MSH

Summerschool für die Klinische Psychologie

Mit der Umstellung von den Diplomstudiengängen auf das Bachelor-Master-System werden wir nicht nur unzählige Absolventen haben die nach dem Bachelor auf den Arbeitsmarkt schwemmen und nur ein Bruchteil wird den Weg über den Master gehen. Ausserdem wird das alles vergleichbarer und man hat mit dem Bachelor viel mehr Wahlmöglichkeiten bezüglich der möglichen Masterabschlüsse. Und weil das alles so supergeil ist musste ich an der Medical School für den Master ECTS in klinischer Psychologie nachholen, die ich an der FernUni im Bachelor nicht erreichen konnte, da sie nicht Teil des Curriculums waren.

Zu meinem Glück musste ich nicht alle 15 Punkte nachholen, sondern nur 10. Weil mir 5 Creditpoints von Kursen angerechnet wurden die ich an der vhb abgeschlossen habe. Welche Kurse mir da im einzelnen angerechnet wurden, das hat sich mir nie erschlossen. Fakt ist aber: der geringe Aufwand hat sich gelohnt.

An der MSH hatte ich nun zwei Möglichkeiten: 1) Die fehlenden Punkte während des Semesters zusätzlich zu den Mastermodulen erwerben. Durch Besuch der Vorlesung und Seminare und abschließender Prüfung. Oder aber Option 2) 4 Vollzeittage pro 5 ECTS in den Semesterferien mit abschliessender mündlicher Prüfung an Tag 5 die unbenotet bleibt und nur bestanden werden muss.

Anfang des Semester überschlug ich also den Zeitaufwand und nach einer Bedenkzeit von unter 5 Sekunden hab ich mich für die Summerschool entschieden. Damit würden zwar zehn Tage meiner wohlverdienten Semesterferien dahin schwinden, aber ich erhoffte mir insgesamt weniger Zeit an der Uni zu verbringen und zum zweiten viel viel viiiiiil weniger Zeit mit der Lernerei für eine benotete Klausur zu Hause verbringen, weil ja in der Summerschool gar keine Zeit zum zu Hause lernen mehr übrig sein würde.

Jetzt ist die Summerschool rum und ich hätte keine bessere Entscheidung treffen können. Jedes Modul wurde von einem Dozenten (maximal 2) gehalten. Die Gruppengröße war mit 8-13 Personen doch sehr klein und übersichtlich. Fast schon familiär. Es gab viele gute Diskussionen, viel Input und Denkanstöße. Es war glücklicherweise nicht ausschließlich das Nachholen von Themen die wir nach dem ersten Mastersemester schon alle kannten. Natürlich war es das zum Teil auch, aber es gab auch neuen Input und praxisnahe Fallarbeit.

Was ich eigentlich sagen will: Wer immer die Qual der Wahl hat, dem kann ich nur zur Summerschool raten und die verlorenen Tage der Semesterferien eben die verlorenen Tage sein lassen. Danach kommen noch 1,5 Monate freie Zeit…

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MSH KPP SS17.

Ich dachte man könnte mal ein bisschen Buchstabensalat in den Titel eines Eintrages einstreuen. Was das nun heißen soll? Medical School Hamburg. Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie. Gestartet im Sommersemester 2017. Also gewissermaßen meine Laufbahn.

Ich hab während des Semesters schon ein bisschen was zu meinen Eindrücken des Studiengangs und der Uni geschrieben. Im großen und Ganzen ist alles ziemlich super. Und dabei will ich es heute auch belassen.

Und weil das meine Art zu lernen ist habe ich natürlich wieder meine Zusammenfassungen geschrieben. Und weil die ja sonst eh nur auf meinem Rechner verschimmeln, weil ich die nach den Klausuren nur noch äußerst selten brauche, lad ich sie wieder hier hoch. So können sich jeder Neugierige ein Bild von den Inhalten des Studiums machen. Also erstmal natürlich nur vom ersten Semester.

Ahoi!

>>Hier gehts lang.<<

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Fahrradtour als Klausurvorbereitung

Gestern war der letzte Vorlesungstag des ersten Semesters an der MSH. Soweit ist alles super und ich bin hellauf begeistert von den Inhalten und der Strukturierung. Das Geld ist gut investiert würd ich meinen. Aber irgendwas ist ja immer… Und in diesem Fall sind es die beiden Klausuren nächste Woche. Geprägt von der FernUni (und weil ich Druck vor den Klausuren nicht abkann und dann schlichtweg nichts mehr mache) hab ich wie immer während des Semesters gelernt. Sicherlich ist es der Stoff nicht gerade wenig Umfangreich, aber von der Fernuni kenn ich da noch ganz andere Hausnummern. Andererseits waren die Studienbriefe dort wirklich sehr gut strukturiert und es war ziemlich klar was auswendig zu lernen ist und was nicht. Jetzt ist das etwas freier und das macht es auch schwieriger. Weil - zumindest was das Modul psychische Erkrankungen angeht - nicht ganz klar ist, was sie am Ende von einem Wissen wollen. Nach kommendem Montag wissen wir es. Dann wissen wir ob wir das richtige gelernt haben oder nicht.

Während nun also alle einen Endspurt einlegen zum lernen, hab ich erstmal ne Fahrradtour gemacht. Im Süden Hamburgs. Von Tiefstack bis Bergedorf über den Marschdamm und jede Menge Deich. Nach 60km sind meine Beine nun reichlich Matsch, dafür ist mein Kopf aber wieder etwas freier. Und natürlich mache ich auch meinen Lernendspurt. Aber wenn mein Körper mich um 5:45 aus dem Bett wirft, dann hab ich bis 9:00 halt auch schon drei Stunden gelernt und finde das für einen Tag schon gar nicht so übel.

Aber weil Fahrradfahren viel schöner ist als lernen und das Wetter dafür heute perfekt war: Nicht zu warm und nicht zu kalt und für Hamburger Verhältnisse windstill, musste das natürlich genutzt werden. Und immer nur drinnen und sitzen macht einen ja auch blöd im Kopf.

Herrlich prokrastiniert mit Fahrrad fahren und unter einem Vorwand einen Blogartikel zu schreiben ;)



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Master Reloaded

Die eifrige Leserin hat meinen ersten Masterversuch im Gebiet der Rechtspsychologie an der SRH verfolgt. Und auch dessen Scheitern. Für einen Neustart bin ich vor drei Wochen nach Hamburg gezogen. Hier gibt es an der Medical School ein - mit der SRH vergleichbar teures - Angebot des Masters in klinischer Psychologie und Psychotherapie. Meiner mehr oder weniger geheimen Leidenschaft. Ich hatte schon vergangenes Wintersemester mit einer Bewerbung gehadert und hab es dann aus Gründen nicht getan. Nun bin ich um ein paar Euro ärmer aber auch um ein paar wichtige Erfahrungen reicher.

Aber genug davon. Jetzt kommt der Teil auf den ihr wartet. Die Beantwortung der Frage wie es so ist:

Hamburg ist mega und immer einen Besuch wert. Einige verwirrte Seelen fragen mich bereits nach drei Wochen ob ich schon alles gesehen hätte während ich mich frage ob man jemals alles gesehen haben kann. Die Fakultät Humanwissenschaften zu der auch besagter Studiengang gehört ist im Hochschulstatus einer Universität gleichgestellt. Es besteht also Promotionsmöglichkeit und für diejenigen mit einem Bachelor von einer Universität auch die Möglichkeit eine Therapeutenausbildung anzuschließen. Zumindest mal in Hamburg (ob das in anderen Bundesländern möglich ist sollte jeder selbst überprüfen).

Da ich von der FernUni Hagen komme muss ich Creditpoints in klinischer Psychologie nachholen. An der Zahl wären es 15 ECTS. Hier wurden mir aber netterweise Kurse von der virtuellen Hochschule Bayern anerkannt (falls sich nochmal jemand fragt ob die zu irgendwas gut sind: ja!). Jetzt muss ich nur noch 10 Punkte nachholen. Durch mittelfristige Verwirrungszustände seitens der Uni sollte ich zunächst noch 5 Punkte in Arbeits- und Organisationspsychologie nachholen, aber das hat sich heute geklärt und NEIN! Gottseidank nicht. In Hagen hab ich auch gefühlt 30 ECTS erworben. Es gibt (neu seit diesem Semester) zwei Möglichkeiten diese Punkte nachzuholen:

1. Man besucht die entsprechenden Veranstaltungen während des Semesters und legt mit den anderen Bachelorstudenten gemeinsam die Prüfung ab
2. Man geht zur Summerschool ausserhalb der Prüfungszeit in der Vorlesungsfreien Zeit. Für 5 ECTS jeweils eine Woche mit direkt anschließender Prüfung.

Wie man das nun handhabt… Die Geschmäcker sind da sicherlich verschieden. Ich nehme die Summerschools, weil mir das unter dem Semester zu viel Stress ist.

Wenn ich ganz viel Glück habe wird mir das Semester in Rechtspsychologie noch anerkannt, sodass ich nicht zur Forensikvorlesung muss, was mir eine Prüfung erspart und etwas Lebenszeit in der ich andere Dinge machen kann, als Inhalte zu wiederholen die ich schon kenne. Für diese ganzen Anrechnungssachen gibt es eine furchtbar nette und hilfsbereite Ansprechpartnerin, die sich um alles kümmert.

Zu den Inhalten…. Ich weiß jetzt endlich was der Unterschied zwischen Vorlesung und Seminar ist. Das ist mir im vorigen Mastersemester nicht klar geworden (und an der FernUni gibts diese Unterscheidung aus Gründen gar nicht…). Die Vorlesungen sind durchweg gut. Die Dozenten sind vorbereitet und es wird viel Wissen vermittelt. Bisher wird der Spagat zwischen wissenschaftlichen Grundlagen und Anwendungsbezug wirklich hervorragend gemeistert. Im Modul Forschungsmethoden hab ich wahnsinnig viel Glück gehabt und hier eine Dozentin erwischt, die für ihr Fach und die Lehre zu brennen scheint. Ich habe das starke Gefühl, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht nur irgendwas stupide auswendig lerne in Statistik, sondern auch was verstehe. Neben den Vorlesungen die vom Dozenten gestaltet werden müssen - wie man uns eingangs deutlich gemacht hat - wird in den Seminaren ganz klar unsere Mitarbeit erwartet. Überwiegend in Form von Referaten… Ausnahme wiedermal die Forschungsmethoden. Hier stellt die Prüfleistung ein Science Slam dar. Richtig. Wir freuen uns auch schon alle…. naja gut… vielleicht wenn es soweit ist.

Nach dem Reinfall im Wintersemester waren meine Erwartungen an eine weitere private Hochschule etwas gedämpft und zurückhaltend. Aber ich bin nun wirklich positiv überrascht und ziemlich begeistert. Und erwarte jede Woche den Einbruch. Dass es dann doch nicht mehr gut ist. Abschließend beurteilen lässt sich das Semester ohnehin erst nach den Klausuren, wenn man weiß ob die Klausuren was mit den Inhalten der Vorlesung zu tun haben oder eher weniger… Aber ich möchte mal zuversichtlich bleiben.

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"Da kann ich dir nur viel Glück wünschen."

Ich werde die Hochschule wechseln. Die Gründe dafür findet man hier, dort, da und vor allem auch hier drüben in eskalierender Reihenfolge. Es war an der Zeit zu akzeptieren, dass die Wahl des Schwerpunktes an diesem Standort die falsche für mich war. Ich habe entschieden, das erste Semester zu beenden, denn die Leistungen hab ich dann, und möglicherweise können sie mir irgendwann später mal etwas nützen. Ich besinne mich also zurück auf meine eigentlich erste Wahl im Bewerbungdschungel von 2016: die Klinische Psychologie. Und da ich diesen nervenaufreibenden Bewerbungstanz für die begrenzten Plätze an staatliche Universitäten kein zweites Mal mitmachen und vor allem aushalten möchte, hab ich mich über die Medical School in Hamburg informiert, verschiedene Studierende von dort angeschrieben und mich schlussendlich dort beworben für den M. Sc. in Klinischer Psychologie und Psychotherapie. Die MSH ist auch wieder eine private Hochschule, hat aber einen guten Ruf und mir wurden einige Empfehlungen ausgesprochen. Und wenn es nicht so super wird, wie man mir verspricht, so bin ich immer noch in Hamburg. Und das kann ja auch schonmal was.

Den Studienplatz hatte ich dann also. Fehlte nur noch ein Zimmer in einer netten, sauberen und hübschen WG. Also bin ich Freitags in den Norden gedüst um mir Samstag die Zeit mit insgesamt sechs Besichtigungen zu vertreiben. Und habe WGs besichtigt deren Bewohner und Ausstattung nicht unterschiedlicher hätten sein können. Da wäre auch so ein "Highlight" für ne gute Story dabei… .

Das wahre Highlight rief mich am Abend an, als wir vor den letzten beiden Besichtigung eine kleine Pause hatten. Sie habe eine große Wohnung in der Hafencity und würde ein kleineres Zimmer vermieten für 500€. Sie hat noch ein wenig erzählt, bis ich sie unterbrochen habe um die Eckdaten nochmals zusammenzufassen: Das Zimmer habe ca soundsoviele Quadratmeter, es gäbe bei der Größe sicherlich ein Wohnzimmer, ob das zur gemeinsamen Nutzung sei, fragte ich. Das wehrte sie sofort vehement ab. Nein, nein, also vielleicht wenn sie nicht da wäre, da müsse man dann halt mal schauen wie man miteinander zurecht käme. Ahja… gut. Weiter im Text. Die Miete betrage 500€? Ja, nein, so ungefähr glaubt sie. Sie hätte das noch nicht so genau durchgerechnet. Und genau das war der Moment. Der Moment nach einem harten Tag, indem ich erschöpft vor einem alkoholfreien Cocktail saß und nichts sehnlichster wollte als Abendessen und ab ins Bett. Der Moment in dem ich ihr mitteilte, dass das für mich dann keinen Sinn ergebe und ich mir das Zimmer nicht ansehen konnte. Sie war offenkundig einen kurzen Moment verdutzt, bevor sie erwiderte:


"Ja, also wenn du da im voraus schon so viel Sicherheit brauchst,
dann kann ich dir nur viel Glück wünschen.
Denn das wirst du brauchen bei der Wohnungssuche hier in Hamburg."

Äh ja. Danke. Dir auch. Der Standort Hafencity reisst halt auch nicht alles raus. Ich hab übrigens ein nettes kleines Zimmer in wirklich netter und umkompliziert wirkender Gesellschaft gefunden. Und da wusste ich sogar im voraus, wie groß das Zimmer ist, welche Räume ich mitbenutzen darf (nämlich alle Gemeinschaftsräume) und vor allem: Wie hoch die Miete ist.

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