2011

Breaking Bad.

Heute: eine Empfehlung von einem meiner Patienten, die ich in meinem Nachtdienst ausgiebig testete.

Walter White ist Chemielehrer, hat einen pubertären Sohn und eine Frau die ein zweites Kind von ihm erwartet. Das Haus der Familie ist in einem eher mäßig bis schlechtem Zustand und um die finanziellen Mittel ist es auch nicht sehr rosig bestellt. Walter White ist ein durchschnittlicher 08/15 Bürger der glaubt an einer Bronchitis zu leiden.
Die Bronchitis stellt sich heraus als inoperabler Lungenkrebs in fortgeschrittenem Stadium.
Für Walter bricht eine - bisher halbwegs heile Welt - zusammen und er findet Zugang in eine neue Welt. In die Welt von Crystal Meth und dem Drogenkartell.
Er findet einen Partner mit dem er von nun an Crystal Meth herstellt und verkaufen will. Die Herstellung stellt für den Studierten Chemielehrer kein Problem dar. Der Verkauf stellt sich dann aber doch als komplizierter heraus als erwartet und erst Recht die Behauptung in der aggressiven Welt der Dealer.

Die Story erzählt von einem durchschnittlichen Typ, der eine brachiale Kehrtwende vom Familienvater zu einem kaltblütigen Kriminellen, der ein Doppelleben führt, hinlegt
Es ist eine Story die mir bisher eigentlich nur in Filmen begegnet ist, aber sicherlich in keiner einzigen Serie. Die Serien der deutschen TV-Landschaft handeln doch meistens über irgendwelche Beziehungen oder Ärzte die Beziehungen haben. Serien eben die man guten Gewissens auf die unter 12-jährigen sehen lassen kann.
Das würde ich bei diesem cineastischen Erzeugnis nicht raten.

Breaking Bad besteht mittlerweile aus 4 Staffeln. Ich befinde mich begeistert bei der dritten.
Aber nicht nur die einzelnen Folgen und die gesamte Story sind super. Zur Serie gibt es ein paar nette Zugaben. So gibt es beispielsweise
diese Internetseite, die in einer Folge vom Sohnemann erstellt wird um Spenden zu sammeln für Walter Whites Behandlung.

Sichtempfehlung für Breaking Bad. 5 von 5 Punkten!

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Weihnachten wird unterm Baum entschieden?!



Solcher und ähnlicher Werbung mit eben diesem Slogan kann man dieser Tage eigentlich nur dann entgehen, wenn man zu hause bleibt und ein Buch liest.
Denn sie ist überall anzutreffen: TV, Internet, Prospekte die ungewollt im Briefkasten liegen, Radio, Riesige Plakate an der Straße.

Soweit so gut. Eigentlich stört es mich nicht weiter. Ich finde die Werbekampagne die derzeit läuft genauso bescheuert wie alle anderen von MediaMarkt. Zudem hat MediaMarkt mit dieser Kampagne es - wieder einmal - geschafft in aller Munde zu sein. Ob der Konzern damit positiv oder negativ im Gedächtnis haften bleibt ist zunächst einmal nebensächlich. Wichtig ist doch, dass man überhaupt irgendwie im Gedächtnis haften bleibt. Wegen des Wiedererkennungswertes und so.

Aber eigentlich sollte es gar nicht darum gehen, ob ich die Kampagne gut oder schlecht finde, und ebenso wenig wollte ich was darüber erzählen wie ich MediaMarkt finde.

Was ich erzählen wollte ist, dass ich mir Gedanken über eben diesem Slogan gemacht habe:

1. Warum sollte Weihnachten unterm Baum entschieden werden? Vielleicht gibt es Leute die unter einer Palme feiern, oder gar kein behängtes Grünzeug in der Wohnung haben, aber trotzdem Weihnachten feiern. Oke das mag nicht die Mehrheit der deutschen sein, aber trotzdem.

2. Warum sollte Weihnachten überhaupt entschieden werden? Sind wir hier bei nem Pferderennen und die Frage ist ob du auf's richtige Pferd gesetzt hast und dich von nun an Wettkönig nennen darfst?

3. Warum verticken die da in der Werbung immens teure Geschenke?

4. Warum regt sich Deutschland über diese Werbung auf? (diese Info stammt aus zwielichtiger Berichterstattung der Kabelkanäle)

Im Endeffekt rede ich nun doch mehr über die Kampagne alswie ich wollte. Aber so ist das jetzt. Ich glaube, dass die Werbekampagne ziemlich genau den Nagel auf Kopf trifft. Ist es nicht so, dass die Gesellschaft in den letzten Jahren immer mehr kommerzialisiert ist? Ist es nicht so, dass Kinder immer mehr/ größere/ tollere Geschenke erwarten? Ist es nicht so, dass Eltern sich Vorwürfe machen, wenn sie die Wünsche ihrer kleinsten nicht erfüllen können?
Ich sehe da mein - allseits beliebte - Bildungsbürgerfamilie vor mir: Vater Vollzeit berufstätig, Mutter ist Hausfrau und Halbtagsberufstätig, das Kind ist vormittags in der Schule und nachmittags im Wechsel beim musizieren oder im Sportverein. Die Bildungsbürgereltern wollen nur das beste für ihr Kind. Sie machen alles - natürlich - besser als ihre eigenen Eltern (würde ich auch tun, bzw. versuchen... aber ob das klappen würde....). Sie lesen Bücher zum Thema erziehen, lesen dort, dass sie dem Kind Grenzen aufzeigen müssen (aber ja keine Gewalt) und setzen das um:
"Jean-Luca, wenn du jetzt den Nikolaus essen willst, dann musst du danach Hausaufgaben machen." "Jean-Luca, wenn du deiner kleinen Schwester Kiara-Jeanette die Schaufel wegnimmst ist sie ganz traurig und bekommt später mal Depressionen"

Das ist jetzt zunächst nicht weiter schlimm. Die Bildungsbürgereltern wissen es nicht besser. Sie denken das ist gut so, denn dann lernt das Kind gleich die Gründe dafür irgendetwas besser zu lassen und was anderes zu machen. Was sie dabei leider übersehen (weil sie nicht in die Zukunft gucken und am allerwenigsten hinter ihren eigenen Rücken sehen können) ist dass Jean-Luca ihnen ein paar Jahre später die Zunge rausstrecken und die Familie im Griff haben. Also die Eltern zumindest... was mit der kleinen Kiara-Jeanette ist wissen wir nicht.
Was ich sagen will: Die Kids wissen wie sie es anstellen müssen um das zu bekommen was sie haben wollen, sie wissen nämlich genau, dass die Eltern im Grunde nur das Beste für sie wollen und dass sie ihr Kind auf keinen Fall enttäuschen wollen (denn im Erziehungsratgeber stand ja, dass sowas psychische Schäden auslösen kann).

Und genau deshalb gibt es solche Werbung. Und ich finde es völlig in Ordnung.

Ich für meinen Teil freue mich auf ein paar freie Tage, die ganz viele andere auch frei haben. Und weil das so ist, besteht hier eine große Möglichkeit (gerade für Familien mit vielen Angehörigen aus dem Schichtdienst) möglichst komplett einen schönen Tag zu verbringen und an den anderen Tagen den Rest der Familie zu besuchen. Ich ich darf Menschen beschenken. Weil ich das nämlich gerne mache. (Aber sicherlich nicht mit einem Kühlschrank, wie die Werbung das zeigt)

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Paperbrain



Bastelte gestern ein Hirn. Hat 2h gedauert und es gab keine Anleitung. Voraussetzungen zum selber basteln sind als: gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Ausdauer und Geduld, sowie Kombinationsmöglichkeit. Möglicherweise auch anatomische Grundkenntnisse.

Hilfreich sind unter anderem: ein Drucker, Papier, Schere, Druckertinte und Kleber.

Jedenfalls mal ein Hirn zum anfassen und ein etwas anderes Lernmodell. Kann möglicherweise auch Nazi eingesetzt werden. Das müsste noch überprüft werden.

Wer auch so eins haben will der sei an folgende Adresse verwiesen: http://www.martinpyka.de/paperbrain/

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Sehr geehrte Telefongesellschaftsmitarbeiter/innen,

Ich habe schon seit vielen Jahren ein Vertragsverhältnis mit ihrer Telefongesellschaft. Und war bisher immer zufrieden. Ich erfreute mich am netten Kundenservice vor Ort und am unkomplizierten Kundenservice via Internet und Telefon.

Dieses Jahr ist es leider anders. Im Januar verlängerte ich meinen bestehenden Vertrag (der damals noch auf meine Mutter lief, den ich aber auf mich habe umschreiben lassen), und erhielt ein neues Handy. Mein ersehntes iphone 4.

Ich lernte das Telefon nun eine Zeitlang ausgiebig kennen und musste mich wundern: Die Internetverbindung lies sich in 90% der Fälle nur über Wlan herstellen, nicht aber unterwegs über 3g bzw das Handynetz. Nicht nur das. Auch Telefonate wurden zu ca. 80% nicht durchgestellt. (Egal ob ein oder ausgehende Anrufe). Das alles funktionierte erst nach einem Neustart des Iphones.

Durch den Vergleich mit iphone-Besitzern, die vertraglich anderweitig untergebracht sind, erfuhr ich, dass so was nicht normal ist.

Also suchte ich im Mai einen o2-Shop auf. Die (wirklich sehr nette und engagierte) Mitarbeiterin versuchte das Problem zu lösen und wollte das iphone einschicken. Ihr wurde von telefonischen Kundendienst erläutert, dass erst die SIM-Karte gewechselt werden müsse, da die häufig der Quell des Problem sei. Also bekam ich eine neue Micro-SIM, stellte zu Hause am Computer mein iphone wieder her und freute mich auf den anstehenden Urlaub.

In einem ausgiebigen Testzeitraum von ca. 4,5 Monaten kam ich dann zum Schluss: Der Austausch der Micro-SIM hat das Problem nicht gelöst. Weiterhin wurde mir Empfang angezeigt, eine 3g Verbindung bekam ich jedoch nicht. Telefonate wurden weiterhin eher nach dem Zufallsprinzip durchgestellt. Also suchte ich im Oktober erneut einen örtlichen o2-shop auf. Das Telefon wurde eingeschickt und kam so fehlerfrei zurück wie es eingeschickt wurde. Am Handy liegt es also nicht.

Mir wurde erklärt, dass es im Raum Heidelberg Schwierigkeiten beim 3g Empfang gäbe und das Netz irgendwie umgestellt werden würde.

Da ich aber in Deutschland unterwegs war hatte ich die Möglichkeit festzustellen, dass ich die gleichen Probleme in Karlsruhe, Frankfurt und Hamburg habe.

Kurz zusammengefasst: Ich bezahle seit Anfang des Jahres für eine Leistung die ich nur selten auch nutzen kann. Das ist nicht nur schade, sondern auch äußerst ärgerlich. Vor allem brachte mich die Netzverfügbarkeitsproblematik immer wieder in Probleme. Sie können sich vorstellen, dass eine solche Erklärung wie „…hatte keinen Empfang…“ eher wie eine Ausrede, denn eine Erklärung klingt, wenn das Problem über Monate hinweg besteht

Über das Internet fand ich auch eine Seite, auf der Erfahrungsberichte zu finden sind, die meinem Erleben doch recht ähnliche scheinen. (siehe:
http://wir-sind-einzelfall.de/)

Ehrlich gesagt fühle ich mich ein wenig an der Nase herumgeführt und das oben beschriebene Vorgehen wirkt auf mich – rückblickend - eher wie eine Hinhaltetaktik um das Netzproblem zu lösen

Ich erhoffe und erwarte nun irgendeine Form der Entschuldigung. Wünschenswert wäre eine Reduktion der Grundgebühr oder eine Gutschrift.

Mit freundlichen Grüßen
Ein
Einzelfall.

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Ich mag Apple. Eigentlich

Das erste Mal kam ich mit 11 Jahren in den Kontakt mit einem Apple. Es handelte sich um einen Ur-ur-uralt Macintiosh, den wir als Fünftklässerler verstaubt im Schrank gefunden haben.



Ein paar Jahre später (vielleicht mit 15...) ging es in der Familie darum, ob ein Computer angeschafft werden würde. Mein Vater sah bis dahin die Zukunft noch in Schreibmaschinen mit 4-Zeilen-Display (und kein Mensch weiß bis heute warum...). Wir hatten übrigens einen Computer für eine Vierköpfige Familie, mir scheint, das sei heute undenkbar, wo doch schon 8-jährige ihren eigenen Laptop im Zimmer liegen haben... Mein Herr Papa wägte also die Vor - und Nachteile von Mehrzeiligen Schreibmaschinen gegenüber Computern ab. Wäge ab ob es ein Apple oder ein Windows werden sollte. Er entschied sich für Apple, weil er meinte er habe keine Lust sich mit dem Ding "Computer" auseinanderzusetzen. Ausserdem sah er einfach 1000mal besser aus (und macht auch heute noch eine gute Figur).
Also besaß die Familie von nun an einen iMac G3 DV



via:http://apple-history.com/?page=gallery&model=imacdv

Jedenfalls hatte ich die Ehre und "erbte" ihn als ein Neus Modell in der Familie angeschafft wurde. Einige Jahre später "vererbte" ich ihn weiter an eine Freundin, bei der er (glaube ich) heute noch in einer Ecke steht und verstaubt... Ich denke sie sollte das Teil mal als Sammlerstück verkaufen... Ausser sie will es selbst behalten, natürlich. Zwischenzeitlich wurde ich mit einem ipod beschenkt. Der leider viel zu bald mit einem Festplattenschaden dahinschied (und nein, bestimmt nicht, weil er mir dann zum Einmilliardste Mal runtergefallen ist....)



Dann kam der erste eigene den ich mir zulegte. Einen MacMini (2te Generation denke ich)



via: http://apple-history.com/?page=gallery&model=imacdv

Der kleine unterstützt mich heute noch tatkräftig, auch wenn er in den letzten Tagen etwas zickig war, aber jetzt scheint es ihm besser zu gehen, nachdem er mal ein wenig ausgemüllt und sortiert wurde. Nur die fiesen HD-Videos machen ihm echt zu schaffen. Da sagt er immer "Bin zu alt für den Scheiß, da komm ich nicht mehr mit.)



via: http://www.letsgodigital.org/de/26383/apple-iphone-4/

Zwischenzeitlich hatte ich dann noch einen ipod-Touch. (Was ich allerdings hatte, nachdem der erste ipod hinüber war ist mir derzeitig echt schleierhaft. Ich weiß es nicht. Und jetzt brauche ich keine ipods mehr, denn nun habe ich ein iphone. Eigentlich schon seit bald einem Jahr, aber das nur so nebenbei.
Vor einem halben Jahr ist dann noch ein ibook G4 in meinen Haushalt dazu gestoßen, nachdem es gute Dienste beim Herrn Papa und bei meiner Schwester vollbrachte. Bei mir tat es das auch bis vor zwei Wochen. Da verabschiedete er sich auf Nimmer-Wiedersehen während ich einen Fragebogen für die Uni ausfüllt. Ob das ein Zeichen war? Ich glaube eher nicht.

Das defekte ibook wird mich verlassen. Sofern es einer kauft. Du willst es kaufen? Dann hier bitte, folge dem weißen Kanichen... eh link.

Kommendes Jahr wird mich auch der kleine (die Keksdose, wie mein Herr Papa zu sagen pflegt) verlassen. Er wird ersetzt werden. Ich verabschiede mich jetzt schonmal. Und falls jemand Interesse an einem gebrauchten MacMini bekunden möchte: Nur zu.

Zum Thema: Ich mag Apple. Die Produkte funktionieren tadellos über Jahre hinweg. Nur leider in den letzten 3 Wochen kam alles auf einmal. Erst iphone wegen Empfangsproblemen eingeschickt. Dann verabschiedet sich das ibook und nurn war der Kleine etwas hinüber. Aber ab jetzt gehts wieder aufwärts. :)


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Herr, lass Hirn regnen

Wurde ziemlich viel gesagt zu dem Thema in letzter Zeit. Besser wäre gewesen, wenn dazu weniger gesagt worden wäre und mehr passiert wäre.
Ist aber nicht.
Stattdessen haben wir - mal wieder - eine Diskussion über Rechtsextremismus, Neonazis und Terror. Eine halbherzige Diskussion die zu keinem sinnvollen Ende führen wird.

Was ist passiert? Neonazis haben Leute umgebracht. Das ist schlimm und völlig daneben. Darüber braucht man nicht zu diskutieren. Um das ganze ein wenig nüchterner zu sehen: Es werden jeden Tag Menschen aus den niedersten Beweggründen umgebracht. Auch das ist schrecklich und völlig daneben.

Ich will nicht das runterspielen und verharmlosen was passiert ist. Ich will keine Lanze brechen für rechte Gewalt. Ganz sicher nicht. Im Gegenteil. Aber ich bin auch gegen künstliche Aufbauscherei. Wenn die linken irgendein Chaos produzieren und sich gewaltsam auflehnen, ist das Geschrei jedesmal groß. Wenn es in Demonstrationen Ausschreitungen gibt wird häufig der black-block als Schuldiger schnell gefunden. Wenn am 1. Mai Autos brennen dann sind sie wieder schuld. Autonome, Linke. Dann ist die Berichterstattung wieder voll von Themen über die Gefahr die von links kommt.

Dieser Tage ist es einmal umgekehrt. Neonazis haben gemordet. Die Polizei hat sich - offensichtlich - grobe Fehler geleistet, was noch mehr Leben gekostet hat. Das sind Dinge die passieren.
Was macht die Politik jetzt: Sie reden. Sie reden, und wollen Geldmittel locker machen um den Hinterbliebenen irgendeine abstruse Form von Schadensersatz leisten. Wozu? Das macht die Toten nicht lebendig und andere werden auch ermordet. Nur dann eben nicht von irgendwelchen Rechten. Für mich wirkt das eher wie Schweigegeld: "Hier nehmt das mal, dann seht ihr dass wir wirklich gewillt sind etwas zu tun. Und wenn nicht habt ihr auch keinen Grund zu schimpfen, weil ihr habt ja Geld bekommen".

Mag sein, dass ich mit meiner Meinung einen extrem ungläubigen Standpunkt einnehme. Aber das ist mir egal. Ich jedenfalls glaube kein Wort von dem was da in den Medien von unseren netten Politikern erzählt wird.

Da wird jetzt 1-2 Wochen drüber geredet, bis was interessanteres passiert und dann wird es vergessen sein. Dann fragt auch keiner mehr danach was denn nun passiert, wie denn nun gegen Rechtsextremismus in Deutschland vorgegangen wird. Weil dann ist bestimmt wieder irgendetwas anderes schreckliches passiert.

NPD verbieten. Und selbst wenn? Damit wäre es sicherlich nicht getan. Aber es klingt halt gut. Das ist worum es geht. Es muss nicht im geringsten ehrlich oder aufrichtig sein, aber es muss sich gut anhören.

Was jetzt noch zu sagen wäre:



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Zusammenfassung Modul 3

Ich war fleißig die letzten Wochen und werde diese Woche eher nicht so fleißig sein, da ich meine Lernplan 2 Wochen voraus bin und jetzt ruhig auch mal ein wenig ausruhen kann. Oder mich wahlweise voll und ganz in die Arbeit stürzen kann...

Und weil ich so fleißig war, gibt es hier jetzt das Ergebnis. Zusammenfassungen des Kurses Biologische Psychologie. Wunderbar. Hier lang bitte.

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Hamburg

Sprühregen - PunkRock-Hostel ohne Regal - ReeperBahn hat Montags Ruhetag - Hamburg wacht erst um 10:00 auf - Kunst mit Post-its - Last-Minute-Musical-Karten sind ganz schön arsch teuer - Die Strasse trägt St. Pauli - Fritz-Kola <3
















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A Marine Story

2010-a-marine-story


Erzählt wird die Geschichte eines weiblichen Marine - die aus der Armee entlassen wird. Grundlage für die Entlassung bildet die "Don't ask, don't tell" Regelung, welche besagt dass Homosexuelle ihre Orientierung zu verbergen haben. Tun sie das nicht, dürfen sie nicht bei der Army dienen.

Alex ( Dreya Weber) wird also auf Grund ihrer lesbischen Orientierung ehrenhaft entlassen, allerdings ein Jahr zu früh, als dass ihr die Pension zugestanden hätte. Zurück in ihrem Dorf versucht sie im Alltagsleben Fuß zu fassen. Sie gibt sich eine Zeit lang dem Alkohol hin, bleibt aber immer ihren Idealen treu. Frei nach dem Motto: "Eine Marine bleibt ein Marine. Für immer."


Der Sheriff des Ortes bitte sie, sich um Saffron zu kümmern, die nur noch die Wahl zwischen Gefängnis oder Army hat. Saffron war die einzigste Überlebende eines Autounfalls, der Rest ihrer Familie starb dabei. Sie kam darüber nur schwer hinweg und lernte auch noch die falschen Leute kennen. Jungs die Crystal Meth in den eigenen vier Wänden herstellen.

Sie willigt ein, Saffron wieder auf Kurs zu bringen. Es scheint zu Beginn, dass dies ein Unternehmen ist, was zum Scheitern verurteilt ist....

Parallel dazu läuft ein weiterer Erzählstrang. Alex betrinkt sich an einem Abend mit ein paar Männern aus dem Dorf. Die Männer ziehen über Frauen bei der Army her "die stärkste Frau ist dem schwächsten Mann gerade mal ebenbürtig", diese These wird natürlich gleich beim Armdrücken wiederlegt. Der Schwächste Mann - Dale in diesem Fall - kann die Niederlage kaum verkraften und fängt eine Schlägerei an, aus der er wiedermals als Verlierer heraus geht. Dale ist zutiefst gekränkt und nimmt Rache...


Es geht um die Absurdität, dass Homos zwar dem Land dienen und auch für das Land sterben dürfen, aber bloss nicht öffentlich das eigene Geschlecht vorziehen dürfen. Sprich es geht um die DADT-Regelung die seit September 2011 offiziell nicht mehr gilt.

Es geht um menschliche Abgründe (Alkohol, Crytal Meth) aber vor allem geht es um das Wiederaufstehen.
Es geht darum zu sich selbst stehen zu dürfen.

Alles in allen: Ein Zufallskauf, und zwar ein sehr sehr guter und wirklich empfehlenswerter Film. 5 von 5 Punkten

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Vor- und Nachteile der Fernstudierei


Meine Hochschule die Fernuni Hagen, kann sich mit hohen Zahlen schmücken. Die größte staatliche Fernuniversität Deutschlands, die meisten eingeschriebenen Studenten (70.000), die höchste Abbrecherquote (70%). Gedanken die ich mir vor Studiumsbeginn machte.... nein eigentlich Gedanken die ich mir erst jetzt mache. Die Entscheidung mich in Hagen einzuschreiben, war eher spontaner Natur. Ja ich wollte irgendwann mal studieren. War mir aber nicht sicher ob es Psychologie sein sollte, oder doch was mit Pflegethemen. Eine Kollegin war Schuld (ja, immer die andern). Sie berichtete mir von ihrem Vorhaben, sagte sowas wie: "hey, schreib dich doch auch ein!". Also schrieb ich mich ein. Sovieldazu, aber jetzt zu den Gedanken die ich mir mittlerweile mache. Nicht zuletzt weil ich häufig genug darauf angesprochen werden, wie das denn nun sei, so an der Fernuni zu studieren. Also zunächst ein mal zu den Vorteilen: 1: kann im Prinzip jeder ab Realschulabschluss studieren 2.: unschlagbar günstig (sodass es nicht weh tut aufzuhören, man kann auch einfach reinschnuppern) 3: Freie Zeiteinteilung 4: wer schon im Berufsleben steht muss seinen Lebensstandard nicht runterschrauben 5: Möglichkeit des Teilzeitstudiums was an den allermeisten Präsenzunis nicht so einfach möglich ist. 6: Keine Wartezeit, kein Numerus Clausus, kein bescheuertes undurchschaubares Auswahlverfahren Bei all diesen gut aussehenden Vorteilen, gibt es aber eben auch die Nachteile, von denen man sich vielleicht zu Beginn noch einredet, man könne sich da selber ändern, oder man schaffe das doch noch für den 'kurzen' Zeitraum.... 1: Disziplin.... hat nicht jeder, ich auch nicht unbedingt, aber bis jetzt immerhin noch ausreichend 2: Soziale Kontakte sind schwierig bei Vollzeitstudium 3: Belastung ist zu hoch, wenn man neben dem Job studiert. 4: Vielleicht haben einige Menschen aus gutem Grund gerade mal so die Realschule geschafft, oder sich halt irgendwie durchs Abi gemogelt, sind dann aber überfordert?! Ich selber muss mich auch sehr disziplinieren, mache mir Wochenpläne und plane mir das so dass am Sonntagabend mein Plan erfüllt ist. Klappt meistens, wenn nicht wird die kommende Woche etwas heftiger. Soziale Kontakte und Belastung... auch das merke ich selber an mir. Aber irgendwo muss man sich schon selber klar werden, was einem wie arg wichtig ist. Arbeit zum Beispiel müsste ich im Prinzip gar keine haben, aber dann gibts auch kein Geld. Also arbeite ich 80% Teilzeit und studiere Teilzeit. Damit bleibt immerhin noch genug Zeit für Freunde, und sogar zum Faulenzen. Was aber auf der Strecke bleibt ist etwaige Zusatzliteratur zum Studium. Also lerne ich hier halt nur für die Klausuren, weil ich weiß, dass mein Gleichgewicht sonst gestört wird. Die Belastung ist vor allem in den Wochen vor der Klausur zu spüren. Dann merken es auch meine Kollegen, dass ich ein wenig reizbar bin. Mich verwundert die Abbrecherquote von 70% nicht. Immerhin kann die FU ja auch jeden ohne Limit nach oben aufnehmen, weil die Plätze im virtuellen Hörsaal sind unbegrenzt. Keine langwierigen Anmeldeformalitäten, einfach einschreiben und losstudieren.

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Schwierig sind Menschen immer dann, wenn sie meinen Bedürfnissen im Wege stehen.

So begann meine zweitägige Fortbildung letzte Woche. Titel der Fortbildung: Kompetenter Umgang mit schwierigen Zeitgenossen. 
Kompetent ist immer ein gutes Wort, wenn man will dass Leute zu einer Fortbildung kommen. Denn kompetent will ja jeder irgendwie sein.

Insgesamt ging es weniger um den Umgang mit schwierigen Zeitgenossen, sondern vielmehr darum, das jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit ist und jeder irgendwo schwierig ist. Das ist eine Erkenntnis, die einem eigentlich sowieso schon unbewusst bewusst ist. Aber manchmal ist es gut, wenn einem das nochmal gesagt wird. In diesem Falle von jemandem der Geld dafür bekommt, und es ganz nebenbei wunderbar rübergebracht hat.


Der Inhalt war auf Grund des großen Andrangs etwas beschränkt und zwar auf die Vorstellung von 9 Persönlichkeitsstrukturen in welche jeder Mensch mehr oder minder eindeutig zuordenbar ist. Allerdings mit dem Hintergedanken, die Leute aus diesen Schubladen rauszuholen. Das ist nun einfach gesagt, schließlich steckt man sie im ersten Schritt ja erstmal in eine Schublade hinein um dann in einem zweiten Schritt festzustellen, dass sich dies als gar nicht so einfach erweist.
Einfach gesagt: Jeder hat eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur, reagiert auf Grund dessen unterschiedlich auf wasauchimmer, hat aber trotzdem Anteile der anderen Persönlichkeitsstrukturen. Ergebnis des Ganzen: Jeder Mensch ist einzigartig.

Ich persönlich habe es laut Eneagramm in die Schublade des Optimisten geschafft um festzustellen, dass ich trotzdem noch skeptisch bin und gerne mal einfach nur beobachte. 


Ich finde diese ganze Eneagramm-Geschichte furchtbar interessant, aber leider ist im Internet wenig ausführliches zu finden und ich müsste dafür ein Buch kaufen. Ich hätte mir natürlich gleich das Buch des Dozenten kaufen können, mit dem wir auch während der zwei Tage arbeiten durften (und was ich nebenbei bemerkt ziemlich gut gemacht fand) aber da kam die unentschlossenheit des Optimisten zusammen mit der Sicht des Skeptikers: Vielleicht gibt es noch was besseres, vielleicht bekomme ich die ganzen Informationen auch kostenlos aus dem Internet. Aber leider ist dem nicht so, da offensichtlich die Enneagramm-Mafia einen Haufen Geld verdienen will. Und zwar meins. Aber vielleicht lässt sich da mit meinem Stationsleiter verhandeln, wenn ich ihm erkläre, dass diese Thema essentiell wichtig und interessant ist in der Psychiatriearbeit. Und das meine ich ernst (vielleicht nicht essentiell, aber immernoch interessant und wichtig).


Immerhin finden sich hier grundlegende Informationen dazu: 
http://www.eclecticenergies.com/deutsch/enneagramm/einfuehrung.php

Was man weiß wenn man das Enneagramm nun in und auswendig kennt? Es ermöglicht einem eine andere, verständnisvoller Sicht auf persönliche Eigenschaften und Reaktionen. Es ermöglicht einen anderen Zugang, sein eigenes Vorgehen eventuell zu ändern, vielleicht auch komplett gegen sein Verhaltensmuster zu arbeiten um mit dem Gegenüber weiterzukommen, weil es nun seinem Muster entspricht.

Nebenbei bemerkt sei, dass ich wohl weiß, dass es auch andere Persönlichkeitsmodelle gibt, mit denen das auch möglich ist, aber die waren nicht Inhalt der Fortbildung und demzufolge fehlt mir hier der direkte Zugang. So ist das.


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Putzige Papiersternchen



Meine Nachtdienstbeschäftigung von letzter Woche.

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It's kind of a funny story

Der 16-jährige Craig weist sich mit Suizidgedanken selbst in die Psychiatrie ein. Da die Kinderstation wegen Umbaumaßnahmen geschlossen ist, landet er auf der Station für Erwachsene. Dort wird er Bobby vorgestellt, der ihm die Station zeigt. Bobby behauptet er sei zu Erholungsferien auf der Station.
Craigs Zimmernachbar Muqtada liegt den ganzen Tag depressiv im Bett
Craig lernt die ebenfalls Jugendliche Noelle dort kennen. Bobby gibt nützliche Tipps und Ratschläge wie er Noelle erobern kann. Zeitgleich ist er aber noch in die Freundin seines besten Freundes verliebt.

Craig muss insgesamt eine Woche auf der Station bleiben, zunächst ist der Tagesablauf dort eher befremdlich für ihn. Mit jedem Tag lebt er sich ein Stückchen mehr ein, lernt die Leute dort kennen, schließt Freundschaften.


kind+of+a+funny+story


Soviel zur Handlung. Nun zur Wirkung: Der Film ist super! Der Filmtitel passt wie angegossen, obwohl die Schicksale der einzelnen Charaktere sicherlich heftig sein mögen (und auch nicht wirklich im Vordergrund stehen), ist der Film in einer ruhigen Art und Weise witzig. Ohne sich über Psychiatrie und psychische Leiden zu belustigen. Um genau zu sein, wird die Depression, Psychose oder was auch immer die Patienten da haben eher als Schnupfen, Magen-Darm-Grippe oder sonstiges dargestellt. Als ganz normales, als etwas was jedem passieren kann.

Das Leben in dort scheint eher einem interessanten Happening in der Jugendherberge zu gleichen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ist die Handlung gar nicht so abwegig von dem "wahren" Psychiatriealltag. Die PAtienten unterhalten sich, mancher Pfleger ist ganz schön schräg, es werden Freundschaften geschlossen und manche verlieben sich. Ganz so rosig ist es in der Realität sicherlich nicht und eine Heilung in 5 Tagen ist auch eher utopisch. Aber im Großen und Ganzen eben gar nicht so abwegig.

Fazit: Ein schöner - und toll geschnittener - Film für einen gemütlichen Abend, an dem auch mal gelacht werden darf. 4,5/5 Punkte

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Borderliner können richtig gut...

attention_manipulation



via: http://suboptimales.wordpress.com/licht-an/

...manipulieren. Und das meine ich irgendwie im positiven Sinne.
In der freien Welt dort draussen, wird immer wieder auf den verschiedensten Menschen herum gehackt. Oft genug habe ich auch mitbekommen, dass gerade auch Borderliner ihr Fett wegkriegen, als asozial, nicht umgänglich, und therapieunfähig. Stempel: Unheilbar krank und gestört.

Was davon wahr ist? Sie sind schwierige Patienten, aber das sind alle auf ihre Art. Das sie Therapieresistent und überhaupt nicht therapierbar sind stimmt nicht. Das wissen mittlerweile sogar einige. Sie sind keine hoffnungslosen Fälle. Die Arbeit mit ihnen ist sicherlich anstrengend, teilweise kompliziert und bisweilen auch sehr Nervenaufreibend. Das will ich gar nicht abstreiten. 


Jede Erkrankung hat ihre problematischen Seiten. Mit problematisch meine ich Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen die dem Betroffenen selbst ein 'normales' alltägliches Leben beinahe unmöglich machen. Wie jeder Mensch gibt es Dinge die sie besser können, ebenso wie Dinge die sie weniger gut können.


Und was Patienten mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung so richtig gut können - quasi in Perfektion - ist die Manipulation. Den Gegenüber dazu bringen, Dinge zu tun, die im Sinne des Manipulierenden sind, aber häufig nicht im Sinne des Manipulierten.


Das fiel mir selbst erst kürzlich bei der Arbeit mit einem solchen auf. Ich unterhielt mich über eine Kleinigkeit, von der ich gerne gehabt hätte das "der Borderliner" sie erledigt. Ich fing an zu diskutieren. Ich fing an meine Meinung zu ändern. Ich merkte: "Ey, ich wollte gerade noch was ganz anderes, jetzt werde ich dazu gebracht, genau das Gegenteil zu wollen" Ich beendete die Diskussion.


Das ist okay, wenn man solche Situationen im Privatleben hat. Dann kann man einfach gehen und aufhören sich damit auseinanderzusetzen. Aufhören sich mit "dem Borderliner" auseinanderzusetzen. 

Schwieriger wird es, wenn man sich dem nicht entziehen kann, weil man tagtäglich damit umgehen muss auf der Arbeit. Noch schwieriger wird es, wenn "der Borderliner" das beschriebene mit mehreren Personen macht und die gegeneinander ausspielt. Dann nennt man das in der psychiatrischen Pflege "spalten". 

Ich will nicht unterstellen, dass er/sie/es das absichtlich tut, mit dem Ziel ein Pflegeteam zu spalten. Eher aus dem Grund, das er/sie/es einfach etwas bestimmtes erreichen will. Ähnlich dem Kind, dass immer zu Mama geht, wenn es Schoki will, aber wegen den 10Euro lieber den Papa fragt. 


Dieses manipulative und spaltende Verhalten wird ab dem Punkt dann auch richtig interessant für den Patienten. Was der Patient braucht, sind klare Strukturen und ein Team das einheitlich auftritt. Er möchte wissen woran er ist. Du diese manipulativen Aktionen erreicht er kurzfristig ein begehrtes Ziel, sichert sich damit aber auch das durchbrechen von Strukturen die er eigentlich braucht.


Interessante Dynamik.


Ein Beitrag aus der Reihe: Dinge die ich in den letzten Tagen nicht nur über mich selbst lernte.


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Das Ende des Turbulenten Leben eines gewissen Mr. Potter

Harry+Potter+and+the+Deathly+Hallows


Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2. Der Film.
Ich hätte ihn definitiv anders verfilmt. Aber zunächst noch eine gedankliche Rückblende zu 7.1 Schon dort beschwerte ich mich über das rasende Tempo indem die Geschichte erzählt wurde, bemängelte Szenen die hervorgehoben wurden, obwohl sie weniger wichtig waren und wichtige Inhalte aus dem Buch kamen zu kurz. Meines Erachten. 
Bei einigen Szenen saß ich laut lachend im Kinosaal. Unter anderem auch, als das Medallion geöffnet auf dem Waldboden lag und Ron noch ein wenig damit haderte es zu zerstören. Als dann Harry und Hermine nackig und eng umschlungen aus dem Schmuckanhänger hervortraten. So war es im Buch nicht. Aber damit kann man leben. Schade nur, dass für solche Szenen Zeit drauf ging während andere Dinge wie die Geschichte um die Heiligtümer zu kurz kamen. 
Alles in allem bin ich zufrieden aus dem Film hinausgegangen. Aus Teil 7.1

Auf 7.2 mussten wir also eine Weile warten. Ich habe gerne gewartet und eines vorweg: Ich werde mir auch diesen Teil sicherlich wieder ansehen, irgendwann zu Hause auf DVD. Dafür mag ich die Geschichten zu gern um darauf zu verzichten. Denn den letzten Teil fand ich nicht gelungen.

Es fing mit einer fehlenden Rückblende an. 7.1 ist nun wirklich schon eine Weile her. 7.2 startet ziemlich nahtlos dort, wo der erste Teil aufhörte. Erwartet man wirklich dass ich noch weiß wo der erste Teil aufgehört hat? Oder erwartet man, dass ich mir den ersten Teil nochmals zuvor ansehe, bevor ich in den Genuss des letzten Teils kommen darf?

Nach 1-2 Minuten war mir dann auch klar wo wir eigentlich waren und was als nächstes kommt. Zwischendurch fehlen immer wieder Inhalte. Das ist bis zu einem gewissen Grad in Ordnung. Am Anfang etwas verwirrend, dann wird es langsam störend, bis es dann am Ende doch eher verstörend wird. Schade.
Es gibt Dinge die darf man anscheinend nur wissen, wenn man das Buch gelesen hat. Demjenigen der die Bücher nicht kennt, bleibt unerklärt wieso das Quartett - Harry, Ron, Hermine und Griphook - in der Gringotts-Bank auffliegen. Warum die Kobolde wissen, dass dort nicht Bellatrix Lestrange vor ihnen steht, sondern ein Betrüger (für alle die es immer noch nicht wissen: es lag am Zauberstab, die Kobolde wussten, dass Mrs. Lestrange's Zauberstab gestohlen wurde). Es sind solche Kleinigkeiten die sich summierten, aber sowas ist im Prinzip nicht weiter tragisch. Irgendwo müssen Abstriche gemacht.

Wie schon zum ersten Teil angemerkt, rast auch der zweite Teil mit 380 Sachen auf das Ende zu. Das mag daran liegen, dass es auch im Buch kaum eine Seite gibt, in der nicht irgendwas wichtiges passiert. Das Buch ist voll mit Handlung, mit Puzzleteilen die sich zusammenfinden und ineinanderfügen. Was  zuvor einzelne Geschichten waren, wird in den Heiligtümern des Todes zu einem "Großen Ganzen" zusammengefügt. Nicht so im Film. Schade. Darauf hatte ich mich gefreut.

Ich hatte mich auch auf die Schlacht in Hogwarts gefreut. Und ganz ehrlich: Bis die drei nach Hogwarts kamen war der Film völlig in Ordnung und gut. Aber schon Hogsmeade kündigt den rasanten Absturz an. Die drei kommen an, es gibt Lärm, sie werden gesucht. Wieder ein Problem für die Buch-Nicht-Kenner. Warum wieso weshalb, dort so ein Geschrei stattfindet, als sie ankommen, bleibt unerklärt.
Hallo Aberforth - Mein Bruder Albus ist blöd - Tschüss Aberforth - Hallo Hogwartsschüler!
Der Teil der Geschichte dass Harry zunächst unentdeckt bleibt und mit Luna im Ravenclawturm erst entdeckt wird, woraufhin Lord Voldemort informiert wird fällt einfach komplett weg.
Alle marschieren in der Großen Halle auf, Snape weiß Bescheid, McGonagall verscheucht ihn, der Orden des Phönix ist da. Verstörend. Warum kann man sich bei sowas nicht mehr ans Orignial halten. Es hätte sicherlich niemandem wehgetan an dieser Stelle 2 Minuten mehr Film einzubauen.  (Man hätte sich die Knutsch und Schmachtszenen während der Schlacht auch gerne sparen dürfen....)

Unvermittelt befindet Hogwarts sich im Krieg. Alle sind auf einmal da, wie kam der Orden des Phönix in die Schule, wie erfuhr Voldemort davon dass Harry Potter in Hogwarts ist. Voldemort stellt seine Ultimaten, die aber untergehen. Denn auch die Schlacht rast, stoppt zwischendurch für - unnötige - Liebesbekenntnisse und rast dann weiter.

Wirklich gefreut hatte ich mich auf die letzte große Schlacht in der großen Halle. Als Molly Weasly sich einen erbitterten Kampf mit Bellatrix Lestrange liefert, den Wutausbruch von Lord Voldemort als seine treueste Gefährtin stirbt. Aber nein. Harry Potter und Lord Voldemort fliegen auf verstörende Art und Weise durch die Luft. Harrys Erklärung an Voldemort, warum er etwas falsch gemacht hat und als Verlierer aus der Schlacht hervorgehen wird geht unter. Die versteckte Moral die hinter dem Expelliarmus vs Avada Kedavra steckt verliert sich bei der hohen Geschwindigkeit. Ein Blitz und alles ist vorbei. Keiner hat es gesehen. Der eigentlich epische Moment in der großen Halle zunichte Gemacht auf dem Vorhof von Hogwarts. 

Es war nicht alles Schlecht. Der erste Teil des Film war okay, die Szene mit Snape am Abschluss , die Unterredung in Kings Cross mit Dumbledore, 19 Jahre später. War alles super, durchdacht, schön gemacht, Buchnah. Nachvollziehbar. 

Fazit: 1,5 von 5 Punkten. Schade. Alle anderen Filme erreichen bei mir 4 oder 5 von 5 Punkten. 
Ich hätte mich gefreut wenn der Film ein halbe Stunde oder gar eine Stunde länger gewesen wäre. Dieser Zeitgewinn hätte ihm sicherlich gut getan, er hätte weniger schnell durch die Geschichte rasen müssen, hätte aufeinander aufbauen können. Ich bin mir fast sicher, dass sich niemand an einer solchen Überlange gestört hätte und auf mehr Geld ausgegeben hätte. Ich bin eher enttäuscht, aber dankbar, dass ich die Geschichte kennenlernen durfte, dankbar dass mir das erste Buch vor Jahren geschenkt wurde, als es noch kaum jemand kannte. Dankbar, dass ich soviel Langweile hatte, dass ich tatsächlich ein Kinderbuch in meiner Adoleszens las.

Die Bücher bekommen 100 von 100 Punkten. Besser gehts nicht. Für mich.

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Dinge aus dem Urlaub

Der geneigte Leser hat es schon mitbekommen: Ich war im Urlaub. In einem eher seltenen Reiseziel für Leute meines Alters. Aber es war sehr schön .Gerade auch weil so wenig junge Leute da waren. Viele ältere Herrschaften kehren immer wieder auf die italienische Insel zurück. Dort gibt es nämlich einen Haufen Thermalquellen und Radon im Wasser, was gut für die Knochen sei. Haben wir uns sagen lassen. 
Wir hatten jedenfalls eine sehr schöne, erholsame Woche. Wir hatten schöne Ausflüge, haben uns auf Spaziergangstouren ordentlich ausgeschwitzt und haben die kulturelle Ader in Pompeji befriedigt. Wir haben wunderbare Ausblicke vom Monte Epomeo - dem Hausbergvulkan von Ischia - und vom Vesuv geniessen dürfen. Wir hatten schöne und heiße Stunden am Strand und wurden wieder einmal darin belehrt, dass sich Meerwasser für Sonnenlicht wie ein Brennglas verhält und das mit dem Sonnenbrand ganz schön schnell geht. Aber immerhin wissen wir jetzt dass Zitrone Wunder wirkt bei Immunschwäche, Insektenstichen und Sonnenbrand.


Nicht so gut war allerdings, dass wir nach einer Woche schon wieder die Heimkehr antreten mussten.

Was bleibt sind die Eindrücke, neue Bekanntschaften und die Erholung. So auch meine Eindrücke und Erkenntnisse zum italienischen Verkehr:



Wer früher bremst kommt nie an. Und Fahrschulen gibt es offensichtlich nur um zu erklären, welches Pedal für was ist und welchem Zweck das Runde Ding vor dem Oberkörper dient. Verkehrsregeln werden ja nunmal auch völlig überbewertet.
Ausserdem habe ich aufgehört jammernd die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen über Flip-Flop fahrende Motorradfahrer. War einfach zu anstrengend.

Einen Eindruck den ich glaube ich nie verstehen werde, ist die Abart die Klobrillen von der Schüssel abzuschrauben.



Im folgenden darf ich noch ein paar italienische Bürger zitieren, die uns im Bus gefahren haben, im Verkauf arbeiteten oder versuchten uns durch kulturelle Schätze zu führen:


"Wir treffen uns in 10 italienischen Minuten, also in einer deutschen Viertelstunde"


"Wortherkunft von trivial: Das Bordell ist dort zu finden wo sich die drei Strassen kreuzen"


Riccardo und die neapolitanische Mentalität: " Wer 5 Minuten zu spät kommt, singt im Bus. Wer 10 Minuten zu spät kommt, singt und tanzt im Bus. Wer 15 Minuten zu spät kommt, singt und tanzt dort wo der Bus gestanden hat.


In einem Laden fanden wir ein XXL-Shirt und fragten ob es das wohl eine Nummer kleiner gäbe.... " No, it's only one-size. Because the italian women are all one size"



Und während ich hier so schrieb wurden im Hintergrund
tolle Fotos hochgeladen. 

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Statistik.

Schauen wir zunächst was wir da haben: Ich studiere Psychologie. Mir war klar dass die erst zwei Semester für mich blöd werden. Modul 1 mit seiner Einführung in alle möglichen Bereiche der Psychologie war quasi ein Round-House-Kick durch die Psychologie. Von jedem ein bisschen, aber wenig Tiefgang. Das ist in Ordnung so.
Das Modul2 noch bescheidener würde war mir vorher schon klar. Ich habe versucht mich damit zu beruhigen, dass es ja 'nu' Statistik sei, also nur ein Thema aus dem weitern Feld der Mathematik. Was auf diese Erwartung hin folgte waren 4 Skripte. Ein Skript über die Empirische Sozialforschung. Ein Manifest mit 500 Seiten. Mit Inhalt der auf maximal 150 hätte gekürzt werden können. Das wird dann meine Aufgabe sein. Aber das ist okay. Mit sowas kann ich umgehen. Dann gibt es ein Skript, welches quasi ein Handbuch zum Statistik-God-Programm SPSS darstellt. Screenshot, Klickpfade, wenig Information für was genau ich das anwende, knappe Beispiele, wie ich aus den Ergebnissen, die das Programm ausspuckt, Informationen ziehe. Langweilig aber immerhin wenig Seitenumfang. Und wenn ich mich mal einen Tag ernsthaft damit beschäftigen würde, wäre dass auch halb so tragisch.

Dann wirds ernst: Statistik 1. Inhalte: Beschreibende Statistik und Erklärende Statistik. Oder anders gesagt: Ein Haufen undanschauliches Textgewirr welches sich um Formel rankt. Die Beispiele sind leider mangelhaft. Am Anfang steht die Formel und dahinter das Ergebnis. Wie wäre es mal mit einem kompletten Rechenweg? Den gibt es nicht. Stattdessen aber die Mitteilung seitens der Uni, dass die Voraussetzung für ein Studium das Abitur sei und da habe man solche Inhalte ja gehabt. Schade. Fail. Der Alterschnitt der Fernuni liegt irgendwo zwischne 29-40. Dass die Schule da schon meistens eine Weile auf her ist, liegt ja auf der Hand. Eigentlich.

Und so brauche ich eine Stunde um fünf Seiten durchzuarbeiten. Und noch sehr viel länger um die Aufgaben dazu richtig zu rechnen ohne in die Lösungen zu spicken.

Die Krönung der Psychologenstatistik bioldet dann Statistik 2. Regressions- und Varianzanalyse. Und hier darf ich sagen: Das Skript ist gar nicht so schlecht. Die Thematik ist kompliziert und ich werde sicherlich noch Hilfsliteratur benötigen um das irgendwie Hirngerecht aufzuarbeiten, aber immerhin bildet es eine Grundlage mit der ich arbeiten kann.


Das ist also mein Statistiksemester. Ich bin nicht sehr Mathematikbegabt. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich irgendwann den Anschluss verpasst hatte und dann nicht mehr reinkam. Aber es geht voran. Ein bisschen. Jedes Mal komme ich ein winziges Stückchen weiter. Verstehe ein kleines bisschen mehr wie ich zu rechnen habe. Es wird also.


Was mir jetzt noch Sorgen macht: Die Klausur besteht aus 2 Blocks. Ein Block mit Empirischer Sozialforschung und Statistik 1 und der Zweite Block mit Statistik 2 und SPSS.


Bei Block 1 bin ich ziemlich sicher, dass ich den gut hinbekommen werde. aber Block 2?! Vor dem graut es mir ja.

Immerhin kann ich bis jetzt behaupten, dass dieses Modul wenig zeitintensiv ist, dafür aber Drahtseilnerven abverlangt. Ob ich zu wenig Zeit investiere wird sich nach der Prüfung zeigen. Aber mehr geht bei Mathekram einfach nicht.

Was jetzt noch zu sagen bleibt: Ich bin so froh wenn das Modul rum ist. Dann kommt endlich der interessante Teil des Studiums.

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Sie waren nicht zum Sterben dort.

Ein Bahnhof, ein Gleis, viele Menschen. Ein ganz normales, alltägliches Bild. Aber das ist nicht immer so. Die meisten der Wartenden scheinen sich irgendwie zu kennen. Der Zug fährt ein, ein relativ alter Zug.
Einige öffnen die Türen und die Masse vom Bahnsteig entleert sich in den Zug.
Lauter Waggons mit 6-Personen-Abteilen, überall ist Musik zu hören. Oh! Es gibt sogar ein Partyabteil!


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Es ist Betriebsausflug. Morgens um 9:00 befinden sich also 15 Waggons auf den Weg nach Saarbrücken. Es ist genügend Platz im Zug, Saarbrücken lockt wohl offensichtlich nicht soviele Arbeitsbienen aus dem Uniklinikum. Aber mir ist das egal. Der Tag gilt als Arbeitszeit und es ist mal was anderes.
Gut Saarbrücken ist nun wirklich nicht der Hammer, und ich werde ich sicherlich nicht nochmal geplant dort hinfahren, aber der Tag war toll. Aber so ist es doch auch, bei so einem Ausflug kann mir doch egal sein wo es hin geht. Es geht ja um das große Ganze, also das Happening an sich.

Wir haben Notfall-Charly kennen gelernt. Der DJ hat auf der Rückfahrt dieselbe schlechte Musik gespielt wie auf der Hinfahrt. Es war offensichtlich dem Trugschluss anheim gefallen, dass die Leute auf der Rückfahrt schon so betrunken sind, dass sie es nicht mehr merken. Der Zug stand irgendwo in der Pampa (Homburg sagte man mir) und wir hatten Stromausfall. Aber was ein Glück das die Musik davon nicht betroffen war!

Tja Saarbrücken. Was gibt es dazu zu sagen? Ehm..... Mindestens soviel Charme und Hübschigkeit wie Ludwigshafen. Sprich: Der Reiz geht gegen null. Die Leute dort haben schlechte Frisuren, und die Cafebesitzer halten es nicht für notwendig vor ihren Cafes aufzuräumen. Und der Eiskaffe besteht aus Wasser und zwei Löffel Pulver.

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Also zurück zu Party-Paule der sich um die Musik kümmerte und uns ständig mir Einschüben beglückte wie: "PARTY-PEOPLE!!!!" und "Ihr seid doch nicht zum sterben hier?!!!". Und mehr Varianten gab es da auch nicht, aber dafür kamen sie häufig.

Wie gesagt: wir hatten Spaß. Und das Saarbrücken nicht spannend ist, wussten wir auch schon vorher.
Ausserdem ist es Arbeitszeit. So.

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Glück gehabt. Irgendwie.

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Letztens fuhr ich von der Arbeit heim mit dem Motorrad. Mehr schlecht als recht, aber immerhin kam ich noch zu Hause an. Der Kupplungszug hing da noch an 3 von 5 Drahtseilchen. Aus Gründen des Zeitmangels und der Amotivation rief ich in der Werkstatt an, weil Inspektion und andere kleine Dinge standen sowieso noch an.
Auf der Fahrt zur Werkstatt - mit immerhin 20km Entfernung - schwitzte ich quasi Blut & Wasser. Aber so ist das nunmal, wenn man zu faul ist seinen Kupplungszug selbst zu wechseln. Immerhin kam ich noch mit 2 von 5 Drähten in der Werkstatt an.

Dort alles wie immer. Gesagt was zu tun ist, Unterschrift gesetzt, ab nach Hause. Mit der Bahn. Eine Woche später der Anruf. Ich freu mich noch, dass ich Suzi wieder abholen kann. Aber statt einer erfreulichen Botschaft bekomme ich zu hören, dass der Antriebsriemen quasi zerfleddert sei und mein Hinterrad gleich mitabgefeilt habe. Sehr schön. Neu kostet das eine 200 Euro und das andere irgendwo um die 100 aufwärts. Na danke. Herzlichsten Glühstrumpf.

Aber bis zum Abend löste sich mein Problem in Wohlgefallen auf und die Laune besserte sich. Wie durch ein Wunder. Oder sowas in der Art.
Ich ergatterte mir in einem Fachspezifischen Subgruppen Forum einen neuen gebrauchten Antriebsriemen inklusive Aufnahme. Für insgesamt unter 100 Euro.

Und mit dem richtigen Fotofilter sieht das dann auch aus wie Kunst.

Den Hinterreifen nehme ich dann aber lieber nicht in gebraucht.

Jetzt muss obiges nur noch den Weg zur Werkstatt finden. Denn da steht Suzi jetzt und möchte lieber nicht mehr bewegt werden. Sie hat gedroht dann zu buckeln und den Fahrer abzuwerfen. Also lieber nicht.

Nach dem Telefonat ging bei mir das Kopfkino an: Was wenn der Riemen während der Fahrt gerissen wäre? Um es mal so akustisch-schriftlich zu visualisieren vermutlich ungefähr das: 
swusch-quietsch-rumpelpumpel-schepper-schrrrmmmm-srrrrrr-dokdokdok-duff. Blut-sprizzel-Kopfab


Apropos Duff. Ich habe ein Duff-Bier im Kühlschrank.

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Von Prinzessinnen und Polizisten

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Gestern war ich auf einem Geburtstag. Mit Motto: Prinzessin. Abgesehen davon, dass ich nun wahrlich keine Prinzessin bin fügte ich mich dem Motto. Zog mir wenigstens ein Hemd und eine schicke Hose an und garnierte mein Haupt mit einem hübschem Krönchen. Und der Abend sollte sehr schön werden. Es war ein bisschen wie Kindergeburtstag, es gab viel Kuchen und anderes leckeres Essen, es wurden Filme nebenher geschaut und am Ende bekam jeder eine Kleinigkeit mit auf den Heimweg.

Der Heimweg. Eigentlich wie immer. Bis kurz vor dem Ziel. Wir fuhren also im Auto unseres Weges unterhielten uns ganz nett und dann *woff*platsch*. Scheibenwischer gingen an, Vollbremsung wurde eingeleitet und die Fahrerin stieg wutentbrannt aus. Sie lief ein Stück zurück und brüllte Leute auf einem Balkon an. Mittlerweile hatte auch ich registriert was eigentlich passiert war. 
Da standen 2 Halbstarke auf dem Balkon und warfen Wasserbomben auf vorbeifahrende Autos. 
Unsere Fahrerin kam zurück immer noch brodelnd um kurz vorm explodieren und fragte uns was wir tun sollten. Wegfahren oder Polizei rufen?! Wir entschieden uns also für letzteres schon allein der Genugtuung wegen und weil diese
dämlichen Kackbratzen jungen Erwachsenen offensichtlich einen Denkzettel brauchten um zu erfahren, dass sie nicht alles machen können wonach ihnen der Sinn steht.

Also warteten wir eine halbe Stunde auf den Streifenwagen, schauten uns die Sterne und den wirklich wunderhübschen Vollmond an. Zwischendurch kamen die beiden auf uns zu. Später erklärte sie der Polizistin, dass sie ganz normal versuchte hätte mit uns zu reden. Leicht unglaubwürdig wurde ihr Erklärungsversuch dadurch, dass sie die Dame genauso anzickte und anblökte wie sie es zuvor bei uns schon getan hatten.

Da standen wir dann also. Mit zwei Polizisten und Kevin und Schakkeline (ich nenn sie jetzt einfach mal so, denn genauso haben sie sich aufgeführt). 

Wir beide als Mitfahrer relativ unbeteiligt musste uns aber echt zusammenreissen um nicht völlig zu platzen. Vor lachen. Da standen also zwei (nicht ganz so mit Hirn gesegneten) junge Erwachsene und zickten die Polizei an. Also zumindest Schakkeline. Kevin tat wenigstens so als würde er kapieren um was es geht. Da frage ich mich: Was lernt man aus Harzt IV TV wenn nciht, dass man Polizistinnen nicht anzicken sollte, weil man sonst ganz schnell Probleme bekommt.

Bei dem Ganzen ging es ja weniger um ne Anzeige. Das war ja von vornerein klar, dass dies Unterfangen eher schwierig und nutzlos ist. Aber einen Denkzettel sollten die beiden bekommen. Und dass hat die Polizei wirklich vorzüglich und zu unserer Erheiterung erledigt.

"Isch hab mehr gelernt wie ihr zusammen, alter!" Der Spruch des Abends. Danke Schakkeline.

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Wer ist bei euch eigentlich der Mann?

Diese Frage begegnet uns in letzter Zeit immer häufiger. Früher ist mir diese Frage nie so häufig begegnet, vielleicht lag das daran, dass meine vorherige Freundin äußerlich viel weiblicher war. (Sprich sie hatte lange Haare). Und vielleicht schloss der Beobachter dann daraus ganz einfach dass ich der Mann in der Beziehung wäre.

Ehrlich gesagt hab ich mir da auch nie die Gedanken drüber gemacht. Aber wie gesagt: In letzter Zeit häufen sich die Fragen. Wobei meistens eher meine Freundin gefragt wird, als ich. Sie sagt zu dem Thema schon gar nicht mehr viel ausser: "Der nächste der die Frage stellt kriegt eins auf die Nuss!"

Die Antwort auf diese Frage finde ich relativ unspektakulär. Aber dennoch versuche ich mich daran: Ich kenne in meinem Freundeskreis keine - lesbische - Beziehung in der die Frage nach der Männerrolle irgendwie von Bedeutung wäre. Am ehesten bekommt man da noch zu hören: "Ich bin eine Frau die Frauen liebt." Damit ist diese
dämliche Frage beantwortet. In der Beziehung sind also beide - im besten Fall gleichberechtigte - Frauen. (Dasselbe gilt für die mir bekannten schwulen Paare)

Interessanter wird es bei der Herkunft nach der Frage. Die besteht nämlich in der Unwissenheit über alles was hinterm Tellerrand ist. Die meisten Heterosexuellen (im weiteren einfach "Heten" gennant, weil kürzer) befassen sich nicht mit dem Thema. Ausser sie lernen zufällig jemanden kennen der Homo ist. Dann geht die Gehirnmaschine an und es wird alles dort verarbeitet was man in den Medien so zu Nicht-Hete erfahren hat. Dass es Lesben und Schwule, sowie Bisexuelle und Transsexuelle gibt. Das dabei nur Mist rauskommen kann, liegt geradezu auf der Hand. Denn die mediale Berichterstattung ist eher dürftig bis schlecht. Und wenn was interessantes kommt, dann in der Regel nach 23:00. Uhrzeiten in denen der Über-18-Content läuft. Und andere anstößige Sachen. Mit normalem Leben hat das in diesen Dokus/ Filmen meistens nichts zu tun.

Ich glaube, dass es dieses krasse Rollenverständnis überhaupt gar nicht mehr gibt in modernen Beziehungen. Egal ob Hete oder Homo. Früher war das so, da is der Mann aufs Feld/ den Bau/ die Arbeit halt und die Frau stand am Herd bei den Kindern. Heute gehen oft beide Partner arbeiten, beide kümmern sich um die Kinder und beide kochen. Wobei sicherlich in jeder Beziehung individuelle Schwerpunkte gesetzt werden. Der eine kocht halt öfter, während der andere mehr putzt, oder sowas.

In meiner Beziehung ist das ähnlich. Ich stehe nicht gerne in der Küche. Koche einfach nicht gerne. Meine Freundin macht das gerne. Also kocht sie. Ich wasch dann halt ab und mach andere Sachen.
Übrigends kenne ich diese Rollenaufteilung auch nicht von meinen Eltern. Meine Eltern waren beide Berufstätig. Mein Vater hat dann viel Nachtdienst gemacht, damit irgendwer noch tagsüber für uns Kinder da ist. Er hat sich also für die Schule fertig gemacht und meine Mutter war auch mittags häufig noch auf der Arbeit, wenn wir von der Schule kamen. Er hat abends häufig gekocht. Viel häufiger wie meine Mutter. Und ist er deswegen jetzt eine Frau!?

Was es allerdings wirklich gibt - in der Lesbenwelt - ist ein individuelles Gender-/ Rollenverständnis. Was aber nichts mit der Rolle in der Beziehung zu tun hat. Da gibts dann die Stempel Butch, Femme, Tomboy, Girlie. Aber das ist ein anderes Thema.

Also in einer Heten-Beziehung ist die Rollenfrage ja im Endeffekt durch die sekundären Geschlechtsmerkmale geklärt. Woraus sich aber eigentlich nicht die eigentliche Rolle in der Partnerschaft erklären lässt.

Die Frage ist also nicht wer der Mann ist. Sondern warum immer noch so sehr von Äußerlichkeiten auf Inneres und Soziales geschlossen wird?! Das ist doch blöd.
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Ganz-knapp-vor-dem-Super-Gau, oder doch nicht?

Angeregt  durch einen anderen Artikel kam ich ins nachdenken und stellte fest, dass es sich bei mir ähnlich verhält.
Ich gehe davon aus, dass nahezu alle gerade mitfühlen und mitfiebern zu den Vorkommnissen in Japan. Die Erbeben + Tsunami Opfer werden viele sein. Einige werden vermutlich gar nicht  mehr gefunden, weil sie aufs Meer hinausgezogen wurden. Das ist alles ganz schrecklich.
Ich gehe davon aus, das einige der Mitarbeiter des Fukushima-Kraftwerks erkranken werden, an Krebs oder was auch immer diese Strahlung mit dem Körper anstellen mag. Vielleicht gibt es insgesamt die nächsten Jahre eine höhere Krebsrate in Japan. Vielleicht aber auch nicht.

Wie gesagt: Das ist alles ganz furchtbar und schrecklich. Einige können es schon nicht mehr hören und nicht mehrr sehen, sind in gewisser Weise verstört durch die vielen Bilder und Beiträge. Andere behaupten, das radioaktive Problem sei Hausgemacht. "Wer baut denn schon ein AKW in einem Erdbebengebiet?". Ganz Japan ist ein Erdbebengebiet. Wo sollen sie es denn hinstellen? Ich bin mir sicher dass Japan der festen Überzeugung war, dass ihre AKW solch schlimmen Erdbeben standhalten.


Aber jetzt haben wir den Salat. Viel mehr: Japan hat den Salat. Für uns ist der drohende Atom-Gau  gesundheitlich eher wenig bedenklich (auch wenn sich einige Idioten hierzulande mit Geigerzähler und Jodtabletten eindecken).


Sascha Lobo schrieb in seinem Artikel, das eine Stimme in seinem Kopf sich den Atomgau herbeisehnt. Nach dem Motto: "Wann passiert es denn endlich". Auch ich habe mich bei ähnlichen Gedanken ertappt, obwohl ich mir auf jeden Fall den gegenteiligen Fall wünsche. Ich wünsche mir, dass sie diese Reaktoren irgendwie gekühlt werden können, dass nicht noch mehr Umwelt radioaktiv verseucht wird. Es wird jetzt schon genug sein. Genau weiß es keiner. Vielleicht wissen es die Obersten der Regierung wie schlimm es wirklich aussieht. Die Bevölkerung jedenfalls weiß es nicht. Und ich auch nicht. Vielleicht ist dass der Grund warum irgendein Teil in mir auf den GAU wartet. Das wäre die Gewissheit. Keine angsteinflößende Ungewissheit. Bis jetzt ist es eher die Angst vor dem Unbekannten. Eine vage, bitter schmeckende Vermutung. Nach einem GAU wäre die Zeit des Vermutens und Spekulierens vorbei. Dann muss man mit den üblen Tatsachen umgehen und arbeiten. Vielleicht liegt es an mir, dass ich ein Mensch bin, der lieber mit rationalen Tatsachen arbeiten möchte. Um dann sagen zu können: Ich schaffe, das. Es wird auch wieder besser. Vielleicht ist dieses Denken aber auch einfach menschlich. Ich weiß es nicht. Ich kann hier nur für mich sprechen. Und mehr will ich auch gar nicht.

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Ein bisschen Angst ist auch dabei.

Morgen ist es soweit. Die erste Modulprüfung für das Psychologiestudium steht an. Ich glaube ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich in meinem Leben noch nicht soviel gelernt habe.
Mein Vater sagte mir letzt: "Auch in der Schule hast du nicht gelernt, das was du da gelernt hast, war doch eher ein Nebenprodukt".
Und recht hat er. Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Prüfungen hinter mir. Einige Abitursklausuren, ein paar Prüfungen für die Pflegeausbildung. Aber nie habe ich soviel gelernt. Das mit der Lernbulimie hatte ich nicht so ganz verstanden, bisher. Bisher war ich davon ausgegangen, dass es auf Zusammenhänge ankommt. man lerne für das Leben und so. Aber damit hat heutige Schulbildung doch rein gar nichts mehr zu tun. Nicht nur die Schulbildung, auch jetzt im Studium kommt es weniger auf Zusammenhänge an. Es geht im Endeffekt nur darum möglichst viel Wissen abzuspeichern und dann auf Abruf loszuwerden. Wer Glück hat kann diese Wissensfragmente dann hinterher noch verbinden und weiß somit dann auch um die Zusammenhänge. Wer Pech hat kann das nicht, und weiß hinter wenig. Ausser vielleicht, dass er es einmal wusste. Frei Sokrates: Ich weiß dass ich nichts weiß.
Zu Schulzeiten, habe ich versucht zu verstehen, ohne dabei zu verstehen dass es bei der Ganzen Sache nur ums Lernen geht. Nicht ums verstehen. 
Immerhin: vor 7 oder 8 Wochen habe ich das dann auch verstanden. Und seitdem lerne ich. Seit zwei Wochen weiß ich was für ein Lerntyp ich bin. Und morgen ist die Prüfung. Wir werden sehen was dabei herauskommt. Ob mein Wissen für 60% korrekte Antworten ausreicht. In 6-8 Wochen weiß ich Bescheid. 

Aber zumindest habe ich etwas über mich selbst gelernt. Ist doch auch mal was. Da kann ich es dann auch verschmerzen, wenn ich im Sommer nochmal für die erste Modulprüfung ran muss. Vielleicht.

Ausserdem hat auch Charlotte Haunhorst die Lernbulimie in einem
offenen Brief an ihren einstigen Lehrer thematisiert. 

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Borderline - was darfs denn sein?

Im Alltag legt man so seine Schwerpunkte. Man beobachtet die Leute aus einem bestimmten Blickwinkel, von einem bestimmten - theoretischen - Punkt aus. Jeder kennt das: Frisch gebackene Schwangere sehen überall ganz viele andere Schwanger. Leute in der Trennung serhen vielleicht überall nur noch Pärchen. Du hast ein paar neue oberstylische Schuhe gekauft? Vielleicht siehst du auf einmal viele mit den gleichen Schuhen.

Von mir und meinem Bekanntenkreis kenne ich auf den Pflegeblickwinkel. Wir gehen durch die Hauptstraße und sehen Krankheiten. Die eine erkennt Leberkrankheiten, weil sie auf einer chirurgischen Station arbeitet und damit oft zu tun hat. Die andere sieht überall Kinder mit fehlenden Körperteilen, weil sie in der Orthopädie arbeitet. Ich sehe Leute die Probleme haben. Vielen kann man ansehen das sie bestimmte Psychopharmaka nehmen. Andere würden das nicht erkennen. Bei mir mag das wohl daran liegen, dass ich in der Psychiatrie arbeite.


Hier gibt es einige ganz ausserordentliche interessante Störungen, Episoden, Kompetenzen und Ressourcen (oder wie man es auch nennen mag). Immer wieder faszinierend finde ich die Borderline Persönlichkeitsstörung - oder kurz, weil das so trendy ist, die BPS. Die Störung bildet zwar eine eigene Krankheit und füllt unwahrscheinlich viele Bücher. Aber irgendwie ist bei dieser Störung von allem etwas dabei. Ein bisschen Manie und Depression, ein bisschen Depersonalisation (fehlender Bezug zum Körper), ein bisschen Dissoziation (fehlender Bezug zu Raum/Zeit), ein bisschen Essproblematik und ein bisschen Geltungsbedürfnis aus dem narzistischen Bereich und ein bisschen Angststörung, sowie ein bisschen Zwangsstörung. Irgendwie ein bisschen Rundumschlag. Bei dem einen ist jenes mehr ausgeprägt, bei dem anderen etwas anderes. Manche gehen sogar soweit zu behaupten, dass sie alle selbstverletzen würden und Drogen nehmen. Das tun sicherlich einige, aber dass es alle tun ist ja nun völliger Quark.


Was ich damit eigentlich sagen will? Das ich es faszinierend finde wie mannigfaltig und individuell die Ausprägungen der Störungsbilder hier sind. Kommt also alle in die Psychiatrie! Es ist schön hier :)

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Apocalypse Now - Tokio Drift

Die Geschehnisse in Japan könnten auch der Trailer für einen Katastrophenfilm sind. Sind sie aber nicht. Ist alles real passiert und passiert immer noch.

Nicht das ein verheerendes Erdbeben und der vernichtende Tsunami im Anschluss ausgereicht hätten. Auch um den ausbrechenden Vulkan kümmert sich keiner mehr. All diese Naturereignisse die schon für sich genoommen schreckliche Folgen für das kleine Land haben rücken in den Hintergrund. Wirklich gefährlich und bängstigend scheinen nur noch die Ergeinisse im Atomkraftwerk Fukushima 1. Täglich, fast stündlich kommen neue Schreckensmeldung aus den Reaktoren. Bis jetzt sind 3 Reaktoren explodiert, ein vierter hat gebrannt. Um die zwei anderen Reaktoren macht man sich auch Sorgen, da die Kühlsysteme dort auch nicht wirklich ordnungsgemäß funktionieren.


Zu all dem addieren sich dann noch die schwammigen Informationen, welche die japanische Regierung herauslässt. Immer wieder stückchenweise. Immer wieder wird zurückgerudert. Manches wieder dementiert. So ganz genau weiß keiner was los ist im Akw. Vermute ich. Mittlerweile wurde der Unfall als schwere Unfall  eingestuft. Nach
INES-Skala Stufe 6. Damals in Tschernobyl war es Ein katastrophaler Unfall der Stufe 7.

Viele der Anwohner, und Bewohner der umliegenden Ortschaften (zumindest was davon noch übrig ist), wurden und werden evakuiert. 


Der Schutz der Reaktoren war für die Arbeiter in Fukushima sicherlich ein Kamikaze-Kommando. Und die Aufräumarbeiten werden es ebenso. Dort sind sicherlich einige verstrahlt worden, und werden vermutlich noch immer verstrahlt.
Gesund ist das nicht. Aber irgendwer muss dableiben und den Schaden begrenzen.

Trösten kann da auch nicht, dass die Strahlenwolke nicht in Deutschland ankommt. Aber auswirken wird es sich dann doch. Auch auf Deutschland. Immerhin kommen viele Waren und Güter aus dem asiatischen Raum. Auch Japan. Vor allem Autos. Auf die Börse hat es jetzt schon Auswirkungen.

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