Statistik.

Schauen wir zunächst was wir da haben: Ich studiere Psychologie. Mir war klar dass die erst zwei Semester für mich blöd werden. Modul 1 mit seiner Einführung in alle möglichen Bereiche der Psychologie war quasi ein Round-House-Kick durch die Psychologie. Von jedem ein bisschen, aber wenig Tiefgang. Das ist in Ordnung so.
Das Modul2 noch bescheidener würde war mir vorher schon klar. Ich habe versucht mich damit zu beruhigen, dass es ja 'nu' Statistik sei, also nur ein Thema aus dem weitern Feld der Mathematik. Was auf diese Erwartung hin folgte waren 4 Skripte. Ein Skript über die Empirische Sozialforschung. Ein Manifest mit 500 Seiten. Mit Inhalt der auf maximal 150 hätte gekürzt werden können. Das wird dann meine Aufgabe sein. Aber das ist okay. Mit sowas kann ich umgehen. Dann gibt es ein Skript, welches quasi ein Handbuch zum Statistik-God-Programm SPSS darstellt. Screenshot, Klickpfade, wenig Information für was genau ich das anwende, knappe Beispiele, wie ich aus den Ergebnissen, die das Programm ausspuckt, Informationen ziehe. Langweilig aber immerhin wenig Seitenumfang. Und wenn ich mich mal einen Tag ernsthaft damit beschäftigen würde, wäre dass auch halb so tragisch.

Dann wirds ernst: Statistik 1. Inhalte: Beschreibende Statistik und Erklärende Statistik. Oder anders gesagt: Ein Haufen undanschauliches Textgewirr welches sich um Formel rankt. Die Beispiele sind leider mangelhaft. Am Anfang steht die Formel und dahinter das Ergebnis. Wie wäre es mal mit einem kompletten Rechenweg? Den gibt es nicht. Stattdessen aber die Mitteilung seitens der Uni, dass die Voraussetzung für ein Studium das Abitur sei und da habe man solche Inhalte ja gehabt. Schade. Fail. Der Alterschnitt der Fernuni liegt irgendwo zwischne 29-40. Dass die Schule da schon meistens eine Weile auf her ist, liegt ja auf der Hand. Eigentlich.

Und so brauche ich eine Stunde um fünf Seiten durchzuarbeiten. Und noch sehr viel länger um die Aufgaben dazu richtig zu rechnen ohne in die Lösungen zu spicken.

Die Krönung der Psychologenstatistik bioldet dann Statistik 2. Regressions- und Varianzanalyse. Und hier darf ich sagen: Das Skript ist gar nicht so schlecht. Die Thematik ist kompliziert und ich werde sicherlich noch Hilfsliteratur benötigen um das irgendwie Hirngerecht aufzuarbeiten, aber immerhin bildet es eine Grundlage mit der ich arbeiten kann.


Das ist also mein Statistiksemester. Ich bin nicht sehr Mathematikbegabt. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich irgendwann den Anschluss verpasst hatte und dann nicht mehr reinkam. Aber es geht voran. Ein bisschen. Jedes Mal komme ich ein winziges Stückchen weiter. Verstehe ein kleines bisschen mehr wie ich zu rechnen habe. Es wird also.


Was mir jetzt noch Sorgen macht: Die Klausur besteht aus 2 Blocks. Ein Block mit Empirischer Sozialforschung und Statistik 1 und der Zweite Block mit Statistik 2 und SPSS.


Bei Block 1 bin ich ziemlich sicher, dass ich den gut hinbekommen werde. aber Block 2?! Vor dem graut es mir ja.

Immerhin kann ich bis jetzt behaupten, dass dieses Modul wenig zeitintensiv ist, dafür aber Drahtseilnerven abverlangt. Ob ich zu wenig Zeit investiere wird sich nach der Prüfung zeigen. Aber mehr geht bei Mathekram einfach nicht.

Was jetzt noch zu sagen bleibt: Ich bin so froh wenn das Modul rum ist. Dann kommt endlich der interessante Teil des Studiums.

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