Das Master-Desaster.

Nachdem ich jetzt endlich Mitglied im BDP (Berufsverband für Psychologen) geworden bin, erhalte ich regelmäßig einen Newsletter. Heute kam mal wieder einer.

Interessanteste Info für mich: Auch die DGPs (Deutsche Gesellschaft für Psychologie) hat nun eingesehen, dass die Struktur dieser Bachelormisere einfach furchtbar ist. Wir müssen einen Numerus Clausus zum Bacheloreinstieg hinlegen der für Durchschnittsmenschen schlichtweg unerreichbar ist. Oder man ist hartnäckig und sitzt seine Wartesemester (10-12) ab und freut sich dann über die Studienzugangsberechtigung. Oder man geht an die FernUni Hagen, die aber im Bachelorstudium keine Klinische Psychologie anbietet. Und abgesehen davon ist ein Fernstudium auch einfach nicht Jedermanns Sache.

Irgendwann während des Bachelorstudiums (ich glaub es war am Ende meines fünften Semesters (von insgesamt 12 Semestern) wurde dann auch mir klar: Verdammt! Wenn ich den Bachelor dann in der Tasche habe, dann habe ich noch lange keine Berechtigung zum Master. Die Geschichte wiederholt sich. Es gibt nur für einen Bruchteil der Bachelorabsolventen einen Masterplatz. Also wieder einen NC. Wer einen Bachelorschnitt hat der schlechter als 2,0 erreicht hat, der faktisch kaum eine Chance sein Studium zu Ende zu führen. Wäre möglicherweise halb so tragisch, wenn man mit seinem Bachelorabschluss denn eine Anstellung finden würde. Der Arbeitsmarkt für B.Sc. in Psychologie existiert aber praktisch nicht. Wer mit dieser Qualifikation eine Anstellung gefunden hat, der hat die Nadel im Heuhaufen gefunden.

Die Forderung sollte also nicht sein, dass ein Arbeitsmarkt für Bachelorabsolventen geschaffen wird, sondern dass jeder der sein Studium mit dem Master abschließen will, diese Chance auch erhalten soll. Was soll dieser Mist mit der doppelten Bewerbung für einen Abschluss?

Pressemitteilung der DGPs.
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