Lernen - effizient und zeitsparend.

Kürzlich fragte mich jemand wie man am Besten lernt. Man sagte mir im selben Gespräch auch, dass angeraten worden sei, sich nicht zu lange mit Zusammenfassungen aufzuhalten.

Anderer Tage erklärte man mir, dass Karteikarten altmodisch und umständlich sein.

Man trug mir auch zu, dass Mindmaps gut wären für die Übersichtlichkeit.

Es gibt so einiges was man mir zum Thema lernen schon erzählte. Ich hatte zu Beginn meiner Ausbildung umfassenden Lehrstoff dazu. Das Fach nannte sich "Lernen lernen" und ich fand es völlig bescheuert. Es wurden verschiedene Lerntechniken vorgestellt. Okay. diese Techniken haben sicherlich alle ihre Berechtigung. Ich habe sicherlich auch nicht zu schätzen gewusst was mir da erzählt wurde. Aber gebracht hat es mir nichts. Ausser regelmäßige Auseinandersetzungen mit der Dozentin/ Lehrkraft.

Randbemerkung: Da man sich im Leben immer zweimal seiht, traf ich eben diese Dozentin auch wieder. Als Klausuraufsicht für Statistik...

Zurück zum Thema: Was ich schon immer richtig richtig gut kann ist procrastinieren.

Randbemerkung 2: Ich denke ich werde dieser Tage auch mal einen Artikel zu diesem Thema schreiben...

Aber wie man lernt wusste ich nicht. Mir wurde in der Schule häufig beigebracht wie man das richtig macht. Ich probierte es aus und scheiterte. Ich musste scheitern. Denn man erklärte mir immer nur wie
man richtig lernt. Aber niemand erklärte mir wie ich richtig lerne.


Und so wusste ich es nicht. Ich lernte es im ersten Semster. Ich lernte folgendes:

Mindmaps: Für mich unsinnig. Zu unübersichtlich. Zu viele Reize und zu vieles was mich ablenken kann. Ich kann mich nicht auf Mindmaps konzentrieren. Wenn ich etwas für mich strukturieren will, dann kann ich mit Mindmaps ganz gut arbeiten. Aber nur um von dort ausgehend weiter zuarbeiten. Sonst: verlorene Zeit


Loci-Methode: Die Methode, falls Papier und Stift fehlen und man Einkaufen gehen muss. Man denkt sich einen bekannten (real existierenden) Weg und positioniert den Einkauf darin auf irgendeine kreative Art und Weise. Ich probierte es aus, und hatte dann nur ein halbes Abendessen, weil die andere hälfte im Supermarkt blieb. Ich habs nicht drauf.

Zusammenfassungen: Sehr gut. Bringt mir viel. Warum? Ich muss mich mit dem Stoff auseinandersetzen ihn umformulieren und auf das Wesentlich kürzen. Zusammenfassungen sind aber nichts für Leute die Volltexte schreiben. Sie sind auch nichts für Gemüter die sich davor scheuen Dinge zu streichen (weil sie redundant, wiederholend und wiederkehrend sind).


Karteikarten: Das Mittel der Wahl in der Klausurvorbereitung. So wie zur Zeit. Ich sitze hier und schreibe Karteikarten. Vorne das was es zu wissen gilt und hinten die Erklärung dazu. Naja so ähnlich. Hinten drauf muss es wieder kurz gefasst sein. Für mich. Wegen der Reizüberflutung. Habe mir sogar gestern einen Karteikasten gebastelt. Nun ist das Problem an der Sache: Es kostet Geld. Karteikarten sind teuer. Einfaches Kopierpapier zerschnibbeln behagt mir nicht, weil ich danach allenfalls einen Fresszettel in der Hand halte aber nichts womit ich lernen kann.
Okay. Ich kann das umgehen indem ich die Karteikarten in ein Computerprogramm eingebe. Ich war letztes Jahr schon auf der Suche und fand lediglich Dinge die nur vom PC aus bedient werden könne und/oder für die Internetzugang bei Bearbeitung zwingend war.
Was mir bisher fehlte war eine mobile Lösung die ich in der Hand halten konnte. Das wurde geändert. Ich fand gestern (beim procrastinieren) eine Super-App.
Card2brain. Kostenlos. Einfache Eingabe am PC. Kostenlos die App aufs Handy runterladen und Karteikarten durchgehen. Lernkonzept klassisch nach dem Karteikastensystem. Andere können Problemlos auf meine Karten zugreifen.


Also hier bitte: Der erste Versuch zur
Biologischen Psychologie


Randbemerkung 3: Die Anleitung zum Karteikasten folgt

Was sagt uns das: Jeder hat sein eigenes System. Und jeder sollte auf dem Weg seiner Sucher nach dem bestmöglichen System alles Mögliche was sich bietet ausprobieren. Ich hab meine Lernart gefunden. Ich habe gelernt zu lernen. Und jetzt lerne ich mehr oder weniger fleißig. Und oh welch Überraschung! Es ist Arbeit. (das ist auch so ein Einwand der ab und an kommt: Das sei alles so aufwändig....)

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