Egozentrische Fischleins.



Da ist wohl was dran. Im Grunde sind wir alle ziemlich unbedeutend, wenn man sich das große Ganze betrachtet. Dennoch aber sind wir stets um die Befriedigung unserer eigenen Bedürfnisse bemüht. Was sollen wir auch sonst tun? Unser eigenes Leben und ein ganz kleiner Dunstkreis darum herum ist das Einzige was wir beeinflussen können. Das Handeln in diesem kleinen Dunstkreis gibt uns den Sinn für unsere Existenz. Würden wir uns in diesem kleinen Bereich nicht wichtig nehmen, dann bliebe nichts mehr übrig von uns. Wir sind bemüht unserer Existenz eine Bedeutung beizumessen und von anderen irgendwie wahrgenommen zu werden. Von manchen wollen wir geliebt und von anderen gelobt werden. Und von manchen Menschen will man in Ruhe gelassen werden. Aber auch dann haben wir das Bedürfnis vom Gegenüber in dieser Sache wahrgenommen zu werden und wollen ganz gerne dass sich die andere Person dran hält. Werden wir nicht geliebt, gelobt oder in Ruhe gelassen fühlen wir uns ziemlich schnell verletzt, gekränkt und klein. Das fühlt sich aber nicht gut an, und wir möchten das gerne vermeiden. Zumal sich so eine narzisstische Kränkung wirklich unangenehm anfühlen kann. Und wer will das schon?

Fakt ist: Wir haben alle unsere Bedürfnisse und wollen diese berücksichtigt sehen. Werden diese nicht berücksichtigt fühlt sich das kacke an. Die Reaktionen darauf sind so unterschiedlich wie das gesamte Farbspektrum. Je nach Beziehungsstatus mit dem jeweiligen gegenüber sind wir mehr oder weniger bereit unseren eigenen Narzissmus zurückzuschrauben und den des anderen zuzulassen. Im Besten Falle hält sich das die Waage, sodass ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis entsteht.
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