Master

Auswahlgespräch Regensburg

Nun könnte man meinen, dass es was gutes sei zu einem Auswahlgespräch eingeladen zu werden. Wenn ich mich für einen real existierenden Job bewerbe dann ist das vermutlich so. Wenn ich mich für einen Studienplatz bewerbe der nur für 1/7 der Bewerber real existiert, dann liegen die Dinge etwas anders.

Was wir nun schon wissen: Jede Uni kocht ihr eigenes Süpplein und oft ist das gar nicht so einfach welche Zutaten nun in welche Suppe hineingehören. Regensburg hat sich da nun ein ausgeklügeltes System überlegt um nicht rein nach der Bachelor-Abschlussnote Rangplätze zu vergeben. Jeder bis zur Not 1,3 ist qualifiziert (wobei ich mich frage, was sie eigentlich machen wenn sich da 250 Leute mit genau diesem Notenspektrum bewerben…?!). Alle die danach kommen, bekommen Punkte vergeben: 1,4 bekommt 10 Punkt abgestuft bis zur 1,8 die noch ganze 2 Punkte erhält und erhält damit die Qualifikation an einem Auswahlgespräch teilzunehmen (alles was schlechter ist, hat keine Chance und). Es gibt also zusätzlich 5 Punkte für einen experimentellen Kurs und 5 Punkte für das Vorhandensein Biologischer Psychologie. Beides natürlich jeweils im Umfang der Module, welche die Uni Regensburg anbietet.

Das Auswahlgespräch selbst dauert 10 Minuten und rein formal durfte ich mir ein Thema aussuchen über das wir im Ausgangspunkt reden würden, aber im Endeffekt war es eine mündliche Prüfung zu den Methoden der quantitativen Forschung. Ich habe mein T-Shirt in diesen zehn Minuten durchgeschwitzt und war sehr traurig, dass ich keines zum Wechseln eingepackt hatte. Ich kam nicht auf die einfachsten Dinge. Im großen und ganzen wurden drei Bereiche abgefragt in denen man jeweils 10 Punkte erreichen kann. Man benötigt mindestens 20 für die nächste Runde. Für die Runde in der mir dann vermutlich wieder ein Rangplatz am hinteren Ende zugewiesen wird. Denn mit 1,8 gehöre ich fast schon zum Ausschuss. Aber das ist in dem Fall vielleicht auch gar nicht so schlimm, denn so schön ich die Stadt Regensburg finde, die Uni hat den Charme einer öffentlichen Toilette in einer sommerlichen Samstagnacht. (Naja. Vielleicht doch nicht ganz so schlimm. Aber irgendwo muss der Frustration Ausdruck verliehen werden)

Also nein. Im Zuge der Musterbewerbung ist ist mit diesen diffizilen Punktevergabesystemen gar nicht so geil zu einem Auswahlgespräch eingeladen zu werden. Aber immerhin bekommt man eine Chance. Zumindest wenn man nicht zum absoluten Ausschuss hinter 1,8 gehört. Perverse Bologna-Reform. PERVERS.

Randnotiz: Ja Ich bin für 10 Minuten Gespräch 300km hin und wieder 300 km an einem Tag zurückgefahren. Man gönnt sich ja sonst nix.

Comments

Studierfähigkeitstest Landau

Es kommt langsam Bewegung in die Master-Bewerbungssache. Vergangenen Samstag war ich ich beim Studierfähigkeitstest an der Uni Landau. Ich könnte mich stundenlang und ausführlich über die Frechheit aufregen so einen Auswahltest "Studierfähigkeitstest" zu nennen. Da die meisten in der Regel ein Abitur…. eine sogenannte Hochschulreife abgelegt haben, bevor sie angefangen haben an einer Universität zu studieren. Und nach einem bestandenen Bachelorstudium dürfte die Studienfähigkeit ja nun vollends ausser Frage stehen.

Aber ja: Natürlich ist mir bewusst, worum es bei dieser Art Test eigentlich geht: Auslese. Je nach abschneiden in diesem Test bekommt man eine bestimmte Punktzahl und kann sich somit in Kombination mit seiner Abschlussnote auf den Rangplätzen an den Mitbewerbern vorbeiboxen. Einige Unis bieten einen freiwilligen Test an. Ich war bei keinem einzigen (Ich war im Zeitraum in dem diese Test statt finden schlichtweg auf einem anderen Kontinent). Die Teilnahme am Test in Landau ist (für Uniausländer) verpflichtend um in den Bewerberpot zu kommen. Also musste ich da wohl oder übel hin. Aber man geht dort mit den Bewerbern sehr fair um. Weil ich beim eigentlich Testdatum noch im Urlaub war durfte ich aus Kulanz beim Nachholtermin teilnehmen. Der Test an sich war auch absolut fair und gut zu bearbeiten. Aus 4 Themenbereichen (Kommunikations-, Pädagogische, Wirtschafts-, Klinische Psychologie) hatte man drei zu wählen und jeweils 12 Multiple Choice Fragen zu beantworten. Am Nachholtermin waren wir vielleicht 30 Leute, die Woche zuvor seien es gut 400 gewesen.

In vier Wochen werde ich mehr erfahren. Wäre ich nicht im Urlaub gewesen hätte ich mich sehr gut auf diesen Test vorbereiten können, da es diverse Literaturempfehlungen dafür gab. Da ich aber keine Zeit hatte… Ihr wisst schon.

Comments