Zum letzten Mal.

Ich hab es bei all dem anderen Trubel in meinem Leben noch gar nicht so realisiert, aber am Dienstag schrieb ich die vorerst letzte Klausur in meiner akademischen Laufbahn. Man kann jetzt nicht gerade behaupten das sie thematisch ein Feuerwerk für die Psychologenseele gewesen wäre. Vielmehr war es das staubtrockene für alle, die sich irgendwann vielleicht mal selbstständig machen wollen. Der Kurs nannte sich erwartungsvoll "Management für Psychologen", war im Kern ein Abriss der Betriebswirtschaftslehre.

Und da ich schon die Vorzüge eines Angestellten-Verhältnis kennengelernt habe und auch vorerst in diesem Bereich bleiben möchte, waren die Bestandteile eines Managementplans oder wann man wie und unter welchen Voraussetzungen welche Unternehmensform gründen kann, doch eher von nachrangigem Interesse. Aber manchmal muss man sich eben auch durch Veranstaltungen durchbeißen, die das eigenen Interesse dann doch eher nur seicht tangieren.

Alles in allem lässt es sich auf Folgendes (ganz phantastisches) reduzieren: Kein Bulimielernen mehr!! Im kommenden Semester stehen für mich, neben dem eigentlichen Herzstück - der Masterarbeit -, noch eine Hausarbeit und ein kurzer Bericht an. Solch schriftliche Arbeiten mag ich ganz gern und die Schreiberei ist für mich ein Schöpferischer Akt, den ich irgendwie mit Entspannung verknüpfe (ausser ich verzweifle grad wieder an irgendwelchen Formatierungskonflikten zwischen mir und dem Textverarbeitungsprogramm). Und dann bin ich auch schon wieder fertig. Nach achteinhalb Jahren akademischer Safari. Nicht alles war schön, aber das Meiste eigentlich schon.

Das letzte Semester das jetzt beginnt, bedeutet aber vor allem auch eines: Ich muss mir jetzt ja wirklich mal überlegen in welcher beruflichen Ecke ich eigentlich ankern möchte. Das wird aufregend und ich freu mich schon drauf!

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