Sehr geehrte Telefongesellschaftsmitarbeiter/innen,

Ich habe schon seit vielen Jahren ein Vertragsverhältnis mit ihrer Telefongesellschaft. Und war bisher immer zufrieden. Ich erfreute mich am netten Kundenservice vor Ort und am unkomplizierten Kundenservice via Internet und Telefon.

Dieses Jahr ist es leider anders. Im Januar verlängerte ich meinen bestehenden Vertrag (der damals noch auf meine Mutter lief, den ich aber auf mich habe umschreiben lassen), und erhielt ein neues Handy. Mein ersehntes iphone 4.

Ich lernte das Telefon nun eine Zeitlang ausgiebig kennen und musste mich wundern: Die Internetverbindung lies sich in 90% der Fälle nur über Wlan herstellen, nicht aber unterwegs über 3g bzw das Handynetz. Nicht nur das. Auch Telefonate wurden zu ca. 80% nicht durchgestellt. (Egal ob ein oder ausgehende Anrufe). Das alles funktionierte erst nach einem Neustart des Iphones.

Durch den Vergleich mit iphone-Besitzern, die vertraglich anderweitig untergebracht sind, erfuhr ich, dass so was nicht normal ist.

Also suchte ich im Mai einen o2-Shop auf. Die (wirklich sehr nette und engagierte) Mitarbeiterin versuchte das Problem zu lösen und wollte das iphone einschicken. Ihr wurde von telefonischen Kundendienst erläutert, dass erst die SIM-Karte gewechselt werden müsse, da die häufig der Quell des Problem sei. Also bekam ich eine neue Micro-SIM, stellte zu Hause am Computer mein iphone wieder her und freute mich auf den anstehenden Urlaub.

In einem ausgiebigen Testzeitraum von ca. 4,5 Monaten kam ich dann zum Schluss: Der Austausch der Micro-SIM hat das Problem nicht gelöst. Weiterhin wurde mir Empfang angezeigt, eine 3g Verbindung bekam ich jedoch nicht. Telefonate wurden weiterhin eher nach dem Zufallsprinzip durchgestellt. Also suchte ich im Oktober erneut einen örtlichen o2-shop auf. Das Telefon wurde eingeschickt und kam so fehlerfrei zurück wie es eingeschickt wurde. Am Handy liegt es also nicht.

Mir wurde erklärt, dass es im Raum Heidelberg Schwierigkeiten beim 3g Empfang gäbe und das Netz irgendwie umgestellt werden würde.

Da ich aber in Deutschland unterwegs war hatte ich die Möglichkeit festzustellen, dass ich die gleichen Probleme in Karlsruhe, Frankfurt und Hamburg habe.

Kurz zusammengefasst: Ich bezahle seit Anfang des Jahres für eine Leistung die ich nur selten auch nutzen kann. Das ist nicht nur schade, sondern auch äußerst ärgerlich. Vor allem brachte mich die Netzverfügbarkeitsproblematik immer wieder in Probleme. Sie können sich vorstellen, dass eine solche Erklärung wie „…hatte keinen Empfang…“ eher wie eine Ausrede, denn eine Erklärung klingt, wenn das Problem über Monate hinweg besteht

Über das Internet fand ich auch eine Seite, auf der Erfahrungsberichte zu finden sind, die meinem Erleben doch recht ähnliche scheinen. (siehe:
http://wir-sind-einzelfall.de/)

Ehrlich gesagt fühle ich mich ein wenig an der Nase herumgeführt und das oben beschriebene Vorgehen wirkt auf mich – rückblickend - eher wie eine Hinhaltetaktik um das Netzproblem zu lösen

Ich erhoffe und erwarte nun irgendeine Form der Entschuldigung. Wünschenswert wäre eine Reduktion der Grundgebühr oder eine Gutschrift.

Mit freundlichen Grüßen
Ein
Einzelfall.

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