Sonnenlicht, das durch das Fenster in die Wohnung, oder das Büro hineinscheint reicht dafür nicht aus. Ein bewölkter Himmel dagegen schon. Aber man muss schon vor die Tür gehen.

Da ich selten völlig einer Meinung mit jemandem bin…: Was in weiteren Kommentare durchscheint, ist eine gewisse Abneigung gegen Psychologen (sic!) und Ärzte. Das ist zunächst nicht weiter verwerflich und je nach Erfahrungen durchaus gerechtfertigt. Jedoch ist eine generelle Abneigung gegen professionelle Hilfskräfte die bei psychischen Problemen kontaktiert werden können. Manche meinen man würde da eh nur zugelabert, andere fragen sich was einem das ganze Gelaber über die Kindheit und die Mutter eigentlich bringen soll und wieder andere wissen nicht warum man sich hier eigentlich zum Horst machen soll, während man die Mitglieder einer Gruppentherapie irgendwo im Raum platziert um dann Rückschlüsse auf die eigene Familie zu ziehen. Das kann man ruhig in Frage stellen und sicherlich gibt es so einige Psychotherapeuten die mehr Gulasch reden, als das sie wirklich zielführende Intervention anbieten. Aber schwarze Schafe gibt es überall. Und Fakt ist: Für Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und kognitive Verhaltenstherapie gibt es viele Wirksamkeitsnachweise und die systemische Therapie wird (so vermute ich) in den nächsten Jahren folgen und dann auch von den Krankenkassen übernommen werden.

Für den therapeutisch nicht vorgebildeten Normalpatienten ist das Angebot aber nicht überschaubar. In der Regel ist der Unterschied zwischen den Therapieschulen nicht bekannt und man geht zu irgendeinem der die Berufsbezeichnung des Psychotherapeuten auf seinem Schild stehen hat. Und dann ist es vermutlich gar nicht mal so selten, dass man in der falschen Therapie sitzt. In einer tiefenpsychologischen Sitzung, obwohl eine verhaltenstherapeutische Ausrichtung zielführender wäre und umgekehrt. Nachdem man also nun mehrere Wochen oder Monate auf seine Therapie gewartet hat, sitzt man da vor einer Person mit der man nicht zurecht kommen, entweder weil sie zu wenig (wie die Analytikerin) oder zu viel (die Verhaltenstherapeutin) redet, oder weil man sie einfach nicht sympathisch findet. Das frustriert verständlicherweise. Und das macht es auch nachvollziehbar wenn jemand vor einem sitzt und sagt: Ich habe es probiert, aber ich kam damit nicht zurecht. Es hat mir nichts gebracht. Jedoch ist es sehr schade, wenn diese Erfahrung auf alle Psychologen (und damit Fachrichtungen) generalisiert wird mit Aussagen, dass die einen ja eh alle nur vollsülzen würden, und das die einem eh nur sagen worauf man auch selbst kommen kann.

Das Arbeitswerkzeug einer Psychotherapeutin ist vorrangig die Sprache. Es ist der Versuch durch Worte zu helfen. Und ganz häufig ist das so, dass der Therapeut einem nichts sagt, worauf man nicht selbst käme, manchmal weiß man es im Grunde auch schon selbst. Aber das ist eben der Unterschied: Man kommt oft nicht selbst drauf, oder will das was man schon weiß nicht zulassen. Man braucht die Hilfe einer aussenstehenden Person um eine andere Perspektive einzunehmen. Und um diese Perspektive einnehmen zu können lernt jeder Therapeut in seiner Ausbildung verschiedene Techniken.

Um wieder zum Ausgangspunkt zu kommen: Ich halte Bewegung an der frischen Luft und eine halbwegs gesunde und regelmäßige Ernährung für unabdingbar für die psychische Gesundheit. Kein Therapeut kann seinem Klienten das geben was ein gesunder Lebenswandel ihm geben kann. Aber dennoch hat Therapie ihre Berechtigung. Denn es gibt ausreichend Fälle in denen spazieren und Sonne nicht mehr ausreicht. Fälle in denen der Therapeut eine Stütze sein kann und darf um sein Leben wieder auf die Kette zu bekommen. Um wieder genug Kraft zu haben, dass man es vor die Tür schafft.

Es ist okay zu sagen, dass einem eine Therapie nichts geschafft hat. Ich finde es bewundernswert wenn sich jemand selbst aus dem Sumpf ziehen konnte. Aber ich habe auch Verständnis und Empathie für all die jenigen, die es nicht alleine schaffen. Und genau für diese Menschen halte ich es für wichtig, zu vermitteln, dass es okay ist zur Therapie zu gehen. Das Therapien nicht nur schwachsinniges Gelaber sind. Das Therapie helfen kann. Aber Spazieren, Sport und Tageslicht ist eine Grundlage für die psychische Gesundheit. Manche müssen das aber erst lernen. Und das ist okay. Dafür sind wir da.

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"Da kann ich dir nur viel Glück wünschen."

Ich werde die Hochschule wechseln. Die Gründe dafür findet man hier, dort, da und vor allem auch hier drüben in eskalierender Reihenfolge. Es war an der Zeit zu akzeptieren, dass die Wahl des Schwerpunktes an diesem Standort die falsche für mich war. Ich habe entschieden, das erste Semester zu beenden, denn die Leistungen hab ich dann, und möglicherweise können sie mir irgendwann später mal etwas nützen. Ich besinne mich also zurück auf meine eigentlich erste Wahl im Bewerbungdschungel von 2016: die Klinische Psychologie. Und da ich diesen nervenaufreibenden Bewerbungstanz für die begrenzten Plätze an staatliche Universitäten kein zweites Mal mitmachen und vor allem aushalten möchte, hab ich mich über die Medical School in Hamburg informiert, verschiedene Studierende von dort angeschrieben und mich schlussendlich dort beworben für den M. Sc. in Klinischer Psychologie und Psychotherapie. Die MSH ist auch wieder eine private Hochschule, hat aber einen guten Ruf und mir wurden einige Empfehlungen ausgesprochen. Und wenn es nicht so super wird, wie man mir verspricht, so bin ich immer noch in Hamburg. Und das kann ja auch schonmal was.

Den Studienplatz hatte ich dann also. Fehlte nur noch ein Zimmer in einer netten, sauberen und hübschen WG. Also bin ich Freitags in den Norden gedüst um mir Samstag die Zeit mit insgesamt sechs Besichtigungen zu vertreiben. Und habe WGs besichtigt deren Bewohner und Ausstattung nicht unterschiedlicher hätten sein können. Da wäre auch so ein "Highlight" für ne gute Story dabei… .

Das wahre Highlight rief mich am Abend an, als wir vor den letzten beiden Besichtigung eine kleine Pause hatten. Sie habe eine große Wohnung in der Hafencity und würde ein kleineres Zimmer vermieten für 500€. Sie hat noch ein wenig erzählt, bis ich sie unterbrochen habe um die Eckdaten nochmals zusammenzufassen: Das Zimmer habe ca soundsoviele Quadratmeter, es gäbe bei der Größe sicherlich ein Wohnzimmer, ob das zur gemeinsamen Nutzung sei, fragte ich. Das wehrte sie sofort vehement ab. Nein, nein, also vielleicht wenn sie nicht da wäre, da müsse man dann halt mal schauen wie man miteinander zurecht käme. Ahja… gut. Weiter im Text. Die Miete betrage 500€? Ja, nein, so ungefähr glaubt sie. Sie hätte das noch nicht so genau durchgerechnet. Und genau das war der Moment. Der Moment nach einem harten Tag, indem ich erschöpft vor einem alkoholfreien Cocktail saß und nichts sehnlichster wollte als Abendessen und ab ins Bett. Der Moment in dem ich ihr mitteilte, dass das für mich dann keinen Sinn ergebe und ich mir das Zimmer nicht ansehen konnte. Sie war offenkundig einen kurzen Moment verdutzt, bevor sie erwiderte:


"Ja, also wenn du da im voraus schon so viel Sicherheit brauchst,
dann kann ich dir nur viel Glück wünschen.
Denn das wirst du brauchen bei der Wohnungssuche hier in Hamburg."

Äh ja. Danke. Dir auch. Der Standort Hafencity reisst halt auch nicht alles raus. Ich hab übrigens ein nettes kleines Zimmer in wirklich netter und umkompliziert wirkender Gesellschaft gefunden. Und da wusste ich sogar im voraus, wie groß das Zimmer ist, welche Räume ich mitbenutzen darf (nämlich alle Gemeinschaftsräume) und vor allem: Wie hoch die Miete ist.

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7500 Kilometer weit weg in Schwarz-Weiß.

Der Letzte Rest des Winters scheint mir der perfekte Zeitpunkt den letzten Rest meiner Fotos von letztjähriger Reise zu präsentieren. Die oberen drei zeigen den Pazifik von der Alaska State Ferry aus. Ich bin drei Tage von Bellingham (nähe Seattle) nach Skagway in Alaska gefahren, habe unter dem "Solarium" geschlafen. Ein von einer Seite offenes Aussendeck, überdacht natürlich und mit Heizstrahlern ausgestattet. Andere haben auf dem nicht-überdachten Teil des Decks ihre Zelte aufgestellt und sich eingerichtet. Da es dort viele Alleinreisende und Pärchen gab hat man sich schnell angefreundet und konnte die Schiffsreise gemeinsam geniessen. Wir hatten unendliches Glück mit dem Wetter, es gab nur am ersten Tag eine längere Regenepisode, die restliche Zeit schien die Sonne heiß auf unsere Köpfe. Erst wieder in der Nähe von Skagway gab es das typische verhangene Nieselregenwetter. Die anderen beiden Fotos stammen von dem kleinen feinen Anwesen einer Freundin im Ibex Valley nähe Whitehorse im Yukon. Die kleinen Anwesen dort, haben derartige Ausmaße, dass man gar nicht so genau weiß wo sie eigentlich anfangen oder aufhören. Aber 2 - 3 Fussballfelder könnten es schon sein. Der überwiegende Teil davon ist bewaldet.



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Hamburg

Das Wetter war nicht sehr Fotofreundlich, es war diesig und trübe. Hamburg eben. Aber ein paar Bilder sind doch ganz gut geworden. Ich freu mich schon darauf, das nächste Mal mehr vom Hafen zu erkunden. Meine Zeit dieses Mal war jedoch nur sehr begrenzt.

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Eisfontäne

Ende Januar auf dem Weg zum Arzt entdeckt. Eine Eisfontäne mitten in Heidelberg, im Langgewann. Es hatte schon zu tauen begonnen, ein paar Tage zuvor wird sie also noch beeindruckender gewesen sein.

Eisfontäne
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Eis im Neckar.

Es kommt nicht allzu häufig vor, dass der Neckar hier in Heidelberg zufriert. Aber wenn er das tut, dann ist es unbeschreiblich schön. Definitiv ein Grund alle Termine über Board zu werfen und sich zum Sonnenaufgang auf den Weg zu machen um den Anblick zu genießen.

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Wer noch freie Kapazitäten hat, möge sich bitte im Sekretariat melden.

Vergangene Woche wurden wir zu unserer Zufriedenheit mit dem Studium gefragt, bzw. ob es irgendwelche Kritikpunkte gab. Einige - auch ich - nutzten die Gelegenheit um zu sagen, was sie an Planung, Vorlesungen und Inhalten des bisherigen Studium nicht so gut fanden.

Ich gab (neben anderen Dingen) zu bedenken, dass die Zeit die wir in der Hochschule in Vorleserung oder Seminaren verbringen wesentlich besser genutzt werden und mit mehr Inhalten angereichert werden könne. Auch wenn die Hochschule den starken Anwendungsbezug immer wieder hervorhebt, sei es doch im Rahmen eines Master of Science Studiengangs schon wünschenswert auch eine gute theoretische Basis vermittelt zu bekommen. Ich sagte auch, dass ich Willens bin für meinen Studium Zeit und Muße zu investieren, ich aber derzeit unzufrieden sei, da die Inhalte die wir vermittelt bekommen überwiegend derart oberflächlich sind, dass eine Nachbearbeitung zu Hause kaum möglich ist, da man gar nicht so genau weiß wo man ansetzen soll.

Die logische Antwort seitens der Hochschule darauf war: Wenn ich noch freie Kapazitäten hätte, sei ihr gern im Büro gesehen. Es gäbe noch einige Forschungsarbeiten zu denen Paper geschrieben werden müssten.

Öhm Tja. Was soll man dazu noch sagen? Am Besten vermutlich gar nichts. Ein dummer Gesichtsausdruck tut es manchmal ja auch.

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