Kann das dann weg?

2014

Die vergangenen Jahre plätscherten so dahin, zum Teil kaum bemerkt von mir, kaum beachtet von mir. So wenig beachtet, dass ich mich die letzten Tage immer wieder frage: Was hab ich die letzten 10 Jahre eigentlich gemacht? Wenn man sich es so anschaut wohl ne ganze Menge. Schulabschluss - FSJ - Ausbildung - Arbeitsplatz gefunden - Studium begonnen - Mich an Beziehungen versucht - In Beziehungen gescheitert - Freunde gefunden - viele Freundschaften hinter mir gelassen - mit dem Rauchen aufgehört - wieder angefangen - aufgehört - repeat - und wieder aufgehört letzten Endes - Sport entdeckt. Mich gefunden und wieder verloren. Das Übliche halt. Was man halt so durchmachen muss zwischen 20 und 30.

2014.... Oder auch: Die End-Zwanziger-Krise. Diese Wo-komm-ich-her-wo-will-ich-hin und ist-das-überhaupt-das-richtige. Wenn ich mich umschaue: Normalität. Anfang-Mitte 20 fangen sie alle an sich zu überlegen wo es hin soll, welche Ziele man im Leben hat, mit welchem Lebenskonzept man glücklich werden kann. Alle sind ordentlich am schaffen und basteln. Manche verzweifeln ein bisschen. Aber sie sind alle voller Tatendrang. Dann kommen die Jahre die so dahinplätschern. In denen man den Weg abläuft den man sich zurecht gelegt hat. Bis man sich ein paar Jahre weiter wieder überlegt, ob das der "richtige" Weg war. Sich fragt ob es denn überhaupt den richtigen Weg gibt. Sich fragt, ob man auf dem Weg weitermachen will, oder das Gleis wechselt. Sich fragt, wie oft man sich das in der Zukunft eigentlich noch fragt.

Ich hab mich vieles gefragt im vergangenen Jahr. Hab vieles hinterfragt.... alles hinterfragt. Vieles beim Alten belassen. Einiges verändert. Umgekrempelt. Dinge die manche Menschen so zu tun scheinen Ende 20. Laut Hören-Sagen. Es ist ja nicht so, dass alles schlecht gewesen wäre. Aber immer diese kleine Stimme im Kopf: Es könnte auch wesentlich besser sein. Also hab ich umstrukturiert. Nicht immer ohne Verwunderung durch Aussenstehende. Aber dennoch nicht aufgehört einfach zu machen. Und jetzt geht das Jahr dem Ende zu. Anstrengend war es. Und vorbei darf es jetzt bitte sein. Ein neues Jahr darf jetzt bitte gerne anfangen. In der irren Hoffnung, dass dann alles ganz viel besser wird. Weil man nicht umsonst soviel Energie aufgewandt haben will.

Nächstes Jahr wird ein Topp-Jahr. Nicht zuletzt weil ich mein Studium mit dem Bachelor abschließen werde und danach wieder ein neuer Lebensabschnitt ansteht. Wieder Veränderungen. Ich kann offenbar gar nicht genug davon kriegen!

Aber mit diesem Jahr bin ich durch. Restlos. Kann das dann weg, jetzt?

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