Master of Burnout im Psychologiestudium.

Unknown

Um es kurz zu machen: Ich hab ihn in der Tasche. Den Master of Science. Ich darf mich nun so gut wie Psychologin nennen. Vermutlich erst nach der Zeugnisübergabe. Aber wer weiß das schon so genau. Nach 8,5 Jahren Studium hab ich es nun geschafft und freu mir ein Loch in den Bauch. Weg mit den fiesen Sätzen meiner damaligen Klassenlehrerin der letzten beiden Schuljahre, die meinte, ich sei falsch auf dem Gymnasium und des Abiturs nicht würdig.

Und weil ich mich so freue, gibt es nun einfach die Zusammenfassung bzw. das Abstract meiner Masterarbeit für euch alle. Ich selber mochte mein Thema super gerne und fand es wahnsinnig spannend umso schöner, wenn man seine Note mit einem Lob versehen kredenzt bekommt von jemandem der wirklich eher zurückhaltend mit solchen Dingen ist.


"Das Burnout-Syndrom mit Symptomen der emotionalen Erschöpfung, Zynismus und Ineffizienzerleben (Maslach, Jackson & Leiter, 1997) gilt als Risikofaktor für die Entwicklung somatischer und psychischer Erkrankungen (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde, 2012). Psychologiestudierende standen bislang selten im Forschungsmittelpunkt, obwohl Psychologen zu einer Berufsgruppe zählen in der das Burnout-Syndrom gehäuft auftritt (Schmidbauer, 1977). Zielsetzung dieser Masterarbeit ist es Risiko- und Schutzfaktoren bei der Entwicklung eines Burnout unter Psychologiestudierenden zu untersuchen. Die quantitativen Daten aus Online-Fragebögen von n = 110 Studierenden der Medical School Hamburg (MSH) und n = 65 Studierenden der FernUniversität in Hagen (FUH) wurden inferenzstatistisch ausgewertet. Im Vergleich zur FUH erlebten sich Studierende der MSH belasteter. Studienbezogene Anforderungen erwiesen sich für beide Gruppe als signifikante Risikofaktoren bei der Entwicklung eines Burnout. Soziale Unterstützung durch Lehrende zeigte sich für MSH-Studierende und die Selbstwirksamkeitserwartung für beide Gruppen als protektiver Faktor. Die Anforderung an die Psychologiestudierenden der Stichprobe sind hoch und könnten seitens der Hochschulen durch Eröffnung von Handlungsspielräumen, Bereitstellung sozialer Unterstützung durch Lehrende und Angeboten zur Stressbewältigung adressiert werden. Die Regressionsanalyse stößt bei dieser Fragestellung an ihre Grenzen, die Verwendung von Pfadanalysen wird empfohlen."


Und wer auch immer meine Masterarbeit "Risiko- und Schutzfraktoren bei der Entwicklung eines Burnout-Syndrom im Psychologiestudium" lesen möchte, der darf sie sich gerne hier herunterladen.

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