Verstecken.

vermissen
(Bildquelle: https://www.flickr.com/photos/giuseppemilo/)

Was genau haben wir denn nun davon wenn wir uns verstecken, vor jemandem? Wenn wir uns von jemandem zurückhalten und distanzieren, dessen Nähe wir doch eigentlich wollen? Das ergibt ja irgendwie wenig Sinn. Ich stelle mal wieder Behauptungen auf: Jeder kennt diesen Gedanken.... Sich zurückziehen und sich nicht mehr melden, in der Hoffnung, dass der Wunsch im anderen aufkeimt. Man will vermisst werden. Denn wenn man vermisst wird, dann gibt es jemand der einen bei sich haben will. Und das ist dann ja doch eher ein gutes Gefühl.

Aber wie soll der andere denn wissen, dass man ihn vermisst, wenn man es ihm nicht sagt? Wenn man sich stattdessen selbst nicht meldet. Der Mensch an sich will gebraucht werden. Wenn man dem Anderen also nicht zeigt, dass man ihn braucht.. was wäre dann die logischere Konsequenz daraus? Das sich der Gegenüber einem zuwendet, weil er diese Distanz dann selbst nicht aushält (was ja der Wunsch hinter dem eigenen Verhalten zu sein scheint), oder aber dass der Gegenüber sich auch distanziert, weil er das Gefühl haben will gebraucht zu werden, und ihm das aber nicht vermittelt wird?

Paradoxe Denkweisen sind interessant. Und ich glaube in den wenigsten Fällen funktioniert das Prinzip: Ich melde mich nicht, sodass du mich vermisst. Die Leute können keine Gedanken lesen. Wer Kontakt will, soll sich doch bitte einfach zu Wort melden. Der Andere wird schon Gründe haben sich nicht zu melden. Und der einzige der dann vermisst, ist derjenige der sich nicht meldet. Schuss ins Puddingknie.

"Es ist nicht das wonach es aussieht. Schon aus Prinzip." (Kraftklub, Kein Liebeslied)

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