Die Eleganz des Igels.

Worum es in dem Buch geht steht hier.
Warum ich es gelesen hab, liegt am Julibuch des Lesezirkels.

Die Eleganz des Igels ist ein Buch das ich vermutlich nie gelesen hätte, wären da nicht Umstände gewesen, die mich im Endeffekt dazu brachten. Und wie es so oft passiert, war es für mich recht langwierig die ersten 150 Seiten (nicht ganz die Hälfte) zu lesen. Solche Startschwierigkeiten haben Gründe:
1.) Das Buch ist langweilig
2.) Das Buch ist zwar interessant aber einfach nur anstrengend
3.) Das Buch gleicht einem Wein (oder der Leber...) und gedeiht mit Fortschreitendem Alter

Fangen wir von vorne an: Auf der Buchrückseite stehen Zitate aus diversen Medien. Unter anderem auch: "Ein modernes Märchen, erfrischend und intelligent." Und irgendwie passt das auch. In Tagebuchform geschriebene Erlebnisse, philosophisch ausgeschmückte Erzählungen. Erzählungen über ein Schattendasein, übers verstecken und im Endeffekt darüber, dass die Protagonisten gar nicht so glücklich mit ihrem selbstgewählten Weg sind.

Wie schon gesagt, hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. War ich müde brauchte ich das Buch nicht in die Hand nehmen, weil die philosophischen Einträge der Concierge doch sehr viel meiner Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangten. Aber diese Texte wichen dann zum Teil Erzählungen des Tages. Schöne Beschreibungen des Geschehens im Hause. Es hat begonnen mir Spaß zu machen, großen Spaß sogar. Spätestens als der neue Bewohner einzog. Mit ihm zog Aktion ins Buch. Die Charaktere überdenken ihren bisherigen Weg, überdenken ihr bisheriges Handeln.

Ein Buch über den Lebensweg, eigene Prioritätensetzung und geistigen Wandel. Ein Buch mit diversen Ergebnissen und ungeschriebenen Lebensweisheiten. Es vermittelt die Gewissheit, dass es jedem möglich ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, jeder hat die Chance aus der eigenen Existenz das zu machen, wozu er Lust hat. Aber häufig muss erst etwas dafür geschehen, dass man es merkt. Manch einer muss eben mit der Nase reingestupst werden.

Im Endeffekt: Wenig Aktion, wenig was passiert, viel was erzählt wird bis ins Detail ausgeschmückt. Zwei realitätsnah erzählte Lebensgeschichten, wovon mich eine am Ende zum Weinen gebracht hat. Die Geschichte fesselt dann doch :) Und irgendwie kann ich dann doch nicht viel dazu sagen...hmmm...

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