FCKH8 oder die Tatsache des Mobbing

gefaengnis


Wir wissen es alle, und wir kennen es alle. Das Mobbingproblem in der Schule. Einige werden gemobbt, gepiesackt, fertig gemacht, andere halten sich aus und wieder andere sind verantwortlich für das Leid der Geplagten.

In den USA ist das Thema des "Bullying" grad (wieder) hoch im Kurs. Vermutlich aus Mangel an Kriegen oder so. Es ist kein neues Problem. Ich denke aber, dass es immer schlimmer und krasser wird. Im Sinne von Höher - Weiter - Schneller. Die Auswirkungen von solch einer Gesellschaftsstrukturen sahen wir erst kürzlich im Deutschen Fernsehen bei "Wetten Dass...?"

Wie schon so oft besungen "Die Gesellschaft ist Schuld, dass ich so bin". Ist irgendwo eine Ausrede, da wir doch angeblich alle mündige Menschen und Bürger (naja das vielleicht auch weniger) sind, die ihre Entscheidungen selber treffen. Das stimmt natürlich. ABER. Der Einfluss der Gesellschaft ist beträchtlich. Der Druck und die Erwartungen auf die Kids wächst. Jugendliche die eigentlich noch Kinder sein wollen, sollen erwachsen sein. Das System kann nicht funktionieren. Der Druck wirkt auf die Kids ein, irgendwo müssen die Kids das auch wieder rauslassen. Man sucht sich entweder einen Sportverein, eine Psychiatrie, oder ein Opfer.

Die Zahl der Opfer steigt... vermutlich irgendwie korrelierend mit dem ansteigenden Druck. Das Ergebnis sieht man in den USA (und hier auch, aber hier spricht man nicht drüber, also sprechen wir lieber über andere). Aggressionen, Vandalismus, Drogen, Suizid.

Nun kann man einfach sagen: Es wird besser wie das eine Youtube-Kampagne tut
"it gets better" .
Kann man machen. Ob es wirklich was bringt? Bei einigen vielleicht schon. Bei den Kids die sich umgebracht haben, bezweifle ich eine positive Wirkung, solcher Videos die einem Mut zusprechen und einen auf 2/3/4 Jahre später vertrösten. Es geht ihnen jetzt schlecht. Sie haben jetzt eine klinisch bedeutsame Depression. Die ist jetzt behandlungsbedürftig. Und in den wenigsten Fällen geht sie einfach so weg. Die Kampagne kann helfen. Vor allem um das Bewusstsein für die Missstände zu schärfen. Social Media ermöglicht es dann auch, dass es den erreicht, den es eigentlich nicht interessiert. Vielleicht.

Viel toller und wirkungsvoller finde ich die Kampagne von
fckh8 mit einem aggressiv gestimmten Videoclip: 



FCK BULLIES by FCKH8.com: DON'T B H8N ON THE HOMOS! from FCKH8.com on Vimeo.


Die Kampagne ist frech, witzig und laut. Sie schreit lauthals in die (Social Media) Welt: Gleichberechtigung ist in! Homophobie ist out!
Da fällt mir ein Lied von Farin Urlaub ein was wunderbar passt.




Es ist scheißegal, völlig schnurzpiepfurzegal was du bist, solange du weißt, was und wer du bist. Und solange du glücklich damit bist.

Ich weiß wer ich bin, was ich bin und manchmal sogar warum ich das bin. Ich bin glücklich damit und manchmal sogar stolz drauf.

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