Ösophagogastroduodenoskopie - ein Erlebnisbericht

Handelsüblicher Name: Magenspieglung. Kurze Erläuterung am Rande:
Ösophagus = Speiseröhre
Gaster = Magen
Duodenum = Zwölffingerdarm

so schauts aus:

Du wartest also nun erstmal 2 Stunden bis du endlich an der Reihe bist. Beantwortest nochmal ein paar fragen, die du zwar schon auf dem Aufklärungsbogen hättest lesen und unterschreiben sollen aber was soll. Dann die Frage: "Wollen sie was zur Beruhigung?" Na aber bidde. Ohne geh aber gleich wieder nach Hause! "Ham sie das Mittel das letzte Mal vertragen?" Naja... war gut verträglich...ich weiß nur dass ich irgendwann festgehalten wurde. Das gab en netten Gesichtsausdruck.. *lol*
Also erstmal den Rachen mit so Sprühzeugs betäuben. Dann gibt die obligatorische Maulsperre. Bestehend aus ner Art Beißring, wodurch nach das Schläuchlein gefädelt wird. Festgehalten durch ein Gummiband hinten um den Kopf rum. Dann liegt man da also so rum. Ich persönlich krieg dann ne leichte Panik, weil ich immer das Gefühl hab ich muss an meinem Speichel ersticken. Kannst ja mit der Maulsperre nimmer gescheit schlucken. Naja. Dann gibts en Zugang und en Sauerstoffschlauchzufuhrsystem in die Nase.
Das letzte Mal wars ohne Sauerstoffzufuhr und Dormicum zu Beruhigung. Diesmal ham sie mir gleich erstma 200mg Propofol reingehaun. Da ich ohnehin während der Wartezeit schon immer wieder eingepennt bin, hats mich auch ziemlich fix weggebatscht.
Ich wache also erst wieder im Aufwachraum auf... also nich wirklich aufwachen, es war irgend so en Schwebezustand zwischen wach und schlafend. Ich lag ganz ruhig da, aber der Pulsmesser konnte nich messen, also piepte der schwule Monitor die ganze Zeit. Naja ich hab also die nächsten 2h gepennt, weil früher ließen die mich eh nich gehen. Dann ab nach Hause. Aber irgendwie hatte ich danach Halsweh. *snief*

Vor der Spiegelung noch: Ich lag da also so rum auf der Liege, die Ärztin (ich vermute das einfach mal, weil die mir den Zugang gelegt hatte und das dürfen meines Wissens nur Ärzte) so am telefonieren bzw. nach dem Auflegen (kleine Info am Rande, ich hatte den Eingriff in der Inneren Klinik): "Jetzt rufen die aus der Kopfklinik an um mir zu erzählen, sie hätten jetzt gerade eine Gastroskopie gemacht und fragen mich ob sie den Patienten entlassen können...woher soll ich denn das wissen?!" Antwort der anderen Dame im Raum: "Mit was endoskopieren die da? Mit nem Bronchoskop oder was?!"
Der Suba-Ärzte-Witz überhaupt, mich hats halber von der Liege geweht.

Während ich schlief sind die also mit ihrem Riesenschlauch (ich brauch schon allein wegen dem Anblick en Beruhigunsmittel..) durch den Mund ab in Speiseröhre und ham sich die auf dem Weg nach unten in den Magen angeschaut, ob es der denn gut geht. Dann hab ich den Magen an sich, alles anglubschen ganz durch und am andern Ende wieder raus und hoppla-hop is man im Zwölffingerdarm. Da wird sich au noch schnell umgesehen, was es da grad im Sonderangebot gibt und dann is der Schlauch nach ca. 15-20 Minuten wieder da wo er hingehört. In der Sterilisation.

Hier noch ein Link zur Uniklinik Innere Medizin IV, die ham das ganze da noch ein wenig wissenschaftlicher erklärt, alswie ich hier ;)
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