Pflegewüste Deutschland

Der Impuls hierfür kommt hierher.

Die meisten Pflegekräfte würden sich nicht freiwillig in dem Krankenhaus behandeln lassen, in dem die arbeiten. Weil sie wissen welcher Mangel in der Pflege besteht. Nur die Hälfte der Pflegekräfte desinfiziert sich laut einer Studie die Hände vor dem Patientenkontakt. Nach meiner Beobachtung während der Ausbildung sind es noch weniger.


Die Zahl der Ärzte ist dank viele Einstellung um 26% gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Pflege um knapp 15% dezimiert worden. Der Durchlauf an Patienten steigt stetig dank Fallpauschale.


Der Staat ist der festen Überzeugung dass im Gesundheitssektor am meisten Kohle gespart werden kann. Das mag vielleicht stimmen. Aber bitte nicht am Personal. Denn meine bescheidene Rechnung sieht so aus: Weniger Personal -> mehr Fehler -> Anstieg von Nosokomialen (Im/Durch das Krankenhaus erworbene) Infektionen. Un diese Infektionen kosten. Das Krankenhaus, die Krankenkassen, den Staat. Und wenn ich dann wieder zurück zum Punkt gehe dass sich nur jede zweite Pflegekraft die Hände desinfiziert.... da wird mir ganz schwindelig. (Von der Zahl der Ärzte rede ich lieber nicht...)


Und was droht der Pflege als nächstes? Der Wegfall der Zivildienstleistenden, die immer noch einiges abfangen konnten, dadurch dass sie die "Drecksarbeit" machen. Popo abwischen, auf den Topf setzen, Betten beziehen, Patienten rumschieben. Allerhand Nebenarbeiten die ins Aufgabenfeld der Examinierten Pflegekräfte fallen, aber von eben diesen nicht mehr im chaotischen Zeitplan untergebracht werden können.


Traurig siehts aus für die Pflege

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