Halbzeit.

Die Hälfte der Zeit ist nun rum für alle Erstsemester. Ende Februar steht die Klausur an. Bei mir für M1, mit den Themen "Einführung in die Psychologie", "Einführung in wissenschaftliches Arbeiten" und "Einführung in die Forschungsmethoden".

Die Inhalte sind zum Teil interessant, zum Teil nervig und zum Teil auch überflüssig. Meines Erachtens.
Zu den interessanten Aspekten zählt auf jeden Fall alles zur Einführung in die Psychologie. Aber da sind weite Teile auch nervig. Weil sie bescheiden geschrieben sind. Bescheiden formuliert und bescheiden formatiert. Ich mag keine Schachtelsätze. Und ich mag auch keine Sätze mit unsinniger Zeichensetzung, bei denen man zunächst 10 Minuten damit beschäftigt ist, die richtigen Kommatas einzufügen und die unsinnigen rauszustreichen. Denn erst dann ergibt das dort geschriebene einen Zusammenhang mit Sinnhaftigkeit. Aber dann denke ich, man muss die Uni ein wenig in Schutz nehmen. Da Beschwert sich ständig jemand: über Schreibfehler, Grammatikfehler, Falsche Nummerierung der Überschriften. Belanglosigkeiten in meinen Augen....solang es einen Sinn ergibt ist mir das völlig Pups ob die Kapitelnummerierung nun 1.1.2 oder 1.3 heißt, oder ob es eine Nummerierung doppelt gibt. Die Skripts werden ständig überarbeitet und da kommt es zu solchen Fehlern. Aber man sollte dennoch darauf achten keine Sätze zu produzieren, die eine halbe Seite lang sind. Das gehört sich nicht.

Wissenschaftliche Forschungsmethoden dagegen sind interessant. Und zwar bisher ziemlich durchweg. Da werden einem Forschungsdesigns vorgestellt. Der Ablauf einer Untersuchung. Die Verschiedenen Datenerhebungstechniken und Datenquellen. Wichtig und so.

Die Kapitel über wissenschaftliches Arbeiten sind zu großen Teilen überflüssig. Oder belustigend. Da wird einem die Nutzung des Internets erklärt. Wie man etwas korrekt in die Suchfelder eingibt, und dass man keine ganzen Sätze da eingeben soll. Da ist belustigend für Menschen die im Internet aufgewachsen sind. Also meine Generation und alle die nach mir geboren sind. Aber vor allem ist es nervig, wenn sowas dann Klausurrelevant ist und man es wirklich durchlesen muss. 
(ich möchte nicht bestreiten, dass es Mensche an der Fernuni gibt, die das alles nicht so genau kennen)
Na gut. Jetzt weiß ich was Boolsche Operatoren sind. Nämlich diese Zusatzworte (ich nehme lieber Zeichen, das ist kürzer... von denen steht übrigens nichts im Studienbrief) die man ins Suchfeld miteingeben kann um die Ergebnisse einzuschränken. (und/oder/nicht).

Wenn ich mal wieder keine Lust habe oder schlechte Laune, dann kann ich mich in die "moodle-Umgebung" der Fernuni begeben. Dort kann sich ausgetauscht werden, über die gerade aktuellen Kapitel. Man kann Fragen stellen, sein Wissen vertiefen und Antworten. Durchaus sinnvoll, wenn man doch sonst relativ alleine vor sich hinlernt. 
Dort gibt es auch sehr witzige Fragestellungen. Jemand stellt eine Frage zu einem der Kapitel die übers Internet informieren. Und er fragt nach einer Abkürzung die er sich nicht erklären kann. (selber nicht gewusst. gegooglet. geantwortet. auf google verwiesen. blödmann.)
In Moodle werden von den Fachbetreuern auch Aufgaben eingestellt. Man kann sie bearbeiten, oder es lassen. Nach der vierten Woche hat dann auch der letzte kapiert, dass die nicht bewertet werden, sondern dem Selbststudium dienen.
Es werden auch Aufgaben gestellt zur ausdrücklichen Internetrecherche. Das hindert einige Kommilitonen nicht daran zu fragen auch welcher Seite des Studienbriefs die Antwort auf die Frage steht. Ein Knüller!

Manch einer beschwert sich über die Oberflächlichkeit. Tja. Das ist so. Auf jedem Studienbrief steht Einführung. Man sollte meinen das impliziere die Oberflächlichkeit. Nuntja....vielleicht wohl auch nicht. Man könnte auch meinen dass ein Bachelorstudiengang an sich die Oberflächlichkeit impliziere. Immerhin wird einem ein Überblick über alle Themen der Psychologie vermittelt. Und das sind viele tiefgehende Themen.

Ich werde jetzt mal in Moodle gehen und mir die nächsten lustigen Fragen ansehen. Danach weiß ich dann auch wieder warum 30% in der letzten M1 Klausur durchgefallen sind. Das sind nämlich genau die 30% die so blöde Fragen stellen.

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