2015

Big Five for Life.

Das Leben ist zu kurz um es mit Smalltalk zu verbringen. Warum also sprechen wir so oft über belanglose Dinge wenn wir einander treffen? Warum nutzen wir nicht die Zeit die wir haben für Gespräche über wirklich interessante Sachverhalte? Über uns als Person, wie wir leben, warum wir so leben, was unsere individuelle Persönlichkeit jeweils ausmacht? Manchmal habe ich die Befürchtung, dass viele Menschen gar nicht so recht wissen was sie ausmacht.

John Strelecky wirft in seinem Buch "The Big Five for Life - Was wirklich zählt im Leben" die Frage nach dem Zweck der Existenz auf. Er scheint sich im Buch vordergründig an Führungskräfte zu richten. Postuliert, dass der Zweck der Existenz des Individuums zum Zweck der Existenz des Unternehmens passen müsse, da man ansonsten Mitarbeiter bezahlen würde, die unproduktiv seien, da sie ausschließlich zum Lebensunterhalt arbeiten gehen würden und ansonsten in einem nicht allzu geringen Ausmaß mit dem Job ziemlich unzufrieden seien. Laut Strelecky werden Mitarbeiter ein Burnout erreichen, wenn sie Überstunden machen um etwas zu erreichen, was ihnen nicht wichtig ist. Überstunden die nur dem Zweck dienen, Geld aufs Konto zu bringen um am Ende damit aufhören zu können. In der Tat ist die Frage nach dem Zweck der Existenz nicht nur für Unternehmen wichtig, sondern für jeden einzelnen. Wie kann man ein glückliches und erfülltes Leben führen, wenn man gar nicht weiß wo seine eigenen Prioritäten liegen?

Wie definieren wir Erfolg, wenn wir nicht wissen was wir erreichen wollen? Wir können selbst definieren was als Erfolg gelten soll, wenn wir unsere eigenen Big Five kennen. Also ein Bewusstsein für die fünf Dinge haben, die wir tun/ sehen/ erleben möchten bevor wir sterben.

Im Buch wird eine einfache Formel präsentiert: K + A < O. Kosten und Aufwand sollen geringer sein als das Output. Was zunächst logisch klingt birgt eine Gefahr: Bei Berechnung der Kosten und des Aufwands schreckt man häufig zurück und führt eine Maßnahme nicht durch. Anstatt sich das Output anzusehen und zu überlegen ob sich Kosten und Aufwand lohnen. Das klingt trivial - weil es das ist. Solange das Outcome größer ist als Kosten und Aufwand zusammengenommen, lohnt sich die Unternehmung.

Am Ende ist das Buch doch wieder nur für Führungskräfte geschrieben: "In jedem Moment unserer Existenz sind wir dazu aufgerufen zu führen, selbst wenn es lediglich dem Zweck dient, uns selbst zu führen."

Fazit: An dieser Stelle überlege ich, wem man dieses Buch empfehlen könnte…. Vermutlich jedem, der irgendwie mehr vom Leben erwartet und erhofft, aber nicht weiß wo er anfangen soll. Im Endeffekt wird im Rahmen einer netten kleinen Geschichte die Message verpackt, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass man sich selbst führen muss und dass man erstmal für sich selbst rausfinden muss, was einem wichtig ist im Leben, und was man erlebt und erreicht haben möchte bevor man stirbt. Im besten Falle hat man nach der Lektüre eine leichte Idee von seinen eigenen Big Five. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, das man danach noch mehr Fragen hat. Denn was einem das Buch nicht gibt sind eben jene individuellen Big Five. Die muss man schon noch selbst rausfinden.

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Haus Hohenbaden

Haus Hohenbaden aka Luisenklinik aka Psychiatrie.

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Flakbunker.

Mitten im Feld versteckt und schnell zu übersehen, wenn man nicht danach Ausschau hält.

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Schlachthof

Bestes Wetter. Verlassener Schlachthof.

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War super.Mehr lesen...
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Der Narzisst wohnt in uns allen.

Nachdem nun die Bachelorarbeit Richtung Fertigstellung geht, suchte ich eine neue Beschäftigung. Die hab ich jetzt erstmal gefunden im lesen psychologischer Bücher. Damit ich davon auch was behalte, schreib ich mir was auch und stelle Zusammenfassungen hier ein. Und hier folgt der erste Kandidat:

Alice Miller: Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst (1979).


narzisst

Sigmund Freud habe im Alter von 15 Jahren in sein Buch geschrieben, das der schlimmste Egoist derjenige Mensch sei, dem es noch nie in den Sinn gekommen sei, dass er ein Egoist sei. Alice Miller knüpft in psychoanalytischer Tradition daran an und rekurriert bei der Entwicklung der narzisstischen Störung auf Erlebnisse in frühester Kindheit. Als das Kind seinen gesunden Narzissmus nicht ausleben durfte. Die Phase gehört zu den Entwicklungsphasen in der frühen Kindheit, die wir im Besten Falle alle haben durchleben dürfen. Eine Phase, in der das Kind sein ureigenes Bedürfnis erleben darf, in dem es selbst als das was es jeweils ist, beachtet und angenommen wird. Nun geht es in dem Buch keineswegs darum, alle Mütter und Väter an den Pranger zu stellen und ihnen die Schuld für die Störungen des Kindes zu geben. Sie hebt jedoch hervor, dass die Eltern bei der Erziehung ihres Kindes häufig ihre eigenen Erfahrungen aus der Kindheit wiederholen. Weil ihnen der Einfluss ihrer eigenen Kindheit nicht bewusst ist. Was daraus resultiert sind 'begabte Kinder', die ihre gelernt haben ihre eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und ihre Antennen ganz auf die Bedürfnisse anderer ausgerichtet haben. Das führt im späteren Leben häufig zu Problemen.

Wichtig ist zunächst die Unterscheidung zwischen gesundem Narzissmus, als einem gesunden Selbstgefühl und der umangezweifelten Sicherheit, dass empfundene Gefühle und Wünsche zum eigenen Selbst gehört. Diese Sicherheit muss nicht reflektiert werden, sie ist einfach da. Demgegenüber können bei der narzisstischen Störung die natürlichen narzisstischen Bedürfnisse nicht in die Persönlichkeit integriert werden. Sie werden abgespalten, teilweise verdrängt und behalten eine archaische Form, was die spätere Integration erschwert. Menschen mit narzisstischen Störungen fehle ein emphatisches internalisiertes Selbstobjekt, weshalb sie nicht von Gefühlen überrascht werden können. Bei ihnen fänden nur solche Gefühle Zutritt, die die innere Instanz - die Erbin der Eltern - zulässt und gutheißt. Der Preis den es dafür zu zahlen gilt, ist die Depression und Innere Leere.

Weitergehend beschreibt sie zwei Seiten ein und derselben Medaille. Auf der einen Seite befindet sich die Grandiosität als Abwehr der Depression und Abwehr des tiefen Schmerzes über den Selbstverlust. Der grandiose Mensch sei nie wirklich frei, da er von der Bewunderung der Bezugsobjekte abhängig sei und die Selbstachtung von Eigenschaften, Funktionen und Leistungen abhängt die ohne Vorwarnung zusammenbrechen können. Der grandiose Mensch besetzt Andere narzisstisch, damit sie ihm diese Bewunderung geben können. Auf der anderen Seite der Medaille lauert die Depression als Leere, Sinnlosigkeit des Daseins und Einsamkeit. Die Depression führt in die Nähe der Wunde (aus der Kindheit), jedoch könne "die Trauer über das Vermisste, das in der entscheidenden Zeit vermisste" zur Vernarbung führen. Depression und Grandiosität. Beide signalisieren ein inneres Gefängnis bestehend aus brüchiger Selbstachtung, Perfektionismus, Verleugnung verachteter Gefühle, Angst vor Liebesverlust, starker (aber abgespaltener) Aggression, Anfälligkeit für Kränkungen und Schuldgefühle sowie Ruhelosigkeit. Depression wird bewertet als Signal des Selbstverlustes, Verleugnung der eigenen Gefühlsreaktion, die als lebensnotwendige Anpassung aus Angst vor Liebesentzug in der Kindheit begann.

"Die wohl größte narzisstische Wunde - nicht als das, was man war, geliebt worden zu sein - kann ohne Trauerarbeit nicht heilen. Sie kann entweder (…) abgewehrt werden (siehe Grandiosität/ Depression), oder, im Wiederholungszwang, immer wieder aufgerissen werden". Hierin beschreibt Alice Miller die zentrale Funktion um die verpassten Chancen aus der Kindheit zu trauern, da nur so die Wunden heilen könnten. Sie schreibt weiter: "Aber hat der Patient in seiner Analyse wiederholt bewusst erlebt, wie er als Kind im ganzen Werk seiner Erziehung manipuliert wurde und welche Vergeltungswünsche das in ihm hinterlassen hat, dann wird er schneller als bisher Manipulationen durchschauen und wird weniger das Bedürfnis haben selbst zu manipulieren".


Fazit: Das Drama des begabten Kindes ist zwar schon vor einigen Jahren veröffentlicht worden, an der Aktualität hat sich jedoch kaum etwas geändert. Auch wenn ich den ständigen Bezug der Psychoanalytikergemeinde auf die Mutter und den Vater kritisch beäuge, ist deren Einfluss gerade bei der Entwicklung von Persönlichkeitsstörungen wohl kaum von der Hand zu weisen. Wichtige Punkte in dem Buch sind die Unterscheidung zwischen gesundem Narzissmus in Abgrenzung zur narzisstischen Störung, wobei ihr wichtig war, dass es nicht um den pathologischen Narzissmus ginge. Das Buch lässt sich gut lesen, selbst ohne großartige psychologische Vorkenntnisse. Sie führt die Begriffe verständlich ein und bleibt auf einer allgemein verständlichen Ebene. Es wird kein Vorwurf an die Elterngeneration formuliert, sondern vielmehr der dringende Ratschlag sich mit seinen eigenen unbewussten Mustern auseinanderzusetzen, sodass man nicht darauf angewiesen ist von anderen Menschen Liebe und Anerkennung zu erwerben. Wem ich das Buch empfehle? Jedem. Kann nicht schaden, sich (ganz offiziell und narzisstisch) mit sich selbst zu beschäftigen. Oder um es mit Alice Miller zu sagen: Jeder Einzelne von uns hat im Inneren eine verborgene Kammer, in der sich die Requisiten des eigenen Kindheitsdramas befinden.

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Facebook.

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Bildquelle: https://mkhmarketing.wordpress.com

Es soll ja Leute geben die keinen Facebookaccount haben. Dann gibt es da Leute, die haben einen und nutzen ihn im Grunde nicht wirklich. Und es gibt welche die nutzen ihren Account recht rege. Alles nachvollziehbar und legitim.

Was mir nicht so recht einleuchtet sind Menschen mit Account, die sich darüber beschweren, wieviel Bullshit den ganzen Tag dort gepostet wird und wie bekloppt man das alles fände und das man auf Facebook gar keinen Wert läge. Diese Unterart der Facebook-Nutzer redet auch immer wieder davon, dass sie sich dort eigentlich abmelden wollen, weil es sie so nervt. Was ich mich da frage: Warum erzählt ihr das eigentlich jedem, und verkrümelt euch nicht einfach sang und klanglos aus dem Netzwerk? Warum stellt ihr euch an, wie Menschen die gerade zum Vegetarier geworden sind und jedem erzählen, wie toll das Leben ohne Fleisch ist (natürlich während man gerade im Burgerladen steht)? Ich kann darüber nur den Kopf schütteln und denk mir dabei: Junge, dein Facebook ist dir wichtiger, als du zugeben willst.

Getoppt wird sowas eigentlich nur noch von der Sorte Leute, die einem im realen Leben ans Bein pissen wegen des Facebook-Freundestatus. What the Fuck?! Was ist in euren Hirnen eigentlich los? Die Kombination aus: Mir ist Facebook ja nicht wichtig, aber ich bin jetzt dann schon ein bisschen gekränkt, weil du mich entfreundet hast.

Was ist mit unserer Generation eigentlich los, dass wir unsere zwischenmenschlichen REALEN! Beziehungen anhand unseres fb-Freundesstatus bewerten? Warum lassen wir zu, dass so ein abgefuckter virtueller Mist eigentlich unser reales Leben als Privatperson tangiert? Warum muss ich mir überlegen, ob ich irgendwas von irgendwem like, und wer sich deshalb auf die Füße getreten fühlen könnte? Wenn ich einen Grund hätte Facebook den Rücken zuzukehren, dann wäre das so ein Grund. Das es mein reales Privatleben tangiert. Kinder…. Kommt klar auf euer Leben und vor allem: Lebt es da draussen, wo ihr zu Hause seid, und nicht am Smartphone, Rechner oder Tablet. Und lasst den Freundesstatus dass sein was er ist: Nichts. Denn was zählt, sind eure Kontakte im wahren Leben. Das was zwischen euch Individuen passiert.

Und wenn euch das entfreunden, oder der Like eines Freundes auf der Chronik eines anderen Freundes irgendwie abfuckt, dann solltet ihr vielleicht wegen eurer Selbstwertproblematik therapeutische Hilfe suchen. Oder bei Facebook einfach mal abmelden und nicht immer nur davon reden. Dann wäre auch eurer Umwelt geholfen, weil sie sich das Gejammer dann nicht mehr anhören müssten. Echt jetzt.

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Wilhelmsfeld: Teltschikturm.

Der Teltschikturm ist ein nicht ganz so schmucker 38 Meter hoher Turm den man hochtraben kann um dort einen schönen Ausblick über den Odenwald und die Rhein-Neckar-Ebene zu haben. Ein wenig zugig wars dann doch da oben.

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Objektpermanenz.

Input aus der Fortbildung vergangene Woche.

Im Zuge der frühkindlichen Entwicklung lernen wir alle, dass der Ball nicht einfach weg ist und Papa zaubern kann. Irgendwann kommt der Punkt, an dem leuchtet uns ein, dass Papa den Ball immer noch in der Hand hält, der Ball aber durch ein anderes Objekt verdeckt wird. Wir wissen, dass der Ball noch da ist. Das nennt man Objektpermanenz.

Wir sollten das alle als Kleinkinder gelernt haben. Haben wir aber nicht alle. Es gibt erwachsene Menschen für die ist ein Objekt, oder hier relevanter: ein Mensch, schlichtweg nicht mehr da, wenn er nicht mehr da ist. Sie können nicht spüren, dass dieser Mensch wieder kommt, aber jetzt gerade nun mal zur Arbeit muss. Diese Menschen haben oft eine Beziehungs- und/ oder Bindungsstörung vom Borderline-Typ. Für den Gegenüber ist das mitunter nicht nachvollziehbar, warum das für den Betreffenden ein mittleres bis größeres Drama ist. Sie müssen als Erwachsene mühsam lernen, was der Großteil spielend als kleines Kind lernt. Und für die Erwachsenen ist es vermutlich doppelt so schwer das zu erlernen, weil die anderen oft wenig Verständnis dafür aufbringen können, weil das Verhalten mitunter doch recht bizarr wirkt.

Warum haben einige Menschen Objektpermanenz nicht erlernen können? Für eine gesunde Entwicklung braucht es eine beständige Umgebung mit einigermaßen erkennbaren Regelmäßigkeiten und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass die Bindungspersonen verfügbar sind. Fehlt dieses Vertrauen, bleiben keine Ressourcen um andere wichtige Entwicklungsschritte zu durchlaufen. Die Kinder sind stets damit beschäftigt, sich zu vergewissern, dass sie nicht alleine bleiben, dass sich jemand um sie kümmert. Die Kinder sind gestresst.

Was kann es diesen Leuten einfacher machen? Das Erleben von Regelmäßigkeit, Beständigkeit und Vertrauen. So können sie lernen, einer wichtigen Bezugspersonen zu vertrauen, dass sie wieder kommt, auch wenn sie jetzt gerade erstmal gehen muss. Im Rahmen der Fortbildung wurde uns auch der Begriff der Übergangsobjekte näher gebracht. Das sind kleine Gegenstände, welche man den Betroffenen aushändigen kann, damit sie etwas vom Anderen bei sich tragen können. Und diesen Brauch kennen wir doch im Grunde alle: Diese kleinen Geschenke und Aufmerksamkeiten, die man aus dem Umfeld bekommt. Oder die man selbst an jemanden verschenkt. Freunden schenkt man Fotos aus dem gemeinsamen Urlaub. Verliebte schenken sich immer wieder Kleinigkeiten die sie dann mit sich herum tragen können. Ich finde so schwer nachvollziehbar ist der Wunsch gar nicht, dass manche Menschen eine gewisse Rückversicherung brauchen um zu wissen, dass der andere Mensch einen mag und an einen denkt, auch wenn sich die beiden ein paar Tage nicht sehen, oder sprechen.

Objektpermanenz. Ich finde es nur auf den ersten Blick bizarr, dass jemand nicht darauf vertraut, dass jemand nicht verschwunden ist, nur weil er gerade nicht da ist. Es gibt genügend eifersüchtige Menschen da draussen, die ihrem Partner nicht vertrauen, wenn er gerade allein unterwegs ist.

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Vertrauen.

Vertrauen. Was ist das eigentlich?


Vertrauen

Oben stehendes ist eine der schönsten und prägnantesten Definitionen dazu, die ich während des Studium lesen durfte. Vertrauen ist ein großes Ding. Da gibt es Menschen denen schenkt man nur allzu leicht und allzu gern sein Vertrauen. Da gibt es Menschen, die schenken anderen Menschen 'zu schnell' Vertrauen. Und andere die tun sich immens schwer damit. Aber diese eine Definition bringt es recht kühl auf wenige wichtige Punkte. Man erbringt gegenüber einem anderen Menschen freiwillig eine Leistung. Ohne sein Zutun. Man verlässt sich darauf, dass der Andere dieses Vertrauen gewissermaßen in Ehren hält und es nicht missbraucht. Vertrauen muss einem anderen Menschen gar nicht ausgesprochen werden. Es ist einfach da. Oder eben auch nicht. Derjenige der Vertrauen schenkt sichert sich nicht ab, gegen Vertrauensmissbrauch. Es gibt auch im Grunde keine Sicherungsmaßnahme dagegen. Klar haben wir in der Klinik Schweigepflicht, was es den Patienten ermöglichen soll ein vertrauensvolles Umfeld zu erleben. Aber ein vertrauensvolles Umfeld ist dennoch weit entfernt von wirklichem Vertrauen.

Manche sagen, dass man sich Vertrauen erst erarbeiten müsse. Ich glaube nicht, dass dies so richtig treffend ist. Vertrauen ist da, oder eben nicht. Das Fundament jeglicher Beziehungen ist ein gewisses Ausmaß an Vertrauen. Selbst in der dubiosesten Geschäftsbeziehung muss man darauf Vertrauen können, dass der Gegenüber die Leistung erbringt, die er zugesichert hat.

Vertrauen kann sich entwickeln. Dafür muss sich der Gegenüber gar nicht erst als Vertrauensvoll erweisen. Das ich jemandem Vertraue mein Vertrauen schenke, liegt ganz bei mir. Und damit es im Leben auch interessant bleibt, soll nicht unbeachtet bleiben, dass Vertrauen auch verloren gehen kann. Aber erfahrungsgemäß ist das in den seltensten Fällen auf Dauer angelegt. Zwischenmenschliche Ereignisse sind eine komplexe, nahezu undurchschaubare und bisweilen auch verwirrende Angelegenheit.

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What does the Fox say... eh.. hunt?!

Fox. Hunt. Jump. Whatever.


Fox

Acryl auf Pressspan (oder aus was sonst Schrankrückwände gemacht sind) ca. 40x60cm.


Wer Interesse hat, der melde sich zu Wort.

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Partnerbörse.

Vermutlich tragen Partnerbörsen nicht umsonst ihren Namen. Ein Freund jedenfalls ist nicht darum verlegen, die Partnersuche mit Begriffen aus der Finanzwelt zu beschreiben.

Folgt man seinen Ausführungen geht es in der Partnersuche lediglich darum, das Akquise zu betreiben, das eigene Portfolio aufzufüllen und ein Papier das droht an Wert zu verlieren, bei Zeiten zu verkaufen, bzw. abzustoßen, bevor man selbst Verlust macht.



strandlauf

So betrachtet trifft es der Begriff Partnerbörse ziemlich gut. Oder auch die Frage, ob man 'auf dem Markt' sei. Es geht darum ob man zur Verfügung steht und ob man für jemand anderen einen potentiellen Mehrwert darstellt. Und darum wann der richtige Zeitpunkt ist, eine Wertanlage wieder abzustoßen, bevor man selbst Verluste macht und drauf zahlt. Sinn der unterschiedlichen Dating-Portale (und jeder 08/15 Party) ist ja durchaus vor allem: Akquise, Akquise, Akquise. Da wird geschrieben, geflirtet, getroffen, abgewägt ob es die Investition von Zeit und Energie wert ist. Ob man selbst etwas dazu gewinnen kann. Was auch immer das nun sei.

Mein Kumpel ist auch der Überzeugung, dass es sich bei der Partnerakquise durchaus als sinnvoll erweist - wie bei Geldanlagen eben auch - nicht nur auf eine Wertanlage zu setzen, sondern auf mehrere. Polyamorie wäre wohl das Stichwort dafür. Ob man diesen Weg nun für sinnvoll erachtet, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Unabhängig davon, was man von dem Lebenskonzept halt: Im Rahmen der Partner-Finanzwelt-Analogie aber durchaus ein passender Ansatz.


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EIN (!!) Single! Einer!

Es ist schon ein paar Wochen her und ich war mit einer Freundin unterwegs. Im Auto lief das Radio, es kam gerade Werbung: "Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship." Es tönt unüberhörbar von links: "Ja genau! EIN Single, genau einer!" Ich gucke sie teilweise verwirrt und teilweise amüsiert an. "Ja, ist doch wahr. Ein Single verliebt sich und der andere nicht."

Das war Einstieg in eine Unterhaltung über diverse Partnerbörsen die auf dem Markt sind. Und da gibt es eine Menge… Es gibt speziell welche für Ältere Semester, für Homos, für Heteros, sicherlich auch für andere Vorlieben. Die Elite kann sich von dem Rest des unstudierten Pöbels abgrenzen lassen. Es gibt web-basierte und es gibt Apps nur fürs Smartphone. Es gibt haufenweise Angebote, für die man bezahlen kann, wo dann irgendwelche fancy Features freigeschaltet werden. Wir hatten beide schon Erfahrungen mit unterschiedlichen Angeboten gesammelt und auch im jeweiligen Freundeskreis sind Flirtapps und Flirtportale nicht unbekannt. Es scheint zur heutigen Zeit dazu zu gehören.

Es gibt auf der anderen Seite auch viele Leute die den Rückgriff auf derlei Angebote nicht ganz nachvollziehen können, oder ihm eher kritisch gegenüber stehen. Anonymität, Beliebigkeit und Axtmörder sind an der Stelle beliebte Befürchtungen. Man würde die Leute lieber im realen Leben kennen lernen. Und ich frage mich dann häufig: Wieviel weniger anonym, beliebig und axtmörderisch sind eigentlich die Leute die man des Nächtens, alkoholisiert trifft?

Anonymität. Ein gewisser Grad von Anonymität gibt Sicherheit. Es ist einfacher jemanden im virtuellen Raum anzuschreiben. Eine Zurückweisung bekommen nur die zwei beteiligten Personen mit. In einer Bar sehen das potentielle mehrere nicht Beteiligte Menschen.

Status. Wer auf einer Flirt-Plattform unterwegs ist, der sucht nach etwas. Bei größeren Plattformen, kann man seinen Status einigermaßen detailliert beschreiben, sodass für den Gegenüber klar wird, was gesucht ist. In der Bar und auf der Straße, weiß kein Mensch wer vergeben ist und wer überhaupt gerade Lust hat, sich zu unterhalten.

Match. Es ist sicherlich einfacher Leute anzuschreiben, bei denen das System einem mitteilt, dass der andere einen auch gut findet.

Block. Wer nervt wird geblockt. Er läuft einem nicht hinterher, weiß nicht wo man wohnt und wo man sich überhaupt gerade aufhält.

Auf der anderen Seite: Vor dem ersten Date weißt du nie, ob das Foto das man dir zur Verfügung schickte auch tatsächlich der Realität entspricht. Das weißt du erst beim Date. Und dann kommt es auch durchaus mal vor, dass man lieber unentdeckt weiterfahren möchte. Ausserdem wird es an einem gewissen Punkt super nervig die immer gleichen Fragen zu beantworten und gleichen Geschichten zu erzählen. Wer das länger macht, der wird sicherlich im Verlauf wählerischer. Ein anderer Freund erzählte mir die Tage, dass er damals eine Excel-Tabelle angefertigt hatte mit Textblöcken zu Fragen, die immer wieder gefragt wurden, sodass er sie nur noch einfügen musste.

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Wilde Ehe.

Aktuell führe ich eine wilde Ehe mit Zotero, EBSCOhost, HEIDI und nicht zuletzt knallbunten Mini-Post-Its.


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Genau. Ich stecke mitten in meiner Bachelorarbeit und verliere mich irgendwo zwischen korrekter Zitation, dem Schreiben von Abschnitten, dem Verwerfen von Textteilen und dicken Fragezeichen angesichts kryptisch anmutender statistischer Tabellen. Ich schreibe Zusammenfassungen meiner Studien und hab zwischendurch Ideen, wie ich es besser schreiben kann. Schreibe aber erstmal weiter wie gehabt, damit ich dann zumindest alles schonmal als Prototyp in vollständiger Textform habe. Im Kopf wabern konkurrierende Ansätze und Ideen um die Wette. Auf der Handlungsebene versucht man sich dadurch nicht hemmen zu lassen und macht also erstmal weiter. Immer in Bewegung, immer irgendwas am machen. Wer nichts macht, der hat auch keine Ideen. Zwischendurch Verzweiflung, weil man die gewünschte Quelle weder über HEIDI, noch über EBSCOhost kostenlos erhalten kann. Als Übersprungshandlung eines dieser fancy Post-Its irgendwo hingeklebt. Scheißegal wo. Und dann merken, dass man sich gar nicht im Uni-Netzwerk eingewählt hatte und somit selbstredend keinen kostenlosen Zugriff auf die Artikel bekommt. PDF runterladen, in Zotero einfügen, Zitation erstellen. Kurz ein wenig erleichtert sein. Und dann geht das gleiche Spiel auch schon wieder von vorn los.

Und irgendwoher dieser leise Kommentar im Hintergrund. Sanft flüstert es: Halbzeit.

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Frittenbude - Der Pandabär macht es sich beim Affentanz nicht leicht.

Frittenbude. Ich weiß nicht wirklich in welches Genre man dieses musikalische Fundstück einordnet. Wikipedia nennt es Elektropunkt. Elektronisch ist es in jedem Fall. Gesungen wird eher in schiefen Tonlagen. Wenn man das singen nennen kann. Der Tipp kam durch meine Schwester, die mir erzählte, dass sie auf deren Konzert gehen würde. Sei sagte die Texte seien ganz witzig und ich fand den Namen der Band ziemlich freaky. So kam es also dazu, dass ich gestern youtube durchstöberte. Nach einer Eingewöhnungsphase an die doch etwas gewöhnungsbedürftigen Beats… Melodie… wieauchimmer… find ich das ganze doch ziemlich gut. Die Texte sind einfallsreich und bisschen mitdenken ist von Vorteil. Irgendwo zwischen Gesellschaftskritik, Partygedöns und Gefühlsduselei. Aber hört selbst:








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Wie man eine Bachelorarbeit schreibt. An der FUH.

Seit ein paar Monaten sitze ich nun also an meiner Abschlussarbeit um den B.Sc. in Psychologie zu erhalten. Wie kam es eigentlich dazu und wie funktioniert das? Nunja. Zunächst einmal studiert man zu Hause ein wenig rum. Das Studium ist in insgesamt zehn Module aufgeteilt, exklusive einem Wahlpflichtmodul (In dem man entweder eine Leistung aus einem anderen Studium anrechnen lässt, sodenn man was vorzuweisen hat. Oder man wählt aus dem mäßig interessanten Repertoire der FernUni eines aus) und der Bachelorarbeit. Nicht zu vergessen eines beruflichen Praktikums in dem man sich die Arbeit in einer Psychiatrie nur dann anerkennen lassen kann, wenn man dort nicht ohnehin schon arbeitet. Nach irgendeiner ominösen Anzahl von Credit-Points ist man dann befugt, sich zur Bachelorarbeit anzumelden. Das funktioniert noch recht einfach und unkompliziert. Man wählt drei Lehrgebiete aus in denen man am liebsten seine Arbeit schreiben würde und dann wartet man. Und hofft. Dass man einem der drei Lehrgebiete zugeteilt wird (wenns dumm läuft, landet man in Option vier, die man nun wirklich nicht hat haben wollen). Wer sich im Sommersemester angemeldet hat, wird spätestens ab Juni unruhig und meint, es könnte dann soglangsam mal mit der Zuteilung losgehen. Dumm nur wenn man gerade in der Kohorte gelandet ist, in der die Mitarbeiter der Lehrstühle beschlossen hat ein wenig zu streiken und erst dann eine Zuteilung der Angemeldeten (ich meine in meinem Semester hätten sich ca 450 Leute angemeldet) vorzunehmen, wenn die FernUni ein neues Finanzierungskonzept vorlege und mehr Mittel bereitstelle um die Masse an Studierenden auch abzufertigen. Ihr gutes Recht will ich meinen. Und mehr als gerechtfertigt. Irgendwann bekommt man aber sein Lehrgebiet zugewiesen. In meinem Fall das Lehrgebiet "Persönlichkeit, Diagnostik und Beratung". Nett von unserer Betreuung, dass wir eine weitere Präferenz für eine empirische Arbeit oder ein systematisches Review (oder auch Konzeptarbeit, oder auch Literaturarbeit genannt) abgeben durften. Ich wollte eine Literaturarbeit. Und hatte Glück. Ich bekam ein - für mich - bombastisches Thema und freu mich im Grunde immer wenn ich daran arbeiten darf. Netterweise bekamen wir auch zwei Fragestellungen mitgeliefert, an denen wir uns orientieren können (Keine Selbstverständlichkeit). Man hat also sein Thema und kann los legen. Aber wie genau macht man das eigentlich? Die bisherigen Studienleistungen bestanden ausnahmslos aus halbjährlich stattfindenden Multiple Choice Klausuren und einer - meinerseits - eher lieblos angefertigten Hausarbeit. Der grobe Aufbau ist klar: Deckblatt - Inhaltsverzeichnis - Zusammenfassung - Einleitung - Theorie - Methoden - Ergebnisse - Diskussion - Literaturangaben - Pressemitteilung . Man muss sich für einen Zitationsstil entscheiden…. APA, DGPs, APA, DGPs, APA… Ach fuck APA. Alles auf englisch. Lieber DGPs. Deren Richtlinien sollten ausreichen. Man muss es sich ja nicht unnötig schwer machen.

alleModule

Man fängt also an zu lesen. Und liest erstmal ne ganze Menge. Bis man ziemlich verwirrt ist, weil man diverse Ideen im Kopf hat in die man sich vertiefen könnte. Aber was will eigentlich das Lehrgebiet hören. Also mal ein paar Fragen sammeln und an die Betreuer stellen. Und sich freuen wirklich zügig ne Antwort zu kriegen. Irgendwann komme ich auf die Idee, dass ich erstmal eine irgendwie geartete Einleitung schreiben muss (von der ich genau weiß, dass ich sie am Ende neu schreiben werde…). Und dann wird es etwas klarer. Der Theorieteil geht recht fix von der Hand. Methodenteil sowieso. Standardgefasel, das man in einer Stunde abgehakt hat. Jetzt sitze ich also seit geraumer Zeit am Ergebnisteil. Nein eigentlich kann ich das so nicht mal sagen. Ich lese haufenweise Studien und fasse sie zusammen. Schüttelt zwischendurch immer wieder den Kopf, weil ich nicht die geringste Ahnung habe, wie ich das am Ende auswerten und strukturieren will und soll. Ich werde wohl irgendwann dann doch nochmal die Betreuer kontaktieren. Ach ne. Warte. Man hat ja gerade auf Moodle 2.x umgestellt. Und hat offenbar vergessen die alten Lernumgebungen mit umzusiedeln. Das Forum zum Austausch der Bacheloranwärter mit den Betreuern ist weg. Unauffindbar. FernUniversität Hagen live. Oder wie man wohl auch sagen kann: Läuft bei euch. Wie also schreibt man eine Bachelorarbeit? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Ich mach einfach irgendwas. Und hoffe das am Ende irgendein Werk mit rotem Faden und korrekter Formatierung dabei herauskommt.

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Drinking Motives Theory.

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Das schöne an meinem Bachelorarbeitsthema: Es interessiert mich wirklich. Und ich bekomme Gelegenheit tolle lebensnahe Theorien kennen zu lernen. Wie zum Beispiel die Theorie für Trink-Motive. Es geht um Alkohol - sollte wohl klar sein.

Der Theorie zufolge hat jeder Trinkende ein Motiv, dass ihn zum Alkoholgenuss verleitet. Diese Motive können nach ihrer Valenz und ihrer Quelle unterscheiden. Mit Valenz ist immer eine Wertigkeit gemeint. In diesem Falle eine positive oder eine negative Verstärkung. Als Quelle kommen interne oder externe Umstände in Betracht. Ist die Quelle extern, handelt es sich hier um Motive im Zusammenhang mit der sozialen Umwelt. Ist die Quelle intern, geht es eher um den emotionalen Zustand der jeweiligen Person. Durch die Kombination der beiden Dimensionen Valenz und Quelle ergeben sich somit 4 Motive:

  1. Enhancement Motives: Interne Quelle, bei positiver Verstärkung. Das Motiv zum Konsum ist die Verstärkung aktuell vorhandener positiver Gefühle
  2. Coping Motives: Interne Quelle, bei negativer Verstärkung. Alkohol wird konsumiert um mit negativen Emotionen umzugehen. Diese Motiv lässt sich weiter aufsplitten in den Umgang mit Angst oder den Umgang mit Depression
  3. Social Motives: Externe Quelle, bei positiver Verstärkung. Alkoholgenuss in sozialen Situationen um Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe zu erhöhen.
  4. Conformity-Motives: Externe Quelle, bei negativer Verstärkung. Zufuhr von alkoholhaltigen Getränken um Gefahr sozialer Zurückweisung zu vermindern.

So. Und wenn ihr nun das nächste Mal zur Flasche, zum Glas oder zum Strohhalm greift wisst ihr Bescheid. Lasst es euch schmecken und trinkt nicht zuviel.


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Von A nach B.

Oder auch: What the Fuck?!

Alphabet

A will B. Der Weg dorthin scheint eigentlich recht kurz und einfach zu sein. Die meisten von uns gehen den direkten Weg aber selten. Man verirrt und verwirrt sich mit zahlreichen anderen Optionen, bis man unter Umständen gar nicht mehr so recht weiß was man eigentlich will.

Der Weg von A nach B erfolgt nur allzu oft über Umwege. Da wird durch das ganze Alphabet gekreiselt, hier und da was ausprobiert, wieder verworfen - weil nicht für gut befunden. Eventuelle nochmal an einen früheren Ort zurück gekehrt. Nach ein paar weiteren Extrarunden - nach denen alle Umstehenden Betrachter restlos und zur Gänze verwirrt sind - landet man doch wieder bei Lösung B. Und überlegt sich, ob man nicht doch lieber C nehmen sollte.

Seien wir mal ehrlich: Wir kennen das doch alle.

Aber warum machen wir es uns manchmal so verdammt schwer?

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Anteile der Persönlichkeit.

Der Untergrund meist rau, wechselhaft und unbeständig. Jeder geht anders damit um. Jeder hat andere Persönlichkeitsanteile. Aber jeder hat sie. Wie sich das auswirkt? Nur in dem sie zusammen wirken. Und nicht indem sie unabhängig voneinander nebenher existieren.

anteilederpersoenlichkeit


Acryl auf Leinwand. 75 x 60 cm.

Ist zu haben. Wenn es einer will: Einfach kurze Meldung. Mehr lesen...
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Inhalte sind austauschbar.

An manchen Tage tue ich mir schwer mit meinen Mitmenschen und deren eigenartigen Verhaltensweisen. Ich versuche in der Regel aus deren Verhalten schlau zu werden. Teilweise weil es mein Job ist und teilweise weil die Leute in meinem Privatleben auf nicht unbedingt schlüssiger agieren. Ein mir sehr geschätzter Kollege brachte dass vor einiger Zeit mit einem Satz auf den Punkt, der sich gewissermaßen bei mir eingebrannt hat:


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Und genau darum geht es. Ich kann mich davon gar nicht ausnehmen, dass auch ich bisweilen auf der Handlungsebene etwas andere fabriziere, als ich auf der verbalen Ebene von mir gegeben habe. Aber ich bin stets bemüht um eine möglichst hohe Kongruenz dessen was ich zu jemandem sage und dem Outcome wie ich mich dieser Person gegenüber dann verhalte. Ob das immer so gut hinhaut müssen vermutlich andere beurteilen.

Im Großen und Ganzen ist also viel weniger interessant was die Leute zu einem sagen, sondern viel interessanter was auf sie auf der Handlungsebene tun und was auf der Beziehungsebene ankommt. Um nachvollziehen zu können, was auf der Beziehungsebene passiert ist es von Vorteil, wenn man ein gewisses Gespür für seine Mitmenschen mitbringt und noch viel mehr einen ehrlichen Blick in sich selbst werfen kann. Dabei gibt es jedoch zwei hervorstechende Probleme:

1. Man ist immer (wirklich immer!) bestrebt, das zu glauben, was einem der Gegenüber auf der verbalen Ebene mitteilt.
2. Man ist verletzt und - je nach Sachlage - auch schonmal gerne gekränkt in seinem Stolz wenn man die Inkongruenz zwischen verbaler und Handlungsebene erkennt. Man fühlt sich belogen.

Also wie ist das ganze aufzulösen? Ich vermute: Gar nicht. Man kann sich bewusst machen, dass kaum ein Mensch es schafft wirklich ehrlich zu anderen zu sein, weil es uns allen äußerst schwer fällt ehrlich zu uns selbst zu sein. Wir leben alle bis zu einem gewissen Grad in unserer ganz eigenen Realität. Und zwar in einer, die unseren Selbstwert maximal schützt. Wer immer gnadenlos kritisch und ehrlich sich selbst gegenüber ist, der kommt im Leben vermutlich auch einfach nicht weit. Man müsste sich ständig fragen was man eigentlich will und ob der Weg auf dem man sich gerade befindet zielorientiert ist um das erwünschte Outcome zu erreichen.

Vielleicht muss man sich mit der Radikalen Akzeptanz zufrieden geben, dass die Dinge nun mal sind wie sie sind. Das verbale Ebene und Handlungsebene so gut wie nie zusammenzufallen scheinen, sondern sich immer eine Diskrepanz ergibt. Manchmal allerdings möchte ich an dieser Erkenntnis verzweifeln und versuche Erklärungsmodelle zu finden, warum sich Menschen so verhalten.

Und um das Ganze zu veranschaulichen. Ein Beispiel das wirklich jeder kennt, der bereits ein bis zwei erfolglose Beziehungsversuche hinter sich hat. Mindestens ein Part kommt auf die Idee:

Verbal: "Ich mag dich, lass uns Freunde bleiben."
Handlung: Nichts. Unter Umständen auch gerne mal halbfertige Antworten auf Kontaktversuche.
Beziehungsebene: Von 'Ich mag dich' nicht mehr viel zu merken. Dafür aber sehr viel von: 'Ich mag meine Ruhe von dir und du bist mir ziemlich egal'


Wer würde angesichts solche Inkongruenzen nicht verzweifeln. Es ist ein Tritt ins Gesicht mit einem Hundescheiße beschmierten Schuh.

Was da auf der Beziehungsebene ankommt und ob das so beabsichtigt ist, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Häufig sind da wohl irgendwelche Ängste im Hintergrund. Aber woher soll man das wissen, wenn man nicht miteinander redet.

Also wie löst man das auf: Ich würde jetzt mal ganz naiv sagen: Indem man miteinander offen und ehrlich umgeht. Aber das scheint schwieriger zu sein, als ich mir das in meiner kleinen Welt vorstelle. Oder wir einigen uns alle darauf überhaupt nicht mehr miteinander zu reden. Und nur noch auf der Beziehungs- und Handlungsebene zu agieren. Aber das ist genauso utopisch.

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Dreimal Rock.

3 verschiedene Bands mit äußerst unterschiedlichem Bekanntheitsgrad.

61Inch - And it's you (es wird kaum einer kennen. 3 äußerst sympathische Jungs aus dem Odenwald mit mächtig Potential)


Frank Turner - If ever I stray (Wie auch immer man es nennen soll… Folk Punk?!)


Broilers - Meine Sache (nachdem Die Toten Hosen sie zur Vorband auserkoren, hat vielleicht auch der letzte bemerkt, dass die Jungs & Mädels ganz in Ordnung sind. Man könnte es Ska-Punk nennen)
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Zwei Fragen stellen sich mir.

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Nein. Eigentlich stellen sich mir täglich via 4223 Fragen. Manche davon simpel zu beantworten, andere völlig irrelevant und manche sind kniffliger aber es lässt sich eine Lösung finden. Und dann gibt es da diese Sorte von Fragen, die einem immer wieder im Kopf rum gehen. Die Sorte, die einen ins Grübeln bringt, mitunter auch an einem nagen und vielleicht sogar zermürbend sind. Fragen auf die man keine Antwort findet. Vielleicht weil es keine gibt.

Zwei solcher Fragen die mich immer wieder beschäftigen, auf dich aber weder eine Antwort kriege, noch eine befriedigende erwarten kann, sind diese hier:

1) Wie geht man damit um, wenn für einen selbst alles gesagt ist, die andere Partei aber noch Fragen hat?

2) Wie damit umgehen, wenn man selbst zwar keine Fragen hat, aber eigentlich noch was zu sagen hätte, die andere Partei aber nicht zuhören möchte?

Es gibt verschiedene vorstellbare Handlungsoptionen. Kontaktabbruch vs. Bereitschaft sich mit dem andern auseinanderzusetzen sind vermutlich nur zwei von vielen. Am Ende haben wir aber in jedem Fall eine Situation in der die Wünsche beider Parteien diametral entgegen gesetzt zu sein scheinen. 

Ein bisschen hoffe ich auf Input von anderen Seiten. Ich komm mit meiner Grübelei über diese Fragen nicht weiter. Weiß nicht was der beste Weg ist. Fürchte, dass es gar nicht "den besten Weg" gibt. Das die indi-, Inter- und intraindividuellen Situationen so multivariat und multifaktoriell sind, dass es gar unmöglich ist eine halbwegs einfache und für mich zufriedenstellende Antwort darauf zu geben.


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Hochmut kommt stehts vor der Distorsion.

Wie füllt man seine Zeit, wenn man nur eingeschränkt mobil ist? Wie baut man seinen emotionalen Stress ab, wenn man kaum Sport machen kann. Vor allem nicht den Sport, bei dem man sonst immer den Kopf frei bekommt. In meinem Falle also laufen oder Fahrrad fahren?

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Jeder Mensch hat Stress und jeder Mensch braucht Wege um damit umzugehen. Bei mir war wieder viel los die letzten 2 Monate. Nachdem ich die erste Hälfte des Jahres dachte, dass es eigentlich gut läuft und äußerst zuversichtlich war, dass es eine Weile so stabil super bleiben würde, habe ich erfahren, dass man sich nur auf wenige Dinge verlassen kann. Vor allem kann man sich auf eines verlassen: Es kommt anders als du denkst. Wie dem auch sei. Während die eine Seite (oh! das war ja ich….) dachte, das alles ganz gut ist und keine größeren Probleme kommen sah, war es für die andere Seite gar nicht mal so unproblematisch. Jetzt gehen wir offenkundig getrennte Wege. Das Stresslevel erhöht sich also. Was also tun?

Um in seiner gegebenen Umgebung handlungsfähig zu sein, verfügt jeder Mensch über verschiedene Adaptions- und Copingstrategien. Jeder hat da seine ganz eigenen und in der Regel mehrere davon. Nicht immer sind die besten Strategien in der gegebenen Umwelt anwendbar und man muss die Strategien anpassen. Ganz grob lassen sich die Strategien in problemorientiert und emotionsorientiert oder aber konstruktiv und destruktiv einordnen. Zu den emotionalen (oder destruktiven) Copingstrategien würde zum Beispiel übermäßige Alkoholkonsum zählen. Eine Strategie die vermutlich wenig bis gar nichts an der Situation ändern würde, ausser sie ziemlich sicher in die Länge ziehen und verschlimmern. Anzustreben wären also problemorientierte und konstruktive Bewältigungsstrategien. Beschäftigung ist das Zauberwort. In die anstehenden Arbeiten vertiefen, das soziale Netz nutzen und Sport. Vor allem Sport. Dumm nur wenn man sich beim Sport verletzt und dann weder laufen, noch Rad fahren kann.

Ich muss mich also umorientieren. Sport in der Form die mir vorschwebt ist nicht möglich. Ich sehe mich also mit der Herausforderung konfrontiert einen anderen Ausgleich zu finden. In den letzten Wochen habe ich also sehr viel gelernt und saß sehr häufig vor dem Fernseher um mir diverse Serien anzusehen. Und die beste Strategie von allen: Urlaub.

Das Geheimrezept um mit Stress umzugehen: Dinge tun, die Spaß machen!
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Endspurt: M10.

Kurz vor dem unvermeidbaren Ende, vor der letzten Klausur des Bachlorstudiums an der FUH, freu ich mir ein Loch in den Bauch. Nebst der Tatsache, dass ich keinen Bock mehr habe - aber das kennen wir ja nun schon. Zu guter letzt noch ein paar letzte Dinge, die ich mir heute nochmals reingeprügelt hab, weil ich sie mir nun wirklich nicht merken konnte. Wer will darf daran teilhaben.

Zunächst: Übersetzung des Modells Kontextueller Determinanten für Partizipation in Block Associations nach Perkins et al. (1990). Viele Pfeile. Ein wenig bunt. Jetzt sieht es wenigstens hübsch aus.

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Darauf folgend vier fürs Modul relevante Gerechtigkeitsdefinitionen:

  • distributive Gerechtigkeit: Verteilungsgerechtigkeit/ Ergebnisgerechtigkeit
  • prozedurale Gerechtigkeit: Verfahrensgerechtigkeit/ Regelgerechtigkeit. Ein angewandter Prozess wird als fair erlebt
  • restaurative Gerechtigkeit: Ausgleichende Gerechtigkeit/ Wiedergutmachungsverfahren. Bringt die direkt Beteiligten zusammen um gemeinsam eine Lösung zu finden.
  • retributive Gerechtigkeit: Vergeltende Gerechtigkeit. Gerechte Bestrafung der Täter & Kompensation für Opfer

Und zum Dritten die Ergebnisse einer Studie von Langer & Rodin (1976) die eine Studie in einem Pflegeheim mit 65-90 jährigen durchführten:
  • Versuchsgruppe: Selbstverantwortliche Pflege einer Zimmerpflanze & Auswahl eines Films für den Filmabend
  • Kontrollgruppe: Zimmerpflanze um die sich Pflege kümmert & Film für Filmabend wurde vorgegeben
  • Prä-/Posttest (nach 3 Wochen) mittels Fragebogen & Einschätzung durch 2 Pflegekräfte
  • Versuchsgruppe: 3 Wochen nach Intervention besseres Wohlbefinden, körperlich und sozial aktiver
  • 18 Monate später Folgeuntersuchung: von der Versuchsgruppe waren 15% verstorben/ in der Kontrollgruppe waren 30% verstorben


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Die Sache mit der Flüchtlingspolitik.

Ich bin eine besorgte Bürgerin. Mehr als besorgt, wenn ich aus den diversen Medien erfahre was da für ein Bullshit von sich gegeben wird. Durch die Bank weg, von Kleinbürgern über Bildungsbürger, vom Azubi bis zum Akademiker. Keine Intelligenzgruppe und keine soziale Schicht wird ausgelassen. Und das macht es für mich so bedenklich und bedrohlich. Da gibt es eben nicht nur diese 4 Trierer Teletubbies die intelligenzgemindert in die Kamera repetiv in die Kamera sabbern: "444 - Buntes Trier - Nicht mit mir". Da gibt es eben auch den ein oder anderen Politiker der von Asylmissbrauch spricht und erst nach mehrmaligen Hinweisen ob das denn nicht gefährlich sei immer wieder von Missbrauch zu sprechen, eben dies unterlässt. Ob er kapiert hat wo das Problem liegt? Fraglich.



Da ich mir selten Fernseh- und Radioprogramm antue erfahre ich die meisten Dinge über das Internet. Unfassbar vieles läuft über Facebook. Jeden Tag scrolle ich über die verschiedensten Meldungen von verschiedensten Leuten. Und frage mich bisweilen ernsthaft, ob die Leute wirklich derart kognitiv eingeschränkt sind. Anders kann ich es mir nicht erklären, wenn sich eine junge Dame dazu hinreissen lässt im öffentlichen Facebook-Raum die Erbauung von KZ-Lagern fordert um das Problem zu lösen, um sich dann am nächsten Tag zu wundern, dass es eine Anzeige gegen sie gab. Wegen Volksverhetzung. Zu Recht. Zur Zeit scheint es mehr als wichtig hinzuschauen und sich wirklich kritisch Gedanken zu machen. Alles zu hinterfragen, was einem vorgesetzt wird.

Asylmissbrauch. Das ist sicherlich ein Problem. Und es ist sicherlich auch ein Problem, dass die Gerichte mit den Asylverfahren völligst überlastet sind und sich die Verfahren auf Grund der Überlastung viel zu sehr in die Länge ziehen. Aber das ist nicht das akute Problem der Flüchtlinge. Die alles andere als Heimaturlaub und Asylmissbrauch im Sinn haben. Diese Leute flüchten vor Krieg und Hunger. Vor Gewalt und völliger Perspektivlosigkeit. Flüchten mit der Gewissheit, dass sie auf der Flucht womöglich durch Erschöpfung, Krankheit, Hunger oder Gewalt sterben. Flüchten mit der Gewissheit, dass wenn sie nicht flüchten, ganz sicher sterben werden.

Die Flüchtlinge nehmen uns keine Arbeit weg. Diese Flüchtlinge bekommen nicht mehr Geld als ein Hartz-IV Empfänger. Sie können von uns vor allem eines bekommen: Ein Dach überm Kopf, Essen, ein paar Klamotten und Sicherheit. Wobei letzteres immer fraglicher wird, wenn ich mir anschaue was in Freital oder Heidenau und auch andernorts passiert. Die Flüchtlinge, sind Flüchtlinge, weil sie vor etwas flüchten. Ja, es sind verdammt viele. Ja, es wird schwierig eine sinnvolle mittel- und langfristige Lösung zu finden. Man stampft also kurzfristige Lösungen aus dem Boden. Denn irgendwo müssen sie ja erstmal hin. Die flüchtenden Menschen.

Langfristig ist die Unterbringung in den Turnhallen keine Lösung. Die anderen besorgten Bürger, die (um es mal euphemistisch auszudrücken) die Zunahme der Flüchtlinge vor Ort kritisch beäugen, sind weniger besorgt. Vielmehr haben sie Angst. Angst dass man ihnen was weg nimmt. Geld, Privilegien, Besitz, Freiheiten. Und mit den Turnhallen nimmt man ihnen tatsächlich was weg. Das Privileg in einer überdachten Halle ihrem Hobby nachzugehen. Der Sportunterricht wird ganz offenkundig davon beeinflusst sein, wenn die Sporthalle mit 800 Menschen belegt ist. Aber ganz im Ernst: Könnt ihr vielleicht auf noch höherem Niveau jammern? Es ist notwendig, dass andere Lösungen gefunden werden. Wird brauchen Flüchtlingsheime und wir brauchen auf juristischer Ebene ein beschleunigtes Asylverfahren. Es ist aber auch notwendig, dass wir uns um die Menschen kümmern, die Schutz bei uns suchen. Es ist notwendig, weil wir alle Menschen sind. Es ist notwendig, weil wir hier so privilegiert sind, weil wir helfen können. Weil wir in der glücklichen Lage sind, dass wir nicht vor Gewalt, Repression, Diktatur, Krieg und Hunger flüchten müssen. Wir haben einfach nur Glück, dass es uns gerade gut geht. Aber das kann sich im Grunde jederzeit ändern. Und was machen wir dann, wenn wir flüchten müssen?

Ich bin eine besorgte Bürgerin. Besorgt wegen der braunen Entwicklung die sich gerade wie eine Seuche im Land auszubreiten scheint.

Und am Ende beantwortet uns ein 4-jähriger die Flüchtlings- und Ausländerfrage:
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Die Sache mit den Gefühlen.

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Der Mensch wird angetrieben durch seine Gefühle. Und dieser Gefühlsantrieb ist immens, steckt voller Energie und Schaffenskraft. Gäbe es diese Sache mit den Gefühlen nicht…. Es gäbe womöglich die Spezies Mensch, aber nicht das was den Menschen ausmacht. Ich wage zu behaupten, dass es keine Kultur gäbe. Kultur steht in enger Verbindung mit Kunst. In einem sehr weiten Verständnis lässt sich sicherlich auch behaupten, dass Kultur eine gewisse Form von Kunst ist.

Kunst entsteht durch Gefühle. Ausschließlich. Jemand der keine Gefühlsregung hat, wird sich sicherlich nicht hinsetzen und Texte schreiben, Lieder komponieren oder Bilder malen. Kunstwerke erzählen uns meist von den inneren Nöten und Konflikten des Urhebers, die er nicht nur mit sich selbst, sondern vor allem auch mit seiner Umwelt und Mitmenschen hat. Neben Gesellschaftskritik und 'Wut auf irgendwas' und 'Ach Gott wie ist mein Leben gerade geil' - Themen, scheint vor allem ein Gefühl den Kunstsektor zu beherrschen: Liebe und Liebeskummer. Neue Liebe, vergangene Liebe, Elternliebe, Sehnsucht nach Liebe. Gleiches Thema, gleicher Inhalt, mannigfaltige Ausdrucksformen. Ich bin fasziniert davon.

Und irgendwann haben wir wieder alle genug vom Liebeskummer-Sektor und wenden uns wieder dem realen Leben zu, anstatt Dingen hinterherzutrauern die weit weg und verloren sind. Irgendwann. Manchmal früher und manchmal später. Menschen sind da offenbar höchstunterschiedlich, was die Dauer angeht.

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The Internet's Own Boy - The Story of Aaron Swartz

Eine wirklich sehenswerte Dokumentation über einen jungen und unfassbar talentierten jungen Mann, der sich leider suizidierte. Er hat dem Internet zwischenzeitlich den Arsch gerettet. Vielmehr der Freiheit im Internet. Die US-Regierung wollte an ihm ein Exempel statuieren, nachdem er begonnen hatte alle wissenschaftlichen Artikel bei Jstor (einem Verlag für wissenschaftliche Artikel) herunterzuladen. Mit welcher Zielsetzung er das bleibt unsicher. Ziemlich sicher scheint aber, dass er die Daten entweder analysieren wollte, oder aber kostenfrei zur Verfügung stellen. Aaron Swartz war ein Verfechter davon,d ass alles Wissen sehr viel wertvoller ist - oder überhaupt erst einen Wert hat - wenn es allen zugänglich ist. Dass er finanzielle Interessen verfolgte mit dem Download all dieser Artikel ist unwahrscheinlich. Er wurde angeklagt auf Basis eines völlig veralteten, in feinster Weise zeitgemäßen Gesetzes. JSTOR hatte kein weiteres Interesse zivilrechtlichen Ansprüchen. Der Fall sollte dennoch vor Gericht gehen. Ihm drohten eine hohe Geldstrafe und viele Jahre Gefängnis.

Lange Rede - kurzer Sinn. Wer sich für die Freiheit des Internets interessiert, der findet sicherlich Gefallen an der Dokumentation, die durch Crowdfunding finanziert wurde und über CC-Lizenz so gut wie frei verfügbar ist.



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Irgendwo sein, wo man nur geduldet wird. Mit Glück.

Ausflug wohin. Fotos von dort. Nicht mehr und nicht weniger.

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Alpine Blümchen.

Hoch oben über 2000 Meter gab es auch hübsche Blümchen. Bitterer.

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Zell am See - Kaprun

Ach ja. Im Urlaub war ich letztens auch. Nachdem was alles passiert ist seitdem, fühlt es sich fast ewig lange her an. Dabei war ich da grad mal vor 4 Wochen.

Die Gegend um Zell am See & Kaprun im Salzburger Land ist eine schöne Gegend für alle die gerne Wandern, auch im alpinen bis hochalpinen Bereich. Man könnte sagen: Für jeden was dabei. Und wenn man nicht gerade in der Zeit der sogenannenten Schafskälte dorthin fährt, dann kann man nach wirklichen schönen Wanderungen in den See hüpfen und sich wohl fühlen. Zwei wirklich schöne Wanderungen mussten wir Witterungsbedingt leider abbrechen und umkehren. Ich würde sicherlich nochmal dorthin fahren. Aber dann etwas später im Jahr, sodass ich diese 2 Wanderungen doch noch mal machen kann.

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Hafen Mannheim

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Lautlos

Manche Dinge passieren sehr laut. Mit großem Knall. Dann sind sie plötzlich da. Oder weg. Für jeden ist ersichtlich was passiert ist. Die Wahrscheinlichkeit das Fragen offen bleiben ist recht gering.

Andere Dinge gehen leise und schleichend von Statten. Man nimmt die Veränderung kaum wahr und dann ist sie irgendwann einfach da. Rückblickend lässt sich aber Rekonstruieren was passiert ist.

Und wieder andere Dinge geschehen lautlos. Man schaut sich um und auf einmal hat es sich verändert. Man fragt sich was passiert ist und findet keine Antwort darauf. Weil es lautlos geschah. Weil es keine Spuren hinterlassen hat und der Werdegang somit nicht nachvollziehbar sind.

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Bachelorarbeit: Angenommen.

Bachelorarbeit

Nach langem Warten wird nun endlich alles gut. Also zumindest in der Ausgangslage. Doch kurz von vorne:

Anfang des Semesters bewarb ich mich mit 3 Prioriäteten für ein Lehrgebiet in dem ich gerne meine Abschlussarbeit schreiben wollte. An erster Stelle stand dort 'Gesundheitspsychologie', zweitens 'Persönlichkeit, Diagnostik und Beratung' und zu guter Letzt noch 'Lernen im Erwachsenenalter' auf das ich so ziemlich keine Lust hatte.

Nach gefühlt ewiger Warterei (und einem einzigen Lehrgebiet 'Arbeits- und Organisationspsychologie' welche schon seit fast einem Monat am Schreiben waren) wurde ich meiner zweiten Priorität zugewiesen und durfte nun noch wählen zwischen einem Systematischen Review oder einer empirischen Arbeit. Aus Gründen wählte ich Systematisch Review. Schon allein weil ich denke, dass ich das mit dem Zusammenfassen von Texten eigentlich ganz gut kann. Und dann staunte ich anfang der Woche nicht schlecht, als ich mein Thema per Mail mitgeteilt bekam. Ich lachte kurz laut auf und war der festen Überzeugung das sei ein Scherz. Ich dachte es könne ja nicht wahr sein, dass man mir ein Thema zuteilt das so unfassbar gut passt. Ich vergewisserte mich noch einige Male und war dann irgendwann doch überzeugt, dass das wirklich mein Thema ist.

Nun gehts also los im Endspurt. Irgendwann nächste Woche teilt das Lehrgebiet dem Prüfungsamt mein Thema mit und ich bekomme einen Abgabe-Termin der vermutlich Anfang Januar liegen wird.

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Abnorme Homos.

Vor kurzem gab es in Irland eine Abstimmung, bei der man sich mehrheitlich für die Homo-Ehe aussprach. Daraufhin stieg das Interesse an der Homo-Gleichberechtigungs-Diskussion sprunghaft an um jetzt auch schon wieder beinahe gänzliche abgeflaut zu sein. War zu erwarten. 

Nun lese ich gerade Akif Piriniccis geistige Ergüsse in dem Werk 'Deutschland von Sinnen'. Bereits im ersten Kapitel wusste ich nicht so recht, ob ich nun eigentlich lachen, oder weinen solle. Gegen Ende des zweiten Kapitels kommt mir der Gedanke, dass er als Kabarettist womöglich Chancen hätte. Wäre da nicht sein Begehren, für seine Ergüsse ernst genommen zu werden. 

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Eines der Hauptprobleme die sofort ins Auge stechen: Der Herr hat leider nicht im Geringsten Ahnung vom Homo-Thema über dass er sich dort echauffiert. Dabei vergisst er natürlich nicht, stets zu betonen, dass er nichts gegen Homosexualität habe, aber diese abartige Lebensform muss ja nun wirklich nicht im alltäglichen Leben präsent sein. Das faszinierende dabei ist: Ausgehend von Fakten, ist er in der Lage zielsicher die falschen Schlüsse daraus zu ziehen. Muss man erstmal hinkriegen. Natürlich ist Homosexualität nicht normal. 'Normal' ist zunächst einmal eine statistische Begrifflichkeit und nimmt Bezug auf die Norm, den Durchschnitt, dass was bei den meisten Menschen der Fall ist. Mit einem Bevölkerungsanteil von knapp 5% kann man Homosexualität wohl recht fundiert als abnorm beschreiben. Wäre da nicht Wertigkeit, die dem Begriff der 'Abnormalität' oft beigemengt wird. Wie dem auch sei. Schwul, lesbisch, Bi oder schlicht und ergreifend nicht Heterosexuell zu sein ist abweichend von der Mehrheit, etwas besonderes. Im Zuge der Sozialisierung und des Fortschrittes sind wir als Menschen in einer demokratischen Gesellschaft aber mittlerweile (gottseidank!!!) zum überwiegenden Teil in der Lage zu erkennen, dass Homosexualität zwar abnorm, aber eben nicht abnorm ist. Dass sie abweichend von der Norm der Heteros ist, nicht aber abnorm in einem ganz grundlegenden Sinne. Homosexualität gehört zum Leben dazu. Nicht nur zum menschlichen Leben, sondern auch zum Tierreich. Es ist normal wenn man nicht hetereosexuell ist. Diese Variationen gibt es seit Anbeginn der Menschheit. 

Wovor haben die Leute Angst, wenn es um die Homo-Ehe geht? Das ihnen irgendwas weggenommen wird? Die Wertigkeit ihrer heiligen Hetero-Ehe im Nichts aufgeht? Mir wird das nicht so ganz klar.

Ein allgemeine Denkfehler liegt darin, die standesamtlich Trauung mit der Kirchlichen zu verwechseln. Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist der Versuch all jene Homos ruhig zu stellen, die sich gerne offiziell auf ihre Partnerschaft festlegen möchten. Eben wie die Heteros bei der Eheschließung. Die Lebenspartnerschaft ist zu allererst mal eines: ein unfassbar hässlicher Begriff. Und zum anderen schlicht und ergreifend nicht gleichzusetzen mit der Ehe. 

Was will eigentlich ich? Ich wünsche mir die Öffnung der Ehe für den homosexuellen Anteil der Bevölkerung. Denn nur die Ehe steht unter dem vollen staatlichen Schutz laut Grundgesetz. Was ich vom Staat erwarte, ist die Schaffung dieser Möglichkeit, sodass - falls ich mich festlegen möchte auch eine Partnerschaft - ich haargenau die gleichen Rechte habe wie all die glücklich verheirateten Heteros. Denn meine partnerschaftlichen Gefühle unterscheiden sich nicht von anderen. Ich erwarte nicht, dass ich in der Kirche getraut werden kann. Mir persönlich käme es irgendwie seltsam vor an einem Ort einen Bund einzugehen der heterosexueller nicht sein könnte. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber aufzustehen und panisch mit den Händen zu Fuchteln wenn es darum geht die ehe auf staatlicher Ebene zu öffnen, und zu behaupten dass man kirchliche Werte verraten würde.... Das ist einfach nur lachhaft für all diejenigen die in der Schule aufgepasst haben, als es um die Grundwerte der Gesellschaft ging: Unter anderem die Trennung von Staat und Kirche. Das die Realität bisweilen anders aussieht, das weiß ich auch. Aber dennoch kann man ja mal darauf hinweisen, dass es gar nicht unerhebliche Unterschiede gibt zwischen standesamtlicher Trauung und kirchlicher Trauung.

Was den Herrn Pirincci an den Homos aber wirklich zu stören schein, ist die angeblich omni-präsenz in den Medien. Das der Fokus zu Ungunsten anderer wichtiger gesellschaftlicher Probleme verschoben würde. Vielleicht konsumiert er mehr Medien als ich das tue, aber ich kann diese beschworene Omnipräsenz nicht entdecken. Und ganz im Ernst: Wenn der Anteil dieser abnormen Homos in der Gesellschaft bei 5% liegt, warum sollen diese dann nicht in einem ähnlichen Anteil in den Medien ihren Platz bekommen?

Und warum scheint eigentlich niemand mal das größte Bedürfnis zu sehen: Die Meisten wollen einfach alle nur ihre Ruhe haben. Gleichsam all den Spießbürgern die mit ihrem Volvo in die Vorstadt-Siedlung mit gerade Rasenkante ziehen. Ich will niemanden der mich als 'Experten' befragt, wenn es um die Homo-Ehe geht, niemanden der mich fragt wer der Mann in der Beziehung ist und schon recht niemanden der mir erklärt wie furchtbar tolerant er ist, aber dass man Homosexualitat ja nun wirklich nicht schon in der Schule unterrichten müsse. Ich will nur meine Ruhe. Mehr will ich gar nicht.

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Modul 10 - Karteikarten am Start.


Was dieses Semester mit mir los ist, würd ich ja gern mal wissen. Vor elf Tagen erst, habe ich meine Zusammenfassungen hochgeladen und gerade eben bin ich mit den Karteikarten fertig geworden. Eigentlich fing das Semester holprig an. Seitens der Uni gab es Versandschwierigkeiten. Die Studienbriefe wurden erst viel später versendet und es gab nur den Zugriff auf Online-Ressourcen. Zum gleichen Zeitpunkt war mein Computer kaputt. Online-Ressource also auch irgendwie nutzlos. Netterweise lieh mir jemand seinen eigenen Laptop stundenweise und zum Geburtstag bekam ich einen ebook-reader. Gefühlt bremsten mich diese Umstände ordentlich aus. Mein jetziger Bearbeitungsstand sagt was anderes. Soll mir recht sein. Hier --> Modul 10 <-- gibt es Zusammenfassungen und Links zu den Karteikarten. Ich verabschiede mich gedanklich nun erstmal von der Uni und widme mich populär-Literatur. Freude kommt auf!

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BDP und BGH

Just stolperte ich über einen - für mich - recht interessanten Artikel, zumal ich gerade erst gestern mit Freunden zusammensaß und wir darüber sprachen, dass man sich mit einem Bachelor-Abschluss in Psychologie noch nicht Psychologe nennen dürfe. Ich habe mich in diesem Punkt wohl getäuscht.

Der BDP (Berufsverband deutscher Psychologen) beruft sich auf ein BGH-Urteil (Bundesgerichtshof), wenn sie sagen, dass man sich nur Psychologe nennen dürfe, wenn man ein Diplom im entsprechenden Studiengang habe. Die Aussage die der BDP damals in den 80er Jahren traf, wurde (notwendigerweise) im Zuge des Bachelor-Master-Desasters ausgeweitet. Man dürfe sich nun laut Meinung des BDP nur mit einem Diplom oder Master-Abschluss als vollwertigen Psychologen bezeichnen.

Absurd wenn man bedenkt, dass der Bachelor-Abschluss angeblich ein Berufsqualifizierender Abschluss sei.

Noch viel absurder und schon fast amüsant, wirkt das Statement des BDP, wenn man dann nun weiß, dass im BGH-Urteil überhaupt gar nicht spezifiziert wurde welchen Umfang das Psychologie-Studium haben müsse und welcher Abschluss am Ende stehen müsse. Dort ist lediglich die Rede von einem akademischen Studium.

Was das nun heißt? In einem knappen halben Jahr bin ich befugt dazu mich mit meinem Abschluss im B.Sc. Psychologie auch Psychologin zu nennen. Zumindest rechtlich gesehen. Sozial akzeptiert und gern gesehen ist das in der Scientific Community aber eher mal nicht so. Ich vermute mal dass mir das dann erstmal schwer egal sein wird.

Hier der Artikel: http://www.focus.de

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Essen. Immer wieder Essen.

Mittlerweile hab ich mir schon einiges an Infos zu (angeblich) gesunder Ernährung zu Gemüte geführt. Ich habe diverse Bücher gelesen, in den unterschiedlichsten Blogs gestöbert, unzählige Artikel gelesen und einige Reportagen im Fernsehen gesehen. Letztere vor allem wegen ihres Unterhaltungswertes und weniger wegen ihres Informationsgehaltes. Der scheint nämlich im Medium Fernsehen erschreckend gering. Aber das ist jetzt vermutlich auch keine Neuigkeit.

Ich behaupte nicht, dass ich ein Ernährungsexperte sei. Aber ich glaube schon dass ich mir mittlerweile ein ganz gutes Bild gemacht habe und so ganz grundsätzlich weiß, was meinem Körper gut tut und was im Grunde nur Müll in einer hübschen Hülle ist.

Bei all den Infos die ich so gesammelt habe, ist eine davon herausragend. Denn sie betrifft ganz allein mich selbst: Ich wäre eine wirklich miserable Machtsüchtige. Ich würde noch nicht mal eine 'Diät' (nicht in der ursprünglichen Wortbedeutung, sondern in der heutzutage alltäglichen Bedeutung) durchhalten. Alles was nur annähernd mit restriktivem Essverhalten zu hat, ich kriegs nicht hin. Ich hab mal eine Weile versucht meine Kohlehydratzufuhr zur verringern. Auf Kartoffeln und Nudeln und Reis und Brot zu verzichten. Dabei gibt es diverse Barrieren: Ich steh unwahrscheinlich auf Nudeln und Kartoffeln. Am ehesten kann ich auf Brot verzichten. Aber es geht einfach schnell. Und komplett verzichten will ich auch nicht. Eigentlich will ich überhaupt gar nicht verzichten. Weil Schokolade und Gummitiere sind auch ziemlich Porno.

Das gute ist: Ich mag Gemüse. Ich mag Obst. Ich mag Eier. Ich mag Fleisch. Und Käse. Ich esse einfach gern. Das macht die ganze Ernährungsgeschichte wiederum eigentlich ziemlich einfach.

Zurück nochmal zu all den kleinen Informationsquellen die ich im Laufe der letzten Jahre konsultiert habe: Die meisten dieser Quellen konzentrieren sich auf einige wenige Aspekte. Die einen versprechen Gewichtsreduktion und Gesundheit durch den ausschließlichen Konsum diverser frisch gepresster Gemüsesäfte. Die nächsten versuchen sich an einer Paleo-Diät und konsumieren somit nur unverarbeitete frische Lebensmitteln (überwiegend, Gemüse, Beeren, Fleisch, Obst, kaum Getreide), wieder andere ernähren sich vegetarisch oder gar vegan und nochmal andere zählen lediglich Kalorien oder Fettaugen. Sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: Man verbietet sich irgendwas. Und jede einzelne bietet ein plausibles Erklärungsmodell.

Am Ende weiß man nicht mehr was man glauben soll. Dabei ist es recht einfach: Man sollte lernen auf seinen Körper zu hören. Wie reagiert mein Körper wenn ich ihm Fleisch zuführe, wie reagiert er bei Brot, wie bei Milchprodukten... und so weiter. Menschen und deren Körper sind unterschiedlich. Was für mich funktioniert, funktioniert nicht zwingend auch für jemand anderen. Wer abnehmen will für den gilt ganz grundsätzlich: Kalorienzufuhr kleiner halten als Kalorieneinfuhr. Das kann man über Ernährung und/ oder durch vermehrte Bewegung erreichen. Das Fast-Food ungesund ist wissen wir alle mindestens so gut, wie Raucher wissen, dass rauchen gesundheitsschädigend ist. Wir wissen das Gemüse und Obst gesund ist. Wir wissen dass wir Eiweiß (in welcher Form auch immer) brauchen um Muskeln aufzubauen. Wir wissen auch, dass Kuchen "sinnloses" Essen ist. Hübsch verpackter und schmackhafter Müll. Aber dennoch Müll. Wobei: Auch Müll ist nützlich.... Denn immerhin schmeckt Kuchen ziemlich geil.

Wie also funktioniert 'richtige' Ernährung? Im Endeffekt muss es jeder für sich selbst rausfinden. Jeder muss selbst wissen, welche Ansprüche er an sein Essen stellt. Welche Ansprüche an den Körper und welche an die Geschmacksnerven. Für mich gilt: Alles ist erlaubt. Ich kann mir eh nichts verbieten. Ich steh auf Kuchen, ich esse unwahrscheinlich gern Obst, ich mag leckeres Gemüse. Ich will langfristig weder auf Nudeln, noch auf Kartoffeln verzichten und auf Fleisch schon dreimal nicht. Auf das richtige Maß kommt es an. Und Bewegung. Ohne Bewegung wäre ich sicherlich ein rollendes Fass.

Und für die Zukunft gilt: Ich werde weiterhin die diversen Medien als Informationsquelle nutzen. Nicht zuletzt wegen des unermesslichen Unterhaltungswertes, welchen so eine Doku - mit abspeckenden Menschen, in der Einöde unabhängig lebenden Waldkauzen und von Trinkwasser-Besessenen Gurus - hat.

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Los gehts. Mal wieder.

Modul 8 hab ich so semi-erfolgreich hinter mich gebracht. Ich war mit großen Ambitionen ins Wintersemester gestartet, lag supergut im Zeitplan und stellte fest dass meine herkömmliche Methode in diesem Modul scheitern würde. Wie dem auch sei. Die Klausur wurde geschrieben. Quasi postwendend fiel immens viel Druck von mir ab, diverse körperliche Begleiterscheinungen (vor allem Rückenschmerzen) besserten sich wesentlich. Ein Modul dass mir körperliche Schmerzen verursachte. Wenn es sich nicht so schlimm angefühlt hätte, so hätte es beinahe faszinierend sein können. Dank einiger Sonderpunkte hab ich es immerhin noch auf eine 2,3 geschafft. Zufrieden bin ich damit nicht. Es spiegelt nicht im geringsten den Aufwand wieder den ich für dieses Modul betrieben habe. Ich war ein bisschen traurig darüber. Aber nicht wirklich lange. Ich kann es ohnehin nicht ändern. Lieber weiter in die Gegenwart und Zukunft blicken.

Unter dem Semester war so einiges liegen geblieben, was in der Bearbeitungsfreien Zeit erstmal aufgearbeitet werden wollte. Und weil ich so fantastisch gut im Zeitplan liege ist nun alles erledigt und gerade eben habe ich sozusagen die ersten Handgriffe fürs Sommersemester hinter mich gebracht. Modul 10 - Community Psychology steht an. Das Grundgerüst für den Pflichtliteraturkurs steht. Pflichtliteratur rattert im Drucker. Motivation lässt noch ein bisschen auf sich warten. Im Moment schöpf ich meine Arbeitsmotivation wohl mehr aus dem Credo: Nützt ja alles nix. Muss es ja doch machen. Der Umfang scheint nach Modul 8 ein müder Witz mit Anlauf zu sein. Aber es soll mir gerade recht sein. Ich werde jede Kapazität für die Bachelorarbeit brauchen. Diesbezüglich bin ich schon ein bisschen aufgeregt und muss mich noch ein wenig in Geduld üben. Anmelden kann man sich erst am dem 15.04.... und dann wurde man noch lange keinem Lehrgebiet zugewiesen und hat noch vielweniger ein Thema zugeteilt bekommen. Es bleibt spannend.


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Wehrsteg. Sonnernuntergang. Entwicklung des Bildes.

Das Ausgangsfoto:

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Bleistiftdings auf der Leinwand:
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Schwarz auf weiß:
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Oh! Farbe.
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Das Endergebnis:
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Je häufiger ich es mir ansehe umso besser gefällt es mir. Nachdem ich es zunächst hergeben wollte, hab ich mich letzten Endes doch anders entschieden und nun hängt es hier an der Wand. Und ich freu mich.Mehr lesen...
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Multiple Identitäten

Die Psychiatrie kennt eine psychische Störung, bei dem die Betroffenen mehrere Persönlichkeiten in sich tragen. Darum geht es hier nicht.

Es geht darum, dass jeder von uns verschiedene Identitäten in sich trägt. Jeder hat so seine eigene ganz individuelle Persönlichkeit, die in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Ausprägungen zeigt. Jeder Mensch fühlt sich im Normalfall verschiedenen sozialen Gruppen zugehörig und nicht nur einer. Im Alltag wird das alles sehr vereinfacht. Auch in der Fachwelt spricht man häufig nur von der 'Peer-Group'. Das ist nicht unbedingt falsch, aber so ganz richtig ist es letzten Endes auch nicht.

Vielmehr ist es doch so, dass wir uns auf verschiedene Peer-Groups aufteilen. Da mag es die Gruppe derer geben, mit denen man gemeinsam die Schulbank gedrückt hat, oder die Gruppe der Arbeitskollegen/ Kommilitonen/ Sportbuddies. Im Rahmen jeder dieser einzelnen Peer-Groups (schlicht und ergreifend gemeint ist eine Bezugsgruppe über die man sein soziales Ich definiert) zeigt man unterschiedliche Aspekte seiner Persönlichkeitsausprägungen. Das soziale Ich besteht somit aus multiplen Identitäten, dass sich aus den verschiedenen 'Ichs' der verschiedenen Bezugsgruppen zusammensetzt.

Inwieweit man selbst mitbestimmen kann, welche Gruppe für einen selbst als Bezugsgruppe gilt ist fraglich. Gerne würde ich behaupten, dass ich in meinen Entscheidungen mit wem ich mich so umgebe gänzlich frei bin. Im Endeffekt bin ich in diesen Entscheidungen aber erstaunlich unfrei.
Welche Schulkameraden ich habe hängt mehr davon ab, wer da zu Beginn des Schuljahres zusammengewürfelt wird. Die freie Entscheidung besteht letzten Endes nur darin, dass ich mir aussuchen kann mit wem aus dieser Menschenansammlung ich mich anfreunden möchte. Die Arbeitskollegen such ich mir noch viel weniger aus. Die ergeben sich vielmehr aus meiner Berufs- und Betriebswahl. Klar. Ich kann die Abteilung oder den Betrieb wechseln, wenn ich möchte. Aber auch dann werde ich wieder einer bestimmten Menschenkonstellation zugeteilt. Bei der Wahl meiner Sportbuddies bin ich da schon deutlich freier, wenn mir meine Trainingspartner nicht passen, dann such ich mir andere. Natürlich aus dem beschränkten Pool derer, welche die gleiche Sportart betreiben wie ich.

Andere soziale Zugehörigkeiten sind gar nicht wählbar. Die bestehen auf Grund von biologischen Merkmalen (Geschlecht/ Sexuelle Orientierung/ Hautfarbe) oder aufgrund des Einkommens (Unter-/ Mittel-/ Oberschicht).

Vermutlich definiert man sich selbst aber auch sehr viel weniger über die Zugehörigkeit zu verschiedenen Peer-Groups, vermutlich ist das übergeordnete Merkmal wichtiger für die eigene Identität. Sprich: Welchen Beruf habe ich gelernt/ über ich aus? Was studiere ich? Welchen Sport mache ich?

Für mich persönlich heißt das: Ich bin Kinderkrankenschwester. Ich bin angehende Psychologin. Ich bin Traceuse (Parkour-Sportlerin). Ich bin Arbeitnehmer und ich bin Studentin. Wobei ich mich in steigendem Maße als Psychologie-Studentin identifiziere und in sinkendem als Pflegekraft, je näher der Bachelor-Abschluss rückt. Und ich freu mich derbe drauf.

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Prokrastiwas?!

Als ich so meine abonnierten RSS-Feeds durchsehe zwängt sich mir ein Gedanke auf: Meine Fresse schreiben die Leute viel zum Thema Prokrastination!

Ich kannte den Begriff vor Beginn meines Studiums nicht und im Grunde habe ich dann auch zunächst erstmal nur eine Vokabel gelernt gehabt, deren Sinn sich mir nicht so wirklich erschlossen hatte. Ich kenne das Problem der Aufschieberitis nicht wirklich. Damals in der Schule hatte ich schlichtweg keine Lust und habe Dinge schlichtweg nicht gemacht. Das hatte aber eher wenig damit zu tun, dass ich der Überzeugung war, dass ich die Aufgaben auch zu einem späteren Zeitpunkt erledigen könnte und das ich mit weniger Zeit auskommen könnte, oder sonstige Erklärungsansätze zu trafen die im Rahmen von Prokrastination hätten aufgehen können. Nein. Ich habe Hausaufgaben nicht aufgeschoben. Ich habe sie schlichtweg nicht gemacht.

Und auch in der Ausbildung: Entweder habe ich Aufgaben gleich erledigt, oder ich hab mich dazu entschlossen das sie unnötig sind.

Dann kam das Studium in dem ich die Vokabel der Prokrastination lernte. Mittlerweile weiß ich was damit gemeint ist. Sicherlich schiebe ich auch mal Dinge auf, aber ob man dann immer direkt von Prokrastination sprechen muss.... Ich glaube nicht. Im Grunde bin ich ziemlich strukturiert was die Integration meiner verschiedenen Lebensbereiche angeht. So strukturiert, dass ich mich manchmal selbst über mich wundere. Um beim lernen zu bleiben: Ich fange zu Beginn des Semesters an den Stoff durchzuarbeiten, koordiniere wie ich auf eine bestimmte Anzahl Lernstunden pro Woche komme und ziehe das bis zum Ende des Semesters durch. Manchmal arbeite ich vor, sodass ich mir eine Auszeit nehmen kann. Und manchmal nicht. Hinten dran bin ich eher selten mal.

Ich lese all diese Artikel zum Thema Aufschieberitis recht gerne. In aller Regel sind sie recht unterhaltsam geschrieben und nebenbei gibt es da mitunter recht gute Ansätze zu effizienteren Nutzung von Lernzeit. Sodass man schneller fertig ist. Aber im Grunde ist der Schlüssel zum Erfolg recht einfach: Ziel setzen. Hinsetzen. Arbeiten. Ziel erreichen.

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Letzter Aufruf, ihr Penner!

Die letzten zwei Semester waren echt fürn Arsch. Im Sommersemester lud ich mir 2 Module auf. Was im Grunde mit einem guten Noten-Outcome hätte funktionieren können. Aber am Ende war es eher so semi-gut. Ich hab beide Module mit mittelprächtiger Leistung bestanden. Das Thema der Hausarbeit hat mich so wenig interessiert dass ich nach 2,5 Wochen keinen Bock mehr hatte und abgegeben habe (3,5 Wochen hätte ich noch Zeit gehabt....) und auf die Klausur hatte ich mich nicht so vorbereitet wie ich es sonst tat. Ich verließ mich auf die Erfahrungen der vergangenen Semester und hoffte dass der Führungswechsel im Lehrgebiet keine allzu schwerwiegenden Auswirkungen haben würde. Ich hatte mich getäuscht. Aber immerhin reichte es zum bestehen. Also war mein Plan für das Wintersemester: So richtig reinhauen im Modul Arbeits- und Organisationspsychologie.

Und im Grunde sah es auch ganz gut aus für mich. Es gab einen Fahrplan seitens des Lehrgebiets und ich war ihm stets voraus. In der heißen Phase vor der Klausur bröckelte mein Eindruck und meine Überzeugung eine sehr gute Note abräumen zu können. Vögelten zwischterten mir, dass die Inhalte von über 1000 Seiten zuzüglich einiger Vorlesungen sehr kleinteilig abgefragt würden und zwar verpackt in nette kleine Fragen zu Transferwissen. Man gibt sich im Lehrgebiet offenkundig alle Mühe die Grenzen der menschlichen Kreativität auszuloten bei der Erstellung von Klausurfragen. Ich habe ja Hochachtung vor derartigem Engagement. Schade nur dass ich die Thematik des Moduls eigentlich ganz spannend finde, aber eine solch geartete Wissensabfrage mit Benzin übergießt, in Brand steckt und dann die übrig bleibende Asche in den Boden stampft. Eine gute Note wollte ich dennoch. Also intensivierte ich meine Bemühungen. Die Woche vor der Klausur bedeutete das also den Tausch meines Urlaubs gegen 6h reine Lernzeit. Die Woche vor jenem Urlaub bestand aus 8 Arbeit plus 4h Lernzeit. Ich beglückwünsche mich selbst dazu. Auch jetzt noch im Nachhinein. Weil ich es kann. (Und weil für die vergangenen Module auch in der Klausurvorbereitungszeit 2h täglich völlig ausreichend waren.)

Das hatte zur Folge dass ich am Dienstag ziemlich erschöpft, genervt und frustriert in die Klausur startete, während der Bearbeitung teils beinahe hysterisch lachen musste wenn ich wiederholt eine Frage erkannte die ich nicht beantworten konnte, weil sie irgendein kleinfieseliges Details aus einem der unzähligen Modelle abfragte. Oder wenn ich hätte wissen sollten in welchem Jahr welcher Test entwickelt wurde.

Für dieses Modul habe ich bei weitem die meiste Zeit aufgewendet (im Vergleich zu all den anderen Modulen... oder überhaupt Dingen für die ich lernte). Ich bin immer noch frustriert, dass das Ausmaß meiner Vorbereitung und Zeit die ich dem ganzen gewidmet habe, sich nicht ansatzweise im Ergebnis der Klausur wiederspiegeln wird. Aber so ist das nun. Und ich habe keinen Einfluss darauf.

Meine Belohnung vor dem letzten Semester: 2 Wochen Pause. Nichtstun für die Uni. Rein gar nichts. Oh doch. Eine Kleinigkeit. Ich schmeiß jetzt endlich all die Studienbriefe weg. Und all die Pflichtliteratur die sich angesammelt hat und hier zu staubt. Nur Modul 8 trau ich mich noch nicht wegzuwerfen. Obwohl ich mir sicher bin, dass ich durch bin. Aber etwas in mir traut sich nicht. Glaubt es sei überheblich die Dinge wegzuschmeißen, bevor es abgeschlossen sei.

Wie dem auch sei. Das schlimmste und anspruchsvollste Modul liegt hinter mir und mein letztes Fernuni-Semester liegt vor mir. Ich freu mir ein Loch in den Bauch!

Und zum Abschluss: Gesammelte Werke. Alle auf einem Bild. Auf einem Schreibtisch sogar. Nur Modul 10 fehlt. Und die BA. Aber die kommen ja erst noch. Aber ich mag den Kram kein weiteres Semester aufheben. Verbreitet mieses Karma.
alleModule

Insofern lautet das Motto nun: Letzter Aufruf, ihr Penner! Es wird super. Man darf das nicht verpassen!


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Allein sein.

Neulich fragte man mich ob ich Schwierigkeiten hätte allein zu sein. Ich konnte darauf zunächst einmal keine adäquate Antwort geben. Für mich ist diese Frage nicht mit einer einfachen Ja-/Nein-Antwort umfassend beantwortet. Ich dachte also eine Weile darüber nach was ich darauf antworten will. Die Antwort ist: Ja und Nein.

Ich glaube grundsätzlich strebt jeder Mensch nach Sozialer Eingebundenheit, wünscht sich ein intaktes soziales Netz, wünscht sich wenigstens einen Menschen zu dem er ein besonderes Verhältnis hat. Der Wunsch nach Nähe und Verbundenheit ist - behaupte ich - jedem Menschen angeboren. Sicherlich gibt es da wieder Einzelfälle die aufgrund von Umständen hier anders empfinden, aber die Regel ist das wohl eher nicht. Der Mensch als solches wünscht sich also diverse Freunde bei denen er sich kompromisslos akzeptiert und wohl fühlt ohne das er größere Mengen Energie aufwenden muss um diese sozialen Verbindungen aufrecht zu erhalten und zu pflegen. Und der Großteil wünscht sich einen Partner bei dem er sich eben so wohl fühlt, bei dem er nichts verbergen muss, wünscht sich jemand auf den er sich beständig verlassen kann.

Und ich bin da keine Ausnahme. Also ja: Wenn es darum geht soziale nicht eingebunden zu sein, dann habe ich Schwierigkeit und Angst davor allein zu sein. Ich mag nur ungern auf das Gefühl verzichten, wenn man weiß dass man da eine recht intensive Bindung zu einem andern Menschen hat.

Auf der anderen Seite mag ich auch meinen Freiraum. Bin auch gern mal allein. Hör die Musik die ich mag, so laut wie ich will. Lauf gern allein durchs Feld. Und hab manchmal einfach gern meine Ruhe.

Es ist wohl wie so oft im Leben: eine ausgewogene Mischung ist schon ganz gut. Zeit allein ist wichtig, aber Zeit mit anderen ist ebenso wichtig. Und ein Mensch dem man auch noch den unspannendsten Kram erzählen kann: unbezahlbar.

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Modul 8 - Zusammenfassungen.

fernuni

Die Studienbriefe sind durch, die Pflichtliteratur ist durch, ich bin durch. Naja, nicht ganz. Die englischsprachige Pflichtliteratur hab ich nicht in die Zusammenfassungen eingearbeitet. Die les ich eventuell noch vor der Klausur. Möglicherweise aber auch nicht. Das hat sich noch nicht entschieden.

In die Zusammenfassungen integriert ist die deutschsprachige Pflichtliteratur und die Vorlesungen. Alles in allem Also knapp 500 Seiten Studienbrief und vielleicht 6-700 Seiten Pflichtliteratur zuzüglich 5 Stunden Vorlesungen. Kompakt verpackt auf 125 Seiten. Immer noch mehr als ausreichend.

Ich mach mich dann mal an die Karteikartenproduktion damit ich mich meinem ambitionierten Notenziel annähern kann. Sollte ja in 5 Wochen schaffbar sein. Hoffe ich. Ahoi!

Zu den Zusammenfassungen hier lang bitte.

Achso. Meine Uni hab ich dann im Rahmen einer (für mich) wenig sinnstiftenden Präsenzveranstaltung auch mal gesehen. Sehr sauber dort. Man könnte nun vermuten dass sei so, weil dort kaum Studenten seien. Und hat damit wohl recht. Nun hab ich meine 2 Pflicht-Veranstaltungen hinter mir und kann aufhören deswegen rumzumeckern. Bald bin ich fertig und ich werde es so feiern!!! Aber so ganz umsonst war die PV dann doch nicht. Ich hab überwältigendes Feedback für meine Zusammenfassungen bekommen und es hat wirklich gut getan zuhören, dass ich mit meinen Lernmaterialien anderen helfen kann. Vor allem die Rückmeldung dass meine Zusammenfassungen immer ziemlich genau den Klausurstoff abdecken würden hat mich sehr gefreut. Man weiß ja manchmal selbst nicht ob das alles so hinkommt und so. Da tut es gut dass mal persönlich zu hören.

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Rap. Kontra K. Neues Jahr - Neue Musik.

Seit letztem Jahr irgendwann hab ich entdeckt, dass deutscher Rap gar nicht so scheiße ist wie ich immer dachte. Hörte irgendwann mal "Meine Soldaten" von Maxim und "So perfekt" von Casper im Radio. Fand so ziemlich sofort Gefallen daran. Vor allem an den Texten, die stilistischen Besonderheiten. Und entweder steh ich eben gerade nur auf diese Art von Rap, oder die Texte sind einfach grundverschieden von denen anderer Genres. Da wird viel mit Worten gespielt. Mir gefällt das. Jedenfalls.... Zu Casper und Maxim kam dann noch OK KID, der wirklich grandios mit Worten spielt. Alligatoah deckt thematisch mal ganz andere Bereiche ab und ist mehr so für den Humor unterhalb der Gürtellinie zuständig. Die Antilopengang rappt dann doch sehr gesellschaftskritisch von links aus.

Die Tage stieß ich auf Kontra K. Einer dieser kleinen optischen Gangster, die man rein vom äußeren genau dort verorten würde: Im Rap-Business. Von ihm gefallen mir bisher nur ein paar wenige Lieder. Ich mag es dann doch nicht so, wenn es zu unmelodisch und zu 'hart' wird. Wie dem auch sei. Thematisch eher bei Maxim, Casper und OK KID einzuordnen. Bisschen düster und in menschliche Abgründe blickend. Aber ich mag sowas ja.

Erstens Zweitens:
"
Wir sind schon zu weit weg um umzudrehen
Aber der Wind weht so stark auf offener See
Wir haben den Moment verfehlt, an dem es noch ging"



Hassliebe/ Bleib ruhig:

"Die Narben auf der Haut tun nicht weh
Aber dafür die ihr alle nicht seht
sie brennen wie Feuer, die Wunden im Herz"



Wo sie scheitern:

"Und auch wenn es dann schwer wird
Halt den Schmerzen noch Stand
Beiss die Zähne zusamm'
Solang dein Herz noch schlägt"

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