Überflüssige Aufnahmeroutine in der Psychiatrie?

Es gibt da ja Ansätze die auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Ein Beispiel:

Neue Patienten auf einer psychiatrischen Station herumzuführen und alles zu zeigen dasitzt zeitaufwändig. Richtig. Im Hinblick auf das Zeigen der Räumlichkeiten ist das sicherlich nicht meine Lieblingstätigkeit. Weil es immer das gleiche ist und man sich den Mund fusselig redet. Abgesehen davon erzählen unterschiedliche Pflegekräfte unterschiedliche Dinge. Die Idee das per neuer Technologien im virtuellen Raum zu standardisieren klingt also plausibel und sinnvoll.

Bis man anfängt sein Hirn zu benutzen: Es geht ja nicht nur darum dass der Patient weiß wo die Waschmaschine steht und wo es was zu essen gibt. Es geht für mich als Pflegekraft ja auch in ganz beträchtlichem Ausmaß darum, den völlig unbekannten Mensch kennen zu lernen und ein wenig einschätzen zu können. Oft ist also diese unliebsame Tätigkeit so aufschlussreich wie das ärztliche Aufnahmegespräch.


Hier eine Studie zum Thema:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=A+virtual+psychiatric+ward+for+orientating+patients+admitted+for+the+first+time.

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