Pflegetheorien

Pflegetheorien sind Teil des Professionalisierungsprozess in welchem sich der Pflegeberuf befindet. Sie dienen als Grundlage für die Pflegeplanung und somit als Struktur für die tägliche Pflegedokumentation.
Man unterscheidet Konzepte, Theorien und Modelle.

Konzepte sind als theoretischer Entwurf zu sehen, als die Idee zu einer Theorie. Das Konzept bezeichnet Gegenstände, Phänomene, Verhaltensweisen und Ereignisse.

Modelle gelten als Muster/Vorbild. In Modellen werden Abläufe bzw. die tatsächliche Situation vereinfacht dargestellt, es dient 'nur' dem Verständnis.

Theorien bilden ein System wissenschaftlich begründeter Aussagen zu Erklärung bestimmter Tatsachen. Die Theorie gibt eine systematische Darstellung bestimmter Situationen mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Pflegetheorien ermöglichen die Ausübung der Pflege auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen. Es wird ein Menschenbild beschrieben, als Grundlage für Bedeutung und Art der Interaktion mit Patient und Angehörigen. Die Theorie setzt Bedingungen für die Umsetzung fest, welche durch Vorgehensweisen (Pflegeprozess/-system) formuliert werden.

Um als Theorie zu gelten müssen einige Vorraussetzungen erfüllt sein:
  • systematischer Aufbau
  • enthält Struktur für die Pflege
  • enthält Erkenntnisse aus Pflegeforschung und anderen Wissenschaften
  • Bestandteile sind logisch verknüpft
  • Nutzbarkeit / Anwendbarkeit

Es gibt auch verschiedene Arten von Theorien, mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt, wie Bedürfnistheorien, Interaktionstheorien oder humanistisch-kulturorientierte Theorien.
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