2010

Halbzeit.

Die Hälfte der Zeit ist nun rum für alle Erstsemester. Ende Februar steht die Klausur an. Bei mir für M1, mit den Themen "Einführung in die Psychologie", "Einführung in wissenschaftliches Arbeiten" und "Einführung in die Forschungsmethoden".

Die Inhalte sind zum Teil interessant, zum Teil nervig und zum Teil auch überflüssig. Meines Erachtens.
Zu den interessanten Aspekten zählt auf jeden Fall alles zur Einführung in die Psychologie. Aber da sind weite Teile auch nervig. Weil sie bescheiden geschrieben sind. Bescheiden formuliert und bescheiden formatiert. Ich mag keine Schachtelsätze. Und ich mag auch keine Sätze mit unsinniger Zeichensetzung, bei denen man zunächst 10 Minuten damit beschäftigt ist, die richtigen Kommatas einzufügen und die unsinnigen rauszustreichen. Denn erst dann ergibt das dort geschriebene einen Zusammenhang mit Sinnhaftigkeit. Aber dann denke ich, man muss die Uni ein wenig in Schutz nehmen. Da Beschwert sich ständig jemand: über Schreibfehler, Grammatikfehler, Falsche Nummerierung der Überschriften. Belanglosigkeiten in meinen Augen....solang es einen Sinn ergibt ist mir das völlig Pups ob die Kapitelnummerierung nun 1.1.2 oder 1.3 heißt, oder ob es eine Nummerierung doppelt gibt. Die Skripts werden ständig überarbeitet und da kommt es zu solchen Fehlern. Aber man sollte dennoch darauf achten keine Sätze zu produzieren, die eine halbe Seite lang sind. Das gehört sich nicht.

Wissenschaftliche Forschungsmethoden dagegen sind interessant. Und zwar bisher ziemlich durchweg. Da werden einem Forschungsdesigns vorgestellt. Der Ablauf einer Untersuchung. Die Verschiedenen Datenerhebungstechniken und Datenquellen. Wichtig und so.

Die Kapitel über wissenschaftliches Arbeiten sind zu großen Teilen überflüssig. Oder belustigend. Da wird einem die Nutzung des Internets erklärt. Wie man etwas korrekt in die Suchfelder eingibt, und dass man keine ganzen Sätze da eingeben soll. Da ist belustigend für Menschen die im Internet aufgewachsen sind. Also meine Generation und alle die nach mir geboren sind. Aber vor allem ist es nervig, wenn sowas dann Klausurrelevant ist und man es wirklich durchlesen muss. 
(ich möchte nicht bestreiten, dass es Mensche an der Fernuni gibt, die das alles nicht so genau kennen)
Na gut. Jetzt weiß ich was Boolsche Operatoren sind. Nämlich diese Zusatzworte (ich nehme lieber Zeichen, das ist kürzer... von denen steht übrigens nichts im Studienbrief) die man ins Suchfeld miteingeben kann um die Ergebnisse einzuschränken. (und/oder/nicht).

Wenn ich mal wieder keine Lust habe oder schlechte Laune, dann kann ich mich in die "moodle-Umgebung" der Fernuni begeben. Dort kann sich ausgetauscht werden, über die gerade aktuellen Kapitel. Man kann Fragen stellen, sein Wissen vertiefen und Antworten. Durchaus sinnvoll, wenn man doch sonst relativ alleine vor sich hinlernt. 
Dort gibt es auch sehr witzige Fragestellungen. Jemand stellt eine Frage zu einem der Kapitel die übers Internet informieren. Und er fragt nach einer Abkürzung die er sich nicht erklären kann. (selber nicht gewusst. gegooglet. geantwortet. auf google verwiesen. blödmann.)
In Moodle werden von den Fachbetreuern auch Aufgaben eingestellt. Man kann sie bearbeiten, oder es lassen. Nach der vierten Woche hat dann auch der letzte kapiert, dass die nicht bewertet werden, sondern dem Selbststudium dienen.
Es werden auch Aufgaben gestellt zur ausdrücklichen Internetrecherche. Das hindert einige Kommilitonen nicht daran zu fragen auch welcher Seite des Studienbriefs die Antwort auf die Frage steht. Ein Knüller!

Manch einer beschwert sich über die Oberflächlichkeit. Tja. Das ist so. Auf jedem Studienbrief steht Einführung. Man sollte meinen das impliziere die Oberflächlichkeit. Nuntja....vielleicht wohl auch nicht. Man könnte auch meinen dass ein Bachelorstudiengang an sich die Oberflächlichkeit impliziere. Immerhin wird einem ein Überblick über alle Themen der Psychologie vermittelt. Und das sind viele tiefgehende Themen.

Ich werde jetzt mal in Moodle gehen und mir die nächsten lustigen Fragen ansehen. Danach weiß ich dann auch wieder warum 30% in der letzten M1 Klausur durchgefallen sind. Das sind nämlich genau die 30% die so blöde Fragen stellen.

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FCKH8 oder die Tatsache des Mobbing

gefaengnis


Wir wissen es alle, und wir kennen es alle. Das Mobbingproblem in der Schule. Einige werden gemobbt, gepiesackt, fertig gemacht, andere halten sich aus und wieder andere sind verantwortlich für das Leid der Geplagten.

In den USA ist das Thema des "Bullying" grad (wieder) hoch im Kurs. Vermutlich aus Mangel an Kriegen oder so. Es ist kein neues Problem. Ich denke aber, dass es immer schlimmer und krasser wird. Im Sinne von Höher - Weiter - Schneller. Die Auswirkungen von solch einer Gesellschaftsstrukturen sahen wir erst kürzlich im Deutschen Fernsehen bei "Wetten Dass...?"

Wie schon so oft besungen "Die Gesellschaft ist Schuld, dass ich so bin". Ist irgendwo eine Ausrede, da wir doch angeblich alle mündige Menschen und Bürger (naja das vielleicht auch weniger) sind, die ihre Entscheidungen selber treffen. Das stimmt natürlich. ABER. Der Einfluss der Gesellschaft ist beträchtlich. Der Druck und die Erwartungen auf die Kids wächst. Jugendliche die eigentlich noch Kinder sein wollen, sollen erwachsen sein. Das System kann nicht funktionieren. Der Druck wirkt auf die Kids ein, irgendwo müssen die Kids das auch wieder rauslassen. Man sucht sich entweder einen Sportverein, eine Psychiatrie, oder ein Opfer.

Die Zahl der Opfer steigt... vermutlich irgendwie korrelierend mit dem ansteigenden Druck. Das Ergebnis sieht man in den USA (und hier auch, aber hier spricht man nicht drüber, also sprechen wir lieber über andere). Aggressionen, Vandalismus, Drogen, Suizid.

Nun kann man einfach sagen: Es wird besser wie das eine Youtube-Kampagne tut
"it gets better" .
Kann man machen. Ob es wirklich was bringt? Bei einigen vielleicht schon. Bei den Kids die sich umgebracht haben, bezweifle ich eine positive Wirkung, solcher Videos die einem Mut zusprechen und einen auf 2/3/4 Jahre später vertrösten. Es geht ihnen jetzt schlecht. Sie haben jetzt eine klinisch bedeutsame Depression. Die ist jetzt behandlungsbedürftig. Und in den wenigsten Fällen geht sie einfach so weg. Die Kampagne kann helfen. Vor allem um das Bewusstsein für die Missstände zu schärfen. Social Media ermöglicht es dann auch, dass es den erreicht, den es eigentlich nicht interessiert. Vielleicht.

Viel toller und wirkungsvoller finde ich die Kampagne von
fckh8 mit einem aggressiv gestimmten Videoclip: 



FCK BULLIES by FCKH8.com: DON'T B H8N ON THE HOMOS! from FCKH8.com on Vimeo.


Die Kampagne ist frech, witzig und laut. Sie schreit lauthals in die (Social Media) Welt: Gleichberechtigung ist in! Homophobie ist out!
Da fällt mir ein Lied von Farin Urlaub ein was wunderbar passt.




Es ist scheißegal, völlig schnurzpiepfurzegal was du bist, solange du weißt, was und wer du bist. Und solange du glücklich damit bist.

Ich weiß wer ich bin, was ich bin und manchmal sogar warum ich das bin. Ich bin glücklich damit und manchmal sogar stolz drauf.

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Wenn das Schicksal ins Jenseits ruft.

Menschen haben eine begrenzte Lebenszeit. Von Natur aus. Manchmal ist die Lebenszeit auf sehr kurze Dauer limitiert. Das kommt vor.... durch Krankheit, einen Unfall, natürlicher Tod am Ende der Lebenszeit.... durch Suizid.

Manchmal kann man sich der Trauer hingeben. Manchmal muss man aber auch selber stark sein, damit andere trauern können. Das ist besonders schwer. Finde ich.

Manche wollen noch nicht gehen, halten verzweifelt am Leben fest, sie verlassen uns aber dennoch.

Andere wollen gehen und das Leben hält an ihnen fest.

Es gibt Momente, da kann man nichts mehr tun. Gerade bei denen die fest entschlossen sind zu gehen.
Denen können wir nicht mehr helfen. Man steht mehr oder minder machtlos daneben.

Die Professionellen machen sich selbst Vorwürfe. Wenn sie nicht doch früher gehandelt hätten, warum hat man den banalen Anruf so weit nach hinten raus gezögert. War das andere wirklich so wichtig?
Aber wennDas Schicksal eingreift, dann hat keiner mehr ne Chance. Dann verketten sich die Umstände zu Gunsten des Sterbenden.

Ich wünsche ihr, dass sie es jetzt besser hat. Ich denke sie hatte so etwas im Sinn. Dass der Schmerz und die Depression aufhört und das jetzt etwas besseres für sie kommt.

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Pygmalion.

Der Pygmalion-Effekt kann so einiges klären, bzw einem selbst klar machen. Gerade im Rückblick auf die Schulzeit, oder wenn man selbst ausbildet. Es geht um die Erwartungshaltung. Erwarte ich schlechte Leistungen, unkonzentriertes Arbeiten und Detailfehler von meinem Schüler, dann wird er diese auch zeigen, denn meine persönliche Erwartungshaltung wird durch Mimik, Gestik und Körpersprache übertragen. 
Das geschieht unbewusst, die Übertragung ebenso wie das Bemerken der kleinen Hinweise.

Da kann man sich schon mal jahrelang fragen, warum immer wieder dieselben Fehler passieren.... Vielleicht erwarte ich sie einfach und deswegen ist es durch den Pygmalion(oder auch Rosenthal-) Effekt schon determiniert.

Dabei kann man verhindern dass der Effekt eintritt, zumindest teilweise ob das eintreten eines solchen Effektes ganz zu verhindern ist, ist so die Frage.... . Ein lächeln zum Gruße wirkt wunder dabei.

Man könnte den Pygmalioneffekt auch wunderbar für sich nutzen, denn er funktioniert ja auch umgekehrt. Die innere Einstellung ist zu ändern, erwarte positives und du wirst positives zurückbekommen. Gib positives Feedback und Bestärkung. Und ganz nebenbei steigt die Laune beim arbeiten, und die Psyche wird gestreichelt.

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Studentin!

So ab heute weiß ich es sicher, ich bin nun offiziell Studentin an der Fernuni Hagen. Auf dem Weg zum Bachelor in Psychologie.
Heute habe ich meinen Zugang zum virtuellen Studienplatz gesehn, wo ich meine Inhalte einsehen konnte.

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Are you satisfied with an average life?

Da verbringe ich heute einen freien Tag zu Hause.... Online bei der Uni eingeschrieben, die Wohnung geputzt, den Balkon gefegt. Das Bett repariert, die Abstellkammer sortiert, Wirsingeintopf kochen... was man halt so macht. Alltag bewältigen...Alltag vereinfachen. Wie auch immer.

Marina and the Diamonds macht es mir leicht. Und geben mir Denkanstöße.
Bin ich zufrieden mit einem durchschnittlichen Leben? Was ist das durchschnittliche Leben überhaupt? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein relativ durchschnittliches Leben habe. Pflegerinnengehalt, 60qm Wohnfläche, Fahrrad, kein Auto dafür ein Krad (was auch viel toller ist), Computer, Internet.... Was der Durchschnittsmensch so besitzt. Vergleiche ich mich mit den Kollegen auf der Arbeit, hebt mich das betreiben dieses Blog ein wenig ab vom Durchschnitt. Surfe ich aber im Internet rum, dann habe ich manchmal den Eindruck, dass mittlerweile wirklich jeder zweite bloggt. Aber ich glaube in Wahrheit ist das gar nicht so. 

Und dass ich jetzt dann demnächst anfange neben dem Job zu studieren, verändert das Verhältnis zur Durchschnittlichkeit dann bestimmt auch noch mal.

Der Durchschnitt ist die Basis. Ein durchschnittliches Leben ist okay, eines unter dem Durchschnitt vermutlich sehr anstrengend... Ein überdurchschnittliches Leben?! Was ist das? Viel Geld, viel Wohnfläche, viel Besitz? Ich weiß nicht. 

Ich möchte gerne gut und zufrieden leben. Scheiß auf Durchschnitt, is doch auch irgendwie egal. Hauptsache man ist mit dem was man tut und ist zufrieden. 

Ich bin zufrieden. Zur Zeit. Im Durchschnitt....

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Knight and Day

Knight and Day ist ein Film mit Tom Cruise (den ich eigentlich nicht so mag, weil irgendwie eingebildet) und Cameron Diaz (die ich mag, weil hübsch und witzig). Vielleicht ist das aber auch eher eine Einschätzung auf Grund der Filme die ich bisher von beiden gesehen habe. Wer weiß....

Knight and Day ist also ein Action Film über einen Geheimagenten (Tom Cruise), natürlich der gute Agent der vom bösgewordenen ganz fies bei der FBI-Chefin denunziert wird. Geheimagent trifft auf eine Autorestaurateurin (Cameron Diaz... und was für ein Wort!), nicht so wirklich ganz zufällig. 
Sie wird in seine blöde Verwicklung mit verwickelt und wird dann auch vom FBI und diversen Waffenhändlern verfolgt. Warum? Tom Cruise aka Roy Miller hat eine tolle Batterie aus C4 die angeblich nie kaputt geht. Und alle wollen diese haben, und alle anderen wollen - falls sie die Batterie nicht kriegen - wenigstens den Erbauer Simon kidnappen.

Das ganze ist eine lustige in Action Verwickelte Agentenkömödie.
Tom Cruise selbst erinnert mich in dem Film stark an jemanden, der mir aber nicht einzufallen vermag. Aber auf jedenfall erinnert mich der gesamte Film teils an den Sarkasmus in Stirb langsam und an den Witz und Charme aus Mr. und Mrs. Smith.

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Die Eleganz des Igels.

Worum es in dem Buch geht steht hier.
Warum ich es gelesen hab, liegt am Julibuch des Lesezirkels.

Die Eleganz des Igels ist ein Buch das ich vermutlich nie gelesen hätte, wären da nicht Umstände gewesen, die mich im Endeffekt dazu brachten. Und wie es so oft passiert, war es für mich recht langwierig die ersten 150 Seiten (nicht ganz die Hälfte) zu lesen. Solche Startschwierigkeiten haben Gründe:
1.) Das Buch ist langweilig
2.) Das Buch ist zwar interessant aber einfach nur anstrengend
3.) Das Buch gleicht einem Wein (oder der Leber...) und gedeiht mit Fortschreitendem Alter

Fangen wir von vorne an: Auf der Buchrückseite stehen Zitate aus diversen Medien. Unter anderem auch: "Ein modernes Märchen, erfrischend und intelligent." Und irgendwie passt das auch. In Tagebuchform geschriebene Erlebnisse, philosophisch ausgeschmückte Erzählungen. Erzählungen über ein Schattendasein, übers verstecken und im Endeffekt darüber, dass die Protagonisten gar nicht so glücklich mit ihrem selbstgewählten Weg sind.

Wie schon gesagt, hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten. War ich müde brauchte ich das Buch nicht in die Hand nehmen, weil die philosophischen Einträge der Concierge doch sehr viel meiner Aufmerksamkeit und Konzentration abverlangten. Aber diese Texte wichen dann zum Teil Erzählungen des Tages. Schöne Beschreibungen des Geschehens im Hause. Es hat begonnen mir Spaß zu machen, großen Spaß sogar. Spätestens als der neue Bewohner einzog. Mit ihm zog Aktion ins Buch. Die Charaktere überdenken ihren bisherigen Weg, überdenken ihr bisheriges Handeln.

Ein Buch über den Lebensweg, eigene Prioritätensetzung und geistigen Wandel. Ein Buch mit diversen Ergebnissen und ungeschriebenen Lebensweisheiten. Es vermittelt die Gewissheit, dass es jedem möglich ist sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, jeder hat die Chance aus der eigenen Existenz das zu machen, wozu er Lust hat. Aber häufig muss erst etwas dafür geschehen, dass man es merkt. Manch einer muss eben mit der Nase reingestupst werden.

Im Endeffekt: Wenig Aktion, wenig was passiert, viel was erzählt wird bis ins Detail ausgeschmückt. Zwei realitätsnah erzählte Lebensgeschichten, wovon mich eine am Ende zum Weinen gebracht hat. Die Geschichte fesselt dann doch :) Und irgendwie kann ich dann doch nicht viel dazu sagen...hmmm...

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Street Dance 3D

Der Kinobesuch war ein Geschenk für meine Schwester. Also Schwester und Freundin ins Auto gepackt und ins nächste Kino gefahren. Der erste 3D Film den ich je in meinem Leben gesehen hatte. Ich hielt es bisher nie für sonderlich erstrebenswert mich - mittels der benötigten Brille - zum Vollidioten zu machen. Aber eigentlich sehen dann ja alle im Saal wie Idioten aus. Meine Schwester hatte anfangs echte Probleme, weil sie ja die 3D-Brille über ihre eigetnlich Brille zu ziehen, weil sonst hätten wir ihr auch ein Hörspiel schenken können, da hätte sie dann genausoviel, bzw wenig gesehen. Aber alles hat funktioniert und saß halbwegs auf der Nase bis der Film dann anfing.
Am Anfang dachte ich noch ich müsse bestimmt irgendwann brechen, weil mein Hirn die neue Wahrnehmung nicht ganz auf die Reihe kriegt. Aber mein Hirn entpuppte sich als anpassungsfähiger als ich dachte. Ich musste nicht brechen, nur ab und zu die Brile anheben, weil sich da fiese Druckstellen auf meiner Nase bildeten die langsam weh taten.
3D.... tja was soll ich dazu sagen?! Ich fand es interessant. Was ich gesehen habe war ein vorderer Teil des Film und ein hinterer Teil. Das aktuelle Geschehen schien weiter vorne und die Kulisse weiter hinten. Nicht wirklich awesome 3D wie im richtigen Leben (wie es ja angepriesen wird). Interessant wird 3D dann wenn irgendwas auf einen zu fliegt. Dann hat man kurz das Gefühl es springt aus der Leinwand einem selbst ins Gesicht. Aber im normalen Filmgeschehen sehe ich nur 2 Ebenen, vorne und hinten halt. Den nächsten 3D Film schaue ich mir dann in ca. 10 Jahren an, wenn die Technik dann weiter fortgeschritten ist.

Zum Film an sich: Ein Film übers Tanzen in dem viel getanzt wird. Natürlich mit obligatorischer Liebesgeschichte, die ja offensichtlich niemand sich wegzulassen getraut. Aber eine Liebesgeschichte nur ganz am Rande des Plots. Gut so. Ich gehe ja in einen Tanzfilm um die unglaublichen Moves zu sehen. Wie die Streetdancer ihren Übungsraum verlieren und dann einen neuen Raum in einer elitären Ballettschule finden. Unter einer Bedinungen: Sich gegenseitig etwas beizubringen.
Und so kommt man am Ende des Films in den Genuss eine awesome Performance in Form einer Mischung aus Street Dance und Ballett zu sehen. Dafür hat sich das teure Geld gelohnt. Und für den unglaublich tollen Soundtrack.






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Pflegewüste Deutschland

Der Impuls hierfür kommt hierher.

Die meisten Pflegekräfte würden sich nicht freiwillig in dem Krankenhaus behandeln lassen, in dem die arbeiten. Weil sie wissen welcher Mangel in der Pflege besteht. Nur die Hälfte der Pflegekräfte desinfiziert sich laut einer Studie die Hände vor dem Patientenkontakt. Nach meiner Beobachtung während der Ausbildung sind es noch weniger.


Die Zahl der Ärzte ist dank viele Einstellung um 26% gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Pflege um knapp 15% dezimiert worden. Der Durchlauf an Patienten steigt stetig dank Fallpauschale.


Der Staat ist der festen Überzeugung dass im Gesundheitssektor am meisten Kohle gespart werden kann. Das mag vielleicht stimmen. Aber bitte nicht am Personal. Denn meine bescheidene Rechnung sieht so aus: Weniger Personal -> mehr Fehler -> Anstieg von Nosokomialen (Im/Durch das Krankenhaus erworbene) Infektionen. Un diese Infektionen kosten. Das Krankenhaus, die Krankenkassen, den Staat. Und wenn ich dann wieder zurück zum Punkt gehe dass sich nur jede zweite Pflegekraft die Hände desinfiziert.... da wird mir ganz schwindelig. (Von der Zahl der Ärzte rede ich lieber nicht...)


Und was droht der Pflege als nächstes? Der Wegfall der Zivildienstleistenden, die immer noch einiges abfangen konnten, dadurch dass sie die "Drecksarbeit" machen. Popo abwischen, auf den Topf setzen, Betten beziehen, Patienten rumschieben. Allerhand Nebenarbeiten die ins Aufgabenfeld der Examinierten Pflegekräfte fallen, aber von eben diesen nicht mehr im chaotischen Zeitplan untergebracht werden können.


Traurig siehts aus für die Pflege

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Pflegetheorien

Pflegetheorien sind Teil des Professionalisierungsprozess in welchem sich der Pflegeberuf befindet. Sie dienen als Grundlage für die Pflegeplanung und somit als Struktur für die tägliche Pflegedokumentation.
Man unterscheidet Konzepte, Theorien und Modelle.

Konzepte sind als theoretischer Entwurf zu sehen, als die Idee zu einer Theorie. Das Konzept bezeichnet Gegenstände, Phänomene, Verhaltensweisen und Ereignisse.

Modelle gelten als Muster/Vorbild. In Modellen werden Abläufe bzw. die tatsächliche Situation vereinfacht dargestellt, es dient 'nur' dem Verständnis.

Theorien bilden ein System wissenschaftlich begründeter Aussagen zu Erklärung bestimmter Tatsachen. Die Theorie gibt eine systematische Darstellung bestimmter Situationen mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Pflegetheorien ermöglichen die Ausübung der Pflege auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen. Es wird ein Menschenbild beschrieben, als Grundlage für Bedeutung und Art der Interaktion mit Patient und Angehörigen. Die Theorie setzt Bedingungen für die Umsetzung fest, welche durch Vorgehensweisen (Pflegeprozess/-system) formuliert werden.

Um als Theorie zu gelten müssen einige Vorraussetzungen erfüllt sein:
  • systematischer Aufbau
  • enthält Struktur für die Pflege
  • enthält Erkenntnisse aus Pflegeforschung und anderen Wissenschaften
  • Bestandteile sind logisch verknüpft
  • Nutzbarkeit / Anwendbarkeit

Es gibt auch verschiedene Arten von Theorien, mit jeweils unterschiedlichem Schwerpunkt, wie Bedürfnistheorien, Interaktionstheorien oder humanistisch-kulturorientierte Theorien.Mehr lesen...
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Ethik und die Pflege

Ethik per Definition ist die "Lehre vom sittlichen Wollen + Handeln des Menschen in verschiedenen Lebenssituationen". Ethik kann "Normen und Maximen der Lebensführung , die sich aus der Verantwortung anderen gegenüber anderen herleiten" geben.

Ethik beschreibt und Beurteilt also das Handeln, ohne jedoch Vorschriften über richtiges Handeln zu geben.

Normen: Sind allgemein gültige Regeln + Leitlinien, welche das moralische Handeln von Menschen leitet. ("Du sollst nicht Töten")
Maximen: Beschreibt die Vorstellung des Menschen, welche Aspekte als wichtig erscheinen. Können somit als Werte gelten. (Gesundheit, Frieden...)

Ethik in der Pflege:
Gibt Hilfestellung zur Reflexion von Werten und Normen beim Umgang mit anderen Menschen. Auch hilft Ethik beim Wahrnehmen der eigenen ethischen Verantwortung.
Die ethische Verantwortung besteht darin die Autonomie und das Recht auf Selbstbestimmung des Einzelnen zu achten. Aus der Verantwortung heraus entstehen durchaus Konflikte im Pflegealltag
  • Der 8-jährige Jonas muss eine Tablette nehmen, die sehr bitter schmeckt. Er weigert sich, da er die Tablette schon nimmt, und er brechen müsse, wenn er sie nimmt. Aus pflegerischer und medizinischer Sicht ist es jedoch wichtig, das Jonas die Tablette nimmt.
In einer solchen Situation muss jetzt ein eigener Entscheidungsprozess entwickelt werden, ob Eingriffe in die Autonomie gerechtfertig sind, oder nicht. In dieser Situation wäre es vielleicht auch möglich die Darreichungsform zu ändern, oder die Tablette mit der Nahrung zu geben, sprich einen Mittelweg zu finden, welcher das Kind nicht völlig seiner Autonomie beraubt.

ICN - Kodex (International Council of Nurses)
Gibt dem Pflegepersonal ethische Grundsätze als Werkzeug zur Reflexion des eigenen Handelns. Darüber hinaus werden grundlegende Aufgaben der Pflege definiert, sowie ethische Verhaltensweisen.

Grundlegende Aufgaben

  • Gesundheit fördern
  • Krankheit verhüten
  • Gesundheit wiederherstellen
  • Leiden lindern

Ethische Grundregeln:
  • Achtung der Menschenrechte
  • Respekt des Einzelnen
  • zum Wohle des Einzelnen, der Familie, der sozialen Gemeinschaft
  • Koordination von Dienstleistungen

Ethische Verhaltensweisen:
  • Verantwortung des Pflegepersonals gegenüber den Mitmenschen
    • Achtung anderer Wertvorstellungen, religiöser, sozialer Bedürfnisse
    • der Bedürftige hat ein Recht auf umfassende Information bezüglich pflegerischer Versorgung
    • persönliche Informationen werden vertraulich behandeln
    • Achtung des Umweltschutz
  • Verantwortung für Berufsausübung
    • Förderung der eigenen Kompetenzen (Fort-/Weiterbildung)
    • Erhalt der eigenen Gesundheit
    • Fördern des Ansehen des Berufes in der Gesellschaft
  • Verantwortung innerhalb der Profession
    • Mitwirken bei Entwicklung, Festlegung, Umsetzung neuer Erkenntnisse
    • Arbeitsbedingungen positiv unterstützen
  • Verantwortung gegenüber Kollegen
    • interdisziplinäre Zusammenarbeit
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Gut, wenn sich Kompetenzen ergänzen

Kompetenzen in der Kinderkrankenpflege, auch gerne als Schlüsselqualifikation bezeichnet, die man haben, entwickeln und ausbauen sollte im pflegerischen Alltag.
Von manchen weiß man gar nicht dass man sie hat, bzw das so etwas einen Namen hat. Zum größten Teil beziehen sich die Kompetenzen - 4 an der Zahl - auf eigene Verhaltensweisen und den sozialen Umgang mit anderen Leuten.

Die Schlüsselqualifikationen unterteilen sich in 4 Kompetenzen:

1.) Fachliche Kompetenz
Bezieht sich auf Einsichten, Fertigkeiten und Fähigkeiten die erforderlich sind Pflegekonzepte - angepasst an die jeweilige Situation des Pflegebedürftigen - anzuwenden.
Nicht so kryptisch gesagt, gehört dazu die Erfassung der Pflegesituation durch gezielte Beobachtung, sowie die fach- und sachgerechte Durchführung von Pflegemaßnahmen. Das Wissen, oder Werkzeug zu haben, dass man braucht im Alltag

2.) Methodische Kompetenz
Beschreibt die Fähigkeit in speziellen Situationen die Art und Weise des Vorgehens anpassen zu können.
Das heißt in aller erster Linie, die Fähigkeit eine Pflegeplanung zu erstellen, die Pflege durchzuführen und danach auszuwerten, sprich evaluieren.
Man muss also in der Lage sein Informationen einzuholen und zu verarbeiten, Entscheidungen zu treffen und Prioritäten setzen zu können, sowie Probleme gezielt und systematisch bearbeiten zu können.

3.) Sozial-kommunikative Kompetenz
Zielfertigkeit ist es, das der Pflegende in der Lage ist, sich in den Pflegebedürftigen (Patienten) hineinzuversetzen und die Welt aus seiner Perspektive sehen und verstehen kann. Ein anderes Ziel ist es, das der Pflegende zur Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen und dem eigenen Team fähig ist.
Zur Arbeit in diesem Bereich zählt die Beratung und Anleitung. Aber auch viel Arbeit an sich selbst steht auf dem Plan: das Erlernen der eigenen Verhaltensweisen in Konfliktsituationen, das Erlernen von Kritik- und Argumentationsfähigkeit

zu guter Letzt:

4.) Personale Kompetenz
Alles dreht sich um sich selbst: Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Reflexion der eigenen Person, des eigenen Handelns, der eigenen Einstellungen.
Die Bereitschaft zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, das Verantwortungsbewusstsein fürs eigene Tun.
Die Bereitschaft zur Aktualisierung des eigenen Wissenstandes.
Was man tun muss dafür: Zu Fort- und Weiterbildungen gehen, Lernen wie man sich vor psychischen und physischen Belastungen schützen kann. Wissen/lernen wie man die Balance zwischen Nähe und Distanz finden kann.

Im Idealfall sollte der Pflegende doch in allen Kompetenzen recht gut sein, im Regelfall mangelt es aber entweder an fachlicher und methodischer Kompetenz oder - was leider häufiger ist, wie ich das Gefühl habe - an sozialer und personaler Kompetenz.
Ich würde mich persönlich glaube ich in allen Kompetenzen als recht gut, oder gar nicht mal so schlecht einordnen... aber wer täte das nicht ;)Mehr lesen...
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