Essen

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Einige erinnern sich womöglich: Anfang August wollte ich für wenigstens 4 Wochen zu großen Teilen auf Zucker verzichten. Nach anfänglichen Kopfschmerzen überwogen schnell die Vorteile: Besserer Schlaf, ausgeglichener, weniger Heißhunger, bessere Konzentration.

Aber wirklich konsequent durchgehalten hab ich die Sache nicht. Ein bis zweimal pro Woche habe ich "gesündigt". Es war Sommer und ich musste gezwungenermaßen Eis essen gehen, oder es gab mal wirklich leckeren Kuchen. Da kam ich nicht drumherum. Im Großen und Ganzen hab ich mich aber ganz gut im Zaum gehalten. Handgerechte Süßigkeiten wie Schokoriegel gabs gar nicht mehr (ausser hier und da ein Proteinriegel, der auch ganz gut gegen den Schokojieper geholfen hat).

Auch wenn ich nicht so konsequent mit mir selbst war, wie ich mir das zu Anfang gewünscht hatte: Ich bin zufrieden mit mir. Ich fühle mich wohler in meinem Körper und bin zum Schluss gekommen, dass ich gar nicht komplett auf die leckeren Zuckerprodukte verzichten möchte. Ich liebe Eis und guten Kuchen. Aber wenn ich das nicht jeden Tag, sondern nur ein oder zweimal die Woche esse, dann kommt mein Körper damit schon klar.

Ich würde jedoch lügen, wenn ich sagen würde, dass es einfach ist. Natürlich schreit mein Dopamin-Belohungssystem ganz laut, wenn da Schokolade, Kuchen und andere Leckereien vor mir stehen. Allerdings habe ich den zweifelhaften Vorteil der Erfahrung mehrerer Nikotinentzüge und weiß wie Craving funktioniert und sich anfühlt. Craving ist das bittere dringende Verlangen nach einem Suchtstoff den man unbedingt genau jetzt haben will. Den man braucht. Zumindest denkt man, dass man den Suchtstoff braucht um mit welchem Stress auch immer umgehen zu können. Man will sich belohnen für irgendwas. Wenn man jedoch weiß dass Craving in Wellen anflutet und auch wieder abebbt, wenn man nur lange genug aushält, dann lassen sich die zahlreichen Versuchungen besser aushalten. Und es ist definitiv von Vorteil, wenn man sich nicht im selben Raum wie die die Schokolade aufhält. Craving lässt sich aushalten, und wenn man es mal nicht aushält ist es auch nicht so schlimm.

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Gib dem Affen kein Zucker.

Schon lange nichts mehr zum Thema 'Essen' & Ernährung gesagt. Schon seit geraumer Zeit stör ich mich selbst an meinem Zuckerkonsum. Aber einfach weniger Süßigkeiten, Schokolade und Puddingteilchen zu essen, das scheint mir nur schwer möglich zu sein. Esse ich eine Kleinigkeit, dann wird es schnell ein kleiner Haufen Allerlei. Ich schob die Gedanken also immer wieder weg mit der Einstellung: Ich schaff das ja eh nicht.

Ein paar Wochen vor meinem Urlaub postet jemand in Facebook, dass er als Koffein-Junkie nun auf eben jenes Koffein verzichten wolle und auch auf Zucker. Beides zur gleichen Zeit war dann wohl doch zu hart, aber den Koffein-Entzug zog er durch. Der Zucker-Entzug wurde verschoben. Das imponierte mir. Ich gehörte immer zu der Sorte Kaffeetrinker, die glaubten auf ihren Morgenkaffee angewiesen zu sein, und ohne 3-4 Kaffee einen Frühdienst gar nicht überleben zu können. Ich überlegte also, dass mein ausgedehnter Urlaub die perfekte Testlaufphase sei. Die ersten beiden Wochen hatte ich aber leider vergessen, dass ja auch schwarzer und grüner Tee Koffein enthält und hab darüber hinaus auch ab und zu mal vergessen, dass ich keinen Kaffee mehr trinken wollte und fand mich selbst mitten in Seattle mit einem Latte Machiatto in der Hand. Am Ende der Woche 2 korrigierte ich meinen Fehler und besorgte mir Früchtetee. Es folgten 5 Tage Kopfschmerzen und vermehrte Müdigkeit. Danach war der 'Entzug' überstanden. Das ist nun 6 oder schon 7 Wochen her. Ich brauche den Kaffee nicht mehr. Wenn ich Lust auf ein warmes leckeres Getränk hatte, dann machte ich mir eine Trinkschokolade.

Und da wären wir auch schon bei Topic Nummer zwei: Zucker. Ich bot jemandem auf der Arbeit Schokolade an, die herum lag und sie lehnte ab. Sie esse seit anderthalb Jahren keinen Zucker mehr. Und wenn man die ersten paar Tage überstanden hätte, sei das gar nicht mehr so schwer. Irgendwie imponierte mir das, und gab mir den Impuls mindestens die nächsten vier Wochen auf (raffinierten) Zucker zu verzichten. Also keine Trinkschokolade mehr, sondern noch mehr Früchte- und Kräutertee. Und wieder Kopfschmerzen.

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Essen. Immer wieder Essen.

Mittlerweile hab ich mir schon einiges an Infos zu (angeblich) gesunder Ernährung zu Gemüte geführt. Ich habe diverse Bücher gelesen, in den unterschiedlichsten Blogs gestöbert, unzählige Artikel gelesen und einige Reportagen im Fernsehen gesehen. Letztere vor allem wegen ihres Unterhaltungswertes und weniger wegen ihres Informationsgehaltes. Der scheint nämlich im Medium Fernsehen erschreckend gering. Aber das ist jetzt vermutlich auch keine Neuigkeit.

Ich behaupte nicht, dass ich ein Ernährungsexperte sei. Aber ich glaube schon dass ich mir mittlerweile ein ganz gutes Bild gemacht habe und so ganz grundsätzlich weiß, was meinem Körper gut tut und was im Grunde nur Müll in einer hübschen Hülle ist.

Bei all den Infos die ich so gesammelt habe, ist eine davon herausragend. Denn sie betrifft ganz allein mich selbst: Ich wäre eine wirklich miserable Machtsüchtige. Ich würde noch nicht mal eine 'Diät' (nicht in der ursprünglichen Wortbedeutung, sondern in der heutzutage alltäglichen Bedeutung) durchhalten. Alles was nur annähernd mit restriktivem Essverhalten zu hat, ich kriegs nicht hin. Ich hab mal eine Weile versucht meine Kohlehydratzufuhr zur verringern. Auf Kartoffeln und Nudeln und Reis und Brot zu verzichten. Dabei gibt es diverse Barrieren: Ich steh unwahrscheinlich auf Nudeln und Kartoffeln. Am ehesten kann ich auf Brot verzichten. Aber es geht einfach schnell. Und komplett verzichten will ich auch nicht. Eigentlich will ich überhaupt gar nicht verzichten. Weil Schokolade und Gummitiere sind auch ziemlich Porno.

Das gute ist: Ich mag Gemüse. Ich mag Obst. Ich mag Eier. Ich mag Fleisch. Und Käse. Ich esse einfach gern. Das macht die ganze Ernährungsgeschichte wiederum eigentlich ziemlich einfach.

Zurück nochmal zu all den kleinen Informationsquellen die ich im Laufe der letzten Jahre konsultiert habe: Die meisten dieser Quellen konzentrieren sich auf einige wenige Aspekte. Die einen versprechen Gewichtsreduktion und Gesundheit durch den ausschließlichen Konsum diverser frisch gepresster Gemüsesäfte. Die nächsten versuchen sich an einer Paleo-Diät und konsumieren somit nur unverarbeitete frische Lebensmitteln (überwiegend, Gemüse, Beeren, Fleisch, Obst, kaum Getreide), wieder andere ernähren sich vegetarisch oder gar vegan und nochmal andere zählen lediglich Kalorien oder Fettaugen. Sie alle haben einen gemeinsamen Nenner: Man verbietet sich irgendwas. Und jede einzelne bietet ein plausibles Erklärungsmodell.

Am Ende weiß man nicht mehr was man glauben soll. Dabei ist es recht einfach: Man sollte lernen auf seinen Körper zu hören. Wie reagiert mein Körper wenn ich ihm Fleisch zuführe, wie reagiert er bei Brot, wie bei Milchprodukten... und so weiter. Menschen und deren Körper sind unterschiedlich. Was für mich funktioniert, funktioniert nicht zwingend auch für jemand anderen. Wer abnehmen will für den gilt ganz grundsätzlich: Kalorienzufuhr kleiner halten als Kalorieneinfuhr. Das kann man über Ernährung und/ oder durch vermehrte Bewegung erreichen. Das Fast-Food ungesund ist wissen wir alle mindestens so gut, wie Raucher wissen, dass rauchen gesundheitsschädigend ist. Wir wissen das Gemüse und Obst gesund ist. Wir wissen dass wir Eiweiß (in welcher Form auch immer) brauchen um Muskeln aufzubauen. Wir wissen auch, dass Kuchen "sinnloses" Essen ist. Hübsch verpackter und schmackhafter Müll. Aber dennoch Müll. Wobei: Auch Müll ist nützlich.... Denn immerhin schmeckt Kuchen ziemlich geil.

Wie also funktioniert 'richtige' Ernährung? Im Endeffekt muss es jeder für sich selbst rausfinden. Jeder muss selbst wissen, welche Ansprüche er an sein Essen stellt. Welche Ansprüche an den Körper und welche an die Geschmacksnerven. Für mich gilt: Alles ist erlaubt. Ich kann mir eh nichts verbieten. Ich steh auf Kuchen, ich esse unwahrscheinlich gern Obst, ich mag leckeres Gemüse. Ich will langfristig weder auf Nudeln, noch auf Kartoffeln verzichten und auf Fleisch schon dreimal nicht. Auf das richtige Maß kommt es an. Und Bewegung. Ohne Bewegung wäre ich sicherlich ein rollendes Fass.

Und für die Zukunft gilt: Ich werde weiterhin die diversen Medien als Informationsquelle nutzen. Nicht zuletzt wegen des unermesslichen Unterhaltungswertes, welchen so eine Doku - mit abspeckenden Menschen, in der Einöde unabhängig lebenden Waldkauzen und von Trinkwasser-Besessenen Gurus - hat.

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Pancakes

pancake

Pancakes mit kaum Kohlehydrate. Andere würde es möglicherweise auch eher Omelett nennen. Mit 200ml Milch (nächstes Mal nehme ich weniger), 2 Eier, 30 g Proteinpulver nach Wahl, 1-2 Esslöffel gemahlene Mandeln und 1 Esslöffel Mehl und ein bisschen Zimt und zu guter letzt einer vermatschten Banane seid ihr dabei. Alles vermischen und dann portionsweise in der Pfanne braten. Bei mir war der Teig recht flüssig, das hat zur Folge, dass die ganze Pfanne mit Teig ausgefüllt ist. Da der Teig aber recht schwer ist, lässt er sich in der Größe kaum am Stück wenden. Deshalb gibts das nächste Mal weniger Flüssigkeit, damit der Teig zäher wird. Heute hab ich mir dazu noch ein paar Äpfel in der Pfanne warm gemacht und oben drauf gabs ein bisschen Ahornsirup.

Superlecker.

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Fatale Schokotorte.

Ich hatte Geburtstag. Es gab eine kleine Feier, ich bekam Geschenke und habe mich mit netten Leuten umgeben. Und ich habe Torte gebacken. Die Torte enthält neben Zucker und Schokolade sogar einen marginalen Anteil an Mehl.

Vorher:
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Leider ist das Bild nicht ganz vollständig, da mir während der Produktion aufgefallen ist, dass noch ein wenig Puderzucker fehlt. Nicht dass jemand zweifelt an dem Zuckergehalt hegt.

Nachher:
torte02

Nach einem kleinen Stückchen war dann auch jeder zufrieden und keiner wollte mehr. Nicht weil es nicht geschmeckt hätte. Aber mehr ging einfach nicht.

Und wer das nicht glaubt, dem sei nun hier das Rezept geliefert, um es in Selbsterfahrung auszuprobieren (mit einem Klick auf die Zutatenliste solltet ihr das Rezept-pdf runterladen können):

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Slow Carb, Low Carb, No Carb

Diäten. In der fernen Zukunft werden wohl nur noch wenige Menschen sagen können, dass sie noch nie irgendeine Diät versucht haben.

Genau genommen, kann das jetzt schon kein Mensch von sich behaupten, wenn man von Diät im ursprünglichen Sinne redet. Dann meint Diät nichts anderes als Lebensweise. Und irgendeine Art der Lebensweise hat jeder Mensch. Jedes Lebewesen sogar.

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Heutzutage wird Diät aber meist in einer etwas anderen Bedeutung verwendet. Als Ernährungsweise, welche das Ziel hat sich gesünder zu ernähren und/ oder abzunehmen. Die einseitigen Diäten in denen man eine oder zwei Wochen lang nur Kohlsuppe schlürfen durfte oder sich von Ananas ernähren durfte oder ähnlich zinnfreie Prinzipien, sind zum Glück eher wieder unmodern. Sie bringen nämlich rein gar nichts. Ausser Wasser und Kraftverlust und am Ende der Zeit (wenn man es überhaupt geschafft hat) die Erkenntnis das Diäten schrecklich sind.

Der Diätisten-Mainstream ist da eher auf einem ganzheitlichen Weg: Ernähre die gesund und ausgewogen und im Besten falle bewegst du dich dazu noch ein bisschen. Da gibt es dann Diäten da muss man einiges rechnen, manche zählen ganz klassich Kalorien, andere rechnen sich den Glykämischen Index aus und die nächsten zählen die Fettaugen in der Suppe. Andere gehen zu Seminaren und lernen welche Mahlzeit wieviele Punkte hat und wieviel Punkte sie die Woche über so essen dürfen. Im Endeffekt machen erreichen sie alle das Gleiche Ziel: Ernährungsumstellung und Bewegung.

Ich lese mir ja gerne Beschreibungen diverser Diäten durch, allein weil mich der Einstiegssätze begeistern…. Mein absoluter Liebling ist da:

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Ich mein… wer glaubt denn wirklich daran, dass man ohne jeglichen Verzicht oder Veränderung etwas verändern kann? Wer mehr Kraft haben will, der muss trainieren. Und wer abnehmen will der muss seine Ernährungsgewohnheiten überdenken und was daran verändern. Das heißt auch Verzicht. Denn ohne den Verzicht auf Gummibären, Hamburger oder Chips wird es nicht funktionieren. Das heißt nicht, dass man das nie wieder essen darf. Aber je nach zuvor gewohnter Einfuhr dieser "Nicht-Lebensmittel" wird man sich einschränken müssen im Konsum dieser schmackhaften Dinge.

Wie gesagt: Ich amüsiere mich prächtig. Denn auch wenn die Diäten untereinander noch so wenig gemein haben mögen. Eines ist bei allen gleich: Der Konsum von Zucker soll dabei auf ein - wie auch immer geartetes Minimum - eingeschränkt werden. Es gibt keine Gummibären-Diät mit der die Kilos purzeln und die Körperform athletisch wird.Mehr lesen...
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Gib dem Affen Zucker - Nicht.

Zucker

Ein paar Tage habe ich schon hinter mich gebracht. Ein paar Tage ohne zusätzlichen Zucker. Es sollen auch noch ein paar mehr Tage werden. Tage ohne Schokoriegel, Gummibärchen und Nutella.

Warum? Weil ich es kann. Weil ich die Erwartung habe, dass ich leistungsfähiger werde, ohne die trägmachenden Kristalle. Diese kleinen wohlschmeckenden Partikel verursachen nach kurzer Zeit Heißhunger und so wirklich zügeln kann man sich im Verzehr oben abgebildeten Stoff nicht. Stoff. Nicht wie der zum nähen, sondern wie der Stoff der süchtig macht. Zucker wirkt nämlich irgendwo oben im Hirn am Belohnungssystem und macht Lust auf mehr.

Ich möchte von sowas lieber nicht abhängig sein. Habe auch gehört es sei ungesund, mache dick und verursache Karies.Mehr lesen...
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Veganismus

Ich rutsche immer wieder in diese Diskussion hinein. Es liegt vermutlich daran dass ich meine Klappe einfache nicht halten kann.
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Jedenfalls hier nochmal ganz offiziell meine Meinung: Veganismus ist eine Essstörung.
Wer am Tag so unermesslich viel Zeit damit verbringt über seine Ernährung nachzugrübeln und was er jetzt essen kann und was nicht, weil irgendwelche kleinen bösartigen tierischen Proteine darin enthalten sein könnten und sich diese defizitäre Ernährung dann auch noch auf das sozialeren auswirkt, der ist essgestört. (oder meinetwegen auch Zangsgestört, ich will da ja nicht so kleinlich sein)

Aktuell mischte ich mich bei Facebook wieder in ein solches Thema ein und dort erschien eine Antwort, die nicht einmal an mich gerichtet war, aber dennoch meine Verärgerung auf mich zog. Sinngemäß war die Aussage: "Alle die meinen Veganismus wäre eine Mangelernährung, haben keine Ahnung"

Um das mal kurz klar zu stellen: Ein solche Aussage birgt eine völlig trotzige Reaktion und entbehrt jeglicher Grundlage.

Eine weitere Aussage war dann: "Alle Vitamine und Nähstoffe die man sonst über Fleisch, Käse und andere aufnimmt, kann man sich auch über Pflanzen zuführen"

Und eine solche Aussage birgt absolutes Unwissen und Ahnungslosigkeit (soviel zum Thema: "Ihr habt ja alle keine Ahnung). Wenn man tierische Proteine und Fette über Pflanzen zu sich nehmen könnten, dann hätten Pflanzen vermutlich Augen und könnten sich fortbewegen.

Hier ist der gemeine Vegetarier im Vorteil: Er konsumiert in aller Regel Butter, Milch und Eier. Kein Problem für den Vegetarier.

Der Veganer hat nun ein Problem: Klar, Vitamine und Mineralstoffe sind zu Häuf in gutem Obst & Gemüse zu finden. Proteine kann man auch über Sojaprodukte zu sich nehmen. Die Frage ist nun: Wie kann man sich all diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zu nutzen machen wenn sie dann im Körper sind. Denn dass ich sie oben reinfalle, heißt nicht, dass ich sie auch benutzen kann. Um sie benutzen zu können brauche ich Fette. Bis zu einem gewissen Maß geht das mit pflanzlichen Fetten. Aber der Körper findet das mühselig und kann nur einen geringen Prozentsatz der Vitamine und Mineralstoffe verstoffwechseln und verwertend, ehe die Vitamine am anderen Ende des Körpers in ihren Keramiktod purzeln.

Was ist das Ergebnis? Ich kenne einige Veganer und die sehen alle samt krank aus, sind müde, erschöpft, neigen zu Verletzungen an Sehnen, Bändern und Knochen. Sie nehmen zum Teil Nahrungsergänzungsmittel, wenn sie genug Geld dafür investieren können/möchten. Aber trotzdem sind sie allesamt blass und das Blutbild wäre vermutlich eine mittlere Katastrophe.

Aber es muss ja nicht so sein. Es gibt bestimmt einen (ganz geringen) Prozentsatz an Veganern, die ausreichend (also sehr viel) Zeit aufbringen für ihr Ernährungskonstrukt, sodass sie genügend Vitamine und sonstige Nährstoffe oben einfüllen und verwerten. Die allermeisten scheinen jedenfalls nicht genügend Zeit aufzubringen und machen sich so langsam kaputt und sehen durch ihre hervorstehenden Knochen auch nicht gerade gesund aus.

Nochmal eine Frage zum Thema, das Veganismus keine Mangelernährung sei: Wie nennt man es denn sonst, wenn sich ein Mensch keine tierischen Fette und Proteine zuführt?

Und dann bleibt da noch ein anderer Aspekt: Warum versuchen soviel Menschen verkrampft sich gegen evolutionär bedingte Gegebenheiten zu sträuben und ernähren sich so kompliziert? Also kompliziert für den Körper, denn der menschliche Körper ist ja evolutionär bedingt auf eine gewisse Optimalernährung eingestellt. Wie diese Optimalernährung aussieht? Ziemlich simpel: Alles von dem ich keine Bauchschmerzen kriege und weiterhin Gesichtsfarbe habe und genügend Kraft zu haben um meine Wasser-Six-Packs vom Aldi nach Hause zu tragen. Das heißt konkreter: Nüsse, Beeren, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch

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Diäten-Wahn

Eigentlich kommt das Wort "Diät" aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Lebensweise". Im englischsprachigen Raum - so sagte man mir und ich glaube es so - wird "diet" auch noch eher in diesem Sinne gesehen. Zwar schon beschränkt auf "Ernährungsweise", aber immerhin.

In Deutschland (und bestimmt auch anderswo) ist "Diät" offenbar gleichbedeutend mit:"Ich stelle seltsame Dinge mit meiner Ernährung an um dann abzunehmen.Und da ist schade. Denn eigentlich könnte das Wort "Diät" ein kurzes prägnantes Wort sein, das einfach ausdrückt, dass jemand sich in einer bestimmten Art und Weise ernährt, eine bestimmte Art und Weise verfolgt sein Leben zu gestalten.

Demzufolge spreche ich im Folgenden nicht von "Diäten-Wahn", sondern von "Abnehm-Wahn". Irgendwann die Tage, vielleicht auch letzte Woche, kam eine dieser
schlecht recherchierten Reportagen zum Thema Diäten. Dort gab es sogenannte Experten (eventuell sind das sogar wirklich Ärzte, aber die können einem via TV ja viel erzählen), die erklärten, dass der Mensch Kohlehydrate und Zucker brauche. Grundsätzlich nicht falsch, aber auch nicht wirklich richtig, wenn man nicht weiter ausführt, was damit gemeint ist. Gemeint ist nämlich, dass de Zucker aus dem Obst völlig ausreichend und auch sinnvoll ist, genauso eben wie die damit einhergehenden Kohlehydrate aus Obst und Gemüse. Die eigentlichen Kohlehydrate die jeder vor Augen hat, wenn es um dieses Thema geht sind Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot. Und davon braucht man nur ganz wenig. Ungefähr 150g pro Tag. Alles was drüber ist führt zur Gewichtszunahme. 150g Kohlehydrate sind nicht viel. Eine Scheibe Brot hat ca 40g.... Und wer wird schon von einer Scheibe Brot satt? Selbst eine Birne kommt schon mit 20g Kohlehydrate daher.

Weitergehend wurden innerhalb dieser Dokumentation arme Würstchen gefunden die sich dazu bereit erklärt haben populäre Diäten wie die "Kohlsuppendiät" auszuprobieren. Abgesehn, davon dass die  soziale Erwünschtheit eines Selbst während eben dieser Diät dank der Ausdünstungen drastisch sinkt, ist es einfach völlig sinnentleert, sich eine Woche lang von ein und dem selben Gericht zu ernähren. Wer ein paar Hirnzellen übrig hat und die kurz einschaltet um nachzudenken, dem wird das auch klar sein.

Dann gab es noch einen Beitrag zum Thema, wieviel Zeit zwischen den Mahlzeiten sein sollte. Ich war auch mal der Meinung, dass zwischen den Mahlzeiten 4 Stunden Zeit liegen sollte. Mittlerweile bin ich anderer Meinung. Ich glaube man sollte essen wenn man Hunger hat. Und dann richtig, solange bis man keinen Hunger mehr hat. Wer während einer Diät ständig hungern muss kriegt schlechte Laune und wird eher abbrechen.

Eine Diät ist genau dann sinnvoll, wenn sie das abdeckt, was die alten Griechen am ehesten damit meinten: 
- eine Lebensmittelgruppe zu verbieten ist schwachsinnig und führt zu negativen Gefühlen und langfristig zu einem Scheitern der Diät. Es sollte alles erlaubt sein. Die Menge machts. Für mich heißt das: 1-2 mal pro Woche Nudeln, Reis, Kartoffeln..... Ansonsten: Fleisch, Gemüse, Obst, Joghurts, Hüttenkäse, Quark, auch Süßigkeiten oder Bier ist dabei. ziel ist es über den Tag verteilt nicht mehr als 150g Kohlehydrate aufzunehmen
- Essen, wenn der Hunger kommt.Und dann richtig
- Bewegung. Jede Form der Bewegung. Egal was. Alles ist besser als Couching. Mir wurde mittlerweile erklärt, dass Bewegung auf der Arbeit nicht  zählen würde. Zählen würde, nur wenn man bewusst raus geht um Sport zu machen. Ich habe das früher schon nicht verstanden und verstehe es heute noch weniger. Je mehr Bewegung desto besser. In jedem Bürojob lässt sich Bewegung einbringen. Und wenn es nur häufigere Pipi-Pausen sind. Egal. (Zum einkaufen laufen und mit dem ad zur Arbeit fahren zählt übrigens auch)
- Sport: Das ist, wenn man bewusst raus geht um sich zu bewegen. 2-3 mal pro Woche sollten schon drin sein. Für mich heißt das: 1xpro Woche sprinten nach dem Tabata-Protokoll und 2xKraftraining und /oder Parkour
- Freizeit: Zeug machen, rumhängen, spielen, Fernsehen, lernen, lesen. Wasauchimmer. Einfach genießen. Eine Auszeit schaffen, ganz ohne Stress. Die Küche sieht zum kotzen aus und das Bad müsste auch mal geputzt werden? Ganz egal, ich setz mich auf die Terrasse, da sehe ich das nicht!

Im Endeffekt könnte das alles so einfach sein. Die Leute geben jährlich Unsummen von Geld aus, für andere Leute, die ihnen für Geld erzählen, was sie eigentlich eh schon wissen. Gerade in Zeiten des Internets gibt es soviele kostenlose Informationen. Man müsste sie sich nur holen. 

Alles was man braucht ist die Überwindung und den Mut anzufangen und einen guten Zeitplan. Denn bei Freunden kommt man häufig nicht umhin Kohhlehydrate zu futtern. Aber das lässt sich ja einplanen. Und ab und zu sind die auch gar nicht böse.

Kostenlose sinnvolle Informationen, die man sich nur holen muss gibts zum Beispiel hier: 
http://www.marksdailyapple.com/
oder hier: 
http://www.urgeschmack.de/

Wer lieber Geld ausgeben möchte ist hier gar nicht so verkehrt: 
http://www.strunz.com/
oder da: 
http://www.weightwatchers.de/index.aspx

Was man nicht braucht sind die Ernährungsrichtlinien der
DGE. Die sind nämlich gar nicht so sinnvoll, wie sie vorgeben zu sein. Ich ernährte mich vor ein paar Jahren nach eben diesen Richtlinien und erreichte innerhalb kurzer Zeit einen Gewichtszuwachs. Um das mal positiv auszudrücken.

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