Wer will schon Bildung?

Die Jugend interessiert sich für nichts. Politikverdrossenheit regiert die Straßen. Die PISA Studie spricht Bände. Die Gesellschaft will sich nicht bilden.
Den Eindruck könnte man kriegen bei dem wie in den Medien von Zeit zu Zeit über die Gesellschaft diskutiert wird. Von Politikern, Autoren und andern Menschen die sich unglaublich schlau vorkommen.
Aber ist es denn wirklich so, wie es aussieht? Ich vage zu behaupten, dass fast jeder Schüler über 16 Jahren schon mal während der Schulzeit Alkohol konsumiert hat. Das bedenkliche ist doch nicht etwa dass er oder sie das getan hat, sondern die Frage nach dem Warum. Warum kippen sich Jugendliche auf dem Schulhof die Birne zu? Aus Spaß, Langeweile, oder Ratlosigkeit?
Ich meine, alle diese Faktoren spielen eine Rolle. Weniger der Grund, dass die Jungs und Mädels nichts lernen wollen. Lernwillig sind die aber wie. Die würden sogar liebend gern das lernen und sich über das bilden wollen, was im Unterricht gerade durchgenommen wird. Aber sind wir doch mal ehrlich: Das Schulsystem ist - gelinde gesagt - für den Müll. Der Lehrkörper leiert seit 20 Jahren die Wörter von der selben Vorlage und die Schüler untersuchen nachdenklich den Inhalt ihres linken Nasenlochs. Und das wo es doch eigentlich super spannend ist, was passiert wenn sich die Kontinentalplatten verschieben und zwei drei Fische dabei drauf gehen. Warum Natrium im Wasser anfängt zu brennen und wieviele Menschen statistisch gesehen pro Monat auf Grund zu langer Arbeitszeiten den Löffel abgeben.

Und genau das führe ich als Grund dafür an, dass Bücher wie "Der Schwarm" und "Illuminati" ein reißenden Absatz finden. Die Gesellschaft will was lernen. Aber nicht auf die langweilige angestaubte Art der Klassenzimmer. Man will mit dabei und ein Teil der Bildung werden. In solchen Büchern wird eine spannende Story gespickt mit Fachwissen. Zugegeben in "Illuminati" oder dem "Da Vinvi Code" (beides von Dan Brown) lassen sich viele Halbwahrheiten finden, aber trotzdem lernt man etwas über Geschichte. "Der Schwarm" (Frank Schätzing) bombadiert den Leser mit Fachwissen und vergisst dabei nicht das Ganze in einer guten Geschichte spannend aufzubereiten.

Das Problem der Gesellschaft liegt wohl weniger daran, dass die Leute keine Lust haben, sondern viel mehr daran, dass niemand bereit ist Zeit dafür aufzubringen Bildung ansprechend zu verpacken. An den dicken Wälzern und ihrem reißen Absatz lässt sich ja durchaus auch erkennen, dass es nicht mal wirklich wichtig scheint, dass Wissen kompakt ist. Aber wem macht schon das Lesen eines Geschichtsbuch für 10t Klässler Spaß?!
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