Der Steppenwolf.

Der Steppenwolf ist ein grenzgeniales Buch von Hermann Hesse, welcher ein absolutes Vorzeigetalent ist wenn es um amüsant verdrehte Formulierungen geht.
Harry Haller ist der Steppenwolf. Bezeichnet sich selbst so. Damit will er verdeutlichen, dass er nicht ein simpler 08/15 Mensch ist, der sein Dasein fristet, sondern dass er ein Mischwesen aus Wolf und Mensch ist. Der Wolf als jemand, den alle fürchten, mit dem niemand was zu tun haben will. Aussenseiter halt. Paradox, denn eigentlich sind Wölfe ja ausgesprochene Rudeltiere... Irgendwas hat er da wohl falsch verstanden.
Eines Abends beschließt Harry Haller, nach einem missglückten Resozialisierungsbesuchs eines ehemaligen Freundes mit dem er sich früher wohl gut unterhalten konnte, sich das Leben zu nehmen. Aus Angst vor der Heimkehr kehrt er zunächst auf einem Fest ein auf welchem er Hermine kennen lernt, die ihn in eine komplett neue Welt einführt.

Es finden sich in dem Buch Formulierungen, mit denen sich vermutlich jeder immer wieder Mal identifizieren kann, da doch mit Sicherheit jeder schon einmal in einer halbwegs verzweifelten missgelaunten Lage war. Es ist ein Buch, über dass man auch noch 3 Wochen später nachdenken kann und immer wieder neue Schlüsse draus zieht. Man kann was mitnehmen für sich selbst. Lohnt sich auf jeden Fall ein Blick rein :D
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