Sie waren nicht zum Sterben dort.

Ein Bahnhof, ein Gleis, viele Menschen. Ein ganz normales, alltägliches Bild. Aber das ist nicht immer so. Die meisten der Wartenden scheinen sich irgendwie zu kennen. Der Zug fährt ein, ein relativ alter Zug.
Einige öffnen die Türen und die Masse vom Bahnsteig entleert sich in den Zug.
Lauter Waggons mit 6-Personen-Abteilen, überall ist Musik zu hören. Oh! Es gibt sogar ein Partyabteil!


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Es ist Betriebsausflug. Morgens um 9:00 befinden sich also 15 Waggons auf den Weg nach Saarbrücken. Es ist genügend Platz im Zug, Saarbrücken lockt wohl offensichtlich nicht soviele Arbeitsbienen aus dem Uniklinikum. Aber mir ist das egal. Der Tag gilt als Arbeitszeit und es ist mal was anderes.
Gut Saarbrücken ist nun wirklich nicht der Hammer, und ich werde ich sicherlich nicht nochmal geplant dort hinfahren, aber der Tag war toll. Aber so ist es doch auch, bei so einem Ausflug kann mir doch egal sein wo es hin geht. Es geht ja um das große Ganze, also das Happening an sich.

Wir haben Notfall-Charly kennen gelernt. Der DJ hat auf der Rückfahrt dieselbe schlechte Musik gespielt wie auf der Hinfahrt. Es war offensichtlich dem Trugschluss anheim gefallen, dass die Leute auf der Rückfahrt schon so betrunken sind, dass sie es nicht mehr merken. Der Zug stand irgendwo in der Pampa (Homburg sagte man mir) und wir hatten Stromausfall. Aber was ein Glück das die Musik davon nicht betroffen war!

Tja Saarbrücken. Was gibt es dazu zu sagen? Ehm..... Mindestens soviel Charme und Hübschigkeit wie Ludwigshafen. Sprich: Der Reiz geht gegen null. Die Leute dort haben schlechte Frisuren, und die Cafebesitzer halten es nicht für notwendig vor ihren Cafes aufzuräumen. Und der Eiskaffe besteht aus Wasser und zwei Löffel Pulver.

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Also zurück zu Party-Paule der sich um die Musik kümmerte und uns ständig mir Einschüben beglückte wie: "PARTY-PEOPLE!!!!" und "Ihr seid doch nicht zum sterben hier?!!!". Und mehr Varianten gab es da auch nicht, aber dafür kamen sie häufig.

Wie gesagt: wir hatten Spaß. Und das Saarbrücken nicht spannend ist, wussten wir auch schon vorher.
Ausserdem ist es Arbeitszeit. So.

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