Gut, wenn sich Kompetenzen ergänzen

Kompetenzen in der Kinderkrankenpflege, auch gerne als Schlüsselqualifikation bezeichnet, die man haben, entwickeln und ausbauen sollte im pflegerischen Alltag.
Von manchen weiß man gar nicht dass man sie hat, bzw das so etwas einen Namen hat. Zum größten Teil beziehen sich die Kompetenzen - 4 an der Zahl - auf eigene Verhaltensweisen und den sozialen Umgang mit anderen Leuten.

Die Schlüsselqualifikationen unterteilen sich in 4 Kompetenzen:

1.) Fachliche Kompetenz
Bezieht sich auf Einsichten, Fertigkeiten und Fähigkeiten die erforderlich sind Pflegekonzepte - angepasst an die jeweilige Situation des Pflegebedürftigen - anzuwenden.
Nicht so kryptisch gesagt, gehört dazu die Erfassung der Pflegesituation durch gezielte Beobachtung, sowie die fach- und sachgerechte Durchführung von Pflegemaßnahmen. Das Wissen, oder Werkzeug zu haben, dass man braucht im Alltag

2.) Methodische Kompetenz
Beschreibt die Fähigkeit in speziellen Situationen die Art und Weise des Vorgehens anpassen zu können.
Das heißt in aller erster Linie, die Fähigkeit eine Pflegeplanung zu erstellen, die Pflege durchzuführen und danach auszuwerten, sprich evaluieren.
Man muss also in der Lage sein Informationen einzuholen und zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten setzen zu können, sowie Probleme gezielt und systematisch bearbeiten zu können.

3.) Sozial-kommunikative Kompetenz
Zielfertigkeit ist es, das der Pflegende in der Lage ist, sich in den Pflegebedürftigen (Patienten) hineinzuversetzen und die Welt aus seiner Perspektive sehen und verstehen kann. Ein anderes Ziel ist es, das der Pflegende zur Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und dem eigenen Team fähig ist.
Zur Arbeit in diesem Bereich zählt die Beratung und Anleitung. Aber auch viel Arbeit an sich selbst steht auf dem Plan: das Erlernen der eigenen Verhaltensweisen in Konfliktsituationen, das Erlernen von Kritik- und Argumentationsfähigkeit

zu guter Letzt:

4.) Personale Kompetenz
Alles dreht sich um sich selbst: Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Reflexion der eigenen Person, des eigenen Handelns, der eigenen Einstellungen.
Die Bereitschaft zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, das Verantwortungsbewusstsein fürs eigene Tun.
Die Bereitschaft zur Aktualisierung des eigenen Wissenstandes.
Was man tun muss dafür: Zu Fort- und Weiterbildungen gehen, Lernen wie man sich vor psychischen und physischen Belastungen schützen kann. Wissen/lernen wie man die Balance zwischen Nähe und Distanz finden kann.

Im Idealfall sollte der Pflegende doch in allen Kompetenzen recht gut sein, im Regelfall mangelt es aber entweder an fachlicher und methodischer Kompetenz oder - was leider häufiger ist, wie ich das Gefühl habe - an sozialer und personaler Kompetenz.
Ich würde mich persönlich glaube ich in allen Kompetenzen als recht gut, oder gar nicht mal so schlecht einordnen... aber wer täte das nicht ;)
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