Psychologie

Master Reloaded

Die eifrige Leserin hat meinen ersten Masterversuch im Gebiet der Rechtspsychologie an der SRH verfolgt. Und auch dessen Scheitern. Für einen Neustart bin ich vor drei Wochen nach Hamburg gezogen. Hier gibt es an der Medical School ein - mit der SRH vergleichbar teures - Angebot des Masters in klinischer Psychologie und Psychotherapie. Meiner mehr oder weniger geheimen Leidenschaft. Ich hatte schon vergangenes Wintersemester mit einer Bewerbung gehadert und hab es dann aus Gründen nicht getan. Nun bin ich um ein paar Euro ärmer aber auch um ein paar wichtige Erfahrungen reicher.

Aber genug davon. Jetzt kommt der Teil auf den ihr wartet. Die Beantwortung der Frage wie es so ist:

Hamburg ist mega und immer einen Besuch wert. Einige verwirrte Seelen fragen mich bereits nach drei Wochen ob ich schon alles gesehen hätte während ich mich frage ob man jemals alles gesehen haben kann. Die Fakultät Humanwissenschaften zu der auch besagter Studiengang gehört ist im Hochschulstatus einer Universität gleichgestellt. Es besteht also Promotionsmöglichkeit und für diejenigen mit einem Bachelor von einer Universität auch die Möglichkeit eine Therapeutenausbildung anzuschließen. Zumindest mal in Hamburg (ob das in anderen Bundesländern möglich ist sollte jeder selbst überprüfen).

Da ich von der FernUni Hagen komme muss ich Creditpoints in klinischer Psychologie nachholen. An der Zahl wären es 15 ECTS. Hier wurden mir aber netterweise Kurse von der virtuellen Hochschule Bayern anerkannt (falls sich nochmal jemand fragt ob die zu irgendwas gut sind: ja!). Jetzt muss ich nur noch 10 Punkte nachholen. Durch mittelfristige Verwirrungszustände seitens der Uni sollte ich zunächst noch 5 Punkte in Arbeits- und Organisationspsychologie nachholen, aber das hat sich heute geklärt und NEIN! Gottseidank nicht. In Hagen hab ich auch gefühlt 30 ECTS erworben. Es gibt (neu seit diesem Semester) zwei Möglichkeiten diese Punkte nachzuholen:

1. Man besucht die entsprechenden Veranstaltungen während des Semesters und legt mit den anderen Bachelorstudenten gemeinsam die Prüfung ab
2. Man geht zur Summerschool ausserhalb der Prüfungszeit in der Vorlesungsfreien Zeit. Für 5 ECTS jeweils eine Woche mit direkt anschließender Prüfung.

Wie man das nun handhabt… Die Geschmäcker sind da sicherlich verschieden. Ich nehme die Summerschools, weil mir das unter dem Semester zu viel Stress ist.

Wenn ich ganz viel Glück habe wird mir das Semester in Rechtspsychologie noch anerkannt, sodass ich nicht zur Forensikvorlesung muss, was mir eine Prüfung erspart und etwas Lebenszeit in der ich andere Dinge machen kann, als Inhalte zu wiederholen die ich schon kenne. Für diese ganzen Anrechnungssachen gibt es eine furchtbar nette und hilfsbereite Ansprechpartnerin, die sich um alles kümmert.

Zu den Inhalten…. Ich weiß jetzt endlich was der Unterschied zwischen Vorlesung und Seminar ist. Das ist mir im vorigen Mastersemester nicht klar geworden (und an der FernUni gibts diese Unterscheidung aus Gründen gar nicht…). Die Vorlesungen sind durchweg gut. Die Dozenten sind vorbereitet und es wird viel Wissen vermittelt. Bisher wird der Spagat zwischen wissenschaftlichen Grundlagen und Anwendungsbezug wirklich hervorragend gemeistert. Im Modul Forschungsmethoden hab ich wahnsinnig viel Glück gehabt und hier eine Dozentin erwischt, die für ihr Fach und die Lehre zu brennen scheint. Ich habe das starke Gefühl, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht nur irgendwas stupide auswendig lerne in Statistik, sondern auch was verstehe. Neben den Vorlesungen die vom Dozenten gestaltet werden müssen - wie man uns eingangs deutlich gemacht hat - wird in den Seminaren ganz klar unsere Mitarbeit erwartet. Überwiegend in Form von Referaten… Ausnahme wiedermal die Forschungsmethoden. Hier stellt die Prüfleistung ein Science Slam dar. Richtig. Wir freuen uns auch schon alle…. naja gut… vielleicht wenn es soweit ist.

Nach dem Reinfall im Wintersemester waren meine Erwartungen an eine weitere private Hochschule etwas gedämpft und zurückhaltend. Aber ich bin nun wirklich positiv überrascht und ziemlich begeistert. Und erwarte jede Woche den Einbruch. Dass es dann doch nicht mehr gut ist. Abschließend beurteilen lässt sich das Semester ohnehin erst nach den Klausuren, wenn man weiß ob die Klausuren was mit den Inhalten der Vorlesung zu tun haben oder eher weniger… Aber ich möchte mal zuversichtlich bleiben.

Comments

Was Psychotherapeuten nicht können.

"Laufen, Sport und Tageslicht machen ganz viel mit deinem Körper. Kein Psychologe kann das."
sagt @realhollowloop drüben bei Twitter

Und damit gebe ich ihr im Ansatz völlig recht. Kein Psychologe kann dir geben was die Sonne mit dir macht. Kein Psychologe kann die Hormone in deinem Körper so ankurbeln wie Bewegung es macht. Und wenn sie Psychologe sagt, meint sie Therapeuten und nicht all die anderen Psychologen die was ganz anderes machen. Aber das nur nebenbei.

Spaziergänge senken den Blutdruck und Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden abgebaut. Hormone die zwar sicherlich ihre Berechtigung und spezifische Funktion im Körper haben, wenn wir uns aber ärgern und danach auf dem Sofa sitzen bleiben, dann können die Hormone ihre Flucht- oder Angriffsfunktion nicht erfüllen und richten Schaden im Körper an.

Die Sonne auf der Haut wärmt uns, ich kenne kaum jemanden dem es nicht ein Lächeln ins Gesicht treibt, wenn er oder sie aus der Tür tritt und die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht spürt. Ohne Sonnenlicht können benötigte Vitamine wie Vitamin D gar nicht gebildet werden. Das indirekte Sonnenlicht, das durch das Fenster in die Wohnung, oder das Büro hineinscheint reicht dafür nicht aus. Ein bewölkter Himmel dagegen schon. Aber man muss schon vor die Tür gehen.

Da ich selten völlig einer Meinung mit jemandem bin…: Was in weiteren Kommentare durchscheint, ist eine gewisse Abneigung gegen Psychologen (sic!) und Ärzte. Das ist zunächst nicht weiter verwerflich und je nach Erfahrungen durchaus gerechtfertigt. Jedoch ist eine generelle Abneigung gegen professionelle Hilfskräfte die bei psychischen Problemen kontaktiert werden können. Manche meinen man würde da eh nur zugelabert, andere fragen sich was einem das ganze Gelaber über die Kindheit und die Mutter eigentlich bringen soll und wieder andere wissen nicht warum man sich hier eigentlich zum Horst machen soll, während man die Mitglieder einer Gruppentherapie irgendwo im Raum platziert um dann Rückschlüsse auf die eigene Familie zu ziehen. Das kann man ruhig in Frage stellen und sicherlich gibt es so einige Psychotherapeuten die mehr Gulasch reden, als das sie wirklich zielführende Intervention anbieten. Aber schwarze Schafe gibt es überall. Und Fakt ist: Für Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und kognitive Verhaltenstherapie gibt es viele Wirksamkeitsnachweise und die systemische Therapie wird (so vermute ich) in den nächsten Jahren folgen und dann auch von den Krankenkassen übernommen werden.

Für den therapeutisch nicht vorgebildeten Normalpatienten ist das Angebot aber nicht überschaubar. In der Regel ist der Unterschied zwischen den Therapieschulen nicht bekannt und man geht zu irgendeinem der die Berufsbezeichnung des Psychotherapeuten auf seinem Schild stehen hat. Und dann ist es vermutlich gar nicht mal so selten, dass man in der falschen Therapie sitzt. In einer tiefenpsychologischen Sitzung, obwohl eine verhaltenstherapeutische Ausrichtung zielführender wäre und umgekehrt. Nachdem man also nun mehrere Wochen oder Monate auf seine Therapie gewartet hat, sitzt man da vor einer Person mit der man nicht zurecht kommen, entweder weil sie zu wenig (wie die Analytikerin) oder zu viel (die Verhaltenstherapeutin) redet, oder weil man sie einfach nicht sympathisch findet. Das frustriert verständlicherweise. Und das macht es auch nachvollziehbar wenn jemand vor einem sitzt und sagt: Ich habe es probiert, aber ich kam damit nicht zurecht. Es hat mir nichts gebracht. Jedoch ist es sehr schade, wenn diese Erfahrung auf alle Psychologen (und damit Fachrichtungen) generalisiert wird mit Aussagen, dass die einen ja eh alle nur vollsülzen würden, und das die einem eh nur sagen worauf man auch selbst kommen kann.

Das Arbeitswerkzeug einer Psychotherapeutin ist vorrangig die Sprache. Es ist der Versuch durch Worte zu helfen. Und ganz häufig ist das so, dass der Therapeut einem nichts sagt, worauf man nicht selbst käme, manchmal weiß man es im Grunde auch schon selbst. Aber das ist eben der Unterschied: Man kommt oft nicht selbst drauf, oder will das was man schon weiß nicht zulassen. Man braucht die Hilfe einer aussenstehenden Person um eine andere Perspektive einzunehmen. Und um diese Perspektive einnehmen zu können lernt jeder Therapeut in seiner Ausbildung verschiedene Techniken.

Um wieder zum Ausgangspunkt zu kommen: Ich halte Bewegung an der frischen Luft und eine halbwegs gesunde und regelmäßige Ernährung für unabdingbar für die psychische Gesundheit. Kein Therapeut kann seinem Klienten das geben was ein gesunder Lebenswandel ihm geben kann. Aber dennoch hat Therapie ihre Berechtigung. Denn es gibt ausreichend Fälle in denen spazieren und Sonne nicht mehr ausreicht. Fälle in denen der Therapeut eine Stütze sein kann und darf um sein Leben wieder auf die Kette zu bekommen. Um wieder genug Kraft zu haben, dass man es vor die Tür schafft.

Es ist okay zu sagen, dass einem eine Therapie nichts geschafft hat. Ich finde es bewundernswert wenn sich jemand selbst aus dem Sumpf ziehen konnte. Aber ich habe auch Verständnis und Empathie für all die jenigen, die es nicht alleine schaffen. Und genau für diese Menschen halte ich es für wichtig, zu vermitteln, dass es okay ist zur Therapie zu gehen. Das Therapien nicht nur schwachsinniges Gelaber sind. Das Therapie helfen kann. Aber Spazieren, Sport und Tageslicht ist eine Grundlage für die psychische Gesundheit. Manche müssen das aber erst lernen. Und das ist okay. Dafür sind wir da.

Comments

Guten Tag, ich bin eine Manikerin.

Nachdem ich vor ein paar Wochen schon das Vergnügen hatte eine narzisstisch gestörte Person zu spielen und meiner Gegenübersitzerin - die mich in einer Übung zu Anamnesegesprächen explorieren sollte - für 20 Minuten das Leben schwer zu machen, durfte ich heute mal wieder eine Patientin spielen. Bei der Auswahl zwischen Depression, Anpassungsstörung und Manie fiel mir die Wahl dann doch sehr leicht. Ich mag Herausforderungen, somit wollte ich gerne eine Manikerin sein.

Ich legte also los. In bester Laune präsentierte ich Ideen, ließ die Diagnostikern nicht ausreden und ignorierte ihr Distanzbedürfnis indem ich an ihren Haaren und ihrem Schal herumfummelte. Freute mich darüber, was man als Maniker alles mögliche "darf", was man ansonsten niemals machen würde. Ich hatte den Kopf voll mit anderen Ideen. Nach 10 oder 15 Minuten kreativen Einfälleproduzierens und ständigem Gerede, war ich ziemlich erschöpft. Den Fragen die mir gestellt wurden konnte ich ohnehin kaum folgen, was mir gesagt wurde, kam nur schwer bei mir an. Aber dann konnte ich ihnen wirklich nicht mehr folgen. Mein Gehirn hatte sich in irgendeinen Sicherheitsmodus gerettet und lieber die herumgehenden Blätter durch das Fenster beobachtet. Sich auf die Fragen zu konzentrieren war dann wirklich kaum mehr möglich. Es war nicht nur für die arme Diagnostikern anstrengend, die versuchte ihren Fragebogen durchzubekommen, sondern auch für mich. Nach insgesamt 20 Minuten brauchte ich dringend ein Pause. Zum Glück waren wir dann auch fertig mit der Übung. In mir zurück bleibt aber ein Gefühl dafür, wie heftig es im Hirn eines Manikers abgehen muss, da in dessen Hirn non-stop mehrere Tage oder Wochen am Stück die Neuronen abfeuern was geht.

Die eigentliche Aufgabenstellung war im Übrigen die Ausführung des strukturierten klinischen Interviews nach DSM (kurz: SKID). Man darf sich das als Interviewfragebogen vorstellen, in dem nur diese Fragen an den Klient gestellt werden sollen. Keine Fragen darüber hinaus. Das macht die Sache einerseits recht starr, andererseits aber in gewisser Hinsicht Narrensicher.

Was ich dabei heute gelernt haben ist ein gewisse Ahnung von dem Gefühl einer Manie und dass ein strukturierter Fragebogen bei einem Menschen in einer akuten manischen Phase nicht unbedingt das richtige diagnostische Instrument ist.

Comments

Rechtspsychologie - was mach ich da eigentlich?

Eiiiiigentlich würde ich wirklich liebend gerne erzählen wie das Masterstudium in Rechtspsychologie so läuft. Aber eigentlich studiere ich gefühlt gerade nur Statistik. Um mich herum schwirren Formeln, die ich im besten Falle nur zur Hälfte verstehe, Regressionsgeraden und Koeffizienten der Veränderungsmessung. Dazwischen noch ein bisschen alpha und beta, aber in jedem Falle ganz viel Effektstärke. Wenn ich schon nicht so viel von der Materie verstehe, so hab ich immerhin mitbekommen um welche Themen es geht. Man soll sich ja über die kleinen Dinge freuen. Ausserdem ist es an Weihnachten auch erstmal wieder vorbei mit der Statistik. Ein Ende ist also absehbar.

Und ansonsten? Gott sei dank werden wir nicht nur mit mathematischen Formeln beworfen, sondern bekommen auch erste Einblicke in die rechtspsychologische Praxis. Welche Aufgaben hat der psychologische Dienst in einer Strafanstalt, worauf muss der Sachverständige beim Erstellen eines Schuldfähigkeitsgutachten besonderes Augenmerk legen. Welche Art von Gutachten soll überhaupt gemacht werden? Schuldfähigkeit, Haftfähigkeit, Aussagefähigkeit oder doch Erziehungsfähigkeit? Und in welcher Reihenfolge geht man bei der Gutachtenerstellung überhaupt vor, was gehört dazu?

Ich bin mir sicher es folgen in den nächsten Wochen noch so einige fachspefizische Messinstrumente, die wir dann alle unterscheiden müssen. Und da kann man schonmal durcheinander kommen wenn man zwischen FPI, PFI oder NEO-FFI unterscheiden soll. Und was war eigentlich noch mal der Unterschied zwischen HCR-20, dem PCL-R und dem IRLV?

Comments

Universelle Werte

Bevor meine Mutter ihre gesammelten BrandEins Exemplare weg geschmissen hat, hat sie sie netterweise an mich weiter gereicht. Im Grunde ein Wirtschaftsmagazin, jedoch gefüllt mit allerlei interessanten und gut geschriebenen Artikel zur Gesellschaft, Menschen und natürlich Wirtschaft. Jedes Heft hat ein bestimmtes Thema an dem sich die Artikel orientieren. Das aktuelle dass ich gerade lese geht um Ziele. Große Wirtschaftsziele, kleine Wirtschaftsziele und ganz individuelle Ziele. Oder vielmehr die Art und Weise der Zielsetzung.

Ein Artikel hat mich aufmerksam gemacht auf den Sozialpsychologen Shalom Schwartz, der mir irgendwo im Studium auch schon mal begegnet war. Wirklich daran erinnern konnte ich mich jedoch nicht mehr. Er hat sich zusammen mit anderen Wissenschaftlern die Frage gestellt ob es universelle Werte gibt, die allen Menschen unabhängig vom kulturellen Hintergrund gemein sind. Daraus hat sich ein Wertemodell entwickelt. Schwartz und seine Kollegen fanden dann doch einige universelle Werte die sie unter 10 Werteten gruppierten:

werte

Was nun die Werte mit den eingangs genannten Zielen zu tun haben? Wer nicht weiß, was er im Leben will, der wird sich keine Ziele setzen können. Wer nicht weiß, was er im Leben will, der weiß auch nicht welchen Werten für ihn oder sie selbst wichtig sind. Der Impuls des Artikelschreibers aus dem Magazin ist, sich 5, 10 oder 15 Werte herauszupicken die für einen selbst wichtig sind. Denn erst wer seine Werte wüsste, der kann davon ausgehend auch Ziele für sich selbst entwickeln. Soweit würde ich dem Mann völlig zustimmen. Wer sich darüber bewusst ist, welchen Werten sie in ihrem Leben folgen will, kann nun Ziele bestimmen und einen Weg entwickeln wo die Reise hingehen soll. Ich persönlich halte 15 für zu beliebig und auch 10 noch für übertrieben. Ich halte es für sinnvoll sich - ganz im Sinne der Effizienz - auf wesentliche Dinge zu konzentrieren und nur 5 Werte auszuwählen, die für einen selbst im Leben wichtig sind. Mit diesem Beitrag möchte ich jeden Lesenden dazu ermuntern sich seine 5 wichtigsten Werte rauszupicken. Vielleicht macht es ja im ein oder anderen irgendwas.

Irgendwann hatte ich auch schonmal was zu den Big Five geschrieben (klick), da ging es auch darum die fünf wichtigen Dinge für sein eigenes Leben herauszufinden. Hier knüpfen die hier genannten Werte ganz gut an. Eine wichtige Implikation aus dem Buch, das ich damals gelesen hatte war jedoch auch, dass die Big Five - ebenso wie die Werte - keine festzementierte Wahrheit sind. Werte, Ziele, Big Five… all das unterliegt dem Wandel und die Prioritäten im Leben können sich durchaus ändern. Aber sie können eine Orientierung geben, wenn man eine braucht.

Hier: http://www.migration.uni-jena.de/project4/values/index.php?val=6 könnt ihr das Wertemodell noch einmal grafisch nachvollziehen.


Comments

Auswahlgespräch Regensburg

Nun könnte man meinen, dass es was gutes sei zu einem Auswahlgespräch eingeladen zu werden. Wenn ich mich für einen real existierenden Job bewerbe dann ist das vermutlich so. Wenn ich mich für einen Studienplatz bewerbe der nur für 1/7 der Bewerber real existiert, dann liegen die Dinge etwas anders.

Was wir nun schon wissen: Jede Uni kocht ihr eigenes Süpplein und oft ist das gar nicht so einfach welche Zutaten nun in welche Suppe hineingehören. Regensburg hat sich da nun ein ausgeklügeltes System überlegt um nicht rein nach der Bachelor-Abschlussnote Rangplätze zu vergeben. Jeder bis zur Not 1,3 ist qualifiziert (wobei ich mich frage, was sie eigentlich machen wenn sich da 250 Leute mit genau diesem Notenspektrum bewerben…?!). Alle die danach kommen, bekommen Punkte vergeben: 1,4 bekommt 10 Punkt abgestuft bis zur 1,8 die noch ganze 2 Punkte erhält und erhält damit die Qualifikation an einem Auswahlgespräch teilzunehmen (alles was schlechter ist, hat keine Chance und). Es gibt also zusätzlich 5 Punkte für einen experimentellen Kurs und 5 Punkte für das Vorhandensein Biologischer Psychologie. Beides natürlich jeweils im Umfang der Module, welche die Uni Regensburg anbietet.

Das Auswahlgespräch selbst dauert 10 Minuten und rein formal durfte ich mir ein Thema aussuchen über das wir im Ausgangspunkt reden würden, aber im Endeffekt war es eine mündliche Prüfung zu den Methoden der quantitativen Forschung. Ich habe mein T-Shirt in diesen zehn Minuten durchgeschwitzt und war sehr traurig, dass ich keines zum Wechseln eingepackt hatte. Ich kam nicht auf die einfachsten Dinge. Im großen und ganzen wurden drei Bereiche abgefragt in denen man jeweils 10 Punkte erreichen kann. Man benötigt mindestens 20 für die nächste Runde. Für die Runde in der mir dann vermutlich wieder ein Rangplatz am hinteren Ende zugewiesen wird. Denn mit 1,8 gehöre ich fast schon zum Ausschuss. Aber das ist in dem Fall vielleicht auch gar nicht so schlimm, denn so schön ich die Stadt Regensburg finde, die Uni hat den Charme einer öffentlichen Toilette in einer sommerlichen Samstagnacht. (Naja. Vielleicht doch nicht ganz so schlimm. Aber irgendwo muss der Frustration Ausdruck verliehen werden)

Also nein. Im Zuge der Musterbewerbung ist ist mit diesen diffizilen Punktevergabesystemen gar nicht so geil zu einem Auswahlgespräch eingeladen zu werden. Aber immerhin bekommt man eine Chance. Zumindest wenn man nicht zum absoluten Ausschuss hinter 1,8 gehört. Perverse Bologna-Reform. PERVERS.

Randnotiz: Ja Ich bin für 10 Minuten Gespräch 300km hin und wieder 300 km an einem Tag zurückgefahren. Man gönnt sich ja sonst nix.

Comments

Studierfähigkeitstest Landau

Es kommt langsam Bewegung in die Master-Bewerbungssache. Vergangenen Samstag war ich ich beim Studierfähigkeitstest an der Uni Landau. Ich könnte mich stundenlang und ausführlich über die Frechheit aufregen so einen Auswahltest "Studierfähigkeitstest" zu nennen. Da die meisten in der Regel ein Abitur…. eine sogenannte Hochschulreife abgelegt haben, bevor sie angefangen haben an einer Universität zu studieren. Und nach einem bestandenen Bachelorstudium dürfte die Studienfähigkeit ja nun vollends ausser Frage stehen.

Aber ja: Natürlich ist mir bewusst, worum es bei dieser Art Test eigentlich geht: Auslese. Je nach abschneiden in diesem Test bekommt man eine bestimmte Punktzahl und kann sich somit in Kombination mit seiner Abschlussnote auf den Rangplätzen an den Mitbewerbern vorbeiboxen. Einige Unis bieten einen freiwilligen Test an. Ich war bei keinem einzigen (Ich war im Zeitraum in dem diese Test statt finden schlichtweg auf einem anderen Kontinent). Die Teilnahme am Test in Landau ist (für Uniausländer) verpflichtend um in den Bewerberpot zu kommen. Also musste ich da wohl oder übel hin. Aber man geht dort mit den Bewerbern sehr fair um. Weil ich beim eigentlich Testdatum noch im Urlaub war durfte ich aus Kulanz beim Nachholtermin teilnehmen. Der Test an sich war auch absolut fair und gut zu bearbeiten. Aus 4 Themenbereichen (Kommunikations-, Pädagogische, Wirtschafts-, Klinische Psychologie) hatte man drei zu wählen und jeweils 12 Multiple Choice Fragen zu beantworten. Am Nachholtermin waren wir vielleicht 30 Leute, die Woche zuvor seien es gut 400 gewesen.

In vier Wochen werde ich mehr erfahren. Wäre ich nicht im Urlaub gewesen hätte ich mich sehr gut auf diesen Test vorbereiten können, da es diverse Literaturempfehlungen dafür gab. Da ich aber keine Zeit hatte… Ihr wisst schon.

Comments

Lieber Bolognese statt Bologna.

Gestern habe ich meine vorerst letzte Master-Bewerbung verschickt. In den Wochen zuvor bin ich zum Teil wahnsinnig geworden mit den Anforderungen die jede Uni sich da ganz individuell zurecht gelegt hat. Dabei sollte mit der Bologna-Reform und der Umstellung in Bachelor und Master (ehemals Diplom) alles viel einfacher werden. Die Mobilität erhöht, vielfältige Möglichkeiten der Berufstätigkeit sollten sich schon mit einem Bachelorabschluss bieten. Wer das wirklich geglaubt hat: Weit gefehlt. Wo sind nun all die Arbeitsplätze die man sich von die Bachelorabsolventen erhofft hat? Wer sich keinen selbst bäckt, der hat in aller Regel keinen. Und das was man den Bachelorabsolventen anbietet … Da bleibt ich ehrlich gesagt lieber noch eine Weil ein Pflegeberuf. Da bekomm ich ähnlich viel bezahlt, hab aber 'nur' eine dreijährige Ausbildung absitzen müssen und hab weniger Verantwortung.

Wer also den Bachelorabschluss nicht angestrebt hat um im ausgeübten Beruf eine Gehaltsklasse aufzusteigen, oder in eine selbstständige Tätigkeit zu investieren oder einfach Glück hat, dem bleibt nicht anderes übrig als einen Masterabschluss anzustreben. Das Problem an der Sache: Die Uni bilden mehr *kleine* Bachelorpsychologen aus, als sie Plätze für den *großen* Masterabschluss anbieten. Was dann folgt ist der Klassiker der Evolutionstheorie: Surival of the fittest. Gestenauslese. Im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einem Bachelorabschluss schlechter als 2,0 wird die Luft schon arg dünn.

Als ob das aber noch nicht reichen würde, darf jede Uni ihre eigenen Vorgaben zur Zulassungsvoraussetzung, Eignungsprüfung und Auswahlverfahren setzen. Was man als frisch gebackener B.Sc. in Psychologie mit Masterambitionen also zunächst macht: Zulassungs- und Prüfungsordnungen jeder Uni lesen die für einen selbst in Frage kommen. Hat man dann genug Unis auf seiner Liste fängt man irgendwann an sich zu bewerben. Und wem es bis dato noch nicht klar war, dass jede Uni sein eigenes Auslese-Süpplein kocht, dem wird es spätestens nach 5 h bewusst, wenn man mit viel Fleiß und Glück gerade mal 4 Bewerbungen fertig bekommen hat. Weil jeder was anderes will. Weil die Bewerberportale zwischenzeitlich abstürzen. Weil man die Fragebögen der Bewerberportale nicht versteht. Weil man seine Krankenversicherungskarte suchen muss, weil irgendwelche Unis die Krankenversicherungsnummer wissen wollen (HÄÄ?!). Das ihr nicht wissen wolltet wie mein Haustier hieß, und warum ich überhaupt ohne ein solches aufgewachsen bin, ist bis jetzt wirklich alles.

Mit etwas Glück habe ich mir die Anmeldefristen der verbleibenden Unis auf meiner Liste korrekt rausgeschrieben. Ich werde also erstmal in Urlaub fahren und danach hat sich im besten Falle jede weitere Bewerbung erübrigt, weil ich vielleicht schon von irgendwo eine positive Rückmeldung habe. Und wenn nicht, bin ich danach zumindest erholt genug die verbleibenden 8 oder 9 Bewerbungen fertig zu machen.

Bis jetzt sind Bewerbungen raus für Heidelberg, Mannheim, Koblenz-Landau, Tübingen, Ulm, Jena, Leipzig, Magdeburg, Regensburg.

In diesem Sinne also wirklich sehr viel lieber Bolognese-Sauce anstatt Bologna-Saufhaufen.

Comments

Bachelorette mit Zeugnis und Jahrbuch und so.

IMG_3591

Nun ist es also hochoffiziell. Ich bekam mein Zeugnis, eine Urkunde, Diploma Supplement und noch ein paar Zettel. Und das Jahrbuch. Nun bin ich also eine Bachelorette. Und kann mich endlich mit einem Abschluss an den Unis für den Master bewerben. Was wesentlich mehr Zeit und Nerven in Anspruch nimmt, als ich mir ausgemalt hatte… Und so teile ich mir die Zeit ein zwischen Propädeutikum um die juristische Gutachtentechnik ansatzweise zu erlernen und Masterbewerbung. Jura ist eindeutig interessanter und weit weniger frustrierend. Auch wenn wir über deren Humor nochmal ein ernsthaftes Wörtchen reden müssen…. Und damit tauche ich wieder ab in meine Zettelwirtschaft der Bewerbungsunterlagen.

Comments

Masterliste: Kampfkeks-Ausgabe

masterliste

Eins vorweg: Wenn ihr wissen wollt, ob ihr mit eurem B. Sc. Abschluss eine Chance habt einen Masterplatz an einer bestimmten Uni zu erhaschen: Lest die Zulassungsordnung. Wenn es die nicht gibt, dann stehen die Zugangsvoraussetzungen in der Prüfungs- oder Studienordnung. In jedem Fall stehen die erforderlichen Kriterien in irgendeinem offiziellen Dokument der jeweiligen Uni unter irgendeinem Paragraphen. Ja das ist ziemlich umständlich und kostet viel Zeit. Und wenn ihr das mal für so 3-4 Unis gemacht habt, dann wisst ihr wie viel Arbeit in meiner folgenden Masterliste steckt.

Das zweite vorweg: Meine Liste ist absolut nicht vollständig und stellt eine kleine Auswahl der möglichen Masterstudiengänge in Psychologie dar. In meine Liste habe ich nur aufgenommen, was irgendwie annäherungsweise in Frage kommt. Die einzige Uni deren Bewerbungsfrist aktuell schon abgelaufen ist, ist die der Uni Heidelberg. Alle anderen Optionen stehen noch offen. Ob ich mich tatsächlich an allen Unis bewerbe: Ich weiß es noch nicht.

Das dritte vorweg: Einige Unis wollen eine bestimmte Anzahl ECTS in spezifischen Anwendungs- und/ oder Grundlagenfächern. Tut mir einen Gefallen und fragt nicht mich wie man die nachweist, sondern ruft an der richtigen Stelle in der Uni an. Soviel Informationskompetenz und Motivation, die richtige Ansprechperson zu finden erwarte ich von euch ;)

Und zu guter letzt: Bestandteil des Dokumentes sind auch Hinweise zu Möglichkeiten der Studienfinanzierung.

Hier bitte: Zwei verschiedene Optionen…

pdf: Download
google-docs: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1AMOqb4cze7P51iqt5IldWL6otJB8ETPe15VrGiMNOEs/edit?usp=sharing

Comments

Klinische Psychopharmakologie

psychopharma

Hab da noch eine Zusammenfassung gefunden für Klinische Psychopharmakologie. Hatte ich jetzt im Wintersemester noch an der virtuellen Hochschule Bayern belegt gehabt. Quasi als Vorbereitung für die Masterbewerbung. Ob und wie einem das von den jeweiligen Unis angerechnet wird ist zum Einen höchst unterschiedlich und zum Anderen höchst fraglich. Wenn man die vorweisen kann ist es aber sicherlich nicht von Nachteil.

Zeitgleich zu diesem Kurs hatte ich auch 'Vom klinischen Syndrom zur adäquaten Therapie' belegt. Dazu gibts aber keine Zusammenfassung mehr. Man könnte sagen: Die Luft war raus.

Kurz zum Aufbau der beiden Kurse: Sie sind als e-learning Kurs angelegt, es gibt mehrere Einheiten, welche man in eigens gewählter Reihenfolge durcharbeiten kann. Innerhalb jeder Einheit muss man Multiple Choice Fragen beantworten. Hat man mindestens 50% korrekt beantwortet, hat man die Einheit bestanden. Andernfalls muss man sie wiederholen. Wer nett bei der Uni nachfragt, bekommt nach Abschluss der Kurse und Übersendung der Zertifikate auch die ECTS ausgewiesen.

Für die anderen beiden Kurse die ich an der vhb (Allgemeine Psychopathologie & Psychiatrie und Psychotherapie) gilt: Seit ich die beiden Kurse belegt habe, wurde da was umgestellt. Ob das die Inhalte betrifft weiß ich nicht. Jedoch werden keine Online-Prüfungen mehr angeboten. Ob man jedoch ohne Klausurteilnahme auch die ECTS bescheinigt bekommt weiß ich nicht. Das müsst ihr bei der Uni selbst erfragen.

Viel Spaß!.

Comments

Ein Leben zu haben, für das es sich zu leben lohnt.

Via Facebook über diese kurze Reportage (25 Minuten) gestolpert. Im Grunde ist es Werbung für die Dialektisch behaviorale Therapie. Mehrere Personen mit Borderline-Störung erzählen von ihrem erleben und warum sie bestimmte Symptome der Störung entwickelt haben, die für aussenstehende oft nur schwer nachvollziehbar sind. Durch ihre Beschreibungen wird es für eben jene Aussenstehende vielleicht etwas nachvollziehbarer.

'Having a Life Worth Living' (englisch)



Comments

Bachelorette of Science.

10 Wochen und 2 Tage. So lange dauerte es vom Eingang der Bachelorarbeit in der Uni bis zu dem Zeitpunkt zu dem ich meine Note endlich erfuhr. Zwischenzeitlich war ich felsenfest davon überzeugt das Thema verfehlt zu haben und somit durchgefallen zu sein. Nach knapp 8 erkundigte ich mich per Mail nach dem Bearbeitungsstand. Eine Woche später erfuhr, dass die Begutachtung weitestgehend fertig gestellt sei. Ich wartete also nochmals ab. 2 Wochen später meldete ich mich wieder per Mail und bekam die Info, dass meine Begutachtung schon seit über einer Woche dem Prüfungsamt vorläge. Ich solle mich an die dortigen Personen wenden. Tat ich. Denen lag keine Note vor. Also doch wieder im Lehrgebiet bei der Assistentin angerufen. Und wie durch ein Wunder: Just an dem Morgen sei das Gutachten des Zweitkorrektor reingekommen…. Wie dem auch sei: Nachmittags stand meine Note im online-Prüfungsportal - und ich war mehr als happy. Und bin es immer noch.

Wer auf das Foto klickt folgt einem Link. Dort könnt ihr meine Bachelorarbeit runterladen, wenn ihr möchtet. Die Eckpunkte der Begutachtung werden dort auch zu finden sein.

Ich hätte da im Übrigen auch noch 3 Fehldrucke im Angebot, bei denen die Tabelle etwas verrutscht war. Falls jemand Interesse an einer (signierten) Printversion dieser überragenden Arbeit hat…. ;)

BA

Mehr lesen...
Comments

Master Desaster (2)

.247064_737756849679169_6935560039235177950_n

Während ich immer ungeduldiger auf die Note meiner Bachelorarbeit warte, bereite ich schonmal meine Bewerbung für einen Musterstudiengang vor. Ich bin da natürlich nun etwas wählerisch und möchte ganz unbedingt einen Master mit Schwerpunkt in klinischer Psychologie. Meine Durchschnittsnote ist objektiv gesehen eigentlich ziemlich gut, aus Sicht des NC…. Naja. Geht so. Ausreichend für die offiziellen NC. Ich befürchte aber, dass es bezüglich des 'realen' NC kritisch wird.


Jedenfalls. Ich beschäftige mich also mit den Voraussetzungen. Zunächst mit einer einfachen Frage: Welche Unis kommen auf Grund der Schwerpunkte in Frage? Man vertieft sich hinsichtlich Bewerbungsfristen, NC und ECTS Voraussetzungen. Und dann wühlt man sich durch gefühlt unzählige Prüfungsordnungen.

Und dann kommt man recht zügig an folgenden Punkt:

Liebe Unis, habt ihr eigentlich alle den Knall noch nicht gehört? Ich hoffe ihr fühlt euch alle ganz super dabei, Voraussetzungen zu schaffen, die ausschließlich von den eigenen Bachelorabsolventen zu erreichen sind, Verfahren zu entwickeln die sich bei der üppigen Anzahl an Universitäten scheinbar vollständig voneinander unterscheiden. Das fängt ja schon bei Formelkriterien an: Die einen wollen alles amtlich beglaubigt, die nächsten bitte nur eingescannte Online Formale und die dritten nehmen einfache Kopien. Weiter gehts mir Auswahltests, die mal verpflichtend und mal freiwillig sind. Hochkomplizierte Punktesysteme wo man in ziemlich undurchschaubarer Weise auf Grund seiner Bewerbungsunterlagen (wenn man es dann schafft die richtige Anzahl an Unterlagen an die richtige Uni zu schicken) irgendwie bewertet und eingestuft wird. Aber richtig abgefahren wird es - wie ich finde - bei den ECTS die zum Teil vorausgesetzt werden. Okay. Das man für einen Schwerpunkt in klinischer Psychologie Creditpoints in klinischer Psychologie nachweisen muss, kann ich jetzt unfair finden, aber es ist auch irgendwie noch nachvollziehbar. (Oder auch nicht, wenn man das aus der Perspektive einer Person betrachtet die seit 6 Jahren in der Psychiatrie arbeitet und damit sicherlich mehr Ahnung von klinischer Psychologie hat, als jeder Bachelorabsolvent… Aber gut.) Wirklich witzig wird es aber bei Statistik & Methodenlehre. Angefangen von 8 Punkten die man vorweisen können soll, lässt sich das beliebig steigern über 12, 15, 24 bis hin zu 40 Leistungspunkten. 40?! WTF?! Was macht ihr Freiburger mit euren armen Bachelorstudenten? Lernen die auch was anderes ausser Varianzanalysen & Testkonstruktion?

Ich seh mich in gar nicht allzuferner Zukunft eigentlich schon an einer dieser elitären Unis, die mir knapp 700€ im Monat abknöpfen. Meine Fresse.

Bildungssystem Deutschland: Fail.

Mehr lesen...
Comments

Zeig mir wie du deine Schokolade isst, und ich sage dir was für ein Mensch du bist.

Walter Mischel führte (neben einigen anderen Forschern) ganz wahnsinnig spannende Experimente durch. Er setzte Kinder vor Süßigkeiten und sagte ihnen, dass sie diese eine Süßigkeit jetzt gleich essen könnten, oder aber warten könnten bis man wieder zurück in den Raum käme. Wenn sie die vor ihnen liegende Süßigkeit in dem Zeitraum nicht essen würden, bekämen sie zwei Süßigkeiten.





Neben durchaus niedlich zu betrachtenden Kindern erbrachten verschiedene Längschnittstudien auch diverse Ergebnisse. So stellt man fest, dass 25-30jährige die im Vorschulalter länger auf die Süßigkeiten hatten verzichten können, sich nun leichter taten langfristige Ziele zu verfolgen, gefährliche Drogen zu meiden und ein höheres Bildungsniveau erreichten. Insgesamt waren sie belastbarer und anpassungsfähiger und hatten einen geringeren BMI. Was davon nun auf die damalige Fähigkeit des Belohnungsaufschubes zurückzuführen ist, lässt sich aber so einfach gar nicht beantworten.

Um es mit John Watson zu sagen: "Eine Prädispostion, bedeutet noch lange keine Prädetermination". Sprich: Nur weil man eine Veranlagung zu einem bestimmten Verhalten hat, heißt es noch lange nicht, dass man diese auch immer in jeder Situation zeigt. Wer nur schwer auf Schokolade/ Chips/ Zigarette verzichten kann, hat in erster Linie die positiven Eigenschaften vor Augen. Kann förmlich fühlen wie die Schokolade auf dem Mund zergeht, wie sich das Paprikaaroma der Chips ausbreitet und wie die Entspannung nach dem ersten Zug an der Zigarette eintritt. Man will dieses positive Gefühl sofort. Um Walter Mischel zu zitieren: "So hat ein verlockender, appetitiver Reiz eine erregende, motivierende Qualität […] die Wirkung, die ein Reiz auf uns hat, hängt also davon ab, wie wir ihn mental repräsentieren." Das heißt eben nichts anderes als zuvor gesagtes: Wir stellen uns vor wie es ist wenn wir uns jetzt gleich belohnen. Wir fühlen all diese positiven Dinge die dann eintreten werden. Und weil wir als Menschen stets davon getrieben sind unser Wohlbefinden hochzutreiben, wollen wir das gute Gefühl am liebsten sofort. Aufschieben ist schwierig.

Ich selbst halte mich wahrlich nicht für einen Experten in Sachen Selbstdisziplin. Immer wieder esse ich viel zu viele Süßigkeiten, stelle am nächsten Morgen fest, dass das letzte Bier schlecht war und mit dem Rauchen hab ich einige Male versucht aufzuhören. Gescheitert bin ich stets an meiner Disziplin. Aussenstehende sehen das jedoch zum Teil ganz anders. Sie betrachten andere Teile meines Lebens und melden mir eine hohe Selbstdisziplin zurück. Dass ich mich doch immer wieder zum Sport aufraffen würde, das Studium neben dem Beruf durchgezogen hätte und mich im Zuge dessen immer wieder selbst strukturiert hätte, dass ich mich auch wirklich zum lernen hinsetze. Es verhält sich also vielmehr so, dass man wohl beides sein kann: Selbstdiszipliniert und so gar nicht selbstdiszipliniert. Es kommt auf den Bereich an den man betrachtet.

Viele, viele, viele Leute berichten, dass sie haufenweise Süßigkeiten gegessen hätten, als sie mit dem Rauchen aufgehört hätten. Das lässt sich ganz einfach erklären: Selbstkontrolle zum Zeitpunkt 1 (Nein, ich rauche jetzt nicht) vermindert die Selbstkontrolle zu Zeitpunkt 2 (Nein, die Gummibären…. ach Scheiß drauf! Hab heute genug gelitten beim Nichtrauchen. Her mit den Gummibären! Und den anderen Krempel auch noch!).

Walter Mischel macht in seinem 350 Seiten starken Buch durch - gut verständliche populärwissenschaftliche Ausdrucksweise - deutlich was für erfolgreiche Selbstkontrolle nötig ist. Er hebt die wesentliche Rolle Exekutiver Funktionen hervor, ohne die wir keine Chance hätten unsere Ziele zu wählen und zu verfolgen. Die Exekutiven Funktionen zeichnen sich dabei durch 3 Merkmale aus:
1. sie erinnern uns an unser gewähltes Ziel
2. sie lenken unseren Blick auf den Weg den wir schon erreicht haben und zeigen uns auf, an welcher Stelle wir Korrekturen vornehmen müssen
3. sie hemmen impulsive Reaktionen

Es ist elementar, dass wir uns ein individuelles Ziel setzen, dass wir erreichen möchten. Ohne Zielsetzung kein Ansporn. Ohne Ansporn keine Anstrengung. Ohne Anstrengung keine Weiterentwicklung. Ob und in welchem Ausmaß uns Anstrengungen jedoch anspornen oder aber ermüden hängt von motivatonaler Bedeutung, Einstellungen, Standards und nuntja… eben Zielen ab. Auf unserem Weg zur Zielerreichung werden wir immer wieder aufschießende heiße Impulse abfangen müssen, sie durch unsere Kognition abkühlen müssen. Uns selbst vom Sinn und der Notwendigkeit des Wartens überzeugen müssen. Wie man seine heißen Impulse, sein Verlangen nach der Schokolade/ der Zigarette/ wasauchimmer abkühlt…. das ist so individuell wie alles am Menschen. Fakt ist: Es hilft sich in greifbarer Nähe eine Ersatzbelohnung bereit zu halten. Statt der Zigarette eben Gummibären. Statt der Gummibären nackte Frauen. Oder was anderes. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Schlussbemerkung: Als ich das Buch mit auf die Arbeit brachte schaute mich eine Kollegin schwer erstaunt an und sagte: "Und du liest ernsthaft 350 Seiten nur über Marshmallow-Projekte?!" - Ja und Nein. Aufhänger sind verschiedene Konzeptionen des Marhmallow-Tests. Mischel kommt auch immer wieder dorthin zurück. Aber eigentlich geht es vielmehr um Belohnungsaufschub, Willensstärke und Selbstkontrolle. Eingebettet in wissenschaftliche Forschungsarbeiten, eigene Beobachtungen und kurzen Erzählungen einzelner Probanden. Der Schreibstil ist für den Laien sehr gut nachvollziehbar, aber es scheint auch hinsichtlich wissenschaftlicher Gesichtspunkte gut fundiert und für den psychologisch vorgebildeten keineswegs langweilig, sondern recht unterhaltsam und kurzweilig.

Von was ich hier eigentlich die ganze Zeit rede: "
Der Marshmallow-Test: Willensstärke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Persönlichkeit." Geschrieben von einem wichtigen Mann der Psychologie: Walter Mischel. Veröffentlicht 2015.

Mehr lesen...
Comments

Objektpermanenz.

Input aus der Fortbildung vergangene Woche.

Im Zuge der frühkindlichen Entwicklung lernen wir alle, dass der Ball nicht einfach weg ist und Papa zaubern kann. Irgendwann kommt der Punkt, an dem leuchtet uns ein, dass Papa den Ball immer noch in der Hand hält, der Ball aber durch ein anderes Objekt verdeckt wird. Wir wissen, dass der Ball noch da ist. Das nennt man Objektpermanenz.

Wir sollten das alle als Kleinkinder gelernt haben. Haben wir aber nicht alle. Es gibt erwachsene Menschen für die ist ein Objekt, oder hier relevanter: ein Mensch, schlichtweg nicht mehr da, wenn er nicht mehr da ist. Sie können nicht spüren, dass dieser Mensch wieder kommt, aber jetzt gerade nun mal zur Arbeit muss. Diese Menschen haben oft eine Beziehungs- und/ oder Bindungsstörung vom Borderline-Typ. Für den Gegenüber ist das mitunter nicht nachvollziehbar, warum das für den Betreffenden ein mittleres bis größeres Drama ist. Sie müssen als Erwachsene mühsam lernen, was der Großteil spielend als kleines Kind lernt. Und für die Erwachsenen ist es vermutlich doppelt so schwer das zu erlernen, weil die anderen oft wenig Verständnis dafür aufbringen können, weil das Verhalten mitunter doch recht bizarr wirkt.

Warum haben einige Menschen Objektpermanenz nicht erlernen können? Für eine gesunde Entwicklung braucht es eine beständige Umgebung mit einigermaßen erkennbaren Regelmäßigkeiten und Vertrauen. Vertrauen darauf, dass die Bindungspersonen verfügbar sind. Fehlt dieses Vertrauen, bleiben keine Ressourcen um andere wichtige Entwicklungsschritte zu durchlaufen. Die Kinder sind stets damit beschäftigt, sich zu vergewissern, dass sie nicht alleine bleiben, dass sich jemand um sie kümmert. Die Kinder sind gestresst.

Was kann es diesen Leuten einfacher machen? Das Erleben von Regelmäßigkeit, Beständigkeit und Vertrauen. So können sie lernen, einer wichtigen Bezugspersonen zu vertrauen, dass sie wieder kommt, auch wenn sie jetzt gerade erstmal gehen muss. Im Rahmen der Fortbildung wurde uns auch der Begriff der Übergangsobjekte näher gebracht. Das sind kleine Gegenstände, welche man den Betroffenen aushändigen kann, damit sie etwas vom Anderen bei sich tragen können. Und diesen Brauch kennen wir doch im Grunde alle: Diese kleinen Geschenke und Aufmerksamkeiten, die man aus dem Umfeld bekommt. Oder die man selbst an jemanden verschenkt. Freunden schenkt man Fotos aus dem gemeinsamen Urlaub. Verliebte schenken sich immer wieder Kleinigkeiten die sie dann mit sich herum tragen können. Ich finde so schwer nachvollziehbar ist der Wunsch gar nicht, dass manche Menschen eine gewisse Rückversicherung brauchen um zu wissen, dass der andere Mensch einen mag und an einen denkt, auch wenn sich die beiden ein paar Tage nicht sehen, oder sprechen.

Objektpermanenz. Ich finde es nur auf den ersten Blick bizarr, dass jemand nicht darauf vertraut, dass jemand nicht verschwunden ist, nur weil er gerade nicht da ist. Es gibt genügend eifersüchtige Menschen da draussen, die ihrem Partner nicht vertrauen, wenn er gerade allein unterwegs ist.

Mehr lesen...
Comments

Vertrauen.

Vertrauen. Was ist das eigentlich?


Vertrauen

Oben stehendes ist eine der schönsten und prägnantesten Definitionen dazu, die ich während des Studium lesen durfte. Vertrauen ist ein großes Ding. Da gibt es Menschen denen schenkt man nur allzu leicht und allzu gern sein Vertrauen. Da gibt es Menschen, die schenken anderen Menschen 'zu schnell' Vertrauen. Und andere die tun sich immens schwer damit. Aber diese eine Definition bringt es recht kühl auf wenige wichtige Punkte. Man erbringt gegenüber einem anderen Menschen freiwillig eine Leistung. Ohne sein Zutun. Man verlässt sich darauf, dass der Andere dieses Vertrauen gewissermaßen in Ehren hält und es nicht missbraucht. Vertrauen muss einem anderen Menschen gar nicht ausgesprochen werden. Es ist einfach da. Oder eben auch nicht. Derjenige der Vertrauen schenkt sichert sich nicht ab, gegen Vertrauensmissbrauch. Es gibt auch im Grunde keine Sicherungsmaßnahme dagegen. Klar haben wir in der Klinik Schweigepflicht, was es den Patienten ermöglichen soll ein vertrauensvolles Umfeld zu erleben. Aber ein vertrauensvolles Umfeld ist dennoch weit entfernt von wirklichem Vertrauen.

Manche sagen, dass man sich Vertrauen erst erarbeiten müsse. Ich glaube nicht, dass dies so richtig treffend ist. Vertrauen ist da, oder eben nicht. Das Fundament jeglicher Beziehungen ist ein gewisses Ausmaß an Vertrauen. Selbst in der dubiosesten Geschäftsbeziehung muss man darauf Vertrauen können, dass der Gegenüber die Leistung erbringt, die er zugesichert hat.

Vertrauen kann sich entwickeln. Dafür muss sich der Gegenüber gar nicht erst als Vertrauensvoll erweisen. Das ich jemandem Vertraue mein Vertrauen schenke, liegt ganz bei mir. Und damit es im Leben auch interessant bleibt, soll nicht unbeachtet bleiben, dass Vertrauen auch verloren gehen kann. Aber erfahrungsgemäß ist das in den seltensten Fällen auf Dauer angelegt. Zwischenmenschliche Ereignisse sind eine komplexe, nahezu undurchschaubare und bisweilen auch verwirrende Angelegenheit.

Mehr lesen...
Comments

Wilde Ehe.

Aktuell führe ich eine wilde Ehe mit Zotero, EBSCOhost, HEIDI und nicht zuletzt knallbunten Mini-Post-Its.


FullSizeRender

Genau. Ich stecke mitten in meiner Bachelorarbeit und verliere mich irgendwo zwischen korrekter Zitation, dem Schreiben von Abschnitten, dem Verwerfen von Textteilen und dicken Fragezeichen angesichts kryptisch anmutender statistischer Tabellen. Ich schreibe Zusammenfassungen meiner Studien und hab zwischendurch Ideen, wie ich es besser schreiben kann. Schreibe aber erstmal weiter wie gehabt, damit ich dann zumindest alles schonmal als Prototyp in vollständiger Textform habe. Im Kopf wabern konkurrierende Ansätze und Ideen um die Wette. Auf der Handlungsebene versucht man sich dadurch nicht hemmen zu lassen und macht also erstmal weiter. Immer in Bewegung, immer irgendwas am machen. Wer nichts macht, der hat auch keine Ideen. Zwischendurch Verzweiflung, weil man die gewünschte Quelle weder über HEIDI, noch über EBSCOhost kostenlos erhalten kann. Als Übersprungshandlung eines dieser fancy Post-Its irgendwo hingeklebt. Scheißegal wo. Und dann merken, dass man sich gar nicht im Uni-Netzwerk eingewählt hatte und somit selbstredend keinen kostenlosen Zugriff auf die Artikel bekommt. PDF runterladen, in Zotero einfügen, Zitation erstellen. Kurz ein wenig erleichtert sein. Und dann geht das gleiche Spiel auch schon wieder von vorn los.

Und irgendwoher dieser leise Kommentar im Hintergrund. Sanft flüstert es: Halbzeit.

Mehr lesen...
Comments

Wie man eine Bachelorarbeit schreibt. An der FUH.

Seit ein paar Monaten sitze ich nun also an meiner Abschlussarbeit um den B.Sc. in Psychologie zu erhalten. Wie kam es eigentlich dazu und wie funktioniert das? Nunja. Zunächst einmal studiert man zu Hause ein wenig rum. Das Studium ist in insgesamt zehn Module aufgeteilt, exklusive einem Wahlpflichtmodul (In dem man entweder eine Leistung aus einem anderen Studium anrechnen lässt, sodenn man was vorzuweisen hat. Oder man wählt aus dem mäßig interessanten Repertoire der FernUni eines aus) und der Bachelorarbeit. Nicht zu vergessen eines beruflichen Praktikums in dem man sich die Arbeit in einer Psychiatrie nur dann anerkennen lassen kann, wenn man dort nicht ohnehin schon arbeitet. Nach irgendeiner ominösen Anzahl von Credit-Points ist man dann befugt, sich zur Bachelorarbeit anzumelden. Das funktioniert noch recht einfach und unkompliziert. Man wählt drei Lehrgebiete aus in denen man am liebsten seine Arbeit schreiben würde und dann wartet man. Und hofft. Dass man einem der drei Lehrgebiete zugeteilt wird (wenns dumm läuft, landet man in Option vier, die man nun wirklich nicht hat haben wollen). Wer sich im Sommersemester angemeldet hat, wird spätestens ab Juni unruhig und meint, es könnte dann soglangsam mal mit der Zuteilung losgehen. Dumm nur wenn man gerade in der Kohorte gelandet ist, in der die Mitarbeiter der Lehrstühle beschlossen hat ein wenig zu streiken und erst dann eine Zuteilung der Angemeldeten (ich meine in meinem Semester hätten sich ca 450 Leute angemeldet) vorzunehmen, wenn die FernUni ein neues Finanzierungskonzept vorlege und mehr Mittel bereitstelle um die Masse an Studierenden auch abzufertigen. Ihr gutes Recht will ich meinen. Und mehr als gerechtfertigt. Irgendwann bekommt man aber sein Lehrgebiet zugewiesen. In meinem Fall das Lehrgebiet "Persönlichkeit, Diagnostik und Beratung". Nett von unserer Betreuung, dass wir eine weitere Präferenz für eine empirische Arbeit oder ein systematisches Review (oder auch Konzeptarbeit, oder auch Literaturarbeit genannt) abgeben durften. Ich wollte eine Literaturarbeit. Und hatte Glück. Ich bekam ein - für mich - bombastisches Thema und freu mich im Grunde immer wenn ich daran arbeiten darf. Netterweise bekamen wir auch zwei Fragestellungen mitgeliefert, an denen wir uns orientieren können (Keine Selbstverständlichkeit). Man hat also sein Thema und kann los legen. Aber wie genau macht man das eigentlich? Die bisherigen Studienleistungen bestanden ausnahmslos aus halbjährlich stattfindenden Multiple Choice Klausuren und einer - meinerseits - eher lieblos angefertigten Hausarbeit. Der grobe Aufbau ist klar: Deckblatt - Inhaltsverzeichnis - Zusammenfassung - Einleitung - Theorie - Methoden - Ergebnisse - Diskussion - Literaturangaben - Pressemitteilung . Man muss sich für einen Zitationsstil entscheiden…. APA, DGPs, APA, DGPs, APA… Ach fuck APA. Alles auf englisch. Lieber DGPs. Deren Richtlinien sollten ausreichen. Man muss es sich ja nicht unnötig schwer machen.

alleModule

Man fängt also an zu lesen. Und liest erstmal ne ganze Menge. Bis man ziemlich verwirrt ist, weil man diverse Ideen im Kopf hat in die man sich vertiefen könnte. Aber was will eigentlich das Lehrgebiet hören. Also mal ein paar Fragen sammeln und an die Betreuer stellen. Und sich freuen wirklich zügig ne Antwort zu kriegen. Irgendwann komme ich auf die Idee, dass ich erstmal eine irgendwie geartete Einleitung schreiben muss (von der ich genau weiß, dass ich sie am Ende neu schreiben werde…). Und dann wird es etwas klarer. Der Theorieteil geht recht fix von der Hand. Methodenteil sowieso. Standardgefasel, das man in einer Stunde abgehakt hat. Jetzt sitze ich also seit geraumer Zeit am Ergebnisteil. Nein eigentlich kann ich das so nicht mal sagen. Ich lese haufenweise Studien und fasse sie zusammen. Schüttelt zwischendurch immer wieder den Kopf, weil ich nicht die geringste Ahnung habe, wie ich das am Ende auswerten und strukturieren will und soll. Ich werde wohl irgendwann dann doch nochmal die Betreuer kontaktieren. Ach ne. Warte. Man hat ja gerade auf Moodle 2.x umgestellt. Und hat offenbar vergessen die alten Lernumgebungen mit umzusiedeln. Das Forum zum Austausch der Bacheloranwärter mit den Betreuern ist weg. Unauffindbar. FernUniversität Hagen live. Oder wie man wohl auch sagen kann: Läuft bei euch. Wie also schreibt man eine Bachelorarbeit? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Ich mach einfach irgendwas. Und hoffe das am Ende irgendein Werk mit rotem Faden und korrekter Formatierung dabei herauskommt.

Mehr lesen...
Comments

Drinking Motives Theory.

DrinkingMotivesTheory

Das schöne an meinem Bachelorarbeitsthema: Es interessiert mich wirklich. Und ich bekomme Gelegenheit tolle lebensnahe Theorien kennen zu lernen. Wie zum Beispiel die Theorie für Trink-Motive. Es geht um Alkohol - sollte wohl klar sein.

Der Theorie zufolge hat jeder Trinkende ein Motiv, dass ihn zum Alkoholgenuss verleitet. Diese Motive können nach ihrer Valenz und ihrer Quelle unterscheiden. Mit Valenz ist immer eine Wertigkeit gemeint. In diesem Falle eine positive oder eine negative Verstärkung. Als Quelle kommen interne oder externe Umstände in Betracht. Ist die Quelle extern, handelt es sich hier um Motive im Zusammenhang mit der sozialen Umwelt. Ist die Quelle intern, geht es eher um den emotionalen Zustand der jeweiligen Person. Durch die Kombination der beiden Dimensionen Valenz und Quelle ergeben sich somit 4 Motive:

  1. Enhancement Motives: Interne Quelle, bei positiver Verstärkung. Das Motiv zum Konsum ist die Verstärkung aktuell vorhandener positiver Gefühle
  2. Coping Motives: Interne Quelle, bei negativer Verstärkung. Alkohol wird konsumiert um mit negativen Emotionen umzugehen. Diese Motiv lässt sich weiter aufsplitten in den Umgang mit Angst oder den Umgang mit Depression
  3. Social Motives: Externe Quelle, bei positiver Verstärkung. Alkoholgenuss in sozialen Situationen um Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe zu erhöhen.
  4. Conformity-Motives: Externe Quelle, bei negativer Verstärkung. Zufuhr von alkoholhaltigen Getränken um Gefahr sozialer Zurückweisung zu vermindern.

So. Und wenn ihr nun das nächste Mal zur Flasche, zum Glas oder zum Strohhalm greift wisst ihr Bescheid. Lasst es euch schmecken und trinkt nicht zuviel.


Mehr lesen...
Comments

Inhalte sind austauschbar.

An manchen Tage tue ich mir schwer mit meinen Mitmenschen und deren eigenartigen Verhaltensweisen. Ich versuche in der Regel aus deren Verhalten schlau zu werden. Teilweise weil es mein Job ist und teilweise weil die Leute in meinem Privatleben auf nicht unbedingt schlüssiger agieren. Ein mir sehr geschätzter Kollege brachte dass vor einiger Zeit mit einem Satz auf den Punkt, der sich gewissermaßen bei mir eingebrannt hat:


inhalte

Und genau darum geht es. Ich kann mich davon gar nicht ausnehmen, dass auch ich bisweilen auf der Handlungsebene etwas andere fabriziere, als ich auf der verbalen Ebene von mir gegeben habe. Aber ich bin stets bemüht um eine möglichst hohe Kongruenz dessen was ich zu jemandem sage und dem Outcome wie ich mich dieser Person gegenüber dann verhalte. Ob das immer so gut hinhaut müssen vermutlich andere beurteilen.

Im Großen und Ganzen ist also viel weniger interessant was die Leute zu einem sagen, sondern viel interessanter was auf sie auf der Handlungsebene tun und was auf der Beziehungsebene ankommt. Um nachvollziehen zu können, was auf der Beziehungsebene passiert ist es von Vorteil, wenn man ein gewisses Gespür für seine Mitmenschen mitbringt und noch viel mehr einen ehrlichen Blick in sich selbst werfen kann. Dabei gibt es jedoch zwei hervorstechende Probleme:

1. Man ist immer (wirklich immer!) bestrebt, das zu glauben, was einem der Gegenüber auf der verbalen Ebene mitteilt.
2. Man ist verletzt und - je nach Sachlage - auch schonmal gerne gekränkt in seinem Stolz wenn man die Inkongruenz zwischen verbaler und Handlungsebene erkennt. Man fühlt sich belogen.

Also wie ist das ganze aufzulösen? Ich vermute: Gar nicht. Man kann sich bewusst machen, dass kaum ein Mensch es schafft wirklich ehrlich zu anderen zu sein, weil es uns allen äußerst schwer fällt ehrlich zu uns selbst zu sein. Wir leben alle bis zu einem gewissen Grad in unserer ganz eigenen Realität. Und zwar in einer, die unseren Selbstwert maximal schützt. Wer immer gnadenlos kritisch und ehrlich sich selbst gegenüber ist, der kommt im Leben vermutlich auch einfach nicht weit. Man müsste sich ständig fragen was man eigentlich will und ob der Weg auf dem man sich gerade befindet zielorientiert ist um das erwünschte Outcome zu erreichen.

Vielleicht muss man sich mit der Radikalen Akzeptanz zufrieden geben, dass die Dinge nun mal sind wie sie sind. Das verbale Ebene und Handlungsebene so gut wie nie zusammenzufallen scheinen, sondern sich immer eine Diskrepanz ergibt. Manchmal allerdings möchte ich an dieser Erkenntnis verzweifeln und versuche Erklärungsmodelle zu finden, warum sich Menschen so verhalten.

Und um das Ganze zu veranschaulichen. Ein Beispiel das wirklich jeder kennt, der bereits ein bis zwei erfolglose Beziehungsversuche hinter sich hat. Mindestens ein Part kommt auf die Idee:

Verbal: "Ich mag dich, lass uns Freunde bleiben."
Handlung: Nichts. Unter Umständen auch gerne mal halbfertige Antworten auf Kontaktversuche.
Beziehungsebene: Von 'Ich mag dich' nicht mehr viel zu merken. Dafür aber sehr viel von: 'Ich mag meine Ruhe von dir und du bist mir ziemlich egal'


Wer würde angesichts solche Inkongruenzen nicht verzweifeln. Es ist ein Tritt ins Gesicht mit einem Hundescheiße beschmierten Schuh.

Was da auf der Beziehungsebene ankommt und ob das so beabsichtigt ist, das steht auf einem ganz anderen Blatt. Häufig sind da wohl irgendwelche Ängste im Hintergrund. Aber woher soll man das wissen, wenn man nicht miteinander redet.

Also wie löst man das auf: Ich würde jetzt mal ganz naiv sagen: Indem man miteinander offen und ehrlich umgeht. Aber das scheint schwieriger zu sein, als ich mir das in meiner kleinen Welt vorstelle. Oder wir einigen uns alle darauf überhaupt nicht mehr miteinander zu reden. Und nur noch auf der Beziehungs- und Handlungsebene zu agieren. Aber das ist genauso utopisch.

Mehr lesen...
Comments

Zwei Fragen stellen sich mir.

DSC05840

Nein. Eigentlich stellen sich mir täglich via 4223 Fragen. Manche davon simpel zu beantworten, andere völlig irrelevant und manche sind kniffliger aber es lässt sich eine Lösung finden. Und dann gibt es da diese Sorte von Fragen, die einem immer wieder im Kopf rum gehen. Die Sorte, die einen ins Grübeln bringt, mitunter auch an einem nagen und vielleicht sogar zermürbend sind. Fragen auf die man keine Antwort findet. Vielleicht weil es keine gibt.

Zwei solcher Fragen die mich immer wieder beschäftigen, auf dich aber weder eine Antwort kriege, noch eine befriedigende erwarten kann, sind diese hier:

1) Wie geht man damit um, wenn für einen selbst alles gesagt ist, die andere Partei aber noch Fragen hat?

2) Wie damit umgehen, wenn man selbst zwar keine Fragen hat, aber eigentlich noch was zu sagen hätte, die andere Partei aber nicht zuhören möchte?

Es gibt verschiedene vorstellbare Handlungsoptionen. Kontaktabbruch vs. Bereitschaft sich mit dem andern auseinanderzusetzen sind vermutlich nur zwei von vielen. Am Ende haben wir aber in jedem Fall eine Situation in der die Wünsche beider Parteien diametral entgegen gesetzt zu sein scheinen. 

Ein bisschen hoffe ich auf Input von anderen Seiten. Ich komm mit meiner Grübelei über diese Fragen nicht weiter. Weiß nicht was der beste Weg ist. Fürchte, dass es gar nicht "den besten Weg" gibt. Das die indi-, Inter- und intraindividuellen Situationen so multivariat und multifaktoriell sind, dass es gar unmöglich ist eine halbwegs einfache und für mich zufriedenstellende Antwort darauf zu geben.


Mehr lesen...
Comments

Hochmut kommt stehts vor der Distorsion.

Wie füllt man seine Zeit, wenn man nur eingeschränkt mobil ist? Wie baut man seinen emotionalen Stress ab, wenn man kaum Sport machen kann. Vor allem nicht den Sport, bei dem man sonst immer den Kopf frei bekommt. In meinem Falle also laufen oder Fahrrad fahren?

DSC05267

Jeder Mensch hat Stress und jeder Mensch braucht Wege um damit umzugehen. Bei mir war wieder viel los die letzten 2 Monate. Nachdem ich die erste Hälfte des Jahres dachte, dass es eigentlich gut läuft und äußerst zuversichtlich war, dass es eine Weile so stabil super bleiben würde, habe ich erfahren, dass man sich nur auf wenige Dinge verlassen kann. Vor allem kann man sich auf eines verlassen: Es kommt anders als du denkst. Wie dem auch sei. Während die eine Seite (oh! das war ja ich….) dachte, das alles ganz gut ist und keine größeren Probleme kommen sah, war es für die andere Seite gar nicht mal so unproblematisch. Jetzt gehen wir offenkundig getrennte Wege. Das Stresslevel erhöht sich also. Was also tun?

Um in seiner gegebenen Umgebung handlungsfähig zu sein, verfügt jeder Mensch über verschiedene Adaptions- und Copingstrategien. Jeder hat da seine ganz eigenen und in der Regel mehrere davon. Nicht immer sind die besten Strategien in der gegebenen Umwelt anwendbar und man muss die Strategien anpassen. Ganz grob lassen sich die Strategien in problemorientiert und emotionsorientiert oder aber konstruktiv und destruktiv einordnen. Zu den emotionalen (oder destruktiven) Copingstrategien würde zum Beispiel übermäßige Alkoholkonsum zählen. Eine Strategie die vermutlich wenig bis gar nichts an der Situation ändern würde, ausser sie ziemlich sicher in die Länge ziehen und verschlimmern. Anzustreben wären also problemorientierte und konstruktive Bewältigungsstrategien. Beschäftigung ist das Zauberwort. In die anstehenden Arbeiten vertiefen, das soziale Netz nutzen und Sport. Vor allem Sport. Dumm nur wenn man sich beim Sport verletzt und dann weder laufen, noch Rad fahren kann.

Ich muss mich also umorientieren. Sport in der Form die mir vorschwebt ist nicht möglich. Ich sehe mich also mit der Herausforderung konfrontiert einen anderen Ausgleich zu finden. In den letzten Wochen habe ich also sehr viel gelernt und saß sehr häufig vor dem Fernseher um mir diverse Serien anzusehen. Und die beste Strategie von allen: Urlaub.

Das Geheimrezept um mit Stress umzugehen: Dinge tun, die Spaß machen!
Mehr lesen...
Comments

Endspurt: M10.

Kurz vor dem unvermeidbaren Ende, vor der letzten Klausur des Bachlorstudiums an der FUH, freu ich mir ein Loch in den Bauch. Nebst der Tatsache, dass ich keinen Bock mehr habe - aber das kennen wir ja nun schon. Zu guter letzt noch ein paar letzte Dinge, die ich mir heute nochmals reingeprügelt hab, weil ich sie mir nun wirklich nicht merken konnte. Wer will darf daran teilhaben.

Zunächst: Übersetzung des Modells Kontextueller Determinanten für Partizipation in Block Associations nach Perkins et al. (1990). Viele Pfeile. Ein wenig bunt. Jetzt sieht es wenigstens hübsch aus.

perkins

Darauf folgend vier fürs Modul relevante Gerechtigkeitsdefinitionen:

  • distributive Gerechtigkeit: Verteilungsgerechtigkeit/ Ergebnisgerechtigkeit
  • prozedurale Gerechtigkeit: Verfahrensgerechtigkeit/ Regelgerechtigkeit. Ein angewandter Prozess wird als fair erlebt
  • restaurative Gerechtigkeit: Ausgleichende Gerechtigkeit/ Wiedergutmachungsverfahren. Bringt die direkt Beteiligten zusammen um gemeinsam eine Lösung zu finden.
  • retributive Gerechtigkeit: Vergeltende Gerechtigkeit. Gerechte Bestrafung der Täter & Kompensation für Opfer

Und zum Dritten die Ergebnisse einer Studie von Langer & Rodin (1976) die eine Studie in einem Pflegeheim mit 65-90 jährigen durchführten:
  • Versuchsgruppe: Selbstverantwortliche Pflege einer Zimmerpflanze & Auswahl eines Films für den Filmabend
  • Kontrollgruppe: Zimmerpflanze um die sich Pflege kümmert & Film für Filmabend wurde vorgegeben
  • Prä-/Posttest (nach 3 Wochen) mittels Fragebogen & Einschätzung durch 2 Pflegekräfte
  • Versuchsgruppe: 3 Wochen nach Intervention besseres Wohlbefinden, körperlich und sozial aktiver
  • 18 Monate später Folgeuntersuchung: von der Versuchsgruppe waren 15% verstorben/ in der Kontrollgruppe waren 30% verstorben


Mehr lesen...
Comments

Bachelorarbeit: Angenommen.

Bachelorarbeit

Nach langem Warten wird nun endlich alles gut. Also zumindest in der Ausgangslage. Doch kurz von vorne:

Anfang des Semesters bewarb ich mich mit 3 Prioriäteten für ein Lehrgebiet in dem ich gerne meine Abschlussarbeit schreiben wollte. An erster Stelle stand dort 'Gesundheitspsychologie', zweitens 'Persönlichkeit, Diagnostik und Beratung' und zu guter Letzt noch 'Lernen im Erwachsenenalter' auf das ich so ziemlich keine Lust hatte.

Nach gefühlt ewiger Warterei (und einem einzigen Lehrgebiet 'Arbeits- und Organisationspsychologie' welche schon seit fast einem Monat am Schreiben waren) wurde ich meiner zweiten Priorität zugewiesen und durfte nun noch wählen zwischen einem Systematischen Review oder einer empirischen Arbeit. Aus Gründen wählte ich Systematisch Review. Schon allein weil ich denke, dass ich das mit dem Zusammenfassen von Texten eigentlich ganz gut kann. Und dann staunte ich anfang der Woche nicht schlecht, als ich mein Thema per Mail mitgeteilt bekam. Ich lachte kurz laut auf und war der festen Überzeugung das sei ein Scherz. Ich dachte es könne ja nicht wahr sein, dass man mir ein Thema zuteilt das so unfassbar gut passt. Ich vergewisserte mich noch einige Male und war dann irgendwann doch überzeugt, dass das wirklich mein Thema ist.

Nun gehts also los im Endspurt. Irgendwann nächste Woche teilt das Lehrgebiet dem Prüfungsamt mein Thema mit und ich bekomme einen Abgabe-Termin der vermutlich Anfang Januar liegen wird.

Mehr lesen...
Comments

Modul 10 - Karteikarten am Start.


Was dieses Semester mit mir los ist, würd ich ja gern mal wissen. Vor elf Tagen erst, habe ich meine Zusammenfassungen hochgeladen und gerade eben bin ich mit den Karteikarten fertig geworden. Eigentlich fing das Semester holprig an. Seitens der Uni gab es Versandschwierigkeiten. Die Studienbriefe wurden erst viel später versendet und es gab nur den Zugriff auf Online-Ressourcen. Zum gleichen Zeitpunkt war mein Computer kaputt. Online-Ressource also auch irgendwie nutzlos. Netterweise lieh mir jemand seinen eigenen Laptop stundenweise und zum Geburtstag bekam ich einen ebook-reader. Gefühlt bremsten mich diese Umstände ordentlich aus. Mein jetziger Bearbeitungsstand sagt was anderes. Soll mir recht sein. Hier --> Modul 10 <-- gibt es Zusammenfassungen und Links zu den Karteikarten. Ich verabschiede mich gedanklich nun erstmal von der Uni und widme mich populär-Literatur. Freude kommt auf!

Mehr lesen...
Comments

BDP und BGH

Just stolperte ich über einen - für mich - recht interessanten Artikel, zumal ich gerade erst gestern mit Freunden zusammensaß und wir darüber sprachen, dass man sich mit einem Bachelor-Abschluss in Psychologie noch nicht Psychologe nennen dürfe. Ich habe mich in diesem Punkt wohl getäuscht.

Der BDP (Berufsverband deutscher Psychologen) beruft sich auf ein BGH-Urteil (Bundesgerichtshof), wenn sie sagen, dass man sich nur Psychologe nennen dürfe, wenn man ein Diplom im entsprechenden Studiengang habe. Die Aussage die der BDP damals in den 80er Jahren traf, wurde (notwendigerweise) im Zuge des Bachelor-Master-Desasters ausgeweitet. Man dürfe sich nun laut Meinung des BDP nur mit einem Diplom oder Master-Abschluss als vollwertigen Psychologen bezeichnen.

Absurd wenn man bedenkt, dass der Bachelor-Abschluss angeblich ein Berufsqualifizierender Abschluss sei.

Noch viel absurder und schon fast amüsant, wirkt das Statement des BDP, wenn man dann nun weiß, dass im BGH-Urteil überhaupt gar nicht spezifiziert wurde welchen Umfang das Psychologie-Studium haben müsse und welcher Abschluss am Ende stehen müsse. Dort ist lediglich die Rede von einem akademischen Studium.

Was das nun heißt? In einem knappen halben Jahr bin ich befugt dazu mich mit meinem Abschluss im B.Sc. Psychologie auch Psychologin zu nennen. Zumindest rechtlich gesehen. Sozial akzeptiert und gern gesehen ist das in der Scientific Community aber eher mal nicht so. Ich vermute mal dass mir das dann erstmal schwer egal sein wird.

Hier der Artikel: http://www.focus.de

Mehr lesen...
Comments

Los gehts. Mal wieder.

Modul 8 hab ich so semi-erfolgreich hinter mich gebracht. Ich war mit großen Ambitionen ins Wintersemester gestartet, lag supergut im Zeitplan und stellte fest dass meine herkömmliche Methode in diesem Modul scheitern würde. Wie dem auch sei. Die Klausur wurde geschrieben. Quasi postwendend fiel immens viel Druck von mir ab, diverse körperliche Begleiterscheinungen (vor allem Rückenschmerzen) besserten sich wesentlich. Ein Modul dass mir körperliche Schmerzen verursachte. Wenn es sich nicht so schlimm angefühlt hätte, so hätte es beinahe faszinierend sein können. Dank einiger Sonderpunkte hab ich es immerhin noch auf eine 2,3 geschafft. Zufrieden bin ich damit nicht. Es spiegelt nicht im geringsten den Aufwand wieder den ich für dieses Modul betrieben habe. Ich war ein bisschen traurig darüber. Aber nicht wirklich lange. Ich kann es ohnehin nicht ändern. Lieber weiter in die Gegenwart und Zukunft blicken.

Unter dem Semester war so einiges liegen geblieben, was in der Bearbeitungsfreien Zeit erstmal aufgearbeitet werden wollte. Und weil ich so fantastisch gut im Zeitplan liege ist nun alles erledigt und gerade eben habe ich sozusagen die ersten Handgriffe fürs Sommersemester hinter mich gebracht. Modul 10 - Community Psychology steht an. Das Grundgerüst für den Pflichtliteraturkurs steht. Pflichtliteratur rattert im Drucker. Motivation lässt noch ein bisschen auf sich warten. Im Moment schöpf ich meine Arbeitsmotivation wohl mehr aus dem Credo: Nützt ja alles nix. Muss es ja doch machen. Der Umfang scheint nach Modul 8 ein müder Witz mit Anlauf zu sein. Aber es soll mir gerade recht sein. Ich werde jede Kapazität für die Bachelorarbeit brauchen. Diesbezüglich bin ich schon ein bisschen aufgeregt und muss mich noch ein wenig in Geduld üben. Anmelden kann man sich erst am dem 15.04.... und dann wurde man noch lange keinem Lehrgebiet zugewiesen und hat noch vielweniger ein Thema zugeteilt bekommen. Es bleibt spannend.


3427
Mehr lesen...
Comments

Letzter Aufruf, ihr Penner!

Die letzten zwei Semester waren echt fürn Arsch. Im Sommersemester lud ich mir 2 Module auf. Was im Grunde mit einem guten Noten-Outcome hätte funktionieren können. Aber am Ende war es eher so semi-gut. Ich hab beide Module mit mittelprächtiger Leistung bestanden. Das Thema der Hausarbeit hat mich so wenig interessiert dass ich nach 2,5 Wochen keinen Bock mehr hatte und abgegeben habe (3,5 Wochen hätte ich noch Zeit gehabt....) und auf die Klausur hatte ich mich nicht so vorbereitet wie ich es sonst tat. Ich verließ mich auf die Erfahrungen der vergangenen Semester und hoffte dass der Führungswechsel im Lehrgebiet keine allzu schwerwiegenden Auswirkungen haben würde. Ich hatte mich getäuscht. Aber immerhin reichte es zum bestehen. Also war mein Plan für das Wintersemester: So richtig reinhauen im Modul Arbeits- und Organisationspsychologie.

Und im Grunde sah es auch ganz gut aus für mich. Es gab einen Fahrplan seitens des Lehrgebiets und ich war ihm stets voraus. In der heißen Phase vor der Klausur bröckelte mein Eindruck und meine Überzeugung eine sehr gute Note abräumen zu können. Vögelten zwischterten mir, dass die Inhalte von über 1000 Seiten zuzüglich einiger Vorlesungen sehr kleinteilig abgefragt würden und zwar verpackt in nette kleine Fragen zu Transferwissen. Man gibt sich im Lehrgebiet offenkundig alle Mühe die Grenzen der menschlichen Kreativität auszuloten bei der Erstellung von Klausurfragen. Ich habe ja Hochachtung vor derartigem Engagement. Schade nur dass ich die Thematik des Moduls eigentlich ganz spannend finde, aber eine solch geartete Wissensabfrage mit Benzin übergießt, in Brand steckt und dann die übrig bleibende Asche in den Boden stampft. Eine gute Note wollte ich dennoch. Also intensivierte ich meine Bemühungen. Die Woche vor der Klausur bedeutete das also den Tausch meines Urlaubs gegen 6h reine Lernzeit. Die Woche vor jenem Urlaub bestand aus 8 Arbeit plus 4h Lernzeit. Ich beglückwünsche mich selbst dazu. Auch jetzt noch im Nachhinein. Weil ich es kann. (Und weil für die vergangenen Module auch in der Klausurvorbereitungszeit 2h täglich völlig ausreichend waren.)

Das hatte zur Folge dass ich am Dienstag ziemlich erschöpft, genervt und frustriert in die Klausur startete, während der Bearbeitung teils beinahe hysterisch lachen musste wenn ich wiederholt eine Frage erkannte die ich nicht beantworten konnte, weil sie irgendein kleinfieseliges Details aus einem der unzähligen Modelle abfragte. Oder wenn ich hätte wissen sollten in welchem Jahr welcher Test entwickelt wurde.

Für dieses Modul habe ich bei weitem die meiste Zeit aufgewendet (im Vergleich zu all den anderen Modulen... oder überhaupt Dingen für die ich lernte). Ich bin immer noch frustriert, dass das Ausmaß meiner Vorbereitung und Zeit die ich dem ganzen gewidmet habe, sich nicht ansatzweise im Ergebnis der Klausur wiederspiegeln wird. Aber so ist das nun. Und ich habe keinen Einfluss darauf.

Meine Belohnung vor dem letzten Semester: 2 Wochen Pause. Nichtstun für die Uni. Rein gar nichts. Oh doch. Eine Kleinigkeit. Ich schmeiß jetzt endlich all die Studienbriefe weg. Und all die Pflichtliteratur die sich angesammelt hat und hier zu staubt. Nur Modul 8 trau ich mich noch nicht wegzuwerfen. Obwohl ich mir sicher bin, dass ich durch bin. Aber etwas in mir traut sich nicht. Glaubt es sei überheblich die Dinge wegzuschmeißen, bevor es abgeschlossen sei.

Wie dem auch sei. Das schlimmste und anspruchsvollste Modul liegt hinter mir und mein letztes Fernuni-Semester liegt vor mir. Ich freu mir ein Loch in den Bauch!

Und zum Abschluss: Gesammelte Werke. Alle auf einem Bild. Auf einem Schreibtisch sogar. Nur Modul 10 fehlt. Und die BA. Aber die kommen ja erst noch. Aber ich mag den Kram kein weiteres Semester aufheben. Verbreitet mieses Karma.
alleModule

Insofern lautet das Motto nun: Letzter Aufruf, ihr Penner! Es wird super. Man darf das nicht verpassen!


Mehr lesen...
Comments

Modul 8 - Zusammenfassungen.

fernuni

Die Studienbriefe sind durch, die Pflichtliteratur ist durch, ich bin durch. Naja, nicht ganz. Die englischsprachige Pflichtliteratur hab ich nicht in die Zusammenfassungen eingearbeitet. Die les ich eventuell noch vor der Klausur. Möglicherweise aber auch nicht. Das hat sich noch nicht entschieden.

In die Zusammenfassungen integriert ist die deutschsprachige Pflichtliteratur und die Vorlesungen. Alles in allem Also knapp 500 Seiten Studienbrief und vielleicht 6-700 Seiten Pflichtliteratur zuzüglich 5 Stunden Vorlesungen. Kompakt verpackt auf 125 Seiten. Immer noch mehr als ausreichend.

Ich mach mich dann mal an die Karteikartenproduktion damit ich mich meinem ambitionierten Notenziel annähern kann. Sollte ja in 5 Wochen schaffbar sein. Hoffe ich. Ahoi!

Zu den Zusammenfassungen hier lang bitte.

Achso. Meine Uni hab ich dann im Rahmen einer (für mich) wenig sinnstiftenden Präsenzveranstaltung auch mal gesehen. Sehr sauber dort. Man könnte nun vermuten dass sei so, weil dort kaum Studenten seien. Und hat damit wohl recht. Nun hab ich meine 2 Pflicht-Veranstaltungen hinter mir und kann aufhören deswegen rumzumeckern. Bald bin ich fertig und ich werde es so feiern!!! Aber so ganz umsonst war die PV dann doch nicht. Ich hab überwältigendes Feedback für meine Zusammenfassungen bekommen und es hat wirklich gut getan zuhören, dass ich mit meinen Lernmaterialien anderen helfen kann. Vor allem die Rückmeldung dass meine Zusammenfassungen immer ziemlich genau den Klausurstoff abdecken würden hat mich sehr gefreut. Man weiß ja manchmal selbst nicht ob das alles so hinkommt und so. Da tut es gut dass mal persönlich zu hören.

Mehr lesen...
Comments

Wut im Bauch.

Wut. Wer kennt das nicht? Wer es nicht kennt, der lügt, oder hat ein ernstzunehmendes Problem. Wut gehört laut Paul Ekman zu den Basisemotionen, die in allen Kulturkreisen zu beobachten und darüber hinaus erblich bedingt sein. (Er hat auch das sogenannte FACS entworfen... Ein System um Gesichtausdrücke zu erkennen. Manch einer kennt die Anwendung der Technik aus der TV-Serie "Lie to me"). Jedenfalls gehört Wut zu den Basisemotionen. Die anderen Basisemotionen sind Furcht, Verachtung, Traurigkeit, Überraschung und Ekel.

Physiognomy

Zur Entstehung von Wut gibt es schon diverse Theorien. Laut Freud ist jedem Mensch ein Aggressionstrieb angeboren. Werden die Aggressionen unterdrückt, kommt es zu Störungen. Ein Theoretischer Klassiker. Taugt mir persönlich aber eher wenig zur Erklärung wo Wut herkommt. Laut Bandura werden Aggressionen erlernt durch Beobachtung von Vorbildern. Auch das taugt mir persönlich wenig. Beide Theorien erklären eher wo Aggressionen herkommen. Aggressionen sind aber eher mal eine Begleiterscheinung von Wut. In aggressivem Handeln wird Wut sichtbar. Wesentlich pragmatischer und eingängiger finde ich persönlich die Frustrations-Aggression-Theorie. Laut dieser führen Frustrationen eben zu Aggressionen. Das entbehrt einer gewissen Logik. Und erklärt in meinen Augen auch die Entstehung von Wut. Irgendwas funktioniert nicht wie es soll, oder Irgendwer löst durch sein Verhalten Frustration in mir aus. Es entsteht Ärger, vielleicht auch Zorn und wenn es ganz schlimm ist auch Wut.

Wut an sich ist eine heftige Emotion. Manche beschreiben es als brennen von innen, andere zerreißt es. Wut führt nicht selten zu impulsiven Reaktionen. Aber nicht unbedingt. In jedem Fall ist Wut schwer zu beherrschen und schwer auszuhalten. Wut ist eine Emotion die raus will.

Wut will irgendwo hin. Wut will nicht im Körper bleiben. Keiner will das die Wut im Körper bleibt, eben weil sie schwer beherrschbar ist und weil sie schwer auszuhalten ist. Wut ist im Bauch. Und sie will da weg. Oft fängt der Körper an zu zittern, Fäuste werden geballt, Beine werden unruhig, der Magen krampft sich zusammen. Die Stresshormone sorgen für vermehrte Durchblutung, die Herzfrequenz und die Atemfrequenz steigt, Pupillen werden weit und die Muskeln angespannt. Der Körper ist in einem fight-or-flight-Zustand. Entweder flieht man, zieht sich zurück aus der Situation, entfernt sich soweit wie möglich vom Wutauslöser, oder man kämpft. Die Wut kehrt sich nach aussen. Man wird laut, schimpft, manche werden handgreiflich oder lassen ihre Wut an Gegenständen raus. Es ergeben sich gewissermaßen 2 Möglichkeiten: Entweder die Wut und Erregung schiesst in die Beine (Stichwort: Restless-Legs) und der Körper will eigentlich einfach nur noch weg, oder die Wut bahnt sich ihren Weg in die Arme... bereit zum Kampf gewissermaßen.

Und dann gibt es noch eine dritte Möglichkeit: Wir schlucken unsere Wut runter. Weil es gerade nicht in die Situation passt. Weil Wut sozial kein angemessenes Verhalten ist, weil man selbst Ärger vermeiden will, weil man vielleicht Angst hat. Man schluckt den Ärger runter. Die Wut bleibt im Bauch. Der Magen krampft und irgendwann findet man alles so zum kotzen, dass man eben kotzt. Wut findet ihren Weg raus.

Ich sage nicht das einer der drei Wege irgendwie besser wäre. Es gibt Zeiten, da ist es das richtige zu gehen. Es gibt Zeiten da ist es das richtige laut zu werden, sich selbst zu vertreten und seinen Willen durchzusetzen. Und es gibt Momente da ist es besser den Ärger zunächst zurückhalten. Aber man sollte ihn dann später wieder hochholen und sich anschauen was da los war. Nur nicht runterschlucken und es dabei belassen.

Mehr lesen...
Comments

Studierendenanfragenv vs. Informationskompetenz

IMG_0712

Es nervt mich hin und wieder. Ich habe hier diesen Blog. Mit einer Materialsammlung fürs Studium. Sofern ich Zusammenfassungen für die Studienunterlagen angefertigt habe, lade ich sie hier hoch. Sofern ich bei card2brain Karteikarten erstellt habe, verlinke ich sie im entsprechenden Modul. Es ist alles da was ich habe.

Ich mache mir wirklich nicht die Mühe einige meiner Zusammenfassungen hier nicht hochzuladen, um sie dann einzeln an Interessenten per mail zu verschicken. Ist mir ja viel zu blöd.

Ich stelle meine Materialien gern allen möglichen Leuten zur Verfügung. Ich finde es schön, wenn ich positive Rückmeldungen dazu kriege, weil sie jemand brauchen kann. Leider sind die Dankesbekundungen überzufällig häufig verbunden mit diversen Fragen. Und in der Regel kann nur sehr wenige davon beantworten und andere will ich nicht beantworten. Machen wir mal eine Bestseller-Liste der Fragen die ich nicht mehr sehen kann:

* Weißt du wann die Studienbriefe überarbeitet werden? - Nein weiß ich nicht. Ich bin Studentin an der Fernuni, und was in vergangenen Modulen vor sich geht ist mir darüber hinaus herzlich egal.
* Kannst du anregen dass es meiner Plätze in Präsenzveranstaltungen gibt? - Nein kann ich nicht, weil Student
* Kannst du mir die Zusammenfassungen für xy per mail schicken? - Nein, kann ich nicht, weil ich sie nicht habe. Was ich habe ist im Blog. Und mehr nicht. Also verschicke ich nichts per mail.
* Kannst du mir den Studienbrief xy per mail schicken? - Nein, kann ich nicht, wegen Urheberrecht.
* Kannst du mir Altklausuren schicken? - Nein, kann ich nicht, wegen Urheberrecht
* Welche Kurse an der vhb muss ich auswählen, wie sind die aufgebaut, wie sind die Inhalte, wieviel muss ich dafür lernen, werden die anerkannt, Blabla?! - Nutz dein Hirn, dann wirst du auf die Idee kommen die Kurse in Klinischer Psychologie zu belegen. Inhalte, Verlauf und Aufbau ist auf der Seite der Hb beschrieben. Erfahrungsberichte gibts im PsyCafe der Fernuni
* Wurden dir die vhb-Kurse in der Master-Bewerbung anerkannt? - Ehm.... Ich hab noch nicht mal den Bachelor fertig.


Fazit: Ich finde es wirklich toll, wenn viele von meinem Kram profitieren können. Aber ich appelliere an die Informationskompetenz jedes Einzelnen: Ich kann und will solche Fragen nicht beantworten. Weil sich diese Fragen jeder selbst beantworten kann, wenn er sich die Mühe gemacht hat 5 Minuten auf diesem Blog zu stöbern.

Musste jetzt mal gesagt werden.

Mehr lesen...
Comments

Winter is coming. Part 2

M8

Morgen ist der offizielle Bearbeitungsbeginn von Modul 8. Die Unterlagen hab ich jetzt etwas länger als eine Woche. Sie kamen spät dieses Semester. Aber solang die Sachen vor Bearbeitungsbeginn da sind, soll man sich ja nicht beschweren.

Fernstudium. Ich hab solangsam aber sicher keine Lust mehr darauf. Es scheint ein wenig einsam zu machen. Ich sitze hier also noch vor dem offiziellen Start an einem Sonntagmorgen und fasse das dritte Kapitel meines Studienbriefes zusammen. Damit bin ich dem Plan angeblich schon zwei Wochen voraus. Aber ich muss so früh anfangen, da mich die Reglementierung der Masterplätze gewissermaßen dazu zwingt. Ich stehe unter dem Druck eine erstklassige Note hinzulegen. Auf Grund von Berufstätigkeit und aus Gründen der Effizienz laufen die Lerngruppen online ab. Die Freizeit neben der Arbeit geht zu großen Teilen fürs lernen drauf. Freie Wochenenden müssen vorausgeplant werden, damit man im Stoff nicht hinterher hinkt. Von Zeit zu Zeit macht das Fernstudium also einsam. Man lernt gemeinsam dezentral jeder für sich allein vor dem Bildschirm.

Ich sitze als mit meinem Kaffee an einem friedlichen und ziemlich nebligen Sonntagmorgen vor meinem Studienbrief und schreibe an meiner Zusammenfassung. Kann man ja mal machen. Große Pläne erfordern großen Einsatz.

Winter is coming. Und es wird ein harter befürchte ich.

Mehr lesen...
Comments

Winter is coming.

Winter is coming. Wintersemester is coming. Modul 8 is coming. Arbeitspsychologie, Personalpsychologie, Organisationspsychologie. Es hört sich schonmal spannender an als das vergangene Semester. Das hab ich ja gerade eher so semi-erfolgreich hinter mich gebracht. Aber unter den gegebenen Umständen immer noch ganz gut. Leider interessiert sich der Master-NC eher mal so gar nicht für meine persönlichen Umstände sondern nur für meinen Schnitt, den ich mal eben um 0,2 Noten verschlechtert hab. Kann man ja mal machen.

Also mein Plan für dieses Semester: Lernen, lernen, lernen. Und ambitioniert das umfangreiche Modul mit einer 1,x abschließen. Als ob ich sonst kein Leben hätte.

Motto für M8:
"Denn am Ende wird alles wieder gut,
und solange es uns nicht gut geht,
können wir das Ende nicht sehen."

Oder auch: Alles halb so wild. Wird schon.

Mehr lesen...
Comments

Morgen ist dieses furchtbare Modul vorbei

Pädagogische Psychologie. Könnte möglicherweise interessant sein. Richtig aufbereitet. War es aber leider nicht. Und bevor ich morgen über die Klausur jammere möchte ich nach Durchsicht meiner Zusammenfassungen nochmal feststellen wie unglaublich unstrukturiert und didaktisch schlecht aufbereitet dieses Modul war in dem es um Bildung, Erziehung und Unterricht geht. Ironie des Themengebietes vermute ich.

Ich bin jedenfalls so schlecht vorbereitet wie nie. Ungefähr so gut wie damals zu meinem schriftlichen Abitur. Dementsprechend würde meine Leistung gerade so zu bestehen reichen. Wir werden sehen was das wird. Jetzt ist der Kopf jedenfalls völlig hinüber und morgen ist es vorbei um diese Zeit. Aber wenn ich tatsächlich 4 Stunden für die Klausur brauche, dann ist es für mich ohnehin zu spät könnte man sagen.

Danach erstmal Frei! Bis der neue Studienbrief kommt. Ich hoffe es dauert mindestens 2 Wochen.

Mehr lesen...
Comments

Modul 11 2B: Check.

Wieder ein Modul hinter mich gebracht. Die Hausarbeit im nicht-psychologischen Wahlpflichtfach. Ich habe ein Modul aus den Bildungswissenschaften gewählt. Genau mein Themengebiet... Nicht. Lehren und Unterrichten. Wer mich kennt weiß dass ich eine tiefgreifende Abneigung gegen alles habe was auch nur im entferntesten mit Schule zu tun hat.

Aber das Modul 2 B (irgendwas mit e-learning) sollte am wenigsten Zeitaufwändig sein. Also wählte ich es. Die Alternativen klangen mindestens genauso wenig verlockend. Also war es ja im Endeffekt auch egal welches der Themen die mich nicht ansprechen ich wähle. Was dann folgte, waren unfassbar umspannende Themen, wobei ich aus drei wirklich bescheidenen Alternativen eine wählen konnte. Ich entschied mich für das Topp-Thema: "Entwicklung eines Schulungsentwurfes auf Basis des 4CID-Modells zum Thema 'Als Mitarbeiter des Lehrgebietes eine Präsenzveranstaltung durchführen'" Die gesamte Hausarbeit liest sich noch viel weniger spannend als der Titel klingt.

Ich hätte 6 Wochen Zeit gehabt, hätte vor Bearbeitungsbeginn Zeit gehabt mich ins Thema einzuarbeiten. Soweit die Fakten. Eingearbeitet habe ich mich zu Bearbeitungsbeginn, und nach 3 Wochen habe ich abgegeben. Erhalten habe ich dafür eine verdiente 2,3 und ein Modul weniger. Dafür habe ich jeden einzelnen Tag den ich daran gearbeitet habe geflucht wie ein Rohrspatz.

Ich hatte eigentlich vor die Hausarbeit hochzuladen. Aber ich glaube nicht dass sie irgendwem auch nur im geringsten eine Hilfestellung wäre, da ich wirklich nur irgendwas dahin geschmiert habe ohne jegliche Liebe zum Detail. Deswegen lassen wir das mal lieber.

Mehr lesen...
Comments

Berufsorientiertes Praktikum: Check!

Weil ich gerade mal *zuviel* Zeit habe, hab ich letzte Woche kurz mal meinen Praktikumsbericht fertig geschrieben und verschickt. Um dann per Mail nochmals eine gescannte unterschriebene Eidesstattliche Erklärung nachzuschicken. Habe nämlich nicht daran gedacht jene welche zu Unterschreiben. Und siehe da: 2 Tage später steht mein Praktikum mit hart verdienten 7 ECTS im Prüfungsportal als absolviert. Damit bleibt für dieses Semester nur noch die Klausur in Modul 9. Danach fehlen nur noch die Module 8 und 10 und die Bachelorarbeit.... Ein Ende ist in Sicht. Und ein neuer Anfang damit auch.

Das Praktikum lief übrigens so 'nebenher' auf meiner Arbeitsstelle. Möglichst geringer Zeitaufwand mit größtmöglichem Output. Geht alles. Und das ist auch der richtige Moment um sich nochmal kurz über die sinnentleertheit und mangelndes Commitment seitens der FernUni zu beschweren, da mir nicht eine einzige Minute meiner alltäglichen Arbeit als Pflegekraft in der Psychiatrie im Rahmen der Praktikumstätigkeit angerechnet wurde. Und das obwohl ich dabei genauso viel oder zum Teil mehr psychologische Tätigkeiten erfülle, als der Durchschnittspraktikant der in den Klinischen Alltag schnuppert. Danke auch dafür, dass ich mir die Mühe machen durfte.

Ich schwelge ja schon fast in Euphorie angesichts der Dinge die ich in diesem Semester geleistet habe....

Modul 11 erledigt (hoffe ich)
Modul 9 erledige ich (daran habe ich nicht den geringsten Zweifel)
Berufsorientiertes Praktikum: check!
2 ECTS in Klinischer Psychologie an der vhb: hab ich!

Wird das Wintersemester mit nur Modul 8 ja fast langweilig. Mensch was werde ich Zeit haben! Nicht.Mehr lesen...
Comments

M9: Ist nicht wahr?!

Modul 9 war so interessant, dass ich es trotzdem des geringen Umfangs und er geringen Komplexität des Themas erst heute geschafft habe mit den Zusammenfassungen und den Karteikarten fertig zu werden. Kein Grund zur Panik die Klausur ist ja erst Anfang September. Jetzt muss ich die Inhalte nur noch lernen. Die Herausforderung wird sein beim lernen nun nicht einzuschlafen.

Hier findet ihr wie immer meine Zusammenfassungen & Karteikarten -->
Klick <--Mehr lesen...
Comments

M11 ist durch mit mir.

Mein Hausarbeit ist weg. Ich bin durch mit dem Modul. Oder das Modul mit mir.... Irgendwie so. Am Montag habe ich die Arbeit nach Hagen verschickt. 2 Tage später wachte ich morgens auf und das erste was mir in den Sinn kam: Ich hab das Literaturverzeichnis vergessen alphabetisch zu ordnen. Herzlichen Glückwunsch. Das wird sicherlich nicht der einzige Abzug sein, inhaltlich gibt es bestimmt auch was auszusetzen. Aber mein Ziel war ja auch einfach nur eine 4,0. Das Modul bestehen und hinter mich bringen. Ich habe jeden einzelnen Tag geflucht den ich an dieser Arbeit saß, weil es so unfassbar langweilig war. Die Themen nicht im geringsten irgendwas interessantes bereit hielten. Immerhin gab es eine gute Struktur für die Arbeit die vom Lehrgebiet vorgegeben wurde, insofern kann es ja eigentlich nicht so schwer sein am Modul zu scheitern. Wir werden sehen ob mein Plan aufgegangen ist.

Mehr lesen...
Comments

Klinische Psychologie.2 ECTS

Weil ich ja sonst nichts zu tun habe, habe ich auch dieses Semester einen Kurs an der vhb belegt. Diesmal Psychiatrie und Psychotherapie. Viel neues habe ich dort nicht erfahren. Es ist mehr so Grundlagenwissen, dass man in der Psychiatrie ohnehin tagtäglich erfährt.

Aber hey! Immerhin 2 weitere ECTS mit denen ich nicht viel anfangen können werde. Der aktuelle Stand ist jetzt bei 5 ECTS. Meine Hoffnung ist, dass ich zumindest mit Engagement punkten kann wenn es dann mal zur Masterbewerbung kommt.

Hier gehts zu den Zusammenfassungen.Mehr lesen...
Comments

Hausarbeit Tag 9.

Ich schreibe immer noch an der Hausarbeit. Mittlerweile Tag 9. Für eine Teilzeitstudentin liege ich sehr gut in der Zeit. Ich hätte noch knapp 5 Wochen Zeit seitens der Uni. Nach meiner eigenen Zeitvorgabe habe ich jetzt Halbzeit. Auch nach meiner eigenen Vorgabe liege ich faszinierenderweise gut in der Zeit. Nachdem ich mich letzte Woche noch maßlos über diese nervtötende Sinnlosigkeit dieser Hausarbeit erstellt habe, lief es dann zunächst erstaunlich gut. Und es hat Spaß gemacht. Die zugrunde liegende Theorie für die ganze Sache zusammenzusuchen und in neue Sätze zu verpacken. Nicht so spaßig ist diese Angelegenheit mit den Zitationen. Das raubt mir teils den letzten Nerv. Eine passende Quelle finden kann schon auch mal ne Weile dauern. Es lief also soweit gut mit Abschnitt 1 und 2. Und dann kam Abschnitt 3. Die Erstellung der Fertigkeitenhierarchie für meine Zielkompetenz. Was muss mein Schulungsteilnehmer denn im einzelnen alles können um so eine Präsenzveranstaltung durchzuführen, und in welcher Reihenfolge. Ich kam nicht weiter. Am vierten Tag mit Abschnitt 3 war ich kurz vor dem verzweifeln. Und am fünften Tag lief es dann fast wie von selbst. Faszinierend. Jetzt habe ich als die Abschnitte 1-4 fertig soweit. Folgen noch die Abschnitt 5-9. 8/15 Seiten sind gefüllt. Jetzt muss ich solangsam aufpassen dass es nicht mehr wird. Aberbis jetzt ist alles gut.

Mehr lesen...
Comments

Hausarbeit

Nach dem ich mich vor 2 Tagen ordentlich aufgeregt habe als die Hausarbeitsthemen für Modul 11 rauskamen, hab ich mich trotzdem gleich ans Werk gemacht. Thema ausgesucht, Studienbrief gelesen und ein paar Zusatzliteratur-Sachen rausgesucht.

Das Fazit an Tag 3: Die vorgegebene Strukturierung ist ganz gut, hilft sehr beim runterschreiben. Somit habe ich auch den ersten von insgesamt 9 Abschnitten schon komplett. Aber mehr ist heute wohl auch nicht drin.

Auf gehts beim vorhaben eine Schulung für Mitarbeiter des Lehrgebiets zu entwickeln, damit die mal lernen wie man Präsenzveranstaltungen durchführt. Klingt so spannend wie es ist. 4 von 15 Seiten sind geschafft.

Mehr lesen...
Comments

Modul 11 fuckt mich jetzt schon ab

Vor ein paar Monaten wählte ich meine Kurse für dieses Semester. Neben Pädagogischer Psychologie wollte ich auch das nicht-psychologische Wahlpflichtfach hinter mich bringen. Die Angebotenen Themen interessierten mich alle nicht. Und dann dachte ich mir: Naja dann nehme ich 'irgendwas mit Medien' das interessiert mich noch am ehesten.

Also nahm ich für Modul 2B aus den Bildungswissenschaften: Mediendidaktik. Das Semester läuft schon eine Weile. Modul 9 habe ich fast fertig zusammengefasst und heute wurden die Themen für Modul 11 rausgehauen.

Ich hätte brechen wollen. Ich hab mich unfassbar aufgeregt darüber über die Unfähigkeit oder den Unwillen wenigstens halbwegs interessante Themen herauszugeben. Aber gut. Also wählte ich per Bauchentscheidung eines aus drei bescheuerten Themen. Irgendwelche Literatur hatte ich bis heute dazu nicht gelesen. Also hab ich erstmal damit angefangen umfangreiche Inhaltsverzeichnis inklusive Unterpunkten und Deckblatt in ein Formular zu pressen, sodass ich später nur noch den Text an die passenden Stellen einfügen muss. Netterweise füllt das von zu erreichenden 15 Seiten immerhin schon einmal 3 Seiten.

Glücklicherweise habe ich direkt eine Leidensgenossin gefunden die das gleiche Thema hat und auch noch nichts gemacht hat. Die das nicht-psychologische Wahlpflichtfach genauso unnötig und überflüssig findet und diese Sache so schnell wie möglich wieder abgeben will. Sie hat eine Frist von 3 Wochen. Ich hätte auf Grund meine TZ-Status 6 Wochen. Will ich aber lieber nicht. Dafür nervt mich das alles jetzt schon viel zu sehr. Also klotz ich jetzt mal ordentlich ran und bring das hinter mich. Mit einer Euphorie als müsst ich eine Schüssel Rosenkohl essen.

Mehr lesen...
Comments

3-Fach-Belastung

Ich bin mir nicht sicher ob ich es hier schonmal erwähnt hatte. In irgendeinem Post-klausuralen hypomanen Anfall hab ich mir ein bisschen Arbeit aufgehalst für dieses Semester. Zwei Module der FernUni und einen Kurs an der Virtuellen Hochschule. Im Zuge zum Umständen habe ich zu Beginn des Semester nur wenig gemacht, kam nur langsam voran und dachte zwischendrin: Was für eine Scheiß-Idee von mir.

Jetzt gerade kurz vor meinem Urlaub sehe ich das ganze wieder entspannter. Modul 9 (Pädagogische Psychologie) ist nicht wirklich umfangreich, wenn man den ersten "Studienbrief" und die dazugehörige Pflichtliteratur mal strukturiert hat, ist der größte Teil der Arbeit eigentlich getan, sodass ich davon ausgehen kann vor dem Urlaub 3 von 4 Studienbriefe fertig bearbeitet und in kleine Zusammenfassungen verpackt zu haben. Für Modul 11 (irgendwas mit medialer Bildung) habe ich noch gar nichts getan. Das ist geplant für nach dem Urlaub, wenn ich Modul 9 fertig bearbeitet habe. Hier muss ich ja "nur" eine Hausarbeit schreiben. Ich habe zwar keine Ahnung wie das eigentlich geht, aber ich habe ja 6 Wochen Zeit das herauszufinden.

An der VHB habe ich den Kurs Psychiatrie & Psychotherapie belegt. Die Klausur müsste ich dann bis Mitte Juli geschrieben haben, sonst ist mein dort gezahltes Geld umsonst investiert gewesen. Also bin ich auch hier fleißig am Zusammenfassungen schreiben. Das soll so meine Urlaubs-nebenher-Aufgabe werden. In der Hoffnung dass ich die Zusammenfassungen Mitte Juni fertig habe und mich dann der kurzen Klausur widmen kann. Die Klausur hat wohl nur 20 Multiple Choice Fragen. Ich hoffe ich habe genügend Vorerfahrung dass es reicht. Glücklicherweise haben wir ja 2 Versuche bei dieser Klausur. Und wenn das Semester rum ist, darf ich mich dolle auf M8 freuen. Yipii. Oder ich mach dann halt doch Modul 10 + die BA. Das habe ich noch nicht so ganz mit mir ausdiskutiert.

Mehr lesen...
Comments

Und dann musste ich fast ein bisschen lachen.

SB_3413

Modul 7. Immernoch. Eigentlich wollte ich Modul 7 und damit die zweite Modulschranke hinter mir lassen. Trotz einer objektiv guten Note, bin ich nicht zufrieden mit der Note. Aber hey. Das ist schon okay so. Scheiße kommt und scheiße geht, könnte man sagen.

Vor Ostern bekamen wir vom Lehrgebiet die Rückmeldung, dass es mindestens einen Sonderpunkt geben wird. Ich habe mich gefreut. Mit mindestens einem Sonderpunkt hoffe ich natürlich auf mehrere. Immerhin fehlen mir nur 4 Punkte zur nächstbesseren Note. Eine Note mit der ich dann auch durchaus zufrieden wäre. Man könne das aber erst nach Ostern entscheiden, weil sich einige Personen im Urlaub befänden. Ist ihr gutes Recht. Die sollen sich ja auch mal erholen. Nur leider hat scheinbar niemand im Prüfungsamt (oder wo auch immer nötig gewesen wäre) angerufen und den Versand der Notenbescheide aufgehalten. Und so kam gestern mein erster offizieller Notenbescheid. Ohne dass es weitere Informationen zu Sonderpunkten gegeben hätte.

Heute dann die neuerliches Mitteilung seitens des Lehrgebietes: Man prüfe ob und wie man die Punkte anrechnen könne.

Jungs und Mädels in Hagen: Es ist keine Frage des OB, sondern eine Frage des WIE. Wobei ich mir das WIE in meinem naiven Hirn gar nicht so schwer vorstelle. Ich überlege mir wieviel Sonderpunkte es geben soll und sag dem Prüfungsamt bescheid und den Studierenden und dann geht ein neuer Notenbescheid raus, wodurch der erste ungültig wird. Problem gelöst. Aber das ist offenkundig nur die naive Lösung meines Hirns. In der Realität scheint das WIE äußerst komplex zu sein.

Mehr lesen...
Comments

Wir sind hier doch alles Psychologen.

Diskussionen in Moodle....

Meist ist nicht viel los in Moodle. Jedes beginnende Semester kommen neue Leute, die alte Dinge fragen, weil sie nicht zu verstehen scheinen wie eine Suchmaschine funktioniert. Das gehört dazu zu so einem Forumsleben. Hin und wieder kommt es zu längeren Diskussionen zu ganz verschiedenen Themen. Desöfteren sind dort dann die bekannten Kommunikationsprobleme zu beobachten wie zum Beispiel Ironie, die in geschriebenen Beiträgen häufig nur schlecht zu erkennen ist. Oder aber die eigenwillige (aber durchaus nicht abwegige) Interpretation fremder Beiträge, sodass man sich selbst dann als Person angegriffen fühlt und verbal zurückschlägt. Weil man offenkundig vergessen hat, dass man sich aktuell in einer Diskussion ohne Mimik und Gestik befindet, und weil man wohl auch vergisst, dass man bei Verständnisproblemen einfach mal nachfragen könnte.

Für mich gibt es mindestens einen Brüller-Satz an dem jede Moodle-Diskussion ihr Ende findet. Was danach folgt ist meist nicht mehr zu gebrauchen. Irgendwann kommt immer einer der es rausposaunt: "Wir sind doch hier alles Psychologen..."
Ich frage mich jedes verdammte mal: Und nun? Nur weil wir "doch alles Psychologen" sind, können wir theoretisch alle ganz super diskutieren? Nur weil wir "doch alles Psychologen" wären wir in der Lage einander zu verstehen? Nur weil wir "doch alles Psychologen" sollen wir alle mal schön nett zueinander sein? Ein Maschinenbau-Student kann doch auch nicht zwingend einen Eierkocher reparieren!

Darüber hinaus sind "wir alle" dort gar keine Psychologen. Die meisten sind auf dem Weg zu einem B. Sc. in Psychologie. Danach dürfen wir uns nicht Psychologe nennen. Das dürfen wir erstritt einem M. Sc. in Psychologie. Also sind "wir alle" schon mal keine Psychologen. Allenfalls angehende. Aber das dürfte man so auch nicht sagen, weil die Bachelors sind ja gar keine Psychologen. Streng genommen. Insofern ist diese Aussage schonmal von rundweg falsch. Und von der anderen Seite betrachtet einfach dumm, weil sich hinter der Aussage absolut kein Inhalt versteckt.

Aber ein gutes hat der Satz: Wenn der Satz kommt, ist die Diskussion tot. Da gehen dann noch ein paar weitere inhaltsleere Postings ins System, da gibt es dann noch ein paar Wiederholungen von bereits gesagtem. Aber die Luft für Inhalte wurde verpestet. Man kann sich also dann getrost zurückziehen.

Mehr lesen...
Comments

Modul 7 könnte man dann mal abhaken

Gestern kamen sie endlich. Die langersehnten Ergebnisse der Klausur. Dieses Jahr hatte ich ein wenig Pech und musst ziemlich lange auf die Ergebnisse warten. Die meisten anderen Bachelor-Module haben ihre Ergebnisse schon eine Woche zuvor bewundern dürfen. Aber wir versuchten uns die Warterei schönzureden. Sagten uns: Wenn es solange dauert dann prüfen sie sicherlich ausführlich unsere zahlreichen Beanstandungen und wir bekommen auch eine Rückmeldung dazu.

Naja. Irgendwo gar nicht so tief in mir drin, war mir dann schon klar dass es sich hier sicherlich um Wunschdenken handelt. Die Klausurergebnisse kamen. Ich habe mit einer 2,0 bestanden. Und ich bin nicht zufrieden. Ich habe sehr viel gelernt für diese Klausur und bekam eine Frechheit vorgesetzt. Voll mit Rechtschreibfehlern, Grammatikfehlern und zum Teil fehlten ganze Worte. Es wurden Dinge abgefragt die gar nicht klausurrelevant waren, geschweigedenn ansatzweise Stoff des Moduls.

Jetzt habe ich die Ergebnisse und habe immer noch ein paar Fragezeichen. Da sind ein paar Items nicht als korrekt gewertet worden, bei denen ich mir - erinnerungstechnisch - quasi sicher bin, dass sie richtig sein müssten. Aber das nur nebenbei. Da bekommt man also seine Note, nach einem chaotischen Modul und einer formal schlecht aufgebauten Klausur.... Man ist also dementsprechend emotional etwas aufgeladen. Und dann gehe ich in psycafe (virtuelles Studentencafe) und lese die Reaktionen der anderen. Im Prinzip das gleiche wie jedes Jahr. Unter anderem auch "so viele Details..."

Und dann meldet sich tatsächlich einer der Betreuenden des Moduls im Studi-Cafe. Mit Zynismus, Sarkasmus und Ironie auf Kosten der Studierenden. Und wundert sich dann warum er auf einer persönlichen Ebene angegriffen wird. Mich wundert da dann gar nichts mehr.

Mehr lesen...
Comments

Evaluation Modul 7.

Der Betreuende des Moduls hat zur Evaluation des Moduls, bzw. des Semesters eingeladen. Er wolle das dann auswerten und so die Lehre verbessern. Edle Absichten hat er. Ich möchte auch öffentlich ein paar Worte dazu sagen. Das Semester war chaotisch.... Versuchen wir es mal chronologisch aufzuarbeiten:

Seit einem knappen Jahr war bekannt, dass der Professor des ehemaligen M7 die Uni zum WS 2013 verlassen würde. Bis zum Beginn des neuen Semester gab es keinen neuen Professor. Irgendwann - gefühlt im Laufe des Semesters - fand sich dann eine Kommissarische Modulbetreuung. Kann passieren.
Jedes Modul an der Fernuni besteht aus 4 Kursen. Zu Beginn unseres Semesters sollte einer dieser Kurse ausgetauscht werden. Er wurde auch ausgetauscht. Zu anderen Kursen wurde die (umfangreiche) Pflichtliteratur geändert. Thematisch verschob sich zu unserem Semester also der Schwerpunkt. Kann passieren.
Zu unseren Gunsten wurde die Stoffmenge etwas geschmälert, dadurch dass prüfungsrelevante Online-Vorlesungen nun nicht mehr prüfungsrelevant waren. Kann passieren.

Der weitere Verlauf des Semesters verlief wie immer. Die Beteiligung in Moodle (die betreute Lernplattform) war wie gewohnt eher spärlich, was nicht zuletzt wohl der Tatsache geschuldet ist, dass sich die Studenten anderweitig vernetzen und auf die betreute Lernumgebung nur noch zurückgreifen, wenn sie eine Frage an die Betreuung haben. Und da man hier in vergangenen Semestern häufig genug von den Betreuenden auf die Mithilfe seiner Mitstudenten verwiesen wurde, ohne eine valide Aussage der Betreuung zu bekommen, verlegt sich die inhaltliche Kommunikation auf andere Plattformen und Lerngruppierungen.

Gegen Ende des Semester sollten ein paar Präsenzveranstaltungen stattfinden. Glücklicherweise hatte ich meine Pflichtveranstaltung schon in einem früheren Semester besucht und war davon nicht betroffen. Zwei Wochen vor dem Termin der Präsenzveranstaltung wurde diese wegen Krankheit abgesagt. Eine Vertretung fand sich nicht. Eine Ersatzleistung solle geben, mit der die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung bescheinigt werden würde. Kann passieren
Kurze Zeit später teilt man uns auch mit, dass die Multiple Choice Klausur nun tatsächlich auch x aus 5 ist. Wir rechneten mit x aus 5 wobei mindestens 1 aus 5 gelte. Nun könnte hypothetisch auch 0 aus 5 vorkommen. Kann passieren.
Im gleichen Atemzug die Ernüchternde Mitteilung: Es wird keine Probeklausur geben. Der Themenschwerpunkt hatte sich ja verschoben, es kam ein neuer Kurs hinzu, die Betreuung hatte sich geändert. Wie rechneten also mit einer neuen Art wie die Fragen nun gestellt werden. Eine Probeklausur hätte uns auf die Art der Formulierung vorbereitet. Nach einige Protesten, lädt man uns wenigstens die Probeklausur des vergangenen Semesters hoch. KANN PASSIEREN

Der Tag der Klausur rückt näher. Wir lernen alle fleißig, bereiten uns auf das schlimmste vor. Im Endeffekt fahre ich dann erstaunlicherweise recht hoffnungsvoll nach Karlsruhe. Ich betrete den Raum. Zuviel Studenten um den Ansprüchen der Aufsichtspersonen gerecht zu werden. Sie hätten gerne dass immer eine Reihe frei ist und zwischen den Personen auch bitte. 14:00 Uhr. Eigentlich Klausuranpfiff. Unruhe. Die Aufsichtspersonen sortieren uns irgendwie. Ein paar Minuten später sitzen alle zur Zufriedenheit der Aufseher. Ich bin genervt. KANN PASSIEREN!

Ich arbeite mich also durch die Klausur. Entdecke Rechtschreibfehler. Kann passieren....
Grüble über Fragestellungen. Versuch mit Worte auszudenken, die in der Fragestellung Sinn ergeben könnten. Bemerke, dass das gar nicht meine Aufgabe ist, denn die Frage entspricht in kleinster Weise irgendeinem Grammatikalischen Standard und es ist in kleinster Weise ersichtlich was überhaupt gemeint sein soll. ALTER! KANN PASSIEREN!
Oh. Da sind sogar Fragen zu Themen sind, die wir gar nicht hatten.... JA MAN!! SOWAS KANN JA MAL PASSIEREN!!
Hupe. Mehrmals die gleiche Antwortmöglichkeiten. Nicht nur über mehrere Fragen hinweg, sondern sogar innerhalb einer Frage. ECHT JETZT! KANN JEDEM MAL PASSIEREN!

Fakt ist: Ich habe mich wirklich gut auf diese Prüfung vorbereitet. Ich wusste dass das Modul umfangreich ist und das detailliert abgefragt wird. Ich habe mich genau dementsprechend vorbereitet. Aber das was sie da produziert haben. Das übertrifft alle meine Erwartungen. Das Notenspektrum dass ich mir erhofft habe mit meinen sozialen Entbehrungen zu erreichen, kann ich sicherlich vergessen. Das man uns Studenten eine Klausur vorsetzt die offenkundig nicht ein einziges Mal auf grobe Fehler gegengelesen wurde, das finde ich schon eine dreiste Unverschämtheit.

Damit kein Missverständnis entsteht: Ich finde es absolut legitim, wenn ein der Lernstoff umfangreich ist. Ich finde es auch legitim wenn man Details abfragt. Und ich weiß auch, dass es gar nicht so leicht ist deutliche, explizite und unmissverständliche Fragen zu stellen. Aber ich erwarte dann schon, dass sich der Klausurersteller wenigstens ein bisschen Mühe dabei gibt.

Mehr lesen...
Comments

Lernvorbereitungen: abgeschlossen

silhouettes
Bildquelle: http://pixabay.com/en/silhouettes-man-psychology-rays-231426/

Persönlichkeitspsychologie, Differentielle Psychologie und psychologische Diagnostik. Das waren die Themen dieses Semesters. Heute bin ich mit meinen Vorbereitungen für die Lernphase fertig geworden. Zusammenfassungen sind fertig (eine letzte Rechtsschreibkorrektur fehlt noch... mal sehen wann ich die mache) und die Karteikarten sind auch fertig.

Zur Klausurvorbereitung sind Karteikarten für mich das wichtigste. Die Zusammenfassungen schaue ich mir oft gar nicht mehr an. Und nicht zu vergessen natürlich auch die Topp-Lerngruppe über Facebook.

Meine aktuellen Zusammenfassungen und Karteikarten findet ihr hinter diesem Türchen

Ich fang dann mal an zu lernen. 1076 Karteikarten wollen bis in 4 Wochen auswendig gewusst werden. Ahoi!

Mehr lesen...
Comments

Klinische Psychologie

kreuz1

Wenn man an der Fernuni Hagen Psychologie studiert merkt man sehr schnell, dass etwas fehlt, was bei den allermeisten Präsenzstudiengängen in Psychologie ein nahezu unverzichtbares Fach darstellt. Gut. Einige Studierenden benötigen dieses Fach nicht, weil sie andere Pläne haben. Aber schätzungsweise die Hälfte aller Studierenden in Psychologie ist in der Fernuni eingeschrieben, da sie den Numerus Clausus nicht erreichen konnten, oder aber ortsgebunden sind, aber eigentlich hätten sie das Fach doch gerne. Unabhängig davon, wird einem der Zugang zu einem Masterstudium durch dieses fehlende Fach mitunter erschwert.

Es geht natürlich um die klinische Psychologie. Einige Hagener Studenten suchten sich in der Vergangenheit Kurse ausländischer Fernunis (vor allem Schweiz, Niederlande und Finnland). Das ist ja schonmal gar kein schlechter Anfang, wenn man unbedingt die klinische Psychologie haben möchte.

Lange bin ich ja der Annahme anheim gefallen, dass man die Klinische Psychologie vielleicht deshalb nicht in Hagen anbieten würde, da man das so schwer über die Ferne vermitteln könnte. Mittlerweile weiß ich es besser.

In Bayern gibt es das Angebot der virtuellen Universität. Studenten die an einer Bayrischen Universität eingeschrieben sind, könne dort virtuell & kostenfrei Kurse belegen und dann an ihrer Uni die Prüfung ablegen. Für alle anderen Menschen sind diese Kurse allerdings auch zugänglich. Dann kosten sie allerdings 35 Euro pro Semesterwochenstunde.

Die virtuelle Hochschule Bayern bietet die verschiedensten Kurse an, unter anderem auch einige Kurse zur Klinischen Psychologie/ Psychiatrie/ Psychotherapie. Neben meinen ambitionierten Bachelorstudiums-Plänen gesellt sich als also auch der Plan noch einige Kurse in klinischer Psychologie zu belegen, in der Hoffnung bei der Masterbewerbung ein paar Bonuspunkte damit sammeln zu können. Wirklich angerechnet werden mir diese Kurse nämlich nicht.

Von nix kommt nix.

—> Zusammenfassungen.

Mehr lesen...
Comments

Hypothesenagglutinierung

Weil das Wort so schön ist, steht es heute hier. Hypothesenagglutinierung

Auszüge aus der Literatur:

"Eine sehr elaborierte Form der Rekonstruktion der diagnostischen Urteilsbildung in Form konfigurationaler Modell" [...] " Es handelt sich um Verfahren der schrittweisen Rekonstruktion diagnostischer Entscheidungen in Form logisch miteinander verknüpfter ('agglutinierter') Hypothesen (...), die zu einer Diagnose führen. Ziel ist es dabei, die häufig nur impliziten Entscheidungsregeln von Diagnostiker im Rahmen eines Wechselspiels zwischen Befragung, Begründung, vorläufiger Regelformulierung und deren anschließender Modifikation explizit zu machen."

Ahja. Sonst noch jemand weitere Fragezeichen im Gesicht? Was haben wir denn da...:

- sehr elaborierte Form der Rekonstruktion der diagnostischen Urteilsbildung : Eine Methode um herauszufinden, wie eine Diagnose (Depression zum Beispiel) zu Stande gekommen ist.
- Verfahren der schrittweisen Rekonstruktion: Eins nach dem anderen halt. In kleinen Schritten geht man den diagnostischen Prozess durch um herauszufinden wie die Diagnose zu stande kam.
- in Form logisch miteinander verknüpfter ('agglutinierter') Hypothesen: Im Grunde nur einfache Wenn-Dann-Regeln. Wenn Patient häufig weint, ist er traurig. Wenn er immer traurig ist, dann hat er eine Depression (wobei das jetzt doch sehr stark vereinfacht ist)
- die häufig nur impliziten Entscheidungsregeln von Diagnostiker: Der Diagnostiker (also im Fall der Depression jetzt mal ein Psychologe) urteilt nicht nur auf Grund objektiver und für jeden nachvollziehbaren Regeln, sondern häufig aus einer Art Gefühl heraus, dass eine Diagnose jetzt zutrifft. Mütter zum Beispiel beruhigen ihr Baby mit Hilfe solcher impliziten Regeln, die ihnen selbst häufig nicht bewusst sind.
- anschließender Modifikation explizit zu machen: Die endgültige Diagnose steht fest. Und die (vormals impliziten) Regeln wurden herausgefunden und offen gelegt, sodass sie nachvollziehbar sind.

Man könnte auch einfach sagen, dass die Hypothesenagglutinierung eine Vorgehensweise ist, um diverse Annahmen über eine Sache zusammenzufassen. Könnte man. Muss man aber nicht.Mehr lesen...
Comments

Das Master-Desaster.

Nachdem ich jetzt endlich Mitglied im BDP (Berufsverband für Psychologen) geworden bin, erhalte ich regelmäßig einen Newsletter. Heute kam mal wieder einer.

Interessanteste Info für mich: Auch die DGPs (Deutsche Gesellschaft für Psychologie) hat nun eingesehen, dass die Struktur dieser Bachelormisere einfach furchtbar ist. Wir müssen einen Numerus Clausus zum Bacheloreinstieg hinlegen der für Durchschnittsmenschen schlichtweg unerreichbar ist. Oder man ist hartnäckig und sitzt seine Wartesemester (10-12) ab und freut sich dann über die Studienzugangsberechtigung. Oder man geht an die FernUni Hagen, die aber im Bachelorstudium keine Klinische Psychologie anbietet. Und abgesehen davon ist ein Fernstudium auch einfach nicht Jedermanns Sache.

Irgendwann während des Bachelorstudiums (ich glaub es war am Ende meines fünften Semesters (von insgesamt 12 Semestern) wurde dann auch mir klar: Verdammt! Wenn ich den Bachelor dann in der Tasche habe, dann habe ich noch lange keine Berechtigung zum Master. Die Geschichte wiederholt sich. Es gibt nur für einen Bruchteil der Bachelorabsolventen einen Masterplatz. Also wieder einen NC. Wer einen Bachelorschnitt hat der schlechter als 2,0 erreicht hat, der faktisch kaum eine Chance sein Studium zu Ende zu führen. Wäre möglicherweise halb so tragisch, wenn man mit seinem Bachelorabschluss denn eine Anstellung finden würde. Der Arbeitsmarkt für B.Sc. in Psychologie existiert aber praktisch nicht. Wer mit dieser Qualifikation eine Anstellung gefunden hat, der hat die Nadel im Heuhaufen gefunden.

Die Forderung sollte also nicht sein, dass ein Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen geschaffen wird, sondern dass jeder der sein Studium mit dem Master abschließen will, diese Chance auch erhalten soll. Was soll dieser Mist mit der doppelten Bewerbung für einen Abschluss?

Pressemitteilung der DGPs.Mehr lesen...
Comments

Entwicklungspsychologie - Last-Minute-Rescue

Morgen steht mal wieder eine Klausur an. Das Ziel: Maximal 4 falsche Fragen (von 100) und damit eine 1,0 kassieren. Damit das auch klappt kann ich mein eigenes Last-Minute-Rescue quasi auswendig.

Bleibt nur zu hoffen, dass sie Sicht diesmal dachten, sie ändern einfach mal die Fragen & Schwerpunkte.

Ahoi & viel Glück allen Anderen.

Hier geht's zum Last-Minute-RescueMehr lesen...
Comments

M5 - Zusammenfassungen

m5_klein

Schwer am Schaffen war ich die letzten Tage, damit ich mit meinem Stoff noch vor dem Urlaub durchkomme. Den größten Teil habe ich geschafft. 4 Zusammenfassungen sind fertig. Ein Skript bzw. die zugehörigen Studien und deren Zusammenfassungen stehen nächste Woche an. Im Urlaub war der Plan nur ab und an ein paar Karteikarten zu verfassen, dann hätte ich den kompletten August zur tatsächlichen Klausurvorbereitungen und kann schon meinen Plan von einer 1,x Note verfolgen.

Wie immer gibt es meine Zusammenfassungen kostenlos und unkompliziert. Versteckt hinter folgendem Link: Modul 5

Mehr lesen...
Comments

PIA - Psychologen in Ausbeutung

seelische_gesunderhaltung

Therapeuten haben einen langen Weg hinter sich. Zunächst ein Diplom oder Masterstudiengang, welches in Regelstudienzeit 6 Jahre dauert, anschließend noch 3 Jahre Psychotherapeutenausbildung welche mit dem PIA-Jahr abschließt.

PIA - Psychologen in Ausbeutung. Sie arbeiten nicht selten Vollzeit in der Klinik, und bekommen als monatlichen Verdienst häufig nichts. Mit etwas Glück erhalten sie eine Fahrkostenpauschale von 75€. (es gibt natürlich auch welche die angemessen bezahlt werden. Aber leider sehr selten).

Irre - wir behandeln nicht die falschen, sondern wir behandeln für gratis. Und dabei ist die Ausbildung nicht billig. Rechnen kann man mit 20.000 Euro. Zuzüglich Miete, Essen und restliches Leben.

Nicht zuletzt ist das einer der Gründe, warum ich keine Psychotherapeutinnen Laufbahn einschlagen möchte. Ich stehe jetzt schon im Berufsleben und studiere nebenher. Es sind sicherlich keine Unsummen an Geld die ich im Pflegeberuf verdiene, aber es reicht um sich ein nettes Leben aufbauen zu können, und wenn man einigermaßen gut kalkuliert, kann man auch jedes Jahr in den Urlaub fahren. (bei gleichzeitigem Verzicht auf motorisiert-fahrbaren Untersatz). Mein derzeitiges Studium wird noch knapp 6 Jahre dauern, da ich es ja neben dem Beruf mache. Und die Vorstellung danach nochmal 4 Jahre dran zu hängen, den bis dahin etablierten Status aufzugeben, Schulden zu machen und nichts zu verdienen, die ist einfach grauslich. Das möchte ich definitiv nicht. No way. Die Psychologie bietet soviel Möglichkeit und soviel Wege sich beruflich zu entfalten. Da muss es nicht der therapeutische Weg sein.

Mit nachstehendem Link kommt man zu einer Aufzeichnung einer interessanten Diskussionsrunde zu eben diesem Thema.
http://wissen.dradio.de/therapie-psychologen-in-ausbeutung.92.de.html?dram%3Aarticle_id=246414

Mehr lesen...
Comments

Scheinheiligkeit von Studenten der Psychologie

Ja, ich studiere Psychologie.
Nein, ich werde nicht Therapeut.
Mit einem Psychologiestudium kann man auch in andere berufliche Bereiche vorstoßen. Ja, im Ernst.

Nein, ich bin kein Superheld.

Was mich dazu veranlasst, das so zu verdeutlichen?

Einige meiner Mitstudenten scheinen es wohl so zu sehen, dass man sich als angehender Psychologe wohl irgendwie anders verhalten müsse, als der Otto-Normal-Bürger. Da wir ja wohl merken würden, wenn da einer eher einfach strukturiert ist, oder krank, oder verbohrt, oder wasauchimmer. Man würde im Studium ja die Kompetenzen dazu erlernen mit solchen Situationen umzugehen. Blablabla. Ich finde das alles ein wenig überheblich und anmaßend. Aber noch viel mehr empfinde ich das als selbstschädigend, da hier eine Abgrenzung zwischen Berufs- und Privatleben fehlschlägt, oder auch nicht vorhanden ist.

Abgesehen davon mache ich keine Therapeutenausbildung, in der ich mir wirklich Techniken aneigne, die ich dann im zwischenmenschlichen Kontakt anwenden könnte. Ich studiere Psychologie. Das heißt ich lerne Grundlagen. Grundlagen der Biologie, Statistik und der Psychologiegeschichte. Grundlagen der Entwicklung und der Testkontruktion. Den meisten Anwendungsbezug habe ich vermutlich, wenn ich mal wieder eine der unzähligen Studien lesen darf, die so zum Lernstoff dazugehören.

Ja ich lerne wie Wahrnehmung funktioniert und wie sich das Denken entwickelt. Ich lerne auch was es für Interventionsmöglichkeiten gibt. Ich lernte bisher aber nicht wie ich sie anwenden kann.

Ich bin ein Mensch mit mehreren Identitäten. Ich habe eine Arbeitsidentität, eine Freizeitidentität und einer Studentenidentität, welche sich wohl zur Psychologenidentität entwickeln wird. Meine Arbeitsidentität macht sich in meiner Freizeit bemerkbar, wenn mir jemand entgegenkommt, der offenbar psychisch grade etwas labil ist. Das ist schon ein Automatismus und lässt sich kaum verhindern. Das ist auch normal soweit. Wer sich gerade aus einer Beziehung getrennt hat, sieht häufig überall nur noch Pärchen. Allerdings nutzte ich meine Arbeitsidentität in der Freizeit nicht um mit meinen Freunden so zu reden, wie ich es mit meinen Patienten tue. Ich verhalte mich auch auf der Arbeit nicht so als ob ich unter Freunden wäre.

In meiner Freizeit möchte ich ohne jeden Stress diejenige sein, die ich bin. Ich möchte mir da nicht ständig überlegen müssen, wie ich was jetzt genau formuliere, damit es auch ja nicht falsch verstanden wird. Der Mensch an sich ist emotional. Und wenn er sich immer erst überlegen muss, wie er reagieren soll und darf, dann wird er krank.

Warum also, sollte ich mich meinen Mitmenschen gegenüber anders verhalten, nur weil ich jetzt Psychologie studiere? Von einem Studenten der Maschinenbau studiert, erwartet ja wohl auch keiner, dass der zu Hause das Radio repariert, oder?Mehr lesen...
Comments

Entwicklung

pfeil
Foto von Stoha

Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Studienbrief, stellt sich also auch mir die Frage: Was ist eigentlich Entwicklung?
Zugegebenermaßen ist es auch nicht das erstmal, dass ich mir die Frage stelle, aber ich glaube ich habe mich damit noch nie schriftlich auseinander gesetzt.

Im ersten Moment denke ich bei Entwicklung an einen vorwärtsgerichteten Prozess. Ein Prozess der auch irgendein Ziel hin ausgerichtet ist. Ich möchte eine Prüfung schaffen? Folglich muss ich also meine Fähigkeiten in diesem Bereich weiter ausbauen, weiter entwickeln. Die Definition von Entwicklung im positiven Sinne klingt einleuchtend. Sie ist auch im Alltag verankert. Kinder entwickeln sich, erreichen irgendwelche tollen Meilensteine, der Körper entwickelt sich wird vom kindlichen zum jugendlichen zum erwachsenen Körper, Städte entwickeln sich und werden größer. Neue technische Geräte werden entwickelt. Auf den ersten Blick scheint Entwicklung also immer irgendwas mit Fortschritt zu tun zu haben.

Im Englischen und auch im lateinischen ist die *positive* Vorwärtsrichtung auch schon im Wort mit verankert. Progression. Irgendwas geht vorwärts. Im Gegensatz dazu steht die Regression. Rückschritte. Irgendwas geht die rückwärtige Richtung. Etwas entwickelt sich zurück.

So gesehen könnte man jetzt also sagen, dass es eine vorwärtsgerichtete und eine rückwärtsgerichtete Entwicklung gibt. Jemand macht Fortschritte, kann 100meter in 10sekunden laufen. Und er kann Rückschritte machen, wenn er für die 100meter auf einmal schon 15sekunden braucht.

Klingt alles logisch. Aber ist diese Sichtweise richtig? Ich bin mir da unsicher. Darf man eine Entwicklung positiv oder negativ bewerten? In allererster Linie wäre es wohl an der Tagesordnung eine Veränderung überhaupt festzustellen. Ich glaube sogar, dass man sagen könnte, dass jede Veränderung in irgendeiner Form eine Entwicklung gibt. Möglicherweise gibt es gar kein Vorwärts und/ oder Rückwärts, sondern nur einen IST-Zustand. Oder eine Bewegung an sich. Möglicherweise steht uns eine Bewertung in positiv und negativ, oder auch Progression und Regression gar nicht zu?

Mehr lesen...
Comments

Neues Semester: Modul 5.

Testkonstruktion ist überstanden. Eine gute Note ist es geworden. Ein Grund zur Freude!

Ein wenig Pause habe ich seit der Klausur gemacht, mich mit anderen Dingen beschäftigt und ein wenig Kraft gesammelt fürs kommende Semester. Easy going würde es werden, sagen mir Kommilitonen. Easy going ist auch genau das was ich jetzt brauche zwischen "Testkonstruktion" und Diagnostischen Grundlagen die im Winter folgen werden. Ich möchte meinen bevorstehenden Urlaub ja auch genießen können.

Was steht also an dieses Semester? Die Antwort: Entwicklungspsychologische Grundlagen. Das erste Skript habe ich in den letzten Tagen auch schon beinahe durchgelesen. Liest sich gut und flüssig, endlich mal wieder verständliche Sätze. Das allermeiste was dort steht kenne ich auch schon aus den vorigen Semestern und zum Teil aus der Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Es scheint so als würde es wirklich "easy going" werden.


modul5

Aber irgendwie komme ich auch noch nicht so recht rein in den Stoff. Ist alles zwar schon irgendwo interessant, aber andererseits auch so nichtswagend. Da weiß ich ja gar nicht was ich lernen soll.

In Studentenkreisen munkelt man schon, dass es reichen würde, wenn man sich den Stoff 1,5 Wochen vor der Klausur ansehen würde. Das möchte ich dann doch lieber nicht riskieren. Also fange ich halt jetzt an und bin damit zügig fertig.

Mehr lesen...
Comments

Persönlichkeitsstörung

7609006496_f99e9697b6 Foto von handlungs:plan

Von Berufswegen habe ich mit allen möglichen psychiatrischen Krankheitsbildern zu tun. Unter anderem auch mit allen Facetten von sogenannten "Persönlichkeitsstörungen". Ich will mich gar nicht weiter über das Facettenreichtum und symptomatischen Möglichkeiten dieser Erkrankungen auslassen. Viel mehr will ich versuchen zu erklären was mich an diesem Begriff so sehr stört. Persönlichkeitsstörungen ist ein zusammengesetztes Wort. Unschwer zu erkennen, ist es aus den Wörtern "Persönlichkeit" und "Störung" zusammengesetzt. Eine Störung, oder auch Dysfunktion bekommt man beim Arzt schnell mal attestiert. Eine Störung ist nämlich im Prinzip auch jeder einfachste Schnupfen und zwar schon allein deshalb, weil er stört. Viel mehr bezieht sich die Bezeigung aber wohl auf einen gestörten Ablauf. Nun, woran macht man denn fest, dass es sich um einen "gestörten Funktionsablauf" handelt? Dafür braucht man wieder irgendwelche Normen auf die man sich beziehen kann. Einen Durchschnitt, der an irgendeiner (im besten Falle repräsentativen) breiten Masse erhoben worden ist. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit fällt nun jedes Individuum in den Bereich "normal" oder in eine abweichende Kategorie. Hier also: "Funktionsstörung". Die ganze Angelegenheit ist immer ziemlich komplex und vermutlich auch noch nicht zur vollsten Zufriedenheit gelöst, weshalb man sich wohl auf einen gemeinsamen Nenner einigen kann: Wenn jemand unter seiner Funktionsstörung leidet, dann ist es auch eine. Die Funktionsstörung definiert sich also zu einem gewissen Teil durch sich selbst. Ich finde, schon allein etwas als Störung zu bezeichnen ist nicht so ganz einfach, da der Begriff sich meiner Meinung nach nicht wirklich gut und schon gar nicht allgemeingültig eingrenzen lässt. Persönlichkeit lässt sich da - glaube ich - etwas einfacher eingrenzen. Oder eigentlich auch nicht. Grob gesagt, sehe ich Persönlichkeit einfach als all das was einen Menschen ausmacht, wie er sich verhält, was seine Sichtweisen sind und wie er sich selbst definiert. Die Frage die sich mir jetzt stellt: Wie soll das zusammen passen? Eine gestörte Persönlichkeit? Ich meine, da sind jetzt all diese Sichtweisen, die Selbstdefinition und die Verhaltensweisen eines Menschen. Und bei dem einen ist das noch in der Norm und bei einem anderen ist das nicht mehr in der Norm. Und deshalb liegt eine Störung vor. Meiner Auffassung nach kann eine Persönlichkeit nur sein und zwar solange wie der Mensch lebt. Sie kann ich verändern, oder so bleiben. Die Persönlichkeit kann für andere Menschen angenehm und umgänglich sein, oder eher von schwieriger Natur. Sichtweisen können verbohrt sein. Und die Selbstdefinition kann nicht mit der Realität übereinstimmen. Verhaltensweisen sind im Endeffekt auch einfach nur da und sind der Situation entweder angemessen oder eben nicht. Aber wirklich gestört sind die Verhaltensweisen an sich dann auch nicht. Wohl aber lässt sich sagen dass die Interaktion mit der Umwelt (im Vergleich zur Norm) gestört ist. Worauf ich hinaus will: Eine Persönlichkeit ist da. Sie IST einfach. Meines Erachtens steht es niemandem zu, von einer (Funktions-) Störung der Persönlichkeit zu reden. Und ich finde im täglichen Umgang mit "Gestörten" sollte man ein Bewusstsein dafür haben, dass man dem Gegenüber mit der Diagnosenstellung (gerade in der Psychiatrie) immer auch einen Stempel aufdrückt. Und bei dem Wort Persönlichkeitsstörung zucken immer wieder einige Leute vor Ehrfurcht zusammen.

Mehr lesen...
Comments

M6 - experimentelles und so

Wie ich schon vor ein paar Tagen erwähnte: Das Semester hat begonnen. Mittlerweile kam auf der Studienbrief und ich habe doch tatsächlich schon das erste Kapitel gelesen und zusammengefasst. Ich bin schon ein bisschen Stolz auf mich und diese disziplinierte Leistung. Bis jetzt habe ich noch den Eindruck, dass dieses Semester ziemlich easy wird, angesichts der Tatsache, dass es nur 250 Seiten Studienbrief und ein "kleines Praktikum" Dort scheint es immer wieder Aufgaben zu geben, die man dann innerhalb von 1-2 Wochen lösen muss. Das ist zwar auch immer etwas Gehirnakrobatik, fühlt sich aber nicht an wie lernen, sondern eher wie.... nunja.... wie Praktikum.

Netterweise wird das Praktikum auch nicht bewertet, sondern es gibt nur eine Klausur über eben diesen Studienbrief und wohl ein paar Fragen zum Praktikum. Wobei sich das thematisch doch ziemlich überschneiden dürfte. Wenn ich dann jetzt noch in die vorgegebenen Bearbeitungszeiten des Skriptes hineinkomme ist alles in Butter.

Auf dem Blog hier sind die Vorbereitungen jetzt auch mal eben abgeschlossen worden und es gibt eine "Modul 6" - Sparte. Die erste Zusammenfassung ist schon drin. Ole!Mehr lesen...
Comments

Sozialpsychologische Hilfestellung

IMG_0389

Es ist fast August, mir bleibt noch etwas mehr als ein Monat zur Wiederholung. Und zwar nur zur Wiederholung. Nach dem ich in diesem Semester gemütlich vor mich hingelümmelt bin, habe ich gerade vor ein paar Minuten die letzten Karteikarten geschrieben. Ich kann mich also an jetzt voll und ganz der Wiederholung und Klausurvorbereitung widmen. Probeklausuren habe ich noch keine an Land gezogen, das wird aber mein nächstes Projekt.

Wenn ich ordentlich lerne bekomme ich auch sicherlich eine gute Note, denn so kompliziert und umfangreiche war es ja nun wirklich nicht.

Meine Materialsammlung findet ihr hier. Sie ist im Prinzip komplett. Jedoch werde ich die Zusammenfassung zu 3409 nochmals überarbeiten, während ich mir die Vorlesungen antue. Zumindest ist das der Plan. Aber eine Vorabversion gibt es jetzt schon mal.

Mehr lesen...
Comments

M4 in progress

Es geht voran. Die Einführungs-Studienbriefe sind durchgeackert. Karteikarten dazu habe ich schon lange erstellt, und hab ich auch schon beinahe fertig gelernt.
Die eine Vertiefung mit insgesamt 12 Studien habe ich auch schon fertig beackert. Und davon gibt es ab jetzt eine Zusammenfassung hier im Blog unter "PsychologieStudium"-->Modul 4 (wo auch sonst)

Jetzt fehlt mir noch Vertiefung Teil 2 mit nochmals 10 Studien. Erholsamerweise geht es diesmal nicht um Hilfeverhalten und Gutmenschentum, sondern um Konlfikte und Aggressionen. Bis ich das fertig habe werden nochmals 3-4 Wochen vergehen, aber ich bin gut im Zeitplan denke ich. Was dann noch fehlt sind Karteikarten und Lernhilfen für die Studien. Aber zum Glück ist die Klausur erst im September.

Für diese Woche ist erstmal Studien-Pause eingelegt. Ich muss nämlich noch 10 Versuchspersonenstunden ableisten. Das klingt toller als es ist. Es geht nämlich im Groben darum 10h damit zuverbringen verschiedene Frageböden auszufüllen, wobei sich die Fragen auch ständig wiederholen. Ein wenig ätzend. Aber es muss gemacht werden. Ich möchte nämlich im kommenden Semester gerne mein Forschungspraktikum in Form von M6 hinter mich bringen. Und dafür muss ich Punkte sammeln. Also auch diese ultra-spannenden Versuchspersonenstunden. Aber 10 sollten diese Woche ja wohl noch drin sein oder?!

Also.... Hier geht's zu den Materialien....Mehr lesen...
Comments

Paperbrain



Bastelte gestern ein Hirn. Hat 2h gedauert und es gab keine Anleitung. Voraussetzungen zum selber basteln sind als: gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Ausdauer und Geduld, sowie Kombinationsmöglichkeit. Möglicherweise auch anatomische Grundkenntnisse.

Hilfreich sind unter anderem: ein Drucker, Papier, Schere, Druckertinte und Kleber.

Jedenfalls mal ein Hirn zum anfassen und ein etwas anderes Lernmodell. Kann möglicherweise auch Nazi eingesetzt werden. Das müsste noch überprüft werden.

Wer auch so eins haben will der sei an folgende Adresse verwiesen: http://www.martinpyka.de/paperbrain/

Mehr lesen...
Comments

Zusammenfassung Modul 3

Ich war fleißig die letzten Wochen und werde diese Woche eher nicht so fleißig sein, da ich meine Lernplan 2 Wochen voraus bin und jetzt ruhig auch mal ein wenig ausruhen kann. Oder mich wahlweise voll und ganz in die Arbeit stürzen kann...

Und weil ich so fleißig war, gibt es hier jetzt das Ergebnis. Zusammenfassungen des Kurses Biologische Psychologie. Wunderbar. Hier lang bitte.

Mehr lesen...
Comments

Schwierig sind Menschen immer dann, wenn sie meinen Bedürfnissen im Wege stehen.

So begann meine zweitägige Fortbildung letzte Woche. Titel der Fortbildung: Kompetenter Umgang mit schwierigen Zeitgenossen. 
Kompetent ist immer ein gutes Wort, wenn man will dass Leute zu einer Fortbildung kommen. Denn kompetent will ja jeder irgendwie sein.

Insgesamt ging es weniger um den Umgang mit schwierigen Zeitgenossen, sondern vielmehr darum, das jeder Mensch eine eigene Persönlichkeit ist und jeder irgendwo schwierig ist. Das ist eine Erkenntnis, die einem eigentlich sowieso schon unbewusst bewusst ist. Aber manchmal ist es gut, wenn einem das nochmal gesagt wird. In diesem Falle von jemandem der Geld dafür bekommt, und es ganz nebenbei wunderbar rübergebracht hat.


Der Inhalt war auf Grund des großen Andrangs etwas beschränkt und zwar auf die Vorstellung von 9 Persönlichkeitsstrukturen in welche jeder Mensch mehr oder minder eindeutig zuordenbar ist. Allerdings mit dem Hintergedanken, die Leute aus diesen Schubladen rauszuholen. Das ist nun einfach gesagt, schließlich steckt man sie im ersten Schritt ja erstmal in eine Schublade hinein um dann in einem zweiten Schritt festzustellen, dass sich dies als gar nicht so einfach erweist.
Einfach gesagt: Jeder hat eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur, reagiert auf Grund dessen unterschiedlich auf wasauchimmer, hat aber trotzdem Anteile der anderen Persönlichkeitsstrukturen. Ergebnis des Ganzen: Jeder Mensch ist einzigartig.

Ich persönlich habe es laut Eneagramm in die Schublade des Optimisten geschafft um festzustellen, dass ich trotzdem noch skeptisch bin und gerne mal einfach nur beobachte. 


Ich finde diese ganze Eneagramm-Geschichte furchtbar interessant, aber leider ist im Internet wenig ausführliches zu finden und ich müsste dafür ein Buch kaufen. Ich hätte mir natürlich gleich das Buch des Dozenten kaufen können, mit dem wir auch während der zwei Tage arbeiten durften (und was ich nebenbei bemerkt ziemlich gut gemacht fand) aber da kam die unentschlossenheit des Optimisten zusammen mit der Sicht des Skeptikers: Vielleicht gibt es noch was besseres, vielleicht bekomme ich die ganzen Informationen auch kostenlos aus dem Internet. Aber leider ist dem nicht so, da offensichtlich die Enneagramm-Mafia einen Haufen Geld verdienen will. Und zwar meins. Aber vielleicht lässt sich da mit meinem Stationsleiter verhandeln, wenn ich ihm erkläre, dass diese Thema essentiell wichtig und interessant ist in der Psychiatriearbeit. Und das meine ich ernst (vielleicht nicht essentiell, aber immernoch interessant und wichtig).


Immerhin finden sich hier grundlegende Informationen dazu: 
http://www.eclecticenergies.com/deutsch/enneagramm/einfuehrung.php

Was man weiß wenn man das Enneagramm nun in und auswendig kennt? Es ermöglicht einem eine andere, verständnisvoller Sicht auf persönliche Eigenschaften und Reaktionen. Es ermöglicht einen anderen Zugang, sein eigenes Vorgehen eventuell zu ändern, vielleicht auch komplett gegen sein Verhaltensmuster zu arbeiten um mit dem Gegenüber weiterzukommen, weil es nun seinem Muster entspricht.

Nebenbei bemerkt sei, dass ich wohl weiß, dass es auch andere Persönlichkeitsmodelle gibt, mit denen das auch möglich ist, aber die waren nicht Inhalt der Fortbildung und demzufolge fehlt mir hier der direkte Zugang. So ist das.


Mehr lesen...
Comments

Statistik.

Schauen wir zunächst was wir da haben: Ich studiere Psychologie. Mir war klar dass die erst zwei Semester für mich blöd werden. Modul 1 mit seiner Einführung in alle möglichen Bereiche der Psychologie war quasi ein Round-House-Kick durch die Psychologie. Von jedem ein bisschen, aber wenig Tiefgang. Das ist in Ordnung so.
Das Modul2 noch bescheidener würde war mir vorher schon klar. Ich habe versucht mich damit zu beruhigen, dass es ja 'nu' Statistik sei, also nur ein Thema aus dem weitern Feld der Mathematik. Was auf diese Erwartung hin folgte waren 4 Skripte. Ein Skript über die Empirische Sozialforschung. Ein Manifest mit 500 Seiten. Mit Inhalt der auf maximal 150 hätte gekürzt werden können. Das wird dann meine Aufgabe sein. Aber das ist okay. Mit sowas kann ich umgehen. Dann gibt es ein Skript, welches quasi ein Handbuch zum Statistik-God-Programm SPSS darstellt. Screenshot, Klickpfade, wenig Information für was genau ich das anwende, knappe Beispiele, wie ich aus den Ergebnissen, die das Programm ausspuckt, Informationen ziehe. Langweilig aber immerhin wenig Seitenumfang. Und wenn ich mich mal einen Tag ernsthaft damit beschäftigen würde, wäre dass auch halb so tragisch.

Dann wirds ernst: Statistik 1. Inhalte: Beschreibende Statistik und Erklärende Statistik. Oder anders gesagt: Ein Haufen undanschauliches Textgewirr welches sich um Formel rankt. Die Beispiele sind leider mangelhaft. Am Anfang steht die Formel und dahinter das Ergebnis. Wie wäre es mal mit einem kompletten Rechenweg? Den gibt es nicht. Stattdessen aber die Mitteilung seitens der Uni, dass die Voraussetzung für ein Studium das Abitur sei und da habe man solche Inhalte ja gehabt. Schade. Fail. Der Alterschnitt der Fernuni liegt irgendwo zwischne 29-40. Dass die Schule da schon meistens eine Weile auf her ist, liegt ja auf der Hand. Eigentlich.

Und so brauche ich eine Stunde um fünf Seiten durchzuarbeiten. Und noch sehr viel länger um die Aufgaben dazu richtig zu rechnen ohne in die Lösungen zu spicken.

Die Krönung der Psychologenstatistik bioldet dann Statistik 2. Regressions- und Varianzanalyse. Und hier darf ich sagen: Das Skript ist gar nicht so schlecht. Die Thematik ist kompliziert und ich werde sicherlich noch Hilfsliteratur benötigen um das irgendwie Hirngerecht aufzuarbeiten, aber immerhin bildet es eine Grundlage mit der ich arbeiten kann.


Das ist also mein Statistiksemester. Ich bin nicht sehr Mathematikbegabt. Vielleicht liegt das auch einfach daran, dass ich irgendwann den Anschluss verpasst hatte und dann nicht mehr reinkam. Aber es geht voran. Ein bisschen. Jedes Mal komme ich ein winziges Stückchen weiter. Verstehe ein kleines bisschen mehr wie ich zu rechnen habe. Es wird also.


Was mir jetzt noch Sorgen macht: Die Klausur besteht aus 2 Blocks. Ein Block mit Empirischer Sozialforschung und Statistik 1 und der Zweite Block mit Statistik 2 und SPSS.


Bei Block 1 bin ich ziemlich sicher, dass ich den gut hinbekommen werde. aber Block 2?! Vor dem graut es mir ja.

Immerhin kann ich bis jetzt behaupten, dass dieses Modul wenig zeitintensiv ist, dafür aber Drahtseilnerven abverlangt. Ob ich zu wenig Zeit investiere wird sich nach der Prüfung zeigen. Aber mehr geht bei Mathekram einfach nicht.

Was jetzt noch zu sagen bleibt: Ich bin so froh wenn das Modul rum ist. Dann kommt endlich der interessante Teil des Studiums.

Mehr lesen...
Comments

Ein bisschen Angst ist auch dabei.

Morgen ist es soweit. Die erste Modulprüfung für das Psychologiestudium steht an. Ich glaube ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass ich in meinem Leben noch nicht soviel gelernt habe.
Mein Vater sagte mir letzt: "Auch in der Schule hast du nicht gelernt, das was du da gelernt hast, war doch eher ein Nebenprodukt".
Und recht hat er. Mittlerweile habe ich auch schon ein paar Prüfungen hinter mir. Einige Abitursklausuren, ein paar Prüfungen für die Pflegeausbildung. Aber nie habe ich soviel gelernt. Das mit der Lernbulimie hatte ich nicht so ganz verstanden, bisher. Bisher war ich davon ausgegangen, dass es auf Zusammenhänge ankommt. man lerne für das Leben und so. Aber damit hat heutige Schulbildung doch rein gar nichts mehr zu tun. Nicht nur die Schulbildung, auch jetzt im Studium kommt es weniger auf Zusammenhänge an. Es geht im Endeffekt nur darum möglichst viel Wissen abzuspeichern und dann auf Abruf loszuwerden. Wer Glück hat kann diese Wissensfragmente dann hinterher noch verbinden und weiß somit dann auch um die Zusammenhänge. Wer Pech hat kann das nicht, und weiß hinter wenig. Ausser vielleicht, dass er es einmal wusste. Frei Sokrates: Ich weiß dass ich nichts weiß.
Zu Schulzeiten, habe ich versucht zu verstehen, ohne dabei zu verstehen dass es bei der Ganzen Sache nur ums Lernen geht. Nicht ums verstehen. 
Immerhin: vor 7 oder 8 Wochen habe ich das dann auch verstanden. Und seitdem lerne ich. Seit zwei Wochen weiß ich was für ein Lerntyp ich bin. Und morgen ist die Prüfung. Wir werden sehen was dabei herauskommt. Ob mein Wissen für 60% korrekte Antworten ausreicht. In 6-8 Wochen weiß ich Bescheid. 

Aber zumindest habe ich etwas über mich selbst gelernt. Ist doch auch mal was. Da kann ich es dann auch verschmerzen, wenn ich im Sommer nochmal für die erste Modulprüfung ran muss. Vielleicht.

Ausserdem hat auch Charlotte Haunhorst die Lernbulimie in einem
offenen Brief an ihren einstigen Lehrer thematisiert. 

Mehr lesen...
Comments

Halbzeit.

Die Hälfte der Zeit ist nun rum für alle Erstsemester. Ende Februar steht die Klausur an. Bei mir für M1, mit den Themen "Einführung in die Psychologie", "Einführung in wissenschaftliches Arbeiten" und "Einführung in die Forschungsmethoden".

Die Inhalte sind zum Teil interessant, zum Teil nervig und zum Teil auch überflüssig. Meines Erachtens.
Zu den interessanten Aspekten zählt auf jeden Fall alles zur Einführung in die Psychologie. Aber da sind weite Teile auch nervig. Weil sie bescheiden geschrieben sind. Bescheiden formuliert und bescheiden formatiert. Ich mag keine Schachtelsätze. Und ich mag auch keine Sätze mit unsinniger Zeichensetzung, bei denen man zunächst 10 Minuten damit beschäftigt ist, die richtigen Kommatas einzufügen und die unsinnigen rauszustreichen. Denn erst dann ergibt das dort geschriebene einen Zusammenhang mit Sinnhaftigkeit. Aber dann denke ich, man muss die Uni ein wenig in Schutz nehmen. Da Beschwert sich ständig jemand: über Schreibfehler, Grammatikfehler, Falsche Nummerierung der Überschriften. Belanglosigkeiten in meinen Augen....solang es einen Sinn ergibt ist mir das völlig Pups ob die Kapitelnummerierung nun 1.1.2 oder 1.3 heißt, oder ob es eine Nummerierung doppelt gibt. Die Skripts werden ständig überarbeitet und da kommt es zu solchen Fehlern. Aber man sollte dennoch darauf achten keine Sätze zu produzieren, die eine halbe Seite lang sind. Das gehört sich nicht.

Wissenschaftliche Forschungsmethoden dagegen sind interessant. Und zwar bisher ziemlich durchweg. Da werden einem Forschungsdesigns vorgestellt. Der Ablauf einer Untersuchung. Die Verschiedenen Datenerhebungstechniken und Datenquellen. Wichtig und so.

Die Kapitel über wissenschaftliches Arbeiten sind zu großen Teilen überflüssig. Oder belustigend. Da wird einem die Nutzung des Internets erklärt. Wie man etwas korrekt in die Suchfelder eingibt, und dass man keine ganzen Sätze da eingeben soll. Da ist belustigend für Menschen die im Internet aufgewachsen sind. Also meine Generation und alle die nach mir geboren sind. Aber vor allem ist es nervig, wenn sowas dann Klausurrelevant ist und man es wirklich durchlesen muss. 
(ich möchte nicht bestreiten, dass es Mensche an der Fernuni gibt, die das alles nicht so genau kennen)
Na gut. Jetzt weiß ich was Boolsche Operatoren sind. Nämlich diese Zusatzworte (ich nehme lieber Zeichen, das ist kürzer... von denen steht übrigens nichts im Studienbrief) die man ins Suchfeld miteingeben kann um die Ergebnisse einzuschränken. (und/oder/nicht).

Wenn ich mal wieder keine Lust habe oder schlechte Laune, dann kann ich mich in die "moodle-Umgebung" der Fernuni begeben. Dort kann sich ausgetauscht werden, über die gerade aktuellen Kapitel. Man kann Fragen stellen, sein Wissen vertiefen und Antworten. Durchaus sinnvoll, wenn man doch sonst relativ alleine vor sich hinlernt. 
Dort gibt es auch sehr witzige Fragestellungen. Jemand stellt eine Frage zu einem der Kapitel die übers Internet informieren. Und er fragt nach einer Abkürzung die er sich nicht erklären kann. (selber nicht gewusst. gegooglet. geantwortet. auf google verwiesen. blödmann.)
In Moodle werden von den Fachbetreuern auch Aufgaben eingestellt. Man kann sie bearbeiten, oder es lassen. Nach der vierten Woche hat dann auch der letzte kapiert, dass die nicht bewertet werden, sondern dem Selbststudium dienen.
Es werden auch Aufgaben gestellt zur ausdrücklichen Internetrecherche. Das hindert einige Kommilitonen nicht daran zu fragen auch welcher Seite des Studienbriefs die Antwort auf die Frage steht. Ein Knüller!

Manch einer beschwert sich über die Oberflächlichkeit. Tja. Das ist so. Auf jedem Studienbrief steht Einführung. Man sollte meinen das impliziere die Oberflächlichkeit. Nuntja....vielleicht wohl auch nicht. Man könnte auch meinen dass ein Bachelorstudiengang an sich die Oberflächlichkeit impliziere. Immerhin wird einem ein Überblick über alle Themen der Psychologie vermittelt. Und das sind viele tiefgehende Themen.

Ich werde jetzt mal in Moodle gehen und mir die nächsten lustigen Fragen ansehen. Danach weiß ich dann auch wieder warum 30% in der letzten M1 Klausur durchgefallen sind. Das sind nämlich genau die 30% die so blöde Fragen stellen.

Mehr lesen...
Comments

Pygmalion.

Der Pygmalion-Effekt kann so einiges klären, bzw einem selbst klar machen. Gerade im Rückblick auf die Schulzeit, oder wenn man selbst ausbildet. Es geht um die Erwartungshaltung. Erwarte ich schlechte Leistungen, unkonzentriertes Arbeiten und Detailfehler von meinem Schüler, dann wird er diese auch zeigen, denn meine persönliche Erwartungshaltung wird durch Mimik, Gestik und Körpersprache übertragen. 
Das geschieht unbewusst, die Übertragung ebenso wie das Bemerken der kleinen Hinweise.

Da kann man sich schon mal jahrelang fragen, warum immer wieder dieselben Fehler passieren.... Vielleicht erwarte ich sie einfach und deswegen ist es durch den Pygmalion(oder auch Rosenthal-) Effekt schon determiniert.

Dabei kann man verhindern dass der Effekt eintritt, zumindest teilweise ob das eintreten eines solchen Effektes ganz zu verhindern ist, ist so die Frage.... . Ein lächeln zum Gruße wirkt wunder dabei.

Man könnte den Pygmalioneffekt auch wunderbar für sich nutzen, denn er funktioniert ja auch umgekehrt. Die innere Einstellung ist zu ändern, erwarte positives und du wirst positives zurückbekommen. Gib positives Feedback und Bestärkung. Und ganz nebenbei steigt die Laune beim arbeiten, und die Psyche wird gestreichelt.

Mehr lesen...
Comments

Studentin!

So ab heute weiß ich es sicher, ich bin nun offiziell Studentin an der Fernuni Hagen. Auf dem Weg zum Bachelor in Psychologie.
Heute habe ich meinen Zugang zum virtuellen Studienplatz gesehn, wo ich meine Inhalte einsehen konnte.

Mehr lesen...
Comments

Are you satisfied with an average life?

Da verbringe ich heute einen freien Tag zu Hause.... Online bei der Uni eingeschrieben, die Wohnung geputzt, den Balkon gefegt. Das Bett repariert, die Abstellkammer sortiert, Wirsingeintopf kochen... was man halt so macht. Alltag bewältigen...Alltag vereinfachen. Wie auch immer.

Marina and the Diamonds macht es mir leicht. Und geben mir Denkanstöße.
Bin ich zufrieden mit einem durchschnittlichen Leben? Was ist das durchschnittliche Leben überhaupt? Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein relativ durchschnittliches Leben habe. Pflegerinnengehalt, 60qm Wohnfläche, Fahrrad, kein Auto dafür ein Krad (was auch viel toller ist), Computer, Internet.... Was der Durchschnittsmensch so besitzt. Vergleiche ich mich mit den Kollegen auf der Arbeit, hebt mich das betreiben dieses Blog ein wenig ab vom Durchschnitt. Surfe ich aber im Internet rum, dann habe ich manchmal den Eindruck, dass mittlerweile wirklich jeder zweite bloggt. Aber ich glaube in Wahrheit ist das gar nicht so. 

Und dass ich jetzt dann demnächst anfange neben dem Job zu studieren, verändert das Verhältnis zur Durchschnittlichkeit dann bestimmt auch noch mal.

Der Durchschnitt ist die Basis. Ein durchschnittliches Leben ist okay, eines unter dem Durchschnitt vermutlich sehr anstrengend... Ein überdurchschnittliches Leben?! Was ist das? Viel Geld, viel Wohnfläche, viel Besitz? Ich weiß nicht. 

Ich möchte gerne gut und zufrieden leben. Scheiß auf Durchschnitt, is doch auch irgendwie egal. Hauptsache man ist mit dem was man tut und ist zufrieden. 

Ich bin zufrieden. Zur Zeit. Im Durchschnitt....

Mehr lesen...
Comments

DBT nach Linehan.

Wer sich ein wenig für Psychologie+Psychiatrie interessiert wird sie vielleicht kennen. Die Dialektisch-Behaviorale Therapie nach Marsha Linehan. Eine Therapie entwickelt speziell für Menschen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung. Ich selbst bin eh fasziniert von psychischen Krankheiten und die Therapieansätze dazu. Ich habe also im vergangenen Monat (dank mangelnden Internetzugangs + Arbeitslosigkeit) genug Zeit dazu gehabt mir mal ein paar Dinge zu Gemüte zu führen. Unter anderem auch ein Buch zur DBT, welche auf einem sogenannten Fertigkeitstraining beruht. Ich möchte die Notizen die ich mir während des Lesen gemacht habe, niemandem vorenthalten. Also lest selbst: (das Ganze gibts auch nochmal als pdf unter "Misc")

DBT - Dialektisch Behaviorale Therapie
Stichworte

* kognitiv-behaviorale Therapie
* 1. Psychotherapie die Erfolge ausweisen konnte
dialektisch: 1. Wesen der Realitaet
2. Art des Dialoges + Beziehung i. d. Therapie
* Emotionsregulation als zentrales Problem der BPS
-> Folge von emotionaler Vulnerabilitaet + maladaptiver + inadaequater Strategien im Umgang mit Emotionen
* Emotionale Vulnerabilitaet:
1) hohe Empfindsamkeit ggueber emotionalen Stimuli
2) intensive Reaktion
3) langsame Rückkehr zu emotionalem Grundniveau

-> Faehigkeit: Steuerung von Emotionen
1) unangemessene Verhaltensweisen/Reaktionen hemmen
2) Erregung selbst verringern
3) Aufmerksamkeit waehrend intensiver Gefuehle fokussieren koennen
* parasuizidale Handlungen koennen schmerzhafte Gefuehle verringern, indem sie eine intensive Ablenkung von ihnen schafft
*Leere: Gefuehl von Betaeubung, das mit gehemmten Gefuehlen verbunden ist
*erfolgreiche Beziehungen erfordern die Faehigkeit Gefuehle auf angemessene Weise regulieren und emotional belastende Situation ertragen zu koennen

1.) Innere Achtsamkeit
* psychologische Varianten von Mediationsuebungen
* Was - Fertigkeiten:
1) Wahrnehmen: Ereignissen + Emotionen zuwenden, ohne zu versuchen ihnen auszuweichen, wenn sie schmerzhaft sind, oder sie festzuhalten, wenn sie angenehm sind
2) Beschreiben: Wie ist die Situation wirklich; Gedanken + Gefuehle nicht woertlich nehmen. D.h. nicht als Wiederspiegelung von tatsaechlichen Ereignissen zu verstehen
3) Teilnehmen: keine staendige Betrachtung der eigenen Person
-> ganz am Hier + Jetzt der Situation teilnehmen
-> Achtsamkeit ist Teilnehmen mit Aufmerksamkeit
*Wie - Fertigkeiten:
1) eine Situation beobachten; sich ggfalls einbringen; aber nicht bewerten
2) Konzentriert: Aufmerksamkeit + Bewusstheit auf die Aktivitaet des ggwaertigen Moments richten.
-> Aufmerksamkeit nicht zwischen verschiedenen Aktivitaeten aufteilen
3) Wirkungsvolles Handeln: nicht mit dem beschaeftigen was richtig oder falsch ist, sondern mit dem was i.d. Situation erforderlich ist


2.) Training der interpersonellen Wirksamkeit
* Veraenderungen, die man sich wuenscht, auch erreichen
1) Beziehungen pflegen, um sie im Gleichgewicht zu halten
2) Persoenliche Ziele + Anforderungen anderer in Gleichgewicht bringen
-> Prioritaeten setzen + Kompromisse aushandeln
-> STRUKTURIERUNG!!
3) Verhaeltnis von Wollen + Sollen ins Gleichgewicht bringen
* Wollen: Dinge, die ich tun will, weil sie Spass bringen
* Sollen: Dinge, die ich aus irgendwelchen Gruenden tuen muss
4) Selbstachtung + Kompetenz entwickeln + steigern
* Kompetenz: Erwerb durch Handlungen, durch welche ich mich
wirkungsvoll + erfolgreich fuehle
*Selbstachtung: Erwerbe ich, wenn ich fuer mich selbst einstehe, eigene Meinung + Ueberzeugung aeussere. Wenn ich tue was ich fuer richtig und gut halte
2 Arten zwischenmenschlicher Faehigkeiten:
1. Um etwas bitten, Forderungen stellen, Diskussionen anregen
2. Nein sagen, Druck stand halten, an einer Meinung/Ansicht festhalten
* Was habe ich dafuer zu tun?
A.) Orientierung auf das Ziel
* Faehigkeit fuer meine Rechte einzustehen, sodass ich auch
ernstgenommen werde
* F. andere so zu bitten, dass die der Bitte auch [gerne] nachkommen
* F. ungerechtfertigte/unerwuenschte Bitten + Forderungen zu
verweigern und daran festzuhalten
* F. interpersonelle Konflikte zu loesen
* erreichen, dass die eigene Meinung respektiert wird
B.) Orientierung auf die Beziehung
* F. sich so zu verhalten, dass Ggueber mir das geben moechte worum ich bitte, oder dass er Ablehnung positiv aufnimmt
* F. unmittelbare Ziel so zu vereinbaren, dass es fuer die Beziehung langfristig gut ist
C.) Orientierung auf die Selbstachtung
* Verhalten stimmt mit meinem moralischen Empfinden ueberein
* Verhalten gibt mir ein Gefuehl persoenlicher Kompetenz
Richtlinien :
A.) Zielorientierung - wichtige Fertigkeiten:
* beschreiben, ausdruecken, auf Wuenschen beharren, verstaerken, achtsam bleiben, Selbstsicherheit zeigen, verhandeln
B.) Beziehungsorientierung:
* freundlich sein, keine Angriffe * Drohungen, keine Werturteile, Interesse zeigen, anerkennen, Leichtigkeit
C.) Orientierung auf die Selbstachtung
* Fairness, keine Rechtfertigungen, eigene Werte, Aufrichtigkeit
+ Zielorientierung: das was ich moechte und das was andere moechten sollte im Gleichgewicht gehalten werden
+ Beziehungsorientierung: diese Fertigkeit verwenden, wenn sie wirklich notwendig sind; bei Seite legen wenn Haerte + Direktheit notwendig sind

3.) Training der Emotionsregulierung

1) Gefuehle identifizieren und erkennen
-> Beobachtung und Beschreibung:
* der ausloesenden Situation fuer das Gefuehl
* Interpretation der Situation
* phaenomenologisches Erleben + koerperliche Wahrnehmung
* Verhaltensweisen, die Gefuehl ausloesen
* Auswirkung des Gefuehls

2) Hindernisse fuer das Veraendenvon Gefuehlen identifizieren
-> Funktion von Gefuehlen:
* Beeinflussung + Kontrolle anderer
* Bestaetigung der eigenen Wahrnehmung + Interpretation von Ereignissen

3) Verwundbarkeit ggueber schmerzhaften Gefuehlen verringern
* ausgewogene Ernährung
* Schlafhygiene
* Bewegung (Kraft- +Ausdauertraining)
* keine Drogen
->Selbstdisziplin

4) Positive Ereignisse haeufiger werden lassen

5) Achtsamkeit fuer ggwaertige Gefuehle steigern
-> Gefuehle wahrnehmen, keine Beurteilung, keine Unterdrueckung

6) Techniken zur Stresstoleranz anwenden

7) ggwaertigen Gefuehlen entgegen handeln
* Konfrontation, in die Situation hinein gehen
* aktiv werden


4.) Stresstoleranz
A) Faehigkeit, Krisen auszuhalten
B) F., Leben anzunehmen, wie es gerade ist
* emotionales Leid laesst sich nur verringern, indem man es erlebt, ertraegt und annimmt

A)
1) Krisenueberlebensstrategien
a) Ablenkung
* aktiv werden
* andere unterstuetzen
* Situation mit denen anderer vergleichen
* Gefuehle durch weniger negatives ersetzen
* Gedanken an die Situation blockieren
* mit anderen Gedanken ablenken
* intensive Koerperempfindungen (Eis...)
b) sich beruhigen
c) Augenblick veraendern
* Veranderung der Selbsteinschaetzung (Ermutigung)
* Einschaetzung der Situation
* Entspannung, Beten
* Konzentration auf eine Sache
* Phantasie einsetzen
* Sinn + Bedeutung herausfinden
* Urlaub vom Erwachsensein
d) an Pro + Contra denken - Situation abwaegen
2) Atemuebungen
* tiefes Atmen
* Atem mit Fussschritten messen
* Atem zaehlen
* Atem folgen beim Musikhoeren
...
3) Uebungen zum leichten Lacheln
* leichtes Laecheln beim Erwachen am Morgen
* lL in freien Augenblicken
* lL bei Gereiztheit
* lL im Sitzen
* lL bei der Betrachtung des Menschen, den man am meisten hasst oder verachtet
B)
1) Radikales Annehmen
*verwandelt Leiden in Schmerzen
2) Entscheidung fuer einen neuen Weg
3) Innere Bereitschaft statt aeusserem Wollen
* innere Bereitschaft: annehmen, was ist; angemessen reagieren; tuen was moeglich + noetig ist
* aeusseres Wollen: Willen der Realitaet entgegen setzen; alles festhalten wollen, weigern notwendiges zu tun; Gegenteil des Handelns entsprechend dem Moeglichen
Comments

Galtons Hut - oder warum bin ich so doof.

Francis Galton (1822 - 1911) war nahezu sien gesamtes Leben der Überzeugung, dass es einen Zusammenhang zwischen Kopfumfang (quasi der Hutgröße) und der Intelligenz des Trägers gäbe. Kurz: großer Kopf = große Leistung. Ein Schüler Galtons (Karl Pearson) wandte seine Theorie auf die neu entwickelte sogenannte Korrelationstechnik an, wodurch sehr geringe r-Werte zwischen Hutgröße und akademischen Leistungen aufgezeigt wqurden. Galtons Theorie fand sich also nicht bestätigt, im Gegenteil durch die Technik wurde sie widerlegt.
In einigen biographischen Berichten heißt es, Galtons hätte einen sehr großen Kopf gehabt, seine Theorie wäre also quasi ein wunschdenken gewesen. In Wahrheit hatte Galton aber eher einen recht kleinen Kopf. Eher wahrscheinlich is also dass er versucht hatte mit seiner Theorie seine eigenen intellektuellen Grenzen zu erklären.

Merke: Es gibt immer eine Ausrede!
Comments

Kunde des Ausdrucks

Mir ist ein Buch in die Hände gefallen, was mir vor ein paar Jahren einmal geschenkt worden ist: "illustrierte Geschichte der Psycholgie". Im Zuge meiner Blogverwicklung und dem Umstand des manchmal etwas eintönigen Wochenenddienstes, kam ich auf die Idee dieses Buch zu lesen und über Interessante Kapitel eine Art Zusammenfassung für das Blog zu schreiben.
Im ersten Teil geht es also um Ausdruckskunde.
Diese ist durch zwei Begriffe geprägt.
Die Physiognomik, will vom Ausdruck des Gesichtes und anderer Körperformen auf den Charakter schließen. Diese psychologisch-diagnostische Deutung ist im Grunde schon immer Teil der ärtzlichen und therapeutischen Arbeit, auch heute noch. Sie beruht aber zum größten Teil auf persönlicher Intuition und Lebenserfahrung. J.C. Lavater (1741-1801) machte die Physiognomie zwischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu einem viel diskutierten Thema. Er erkannte, dass die Physiognomie als Wissenschaft durchgehen könnte, aber trotzdem vieles dem Gefühl überlassen werden müsse
Die Phrenologie versucht den Charakter und das Gemüt aus der Schädelform zu erkennen und wurde von F.J. Gall (1758-1828) begründet. Sie beruht auf der Theorie, dass psychische Funktionen in einzelnen Teilen des Großhirns lokalisiert werden kann und beim Wachstum den Schädel formt.
Aristoteles war einer der ersten, der im 4 Jhd. vor Chr. in seinem Werk "Physiognomika" methodisch-kritische Überlegungen äußert und empfiehlt von einzelnen äußeren Merkmalen auszugehen um sie dann einem Charakter zuzuordnen.
Im Mittelalter bemühte man sich um die Erweiterungen der gesetzmäßigen Beziehungen zwischen Körper und Geist druch mystische und astrologische Hypothesen.
Seit dem 18. Jh wuchs das Bedürfnis den Zusammenhang zwischen Körper und Seele durch nachprüfbare Erfahrungen zu begründen. So bezog sich J.J. Engel (1741-1802) in "Ideen zu einer Mimik" auf die Handlungen eines Schauspieler um darin Unterschiede zwischen Ausdruck und Darstellungen aufzuweisen.

Piderit (1826-1912) gründete seine Idee der Physiognomie auf die Gesichtsmuskeln, welche durch die mimischen Bewegungen und durch Wiederholungen zu psychiognomisch (deutbaren) Zügen werden. Ausserdem is er mir durch folgende Aussage gradde sehr sympathisch geworden:
"Durch die Brille populärer Vorurteile sahen die Künstler, was sie glaubten, und sie gaben und geben den Portraits berühmter Männer so gewiß die hohe gewölbte Stirn, wie man früher den Heiligen ihren Heiligenschein gab." so mal sehen was für'n Keks es als nächstes gibt :D
Comments