Dies ist ein Vollzeitkontaktstudium.

Vollzeitkontaktstudium und CORE-Prinzip sind die Unwörter des Jahres.

Und wenn ich mir dann noch öfter anhören muss, dass es eine Frage meiner Prioritätensetzung sei, und mich dann nun schonmal fragen müsse, ob mir das Studium und die Inhalte und der Kontakt mit irgendwelchen Hochkarätigen Personen wichtiger sei, oder meine Arbeit. Unter völliger Ignoranz der Tatsache, dass dieses Studium einen Arsch voll Kohle kostet jeden Monat. Ist ja schön wenn er die finanzielle Freiheit hat, sich derartige Prioritäten zu setzen. Wenn man die nicht hat, muss man halt schon schauen wo das Geld herkommt. In der Regel von einem Arbeitgeber. In der Regel möchte der Arbeitgeber dann auch, dass ich hin und wieder mal zur Arbeit erscheine, wenn er mich schon bezahlt. Und da mag der Arbeitgeber noch so flexibel sein, aber irgendwann wird auch er dir sagen, dass es ja schön sei, wenn man sich beruflich weiter entwickeln würde, dass man sich dann aber schon überlegen müsse ob man denn nun Geld verdienen wolle oder nicht. Soll heißen: Auch der fragt mich wieder nach meinen Prioritäten.

Und wisst ihr was: Ihr könnt mich alle mal. Meine Prioritäten liegen zu allererst mal darin genügend Geld mit einem Job zu verdienen der mir in ausreichendem Ausmaß Spaß macht. Meine Priorität ist, mit dem verdienten Geld meine Freizeit schön zu gestalten und viel von der Welt zu sehen. Also wäre es schön wenn alle mal wieder von ihrem hohen Ross herunter kämen, ihre eigene Profession weniger wichtig nähmen und sich eingestehen, dass ihre Motive zwar ehrenwert sein mögen, aber dass es eben ihre eigenen Motive sind und nicht notwendigerweise mit denen anderer Leute übereinstimmen. Und sie müssen das auch gar nicht. Was dem einen ein großes Lebensziel und Bedürfnis ist, muss nicht in gleichem Maße auch für mich gelten.

Genug Mimimi und Gemotze.

Die Marketingabteilung hat mich vor kurzem angefragt, ich möge doch auch positive Dinge über das Studium an der SRH schreiben. Well… Das werde ich sicherlich auch tun. Aber motzen ist schlicht und ergreifend etwas, was ich viel besser kann. Und ganz nebenbei halte ich das für den deutlich unterhaltsameren Part. Aber keine Sorge: Bald ist Weihnachten und dann gibts mit Erhalt der ersten Noten den Rückblick auf den ersten Block (nach dem CORE-Prinzip natürlich).

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Guten Tag, ich bin eine Manikerin.

Nachdem ich vor ein paar Wochen schon das Vergnügen hatte eine narzisstisch gestörte Person zu spielen und meiner Gegenübersitzerin - die mich in einer Übung zu Anamnesegesprächen explorieren sollte - für 20 Minuten das Leben schwer zu machen, durfte ich heute mal wieder eine Patientin spielen. Bei der Auswahl zwischen Depression, Anpassungsstörung und Manie fiel mir die Wahl dann doch sehr leicht. Ich mag Herausforderungen, somit wollte ich gerne eine Manikerin sein.

Ich legte also los. In bester Laune präsentierte ich Ideen, ließ die Diagnostikern nicht ausreden und ignorierte ihr Distanzbedürfnis indem ich an ihren Haaren und ihrem Schal herumfummelte. Freute mich darüber, was man als Maniker alles mögliche "darf", was man ansonsten niemals machen würde. Ich hatte den Kopf voll mit anderen Ideen. Nach 10 oder 15 Minuten kreativen Einfälleproduzierens und ständigem Gerede, war ich ziemlich erschöpft. Den Fragen die mir gestellt wurden konnte ich ohnehin kaum folgen, was mir gesagt wurde, kam nur schwer bei mir an. Aber dann konnte ich ihnen wirklich nicht mehr folgen. Mein Gehirn hatte sich in irgendeinen Sicherheitsmodus gerettet und lieber die herumgehenden Blätter durch das Fenster beobachtet. Sich auf die Fragen zu konzentrieren war dann wirklich kaum mehr möglich. Es war nicht nur für die arme Diagnostikern anstrengend, die versuchte ihren Fragebogen durchzubekommen, sondern auch für mich. Nach insgesamt 20 Minuten brauchte ich dringend ein Pause. Zum Glück waren wir dann auch fertig mit der Übung. In mir zurück bleibt aber ein Gefühl dafür, wie heftig es im Hirn eines Manikers abgehen muss, da in dessen Hirn non-stop mehrere Tage oder Wochen am Stück die Neuronen abfeuern was geht.

Die eigentliche Aufgabenstellung war im Übrigen die Ausführung des strukturierten klinischen Interviews nach DSM (kurz: SKID). Man darf sich das als Interviewfragebogen vorstellen, in dem nur diese Fragen an den Klient gestellt werden sollen. Keine Fragen darüber hinaus. Das macht die Sache einerseits recht starr, andererseits aber in gewisser Hinsicht Narrensicher.

Was ich dabei heute gelernt haben ist ein gewisse Ahnung von dem Gefühl einer Manie und dass ein strukturierter Fragebogen bei einem Menschen in einer akuten manischen Phase nicht unbedingt das richtige diagnostische Instrument ist.

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Rechtspsychologie - was mach ich da eigentlich?

Eiiiiigentlich würde ich wirklich liebend gerne erzählen wie das Masterstudium in Rechtspsychologie so läuft. Aber eigentlich studiere ich gefühlt gerade nur Statistik. Um mich herum schwirren Formeln, die ich im besten Falle nur zur Hälfte verstehe, Regressionsgeraden und Koeffizienten der Veränderungsmessung. Dazwischen noch ein bisschen alpha und beta, aber in jedem Falle ganz viel Effektstärke. Wenn ich schon nicht so viel von der Materie verstehe, so hab ich immerhin mitbekommen um welche Themen es geht. Man soll sich ja über die kleinen Dinge freuen. Ausserdem ist es an Weihnachten auch erstmal wieder vorbei mit der Statistik. Ein Ende ist also absehbar.

Und ansonsten? Gott sei dank werden wir nicht nur mit mathematischen Formeln beworfen, sondern bekommen auch erste Einblicke in die rechtspsychologische Praxis. Welche Aufgaben hat der psychologische Dienst in einer Strafanstalt, worauf muss der Sachverständige beim Erstellen eines Schuldfähigkeitsgutachten besonderes Augenmerk legen. Welche Art von Gutachten soll überhaupt gemacht werden? Schuldfähigkeit, Haftfähigkeit, Aussagefähigkeit oder doch Erziehungsfähigkeit? Und in welcher Reihenfolge geht man bei der Gutachtenerstellung überhaupt vor, was gehört dazu?

Ich bin mir sicher es folgen in den nächsten Wochen noch so einige fachspefizische Messinstrumente, die wir dann alle unterscheiden müssen. Und da kann man schonmal durcheinander kommen wenn man zwischen FPI, PFI oder NEO-FFI unterscheiden soll. Und was war eigentlich noch mal der Unterschied zwischen HCR-20, dem PCL-R und dem IRLV?

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Hegelclub.

Vor etwas über einem Jahr war ich bei milden Temperaturen abends mit zwei guten Freunden unterwegs. Einer kam gerade aus dem Urlaub und hatte verschiedene österreichische Biersorten im Gepäck, die wir testen wollten. Nach einem guten Abendessen streunten wir durch die Weststadt und ließen uns schließlich am Rande eine Basketballfeldes nieder. Schräg gegenüber saßen drei offenkundig recht alkoholisierte Herrschaften mit eher unklaren Wohnsitzverhältnissen.

Einer der drei schien in unsere Präsenz mehr hinein zu interpretieren als da war und so kam ein Anderer herüber, sprach uns nett an und erklärte uns dass sein Kumpel irgendwie nervös sei und wenn wir im versichern könnten dass wir nicht wegen ihm dort seien und nur unser Bier trinken wollten, dann könne er das seinem Kumpel sagen und alles wäre in Butter. So wackelte er also wieder zurück und die Situation schien zunächst geklärt. Später kamen sie dann irgendwann alle drei rüber und wir unterhielten uns. Es war bisweilen recht unterhaltsam und witzig. Am Ende blieb der Vermittler vom Anfang noch bei uns und die anderen zogen sich zurück.

Berufsbedingt sind für mich Menschen die eine etwas andere Realitätsauffassung haben als der Rest der sie umgibt nichts neues. Ich höre mir viel an und bleibe lange sitzen bevor ich für mich entscheide, dass eine Situation brenzlig wird und es nun doch besser wäre aufzustehen, weil es sich dann schlichtweg besser ausweichen lässt. Meine zwei Kumpels kommen aus einer gänzlich anderen Ecke. Einer studierter Informatiker der andere studierter Cross-Media-Designer. Kurz: Irgendwas mit Medien. Beide anständig gekleidet mit Mantel und Hut. Dem Erscheinungsbild unseres Gegenübers gewissermaßen diametral entgegen gesetzt.

Warum genau sich die Stimmung verändert hatte weiß ich nicht mehr so genau. Er war irgendwie recht angetan von mir und rückte mir immer wieder auf die Pelle, ließ sich aber immer gut eingrenzen. Solche Situationen sind mir nicht unbekannt und war für mich in dem Fall weniger bedrohlich als viel mehr nervig. Meine zwei Jungs wurden aber immer nervöser und wussten scheinbar nicht so gut mit der Situation umzugehen. Ich hoffte nur sie würden nicht aufstehen und sich vor dem Herrn aufbauen. Ich hatte wenig Lust, dass der Abend in Handgreiflichkeiten endete. Dazu kam es auch Gott sei Dank nicht. Der Herr schimpfte nur etwas herum. Er fühlte sich von den Jungs angegriffen und sagte diverse unverständliche Sachen, die für uns zum Großteil wenig Sinn ergaben. Besonders im Gedächtnis ist mir aber geblieben, dass er ihnen sagte, sie sollen doch zu ihrem Hegelclub gehen, wenn sie sich so überlegen fühlen würden. Im Gedächtnis ist mir das geblieben weil wir, nachdem der Herr und wir jeweils unserer Wege gingen, eine kurze Diskussion darüber hatten.

Die beiden hatten nämlich Häkelclub verstanden. Ich sah für diese Bezeichnung überhaupt keinen Zusammenhang und konnte mir auch nicht erklären was er damit gemeint haben solle. Sie wiesen meinen Einwand, dass er vermutlich Hegelclub meinte (da Hegel ein Philosoph sei und man die Beschäftigung mit Philosophen nun eher Akademikern zuschreibt, die sich nicht so sehr für die unteren Gesellschaftsschichten interessieren und Akademiker nun zum Großteil eher mit Verachtung auf Menschen wie ihn herab schauen) zurück mit der Begründung, dass ich ja wohl nicht im Ernst glauben würde, dass der Mann wisse wer Hegel sei. Ich ließ es erstmal dabei bewenden. Aber die Wahrheit ist, dass mich das bis heute beschäftigt. Und ich frage mich wirklich, was wir uns da eigentlich manchmal für Urteile über andere Menschen anmaßen, die wir überhaupt gar nicht kennen? Vielleicht hat der Mann eine gute Schulbildung gehabt und sogar irgendwann mal ein Studium angefangen? Warum er nun in diesem Zustand vor uns stand, und wie es dazu kam, das können wir ja überhaupt gar nicht beurteilen.

Natürlich brauchen wir unser Schubladendenken, weil es uns das Leben einfacher macht. Aber ich finde wir sollten mit diesen Schubladen umsichtig umgehen. Bevor ich jemanden in eine Schublade stecke, kann ich mir auch wirklich mal die Mühe machen und überlegen, ob ihm diese Schublade auch wirklich gerecht wird, oder ob hinter einer ungepflegten alkoholisierten Fassade mehr steckt, als das was man auf den ersten Blick sieht. Nur weil ich nicht auf den ersten Blick sehe, dass ein Mensch eine gute Ausbildung, herbe Verluste, eine liebende Familie oder sonst irgendwelche beliebigen Erfahrungen im Leben gemacht hat, heißt es nicht, dass es nicht doch so war.

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Köln

Kurz nach Köln und wieder zurück. Zwischendrin bisschen bummeln und feiern und vor allem Taxi fahren. Es war nur eine Fahrt, doch sie war sehr prägend. Nie zuvor war eine Taxifahrt so lustig und lebensbedrohlich zu gleich.

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Universelle Werte

Bevor meine Mutter ihre gesammelten BrandEins Exemplare weg geschmissen hat, hat sie sie netterweise an mich weiter gereicht. Im Grunde ein Wirtschaftsmagazin, jedoch gefüllt mit allerlei interessanten und gut geschriebenen Artikel zur Gesellschaft, Menschen und natürlich Wirtschaft. Jedes Heft hat ein bestimmtes Thema an dem sich die Artikel orientieren. Das aktuelle dass ich gerade lese geht um Ziele. Große Wirtschaftsziele, kleine Wirtschaftsziele und ganz individuelle Ziele. Oder vielmehr die Art und Weise der Zielsetzung.

Ein Artikel hat mich aufmerksam gemacht auf den Sozialpsychologen Shalom Schwartz, der mir irgendwo im Studium auch schon mal begegnet war. Wirklich daran erinnern konnte ich mich jedoch nicht mehr. Er hat sich zusammen mit anderen Wissenschaftlern die Frage gestellt ob es universelle Werte gibt, die allen Menschen unabhängig vom kulturellen Hintergrund gemein sind. Daraus hat sich ein Wertemodell entwickelt. Schwartz und seine Kollegen fanden dann doch einige universelle Werte die sie unter 10 Werteten gruppierten:

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Was nun die Werte mit den eingangs genannten Zielen zu tun haben? Wer nicht weiß, was er im Leben will, der wird sich keine Ziele setzen können. Wer nicht weiß, was er im Leben will, der weiß auch nicht welchen Werten für ihn oder sie selbst wichtig sind. Der Impuls des Artikelschreibers aus dem Magazin ist, sich 5, 10 oder 15 Werte herauszupicken die für einen selbst wichtig sind. Denn erst wer seine Werte wüsste, der kann davon ausgehend auch Ziele für sich selbst entwickeln. Soweit würde ich dem Mann völlig zustimmen. Wer sich darüber bewusst ist, welchen Werten sie in ihrem Leben folgen will, kann nun Ziele bestimmen und einen Weg entwickeln wo die Reise hingehen soll. Ich persönlich halte 15 für zu beliebig und auch 10 noch für übertrieben. Ich halte es für sinnvoll sich - ganz im Sinne der Effizienz - auf wesentliche Dinge zu konzentrieren und nur 5 Werte auszuwählen, die für einen selbst im Leben wichtig sind. Mit diesem Beitrag möchte ich jeden Lesenden dazu ermuntern sich seine 5 wichtigsten Werte rauszupicken. Vielleicht macht es ja im ein oder anderen irgendwas.

Irgendwann hatte ich auch schonmal was zu den Big Five geschrieben (klick), da ging es auch darum die fünf wichtigen Dinge für sein eigenes Leben herauszufinden. Hier knüpfen die hier genannten Werte ganz gut an. Eine wichtige Implikation aus dem Buch, das ich damals gelesen hatte war jedoch auch, dass die Big Five - ebenso wie die Werte - keine festzementierte Wahrheit sind. Werte, Ziele, Big Five… all das unterliegt dem Wandel und die Prioritäten im Leben können sich durchaus ändern. Aber sie können eine Orientierung geben, wenn man eine braucht.

Hier: http://www.migration.uni-jena.de/project4/values/index.php?val=6 könnt ihr das Wertemodell noch einmal grafisch nachvollziehen.


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Hallo Leo Löwe II.


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Hallo Leo Löwe II ist ein Projekt für mich selbst gewesen. Wie gewohnt Acryl auf Leinwand. 80x60cm. Habe hier Neonfarben verwendet. Zum einen weil ich Neonfarben ganz furchtbar toll finde und zum anderen, weil die Farbnuancen sich je nach Lichtfarbe und -Einfall ändern. Ein wenig kann man es unten auch erkennen. Jetzt ziert es meine Wand.

löwe2
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Bye Bye, FernUni

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Zum runden Abschluss meiner sechs Jahre an der FernUniversität in Hagen bin ich gestern zur Alumnifeier in Karlsruhe gegangen. Geehrt wurden die Absolventen der vergangenen vier Semester. An der FernUni finden die Vorlesungen bei sich zu Hause am Computer statt, die Studieninhalte muss man sich aus Studienbriefen und Pflichtliteratur selbst erarbeiten und die allermeisten Kommilitonen kennt man nur vom Profilbildchen aus dem Studierendenforum. Eine Hand voll lernt man wirklich physisch kennen, in Lerngruppen oder auf den Präsenzveranstaltungen. Um so schöner war für mich die Alumnifeier. Hier bekam die FernUni zum Abschluss nochmal ein Gesicht. Absolventen jeder Altersklassen aus allen vier Fakultäten, die Psychologen bildeten die größte Absolventengruppe. Insgesamt gab es ca. 80 Ehrungen.

Was ich von der FernUniversität - ausser dem Jahrbuch und dem Kuli - mitnehme? Die Gewissheit, dass ich viel Disziplin und Durchhaltevermögen aufbringen kann. Viele verschiedene Lerntechniken und effektives Zeitmanagement. Vor allem aber auch das Wissen darum wieviel ich mir selbst zumuten kann, welches Lernpensum realistisch ist und welche erstaunliche Menge an Lernstoff man auch neben dem Beruf bewältigen kann. Aber auch die Fähigkeit angesichts eines hohen Arbeitsaufkommens erstmal entspannt zu bleiben, weil ich gelernt habe, das Panik ohnehin keinen Sinn macht und man nur ans Ziel kommt, wenn man eine Sache nach der anderen angeht. Alles zu seiner Zeit.

Am Montag geht es für mich im Präsenzstudium weiter. An der SRH Hochschule in Heidelberg. Ich werde im Master of Science in Rechtspsychologie starten. Ich habe hier meinen Stundenplan bis Dezember erhalten und bin als Fernstudentin mit flexiblen Lernzeiten erstmal erschlagen davon wie voll gepackt dieser ist. Ob ich wirklich alle Veranstaltungen gewissenhaft besuchen werde wird sich noch herausstellen und liegt vor allem mal an der Qualität der Veranstaltungen. Denn durch die Fernuniversität habe ich hohe Ansprüche an Veranstaltungen zu denen ich Präsenz zeige. Wenn diese Erwartungen nicht erfüllt werden und ich zum Schluss komme, dass ich mir den Stoff in kürzerer Zeit intensiver (Stichwort: Effektivität!) selbst zu erarbeiten, dann werde ich auch genau das tun. Denn als Fernstudentin weiß man eines ganz genau: Man ist auf die Dozierenden nur bedingt angewiesen.

Warum ich nicht an der FernUniversität weiter studiere? Vor allem mal, weil der Schwerpunkt der im Masterstudiengang angeboten wird, nicht meinen Interessen entspricht. Aber auch, weil mich auch gerne noch "echtes" studentisches Leben mitnehmen möchte. Ich möchte wissen wie es sich anfühlt. Nach sechs Jahren Selbststudium ist mein Kontingent an Selbstmotivation etwas erschöpft und ich erhoffe mir vom Präsenzstudium, dass die Motivation durch physisch anwesende Professoren und vor allem Kommilitonen mich noch ein Stück weiterbringt. Wie ein Booster sozusagen.

Und die FernUni ist ja immer noch in Reichweite. Vielleicht kehr ich eines Tages nochmal zurück und mach noch einen weiteren Abschluss nebenher….

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