Walking Dead. Unverständnis.

Natürlich weiß ich nicht erst seit gestern, dass es eine Zombie-Serie namens Walking Dead gibt, auf die scheinbar ebenso viele Leute abfahren, wie auch Game of Thrones. Allerdings wollte ich die Serie bisher nie anfangen, weil Zombies nicht so mein Ding sind. Aber nun kam es soweit, dass ich nichts zu tun hatte und keine meiner Serien gerade noch eine Folge übrig hatte. Also dachte ich: Heym bei Amazon Prime sind die ersten 5 Staffeln inkludiert, probier ich es doch einfach mal. Freunde hatten mir gesagt, dass es zwar schon um Zombies gehe, aber das auch nicht soo sehr im Vordergrund stünde und so schlimm sei es nun auch nicht.

Nun. Diese Freunde haben gelogen. Es ist ganz klassischer Zombie-Krempel. Und ziemlich ekelhaft. Und viel ekliger und brutaler als Game of Thrones. (Mittlerweile sagte man mir, dass sie erste Staffel noch harmlos sei). Ich hatte wirklich nichts zu tun und hatte die Aufgabe wach zu bleiben, also schaute ich die komplette erste Staffel. Was die Gründe dafür waren, dass diese Serie überhaupt über die erste Staffel hinaus kam, sind mir völlig schleierhaft. Abgesehen vom Zombie-Thema, fand ich es einfach ziemlich schlecht gemacht. Leider nicht so schlecht, dass es schon wieder witzig und unterhaltsam war, sondern einfach nur schlecht. Klar sind Zombies nicht rational. Aber abgesehen davon fängt das ganze ja schon völlig unglaubwürdig an. Der Protagonist wacht aus dem Koma auf, alle sind tot, seine Blumen Verblüht. Er liegt da also schon ne ganze Weile. Und ist weder verhungert, noch verdurstet, noch vollgekackt oder gepinkelt oder hat Druckstellen, weil ich niemand gewendet hat. Auf den ersten Metern die er geht hängt der Verband in jeder Einstellung an einer anderen Stelle und ist mal dreckig und mal recht frisch. Das sind Fehler, die in einer guten Serie nicht passieren sollten. Und war das wirklich ihr ernst? Sie sitzen da alle ums Lagerfeuer rum und kein einziger hört wie sich eine Horde von 20 Zombies nähert?

Naja. Jetzt hab ich die erste Staffel gesehen und weiß, dass mir nichts entgeht. Allen anderen wünsch ich viel Spaß beim zu schauen wie sie sich in der Serie gegenseitig abschlachten. Mein Ding ist das nicht.

Über eine Episode von "The Girlfriend Experiment", indem zwei schwingungsunfähige und affektflache Jura-Studentinnen sich als Call-Girls anbieten bin ich jetzt bei "Mr. Robot" gelandet. Mr. Robot bewegt sich im Feld der Internetkriminalität, bei dem eine Gruppe von Hackern Großkonzerne angreift und das finanzielle System zum Einsturz bringen will. Der Protagonist scheint irgendwo zwischen Polytoxikomanie, Schizophrenie und Sozialer Phobie hin und her zu schlängern und kann nicht so viel mit zwischenmenschlichen Beziehungen anfangen. Letzteres ist sehr empfehlenswert.

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