Letzter Aufruf, ihr Penner!

Die letzten zwei Semester waren echt fürn Arsch. Im Sommersemester lud ich mir 2 Module auf. Was im Grunde mit einem guten Noten-Outcome hätte funktionieren können. Aber am Ende war es eher so semi-gut. Ich hab beide Module mit mittelprächtiger Leistung bestanden. Das Thema der Hausarbeit hat mich so wenig interessiert dass ich nach 2,5 Wochen keinen Bock mehr hatte und abgegeben habe (3,5 Wochen hätte ich noch Zeit gehabt....) und auf die Klausur hatte ich mich nicht so vorbereitet wie ich es sonst tat. Ich verließ mich auf die Erfahrungen der vergangenen Semester und hoffte dass der Führungswechsel im Lehrgebiet keine allzu schwerwiegenden Auswirkungen haben würde. Ich hatte mich getäuscht. Aber immerhin reichte es zum bestehen. Also war mein Plan für das Wintersemester: So richtig reinhauen im Modul Arbeits- und Organisationspsychologie.

Und im Grunde sah es auch ganz gut aus für mich. Es gab einen Fahrplan seitens des Lehrgebiets und ich war ihm stets voraus. In der heißen Phase vor der Klausur bröckelte mein Eindruck und meine Überzeugung eine sehr gute Note abräumen zu können. Vögelten zwischterten mir, dass die Inhalte von über 1000 Seiten zuzüglich einiger Vorlesungen sehr kleinteilig abgefragt würden und zwar verpackt in nette kleine Fragen zu Transferwissen. Man gibt sich im Lehrgebiet offenkundig alle Mühe die Grenzen der menschlichen Kreativität auszuloten bei der Erstellung von Klausurfragen. Ich habe ja Hochachtung vor derartigem Engagement. Schade nur dass ich die Thematik des Moduls eigentlich ganz spannend finde, aber eine solch geartete Wissensabfrage mit Benzin übergießt, in Brand steckt und dann die übrig bleibende Asche in den Boden stampft. Eine gute Note wollte ich dennoch. Also intensivierte ich meine Bemühungen. Die Woche vor der Klausur bedeutete das also den Tausch meines Urlaubs gegen 6h reine Lernzeit. Die Woche vor jenem Urlaub bestand aus 8 Arbeit plus 4h Lernzeit. Ich beglückwünsche mich selbst dazu. Auch jetzt noch im Nachhinein. Weil ich es kann. (Und weil für die vergangenen Module auch in der Klausurvorbereitungszeit 2h täglich völlig ausreichend waren.)

Das hatte zur Folge dass ich am Dienstag ziemlich erschöpft, genervt und frustriert in die Klausur startete, während der Bearbeitung teils beinahe hysterisch lachen musste wenn ich wiederholt eine Frage erkannte die ich nicht beantworten konnte, weil sie irgendein kleinfieseliges Details aus einem der unzähligen Modelle abfragte. Oder wenn ich hätte wissen sollten in welchem Jahr welcher Test entwickelt wurde.

Für dieses Modul habe ich bei weitem die meiste Zeit aufgewendet (im Vergleich zu all den anderen Modulen... oder überhaupt Dingen für die ich lernte). Ich bin immer noch frustriert, dass das Ausmaß meiner Vorbereitung und Zeit die ich dem ganzen gewidmet habe, sich nicht ansatzweise im Ergebnis der Klausur wiederspiegeln wird. Aber so ist das nun. Und ich habe keinen Einfluss darauf.

Meine Belohnung vor dem letzten Semester: 2 Wochen Pause. Nichtstun für die Uni. Rein gar nichts. Oh doch. Eine Kleinigkeit. Ich schmeiß jetzt endlich all die Studienbriefe weg. Und all die Pflichtliteratur die sich angesammelt hat und hier zu staubt. Nur Modul 8 trau ich mich noch nicht wegzuwerfen. Obwohl ich mir sicher bin, dass ich durch bin. Aber etwas in mir traut sich nicht. Glaubt es sei überheblich die Dinge wegzuschmeißen, bevor es abgeschlossen sei.

Wie dem auch sei. Das schlimmste und anspruchsvollste Modul liegt hinter mir und mein letztes Fernuni-Semester liegt vor mir. Ich freu mir ein Loch in den Bauch!

Und zum Abschluss: Gesammelte Werke. Alle auf einem Bild. Auf einem Schreibtisch sogar. Nur Modul 10 fehlt. Und die BA. Aber die kommen ja erst noch. Aber ich mag den Kram kein weiteres Semester aufheben. Verbreitet mieses Karma.
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Insofern lautet das Motto nun: Letzter Aufruf, ihr Penner! Es wird super. Man darf das nicht verpassen!


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