Rechtspsychologie - was mach ich da eigentlich?

Eiiiiigentlich würde ich wirklich liebend gerne erzählen wie das Masterstudium in Rechtspsychologie so läuft. Aber eigentlich studiere ich gefühlt gerade nur Statistik. Um mich herum schwirren Formeln, die ich im besten Falle nur zur Hälfte verstehe, Regressionsgeraden und Koeffizienten der Veränderungsmessung. Dazwischen noch ein bisschen alpha und beta, aber in jedem Falle ganz viel Effektstärke. Wenn ich schon nicht so viel von der Materie verstehe, so hab ich immerhin mitbekommen um welche Themen es geht. Man soll sich ja über die kleinen Dinge freuen. Ausserdem ist es an Weihnachten auch erstmal wieder vorbei mit der Statistik. Ein Ende ist also absehbar.

Und ansonsten? Gott sei dank werden wir nicht nur mit mathematischen Formeln beworfen, sondern bekommen auch erste Einblicke in die rechtspsychologische Praxis. Welche Aufgaben hat der psychologische Dienst in einer Strafanstalt, worauf muss der Sachverständige beim Erstellen eines Schuldfähigkeitsgutachten besonderes Augenmerk legen. Welche Art von Gutachten soll überhaupt gemacht werden? Schuldfähigkeit, Haftfähigkeit, Aussagefähigkeit oder doch Erziehungsfähigkeit? Und in welcher Reihenfolge geht man bei der Gutachtenerstellung überhaupt vor, was gehört dazu?

Ich bin mir sicher es folgen in den nächsten Wochen noch so einige fachspefizische Messinstrumente, die wir dann alle unterscheiden müssen. Und da kann man schonmal durcheinander kommen wenn man zwischen FPI, PFI oder NEO-FFI unterscheiden soll. Und was war eigentlich noch mal der Unterschied zwischen HCR-20, dem PCL-R und dem IRLV?

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