Der Tod exisitiert nicht.

Der geilste Tag ist ein wirklich sehenswerter Film mit dem netten Herrn Schweighöfer. Aber darum soll es hier nicht gehen. Von den Dialogen blieb mir vor allem einer im Gedächtnis. Als die beiden Jungs auf dem Kran sind und Benno sagt dass man sich vorstellen solle, dass es den Tod gar nicht gäbe. Sondern nur die Zeit davor. Und das würde zählen.

Wer alles Angst vorm Tod hat, möge sich jetzt bitte am linken Ohr kratzen. Jeder hat sich sicherlich schon mal Gedanken darüber gemacht was nach dem eigenen Ableben geschieht. Wer wird wie trauern, was passiert mit den Dingen die ich zuvor besaß, wie geht das Leben der Hinterbliebenen weiter? Wir haben Angst. Aber warum? Uns allen ist klar, dass der Tod zum Leben dazu gehört und wir wissen alle wie schmerzlich es ist jemanden zu verlieren. Aber ich glaube kaum, dass einer von uns Angst vor dem Tod hat, weil er Sorge hat was mit den Hinterbliebenen geschieht und wie es denen ergeht.

Ich glaube vielmehr wir haben Angst vor dem Tod, weil wir Angst haben zuvor nicht das Leben gelebt zu haben was wir uns gewünscht haben. Dafür müssten wir aber erstmal rausfinden was wir eigentlich wollen. Und je mehr wir danach suchen was wir wollen, desto mehr Zeit und Leben fliegt an uns vorbei ohne das wir es überhaupt bemerken. Es fällt uns schwer den Moment als solchen wahrzunehmen und zu akzeptieren, dass genau dieser Moment das Leben ist. Wir wollen immer mehr. Wollen ganz viele tolle Sachen erlebt und gesehen haben, sodass es uns schwer fällt in dem Moment zur Ruhe zu kommen in dem wir uns gerade befinden.

Und ich heb als erste meine Hand wenn es darum geht zu vereisen, zu lernen oder mich zu bewegen. Anstatt im Moment zu leben. Aber ich hab auch Angst vorm Tod. Dabei zählt eigentlich die Zeit davor. Und nicht der Tod. Ich werd mir ein Memo dafür schreiben.

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